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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
53
4,4 von 5 Sternen
Der Kastrat: Roman (Taschenbücher)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 26. Juli 2013
Das Buch erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Kastraten. Als Bastard der tauben Glöcknerin eines kleinen Schweizer Bergdorfs geboren, lebt er lange mit Seiner Mutter im Glockenturm. Jeder Ortsbewohner nimmt an, er sei ebenso wie seine Mutter taub von den Glocken. Doch stattdessen haben ihm die Glocken ein einzigartig genaues, vielschichtiges Gehör gegeben und zudem eine sehr schöne Stimme. Als das entdeckt wird, muss er fliehen und überlebt nur durch einen glücklichen Zufall. Zwei Mönche fischen ihn aus reißenden Wassern und nehmen ihn mit in ihr Kloster, wo er eine Gesangsausbildung erhält. Leider wird imh dort auch seine Männlichkeit genommen, in dem (damals anerkannten) Glauben, dass damit seine Stimme quasi konserviert werden könnte. Nach einigen Verwicklungen verlässt er das Kloster und wendet sich schließlich nach Wien, wo er eine fantastische Karriere als Kastrat startet.
Was mich an diesem Buch ungewöhnlich fasziniert hat, war die Beschreibung all der Klänge, Töne, Stimmen und Geräusche. Die Arien hab ich z.T. selbst schon gesungen, und so konnte ich sie natürlich vor meinem inneren Ohr hören. Aber auch die Klangwelt jenseit der Musik ist so meisterlich beschrieben, dass sie das Buch förmlich zu einem Hörspiel machten.
Also ich geb dafür 5 Sterne.
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am 13. Mai 2017
Ein interessanter Einblick in die Welt der Oper zur Zeit der Kastraten. Schlimm das die kastration oft ohne Einwilligung des Sängers geschah. Leider wirkt die Geschichte etwas oberflächlich.
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am 8. März 2011
Der Klappentext ist meiner Meinung nach etwas unglücklich. Wie kam der weltbekannte Kastrat zu einem Sohn? Dieser Frage wird nachgegangen, aber der Roman endet mit dem Beginn von Moses "Karriere". Und Moses feiert Erfolge auf Europas Bühnen - dieser Teil wird nicht weiter ausgeführt.

Es wird kurz geschildert, wo und unter welchen Umständen Moses geboren wurden. Durch seine ersten Lebensjahre mehr oder weniger gezwungen hat er sein Gehör sensibilisiert. Sein Vater merkt irgendwann, daß Moses nicht so dumm ist wie es scheint und will ihn umbringen. Zum Glück ohne Erfolg - Moses wird gerettet und kommt durch seinen Retter in ein Kloster. Dort entdeckt der Chorleiter sein wunderbares Gehör und bildet seine Stimme aus. Damit seine Stimme erhalten bleibt wird er zum "Engel" gemacht. Aber bis zum Erfolg auf Europas Bühnen ist es ein weiter und auch beschwerlicher Weg.

Herr Harvell schafft es einen durchgehenden Spannungsbogen aufzubauen. Moses wird als ein sehr sensibler kleiner Junge dargestellt, der unbedingt Freunde haben möchte und mit der Bösartigkeit der "Welt" erstmal überfordert ist. Dem Autor gelingt es sehr gut das Klosterleben des kleinen Moses darzustellen. Er übertreibt meiner Meinung nach nicht, sondern stellt glaubhaft die Schwierigkeiten eines "Andersartigen" dar.
Und Moses ist ganz anders als alle anderen: er ist arm, schüchtern und er hat eine begnadete Stimme. Das perfekte Opfer für Raufbolde.

Für Moses besteht die Welt aus lauter unterschiedlichen Klängen. Er braucht keine Wegbeschreibungen, sondern orientiert sich an Geräuschen. Der Autor beschreibt die Klänge teilweise so gut, daß man die Glocken und andere Geräusche richtig hören kann. Harvell bringt die Musik zum Vibrieren - die Musik wird hörbar, nicht nur durch die Ohren, sondern auch durch den ganzen Körper. Man kann sich bildhaft vorstellen, wie Moses die Zuhörer zu Tränen rührt.

Der Autor greift auf viele historische Fakten zurück und schildert diese sehr gut. Erst der Bau der Abtei in St. Gallen (der etwas vordatiert wird) und dann die Uraufführung von Glucks Oper. Der Mythos von Orpheus und Eurydike wird hier zum tragenden Element des zweiten Teils, der in Wien spielt. Es gibt auch einen Blick hinter die Kulissen des Operhauses und auch hier hat der Autor meiner Meinung nach sehr gut recherchiert.

Eines der Bücher für die man die Nachtruhe gerne verkürzt. Ein Buch das Emotionen weckt und die Sinne schärft. Ein Buch das man auch irgendwie traurig zur Seite legt. Es hätte weitergehen können - Moses Aufstieg fehlt.
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am 26. März 2012
Nachdem mich die Geschichte der Kastraten interessiert, durfte dieses Buch in meiner Sammlung nicht fehlen.

Anfänglich war ich etwas skeptisch, erzählte doch der Sohn des Protagonisten. Doch dann wechselte die Erzählung zur Ich-Form aus der Sicht des Titelhelden. Das Buch beginnt mit dessen Kindheit und "den Glocken seiner Mutter". Erst im Laufe der Geschichte wird die Wichtigkeit dieser Glocken durchsichtiger.

Bei dem Roman handelt es sich um die schmerzhafte Lebensgeschichte eines kastrierten Jungen, der eine engelsgleiche Stimme besitzt. Leider hört die Geschichte gerade da auf, wo es wirklich interessant werden könnte. Sie erzählt von seiner Kindheit, seiner Kastration, seiner Liebe zu einem Mädchen, schweigt sich aber über dessen späterer Sängerkarriere aus. Immerhin wird er einmal der berühmteste Kastratensänger Europas werden. Diese Karriere wird nur am Rande angerissen.

Wer eine herzzerreißende Liebesgeschichte sucht, ist bei diesem Buch genau richtig. Wer über den Kastratengesang lesen will, findet hier nur einige nebensächliche Ansätze.

Auch störte mich der Erzählwechsel in der Zeit, wurden doch alle eindringlichen Szenen in der Gegenwart und der Rest in der Vergangenheit geschrieben. Ein sicher brilliantes, jedoch auch verwirrendes künstlerisches Mittel.

Alles in allem hat mich das Buch tief berührt, aber meine Ansprüche, weshalb ich es gekauft hatte, nicht befriedigt.
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am 28. März 2011
Das Erstlingswerk des Amerikaners Richard Harvell ist die Geschichte eines Kindes, das wegen seiner unglaublich schönen Sopranstimme im Kloster St. Gallen gegen seinen Willen kastriert wird und damit den Rest seines Lebens wie ein Aussätziger verbringt. Von Geburt an behindert, scheinbar stumm, hat er ein überentwickeltes Gehör und kompensiert damit seine Mängel. Was im "Das Parfüm" der Geruchssinn, ist im "Der Kastrat" der Gehörsinn. Was im "Schlafes Bruder" die Musikalität und das geniale Orgelspiel, ist im Kastrat der unglaublich schöne Kastraten-Sopran. Das Buch liegt auf der gleichen Ebene von Patrick Süskinds "Das Parfüm" und Robert Schneiders "Schlafes Bruder",spielt ebenfalls zu Anfang des 19. Jahrhunderts und ist so spannend zu lesen wie ein Dan Brown.
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am 3. Mai 2011
Ein kleines Bergdorf in den Schweizer Alpen zur Mitte des 18. Jahrhunderts: Kein guter Ort, um mit einer taubstummen Mutter und einem absoluten Gehör aufzuwachsen. Moses gilt als Sonderling, und das ändert sich auch nicht, als er in der Obhut zweier Mönche in die Abtei St. Gallen kommt. Dort entdeckt der Chormeister sein Gesangstalent - und Moses entdeckt die Liebe. Für beides muss er einen unendlich hohen Preis bezahlen.

Der Klappentext, wonach es sich bei dem Roman um eine "hinreißende Lebensbeichte" handelt, ist knapp am Thema vorbei. Letztendlich behandelt das Buch nur die ersten zwanzig Lebensjahre von Moses. Die haben es allerdings in sich und schicken den Leser immer wieder auf eine emotionale Achterbahn, bis die Handlung im letzen Viertel ihrem irgendwann absehbaren Ende entgegen plätschert.

Moses, ein manchmal naiver, oft schweigsamer, immer sympathischer Held, erzählt seine Geschichte selbst: Mit schönen Sprachbildern, stellenweise sehr leisem Humor und dem Mut, nicht alles auszusprechen, um auch dem Leser ein paar Schlussfolgerungen zu überlassen. In seiner Erzählung werden nächtliche Städte lebendig, während Alltagsgeräusche eine ganz neue Bedeutung gewinnen und Kirchenglocken immer wieder so schrill läuten, dass man sich irgendwann nach einer Packung Ohropax sehnt.

Kleines Manko: Stellenweise wirkt die Ausdrucksweise zu modern ("Das ist nicht fair!"), man hat nicht immer den Eindruck, sich im 18. Jahrhundert zu befinden. Dazu mag allerdings auch die Übersetzung beigetragen haben. Trotzdem ein anrührender, nachdenklich stimmender Roman, der Unterhaltung und ernste Thematik perfekt miteinander verbindet.
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am 30. August 2011
Wahrlich ein Kleinod!!!!
Es gibt Bücher,die einem wie durch einen Zufall in die Hände fallen. Ein Buch , dass sich durchaus auch kritisch mit der Kirche auseinandersetzt und dennoch das Individuum Mensch nicht vergisst.Hier wird einem wehrlosen Jungen Leid angetan und er versucht, damit zu leben. Und dennoch wird er immer wieder von seiner Umwelt zurückgestossen.Bis ihn seine wunderbare Gabe des Singens die Welt öffnet.Man leidet einfach mit und hofft mit ihm.

Auf jeden Fall!!!! Lesen!!!!!!
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TOP 500 REZENSENTam 19. November 2016
Aufgrund des Coverbildes hätte ich das Buch wohl nie gekauft. Denn das Bild finde ich irgendwie eklig. Da gefällt mir das von der broschierten Ausgabe besser.

Das Buch ist in Ich-Form geschrieben. Also der Kastrat selbst, schreibt aus seiner Sicht. Das fand ich stellenweise etwas unglaubwürdig. Den so wie er aufgewachsen ist, habe ich ihm nicht so viel Schlauheit, Wortgewandtheit, Sprachschatz usw. zugetraut. Außerdem ist er im Buch wahnsinnig gehemmt, spricht kaum bzw. macht oft sehr naive Dinge.

Die Geschichte und der Schreibstil selbst erinnerte mich immer wieder an DAS PARFUM, FARINELLE und etwas an DER NAME DER ROSE. Wem diese Bücher also gefallen haben, der dürfte hiermit auch richtig liegen.

Moses Mutter ist taub. Deshalb darf sie die Glocken der Kirche läuten und im Glockenturm wohnen (wohl besser hausen). Und in dem Turm wächst Moses auf! Das Dorf ist weit weg, er hat also keinen anderen Menschen um sich herum. Gelegentlich kommt der Pfarrer vorbei, der aber ein unangenehmer Zeitgenosse ist.
Irgendwann muss Moses jedoch den Turm verlassen.

Ich will ja nicht zu viel von der Handlung und dem warum und wie verraten...

Er wird von zwei Klosterbrüdern aufgenommen.
Moses ist schweigsam. Wenn er jedoch anfängt zu singen, verstummen alle um ihn herum, so wunderschön ist sein Gesang.
Der Chorleiter und die Chorknaben verachten ihn deshalb (Missgunst). Doch der Chorleiter hat auch davor Angst, dass Moses seine Gabe während der Pubertät verlieren könnte.

Moses' einzige Ablenkung bzw. Kontakt zur Außenwelt besteht darin, dass er für eine kranke Frau singen darf. Deren Tochter verliebt sich in ihn und auch Moses fühlt sich von ihr angezogen. Doch der Rest der Welt ist gegen sie und Amalia soll einen reichen Mann in Wien heiraten.
Zu guter Letzt landet Moses auch in Wien und sein Leben verknüpft sich mit der Oper Orfeo zu einem erbarmungslosen Reigen...

Unaufgeregt, bittersüß, traurig, dramatisch, sehr entschleunigt,...
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am 24. Juli 2013
Ja, es erinnert an "Das Parfum" und "Schlafes Bruder". Aber auch wieder nicht zu sehr.
Schöne Sprache und flüssiger Erzählstil. Nicht immer allzu aufregend (manchmal aber doch), einfach angenehm zum Lesen.
Was mir besonders gefallen hat sind die lebensnahen Beschreibungen damaliger Stätten (die wir aus der heutigen Zeit gut kennen) und Lebensarten. Über manche Strassennamen in Wien hab ich erst jetzt nachzudenken begonnen. Wer hat sich den Fleischmarkt, jetzt unbezahlbares Pflaster, je als ekelhaft stinkenden Marktplatz vorgestellt?
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am 13. Juni 2013
Wenn ich beim Lesen mit den Gedanken niemals beim Verfasser bin sondern ausschließlich in der Geschichte selbst, dann ist das ein gutes Buch. Hier war es so. Toll.
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