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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
55
4,0 von 5 Sternen
Sputnik Sweetheart: Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 500 REZENSENTam 12. Juni 2015
Geradezu kafkasek mutet diese recht kurze, aber dafür umso intensivere amour fou zwischen drei vom Leben gezeichneten Personen an. Ein Buch, so unergründlich, surreal, traum-haft, magisch und poetisch wie ein Film Noir.

Einmal mehr führt uns ein namenloser Erzähler, ein Mittzwanziger durchs Geschehen. Er ist Grundschullehrer und liebt eine ehemalige Kommilitonin, doch wie schon die zwei Königskinder konnten sie zueinander nicht kommen, der Graben war viel zu tief. Hier ist der Graben eine doch sehr spezielle Lebensweise und anderweitige sexuelle Orientierung. Sumire, die 22-jährige Angebetete lebt, um zu schreiben. Soziale Kontakte, Liebe, ein geregelter Tageslablauf - wer braucht so was schon?! Und so sind die beiden jungen Japaner gefangen in ihrer ganz eigenen Welt voller unerfüllter Träume und Hoffnungen. Doch als Sumire ihren süßen Sputnik kennenlernt, die 17 Jahre ältere Miu, verkehrt sich ihr Leben ins krasse Gegenteil. Arbeit, Struktur, Outfits, Fremdsprachenkenntnisse, Liebe und Begehren - all das hat neben den Schreiben auf einmal Bedeutung, lässt es sogar momentan unwichtig erscheinen.

Und so entspinnt sich auf gut 230 Seiten eine unwirklich wirkliche Geschichte, voller Schatten, Doppeldeutigkeiten, Träume, surrealen Erlebnissen. An dessen Ende wir uns unwillkürlich fragen - WAS macht die menschliche Existenz aus? Lässt sie real erscheinen? Ist Selbsterkenntnis die Voraussetzung für ein soziales Leben? Sind junge Menschen der Popkultur und ihren Auswüchsen eigentlich noch sozial kompatibel? Was ist Schein, was Sein, wo beginnt die Realität, wo das Abgleiten ins Alptraumhafte? Und letztlich müssen wir die Antwort für uns selbst finden ...

Fazit: Existenziell, abgründige, traurig, schaurig-schöne Liebesmär vor eine mediterran-dekadenten Kulisse - Patricias Highsmiths "Die zwei Gesichter des Januar" (Neo-Noir-Verfilmung 2014) lässt grüßen.
Ebenso wie David Lynchs "Mullholland Drive". Düster, spannend, unentwirrbares Dreieck eines jungen Mannes zwischen zwei Femmes fatales.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Dezember 2016
Der Erzähler ist in Sumire verliebt, auch wenn das -wie er weiß - eine hoffnungslose Liebe ist, denn Sumire liebt eine andere. Dann verschwindet Sumire spurlos und der Erzähler muss sie suchen.
Wie bei Murakami üblich hat die Geschichte eine "paranormale" Dimension, aber in diesem Fall steht diese mehr im Hintergrund. Es geht um andere Dinge, hier stehen die Figuren und deren Beziehung im Mittelpunkt. Wer also ein "Hard boiled Wonderland" oder ein "Kafka am Strand" erwartet, ist falsch. Außer vielleicht "Gefährliche Geliebte" ist dies so mit der bodenständigste Roman von Murakami. Und das wirft mich ein bisschen in Benotungsprobleme: Auf der einen Seite ist das Buch vielleicht eines der Lesbarsten von Mutrakami. Auch sind die Figuren wirklich gut getroffen und tatsächlich regt das Ende zum Nachdenken an und zumindest ich konnte von dem Buch sehr gefesselt werden. Auf der anderen Seite fehlen eben die genialen Ideen aus seinen anderen Büchern - die aber manchmal der Geschichte im Weg stehen. Trotzdem: Auch wenn ich Kafka und Wonderland für die Ideen bewundere, habe ich Sputnik Sweetheart lieber gelesen - gut, die Geschichte ist kurz, aber dadurch hat sie auch keine Längen. Sie kommt nicht ganz an meine Lieblings-Murakamis heran (Die Schafsmann-Bücher, Herr Aufziehvogel und IQ84), aber das Buch ist zumindest dicht dran. Insofern sind knappe 5 Punkte noch gerechtfertigt!
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am 8. Juni 2017
wie gewohnt konnte ich auch dieses buch von murakami weglesen und ab einem gewissen punkt auch kaum noch weglegen

Beziehungen, liebe schicksalschläge, die einen verändern und der wert von Freundschaft und die Einsamkeit sind Themen des buches. sehr zu empfehlen
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TOP 500 REZENSENTam 5. Februar 2010
Inhalt:
Die 22-jährige Sumire lebt in ihrer eigenen Welt: Sie will Schriftstellerin werden und pflegt ein chaotisches Dasein ohne jede Struktur, ohne Verpflichtung, ohne Bindung. Das weltfremde und romantisch verklärte Leben wird durch die Bekanntschaft mit der 17 Jahre älteren Geschäftsfrau Miu plötzlich beendet. Miu bietet Sumire einen Job an und Sumire entwickelt zum ersten Mal in ihrem Leben tiefe Gefühle und verliebt sich in Miu.
Der Ich-Erzähler ist seinerseits in Sumire verliebt. Eines Tages erhält er einen Anruf von Miu - Sumire ist spurlos verschwunden und Miu bitten ihn um Hilfe.

Mein Eindruck:
Murakamis Charaktere sind gut beschrieben und von gewohnter Tiefe und Glaubwürdigkeit. Sie befinden sich auf der Suche nach ihrer Identität und leben in einem Paralleluniversum - einem Leben in Einsamkeit, in emotionaler Leere und in Melancholie. Sie scheitern am Leben und in interpersonellen Beziehungen und haben ihren eigenen Weg noch nicht gefunden. Dies alles macht sie authentisch und lebensnah, obwohl Murakami immer wieder mit Realität und Fiktion spielt. Beinahe beiläufig vermischt er alltägliche Schilderungen mit fantastischen und surrealen Elementen und erzeugt so ein typisches Bild des Magischen Realismus.

Mein Resümee:
'Sputnik Sweetheart' ist zwar nicht mein Lieblings-Murakami, doch dennoch eine Lektüre, die mich mit ihren glaubwürdigen Protagonisten, den stimmig beschriebenen Emotionen und den verborgenen Geheimnissen mitreißen und begeistern konnte.
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am 16. Februar 2014
...das erwartet den Murakami-Leser eigentlich immer und somit auch in diesem Roman, gegen so monumentale Werke wie "Mister Aufziehvogel" oder die 1q84-Trilogie eher ein Werk der leisen Töne, aber keineswegs weniger zu beachten.

Die 22-jährige Sumire verliebt sich zum ersten Mal, und zwar in eine ältere Frau, von der sie regelrecht besessen ist. Sie wiederum wird vom Erzähler geliebt, für den sie jedoch nur freundschaftliche Gefühle aufbringt. Seiner Begierde zum Trotz steht er der chaotischen und eigenwilligen jungen Frau stets zur Seite, auch als ihre Liebe zur älteren Miu immer obsessiver wird. Als sie mit ihr geschäftlich verreist und spurlos verschwindet, begibt sich der Erzähler auf eine kleine griechische Insel, um herauszufinden, was mit ihr passiert ist...

Die erste Liebe, traumatische Erlebnisse und was sie mit uns anrichten, komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen und Unerklärliches sind wie so oft bei Murakami zu einem poetischen Gewebe verflochten, das sich jeder endgültigen Interpretierbarkeit entzieht. Man muss sich seinen eigenen Reim darauf machen - und bleibt stets mit offenen Fragen zurück, was neben seiner wunderbaren, klaren Prosa den Reiz der Werke des japanischen Autors ausmacht. Murakami muss man lesen. Punkt.
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am 11. Januar 2017
Sympathische Protagonisten, herzzerreißende Begegnungen und rätselhafte Verschwinden, welche vom Autoren unaufgeklärt bleiben.
Eine schöne, kompakte Geschichte, gehört jedoch nicht zu meinen murakami'schen Favouriten.
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am 27. Oktober 2016
Ich bin kein ausgesprochener Murakami-Fan, tauche aber doch gelegentlich sehr gern in die Welten ein, die er schafft. Und auch wenn seinen Romanen gemein ist, dass der Leser häufig auf seinen Fragen sitzen bleibt, es keine chronologische oder sonst irgendwie stringente Erzählweise gibt, dass eigentlich wenig passiert etc. und das in diesem Roman nicht anders ist, so hat es mich hier einfach mehr gestört.

Die Liebesgeschichte ist irgendwie rührend, die Entstehung des Kosenamens "sputnik" ein genialer Einfall, unheimliche Passagen sehr gut gemacht (das Doppelgängermotiv!), aber keine der Figuren ist mir nahe gekommen, ich konnte nicht Anteil nehmen und der Verbleib Mius hat mich eigentlich bis zum Schluss nicht interessiert. Nett waren die Passagen über das Schreiben.
Wenn man es ein zweites Mal liest, hat man sicher mehr davon. Andererseits hat mir der Roman zu wenig Substanz, um ihn noch einmal lesen zu wollen.
Man merkt, ich bin ein wenig ratlos.
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am 10. Oktober 2007
Lieber Haruki! Du bist ein Talent zweifellos. Aber warum dieses Buch? Meisterhaft schilderst Du die Einsamkeit des modernen Menschen - diese unglaubliche Leere. Kein Detail ist ausgelassen. Aber mal ehrlich in 'Gefährliche Geliebte' hast Du uns den gleichen Coktail schon mal eingeschenkt. Dort gab es aber noch eine wirklich originelle Story. Und hier! Ok - Kafka & Co. flößen Ehrfurcht ein. Warum es nicht mal mit einer vollkommen abstrusen Story probieren? Zum Schluß blieb mir nur die Frage, was sollte der ganze Unsinn? Schade - 'Gefährliche Geliebte' hat mir so gut gefallen. Und nun so ein lauwarmer Aufguß. Wirklich schade!
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am 6. Juni 2016
Der 1949 in Kyoto, Japan geborene Autor, der zunächst eine kleine Jazzbar betrieb und später längere Zeit in den USA und in Europa lebte, übersetzte Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote ins Japanische und begann 1974 mit dem Schreiben von Romanen meist im Genre des sog. „Magischen Realismus“, zu dessen Vertreter z.B. auch Franz Kafka gehört. Nicht umsonst heißt eines der Murakami-Werke „Kafka am Strand.“

Zum Inhalt: Die junge Sumire, die unbedingt Schriftstellerin werden möchte, verliebt sich in Miu, eine siebzehn Jahre ältere erfolgreiche Geschäftsfrau, der sie den Kosenamen „süßer Sputnik“ gibt. Auf einer Reise durch Europa verschwindet Sumire auf einer kleinen, griechischen Insel spurlos. Der Ich-Erzähler, ein junger Lehrer, der die betörende Sumire liebt, unterstützt Miu bei ihrer Suche und findet Aufzeichnungen bizarrer Vorfälle und Geschichten, die auch ein Geheimnis von Miu in der Schweiz aufdecken.

Meine Meinung: Wie bei Murakami gewohnt, verbinden sich hier wieder der nüchterne Realismus mit der Fantastik auf wunderbare Weise. Der Roman gehört noch zu den früheren Werken des Autors und erreicht sicher noch nicht die Qualität von Romanen wie „1Q84“ oder „Naokos Lächeln“ – daher als Einstieg in Murakamis Welt eher weniger zu empfehlen – dennoch besticht der Roman wie gewohnt durch Sprache und Figurenzeichnung.

„Wir waren zwar großartige Reisegefährten, aber letztlich doch nur zwei einsame Klumpen Metall auf getrennten Umlaufbahnen, die aus der Ferne wie wunderschöne Sternschnuppen aussehen, in Wirklichkeit aber nichts als Gefangene ihrer jeweiligen Umlaufbahn sind, aus der es keinen Ausweg gibt. Und wenn unsere Bahnen sich zufällig kreuzen, dann können wir vielleicht für einen kurzen Augenblick unser Herz füreinander öffnen, doch schon im nächsten Augenblick sind wir wieder zwei einsame Satelliten in der Weite des Weltalls. Bis wir irgendwann verglühen und zu Nichts werden.“

Fazit: Mag sein, dass ich als großer Murakami-Fan etwas voreingenommen bin, aber mir hat das Lesen dieses leider etwas kurzen, aber sehr unterhaltsamen Romans sehr viel Spaß gemacht. Die magischen Elemente halten sich hier zwar noch etwas in Grenzen, sind aber ausreichend genug, um das Murakami-Feeling zu spüren. Nicht sein allerbester Roman, aber dennoch sehr lesenswert!
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am 2. September 2002
Kein opulenter Jahrhundertroman wie «Mister Aufziehvogel», sondern ein kleines Meisterwerk der leisen Töne. Der coole Ich-Erzähler ist ein Freistil-Detektiv, der sich auf die diskreten Wege der Seele versteht. Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt ältere Freundin - alles Verhängnis beginnt mit den Mißverständnissen der ersten Liebe und führt in das dunkle Herz der Einsamkeit. Das Mädchen verschwindet.
Japan, Italien, Südfrankreich, eine entlegene griechische Insel, die Akropolis, eine Grenzstadt in der Schweiz, das schäbige Büro eines Tokioter Kaufhausdetektivs - diese Orte stellen nur die Oberfläche für das Labyrinth, in dem sich die Protagonisten dieser melancholischen Geschichte verlieren. Wie üblich bei Murakami, hat alles einen doppelten Boden. Und was diese untergründige Welt mit der unseren verbindet, was dort passiert, fühlt man eher, als daß man es versteht - die Prosa von Murakami kommt der Stimmung der Filme von David Lynch so nahe, wie das niemandem sonst gelingt.
Ein dezenter Thriller, der auf Seidenpfoten daherkommt und einen Seelenraum aufreißt, in dem die kostbaren, feinfühlenden, differenzierten und kultivierten Helden aus Murakamis Universum sich nur scheinbar aufeinander zu bewegen, weil ihre Unfähigkeit, sich nahe zu kommen noch stärker ist als ihre Sehnsucht nach Nähe.
Auch in diesem Roman erweist sich Murakami als Meister der bizarren Umstände und der surrealistischen Ereignisse. Zugleich läßt er uns besonders intensiv daran teilnehmen, was ihn - und uns - in der tiefsten Seele bewegt.
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