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am 20. Februar 2014
Ohne zu ausführlich zu werden, gelingt es der Autorin auf alle wichtigen Bereiche der marokkanischen Kultur einzugehen und weit über die oft recht flachen und verallgemeinernden Ausführungen, die man in Reiseführern findet, hinauszugehen. Sehr schön beschrieben finde ich v.a. die unterschiedlichen beispielhaften Lebensweisen von Land- und Stadtbewohnern, die Sitten bei einem Besuch bei Einheimischen und den "Volksislam". Dieses Buch kann man jedem Marokkoreisenden empfehlen und zwar vor Reiseantritt!

Sehr wichtig ist übrigens der Hinweis der Autorin, man solle nicht an sich selbst oder ihr zweifeln, wenn man ihre Beschreibung zu diesem oder jenem Thema nicht nachvollziehen kann, da man völlig andere Erfahrungen gemacht hat. In den 6 Monaten Studienaufenthalt hatte ich natürlich einige solcher Situationen erlebt, die vllt. sehr ungewöhnlich sind und sich deshalb nicht mit den Beschreibungen der Autorin decken, aber gerade deswegen möchte ich ein paar solcher Beispiele hier nennen:
- Was den Umgang mit Bettlern betrifft "Armen zu helfen ist für Marokkaner ganz selbstverständlich...": so gut wie niemand gibt den klassischen Bettlern (die, die in der Medina an der Hauswand lehnen und die Hand aufhalten) etwas, da (angeblich) fast alle Betrüger sind; da schicken arbeitende Ehepaare ihren in Rente gegangenen Vater auf die Straße damit er den armen mittellosen Opa ohne Familie spielt und abends mit ein paar Dirham nach Hause kommt; andere simulieren eine Gehbehinderung, können aber vor ihrer Wohnung plötzlich wieder laufen; ganz widerliche Gestalten mieten sich jetzt Pässe von syrischen Flüchtlingen, behaupten sie seien Kriegsflüchtlinge und teilen dann die Einnahmen mit dem syrischen Passbesitzer. Alles selbst so beobachtet und nicht nur von Marokkanern erzählt bekommen! Viele Marokkaner sind deshalb extrem misstrauisch und geben als Zakat lieber Wertsachen (Kleidung, Schulbücher etc.) an arme Familien die man aus der Nachbarschaft als wirklich Bedürftige kennt, sodass man auch bei längerem Aufenthalt von normaltickenden Einheimischen nicht als geizig eingestuft wird, wenn man nie auch nur einen Dirham an Bettler locker macht, sich nicht die Schuhe putzen lässt oder die ständigen Abzockversuche von Parkwächtern so deutlich zurückweist, wie es Einheimische auch tun.
- "Alkohol wird nicht in der öffentlichkeit konsumiert": sollte man in einem "islamischen" Land meinen, ich habe aber nirgendwo bei meinen Aufenthalten in der arabischen Welt so viele Betrunkene wie in Marokko gesehen. Aber natürlich sollte man sich niemals Alkohol trinkend oder betrunken herumtorkelnd zeigen, als Ausländer wird man bei letzterem garantiert angegriffen.
- Das Kapitel "Fundamentalismus" finde ich als einziges im Buch teilweise sogar misslungen: weder sind die Grenzen gut gesichert, noch die Straßenkontrollen wirksam (ich weiß z.B. schon seit Monaten wie ich ungesehen nach Fès hineinfahren kann), noch ist die Westsahara gefährlicher als der Rest des Landes und - ganz zweifelhaft diese Aussage - die Anzahl fundamentalistischer Kämpfer "viel kleiner" als in den meisten anderen arabischen Staaten; v.a. in Syrien treten jetzt massiv marokkanische Terroristen (nicht so viele wie aus Iran oder Saudi-Arabien, aber schon zahlreich) auf. Vielen Marokkanern fehlt da auch jegliches Verständnis, was daran schädlich sein soll, wenn ihre Mitbürger den Islam in Syrien verteidigen wollen. Salafisten und andere Radikale sind - trotz staatlicher Kontrolle/ Schikanen - auch auf dem Vormarsch, insbesondere unter Berbern.
- Die Ausführungen zu Freundschaften sind wirklich sehr treffend, nur den Hinweis dass Freundschaften zwischen Mann und Frau "so gut wie inexistent" sind, konnte ich so überhaupt nicht erleben. Im universitären Bereich schien mir das nicht unüblich. Die jugendlichen Kinder meiner marokkanischen Gastfamilie treffen sich ständig mit Freundinnen und ich habe mich auch mit einer gleichaltrigen Marokkanerin gut angefreundet - die (ziemlich religiöse) Familie hat weder ein Problem mit mir als Ausländer/ Nicht-Muslim, noch wollen die uns zum Heiraten bewegen um Geld in die Kassen zu bekommen, wie das ein algerischer Kumpel von mir vermutet hatte.
Da wären wir auch noch bei einem anderen interessanten Thema: die Vorurteile von Marokkanern gegenüber deutschen Touristen sind zwar sehr nett zu lesen, erwähnenswert wäre aber auch, wie schlecht der Ruf von Marokkanern bei Arabern (auch den angeblichen Brüdern aus Algerien) ist und wie massiv eine bestimmte Anzahl gängiger Vorurteile in der marokkanischen Gesellschaft zwischen Berbern und Araber, Bewohnern von Tanger und Fès und Casa etc. gegen den jeweils anderen, bzw. jetzt auch zunehmend gegen Schwarzafrikaner (ich habe v.a. von Berbern wirklich üble Sachen über Senegalesen, Malier etc. gehört) verbreitet ist. Das Andersartige zu respektieren ist in Marokko keineswegs verbreiteter als in Deutschland.
Zum Thema Respekt noch eine Schlussbemerkung: dass man als alleinreisender junger Ausländer auch bei sehr höflichem und respektvollen Auftreten keinerlei Respekt von vielen Marokkanern erwarten kann, ist leider Tatsache - wenn man aber in kleinen Gruppen, mit einem älteren Familienmitglied (Vater, Großmutter) oder gar mit einem Einheimischen unterwegs ist, sieht es schon ganz anders aus. Am besten ist es übrigens nach meiner Erfahrung, als europäischer Mann mit einer einheimischen Frau unterwegs zu sein - denn man wird prinzipiell für ein Ehepaar und somit ich für einen Muslim gehalten, was den Respekt enorm steigen lässt...
Von daher würde ich von Solo-Reisen nach Marokko abraten; zwei oder drei Ausländer reisen weniger stressig als ein einzelner...
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am 22. Mai 2010
Das Buch bietet eine gute Urlaubsvorbereitung, da es sich mit
den deutsch- marokanischen Kulturunterschieden intensiv auseinander setzt.
Das Studium des Buches vor dem Urlaub vermeidet typische
Touristenfehler und trägt zum besseren Verständnis der marokanischen Kultur bei.
Interessant ist auch die im Buch beschriebene Sichtweise
der marokanischen Befölkerung über deutsche Touristen, bei der sich jeder Leser überlegen kann, ob er sich hier wiederfindet...
Da das Buch von einer Frau geschrieben worden ist, wird in diesem Buch auch intensiv auf die Kulturunterschiede der Frauen
und den damit verbundenen Probleme und Missverständnisse eingegangen.
Dem Leser wird daher mit diesem Buch ein Einblick in die marokanische Kultur geboten, der dem männlichen Besucher im
Land verborgen ist.
Vor allem für Frauen sehr empfehlenswert.
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am 23. Mai 2016
Ich komme soeben aus Marokko zurück und habe dort ein ganz anderes Land kennengelernt, als in diesem Buch beschrieben wird. Das Buch gefällt sich darin, traditionelle Vorurteile über arabische Länder zu reproduzieren, die vielleicht noch für rückständige Bauerndörfer gelten mögen, nicht jedoch für das moderne Marokko. Für Geschäftsreisende sind die Verhaltenstips, die das Buch gibt, sogar regelrecht irreführend.

Wir haben in Marokko mehrere Familien besucht, die der westlich orientierten Oberschicht angehörten. Was wir dort erlebt haben, stand in krassem Gegensatz zu dem, was dieses Büchlein schreibt. Hier einige Beispiele:

- Es stimmt nicht, dass man die Schuhe auszieht, wenn man ein marokkanisches Haus betritt. Das gilt nur für Bauernhäuser. Die marokkanischen Damen lassen ihre Pumps an und selbstverständlich auch die Herren ihre Schuhe, gleich, ob sie ihre Pantoffeln zu traditionellen Gewändern tragen oder Oxfords zum Maßanzug.

- Es stimmt nicht, dass Männer fremde Frauen nicht berühren dürfen. In den westlichen Schichten begrüßen sich Damen und Herren untereinander mit Wangenküßchen.

- Es stimmt auch nicht, dass Männer mit Männern und Frauen mit Frauen tanzen. Bei einer marokkanischen Abendeinladung wird getanzt, und zwar, wie in Europa, gemischt. Man fasst sich auch an - aber die marokkanischen Frauen zeigen es schon den westlichen Männern, wie das geht.
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am 17. März 2015
Habe dieses Buch gekauft, weil ich bald ein Auslandssemester in Marokko beginne und mich vorab informieren wollte. Diesen Zweck erfüllt es auf jeden Fall, es steht alles wichtige drin, es ist angenehm geschrieben und nicht allzu lang. Habe es gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen.
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am 22. März 2015
Das Buch ist kein Reiseführer im eigentlichen Sinne, da es hierbei nicht darum geht, wo es welche Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten usw. gibt, obwohl man darin auch einige Tips diesbezüglich findet (z.B. über den öffentlichen Verkehr in Marokko), sondern um Geschichte und Kultur des Landes sowie um Wissenswertes über das Leben, die Mentalität und die Vorstellungswelt dessen Bevölkerung. Es ist eine der besten und hilfreichsten Einführungen, die man sich insbesondere vor der Reise in ein fremdes Land nur wünschen kann.

Die Darstellung ist gründlich und, zumindest in der ersten Hälfte, wo es um geschichtliche und ethnische Hintergründe und die allgemeine Geschichte des Islams geht, für einen bloßen Marokko-Touristen fast zu ausführlich, dennoch aber nicht langweilig. Die Autorin versteht es – trotz guter fachwissenschaftlicher Kenntnisse, auch die Geschichte des Landes lebhaft und allgemeinverständlich zu vermitteln. Man kann natürlich über dieses und jenes verschiedener Meinung sein (etwa über die französische Besatzung, die Rolle des Königs in Marokko oder der Frau im Koran), im allgemeinen bleibt aber die Schilderung sachlich und nüchtern. Man kann sich ein gutes Bild über die Entwicklung des Landes, dessen heterogene Bevölkerung, ihre Lebensarten und Probleme machen, ohne in Idealisierung, Tabuisierung bestimmter Themen oder im Gegenteil in eine ablehnende Haltung zu verfallen.

Die beiden weiteren Kapitel über das Alltagsleben und den Fremden in Marokko sind insbesondere für Touristen vor der Reise aufschlußreich. Diese Abschnitte sind stellenweise in einem Reportage-Stil verfaßt und beruhen zum Teil auf eigenen Erfahrungen der Autorin, die nicht zögert – trotz offensichtlicher emotionaler Beteiligung, d.h. großer Sympathie für die Marokkaner - nicht nur über Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit der Menschen, sondern auch über weniger sympathische Erscheinungen, wie z.B. Armut, Betteln und Betrügen, die reale Situation der Frauen, Haschischproduktion, Korruption, verschiedene Vorurteile der Bevölkerung (z.B. über deutsche Touristen oder westliche Frauen) usw. zu berichten.

Insgesamt bekommt man nach der Lektüre des Buches nicht nur einen guten allgemeinen Überblick über das Land und dessen politische, wirtschaftliche und soziale Probleme, sondern auch einen Einblick in das Leben und Denken der Menschen. Damit wird eine etwas andere Perspektive aufgeschlossen, die es ermöglicht, die Mentalität der Menschen, ihr Denken und Handeln besser zu verstehen. Das ist nicht nur als Orientierungshilfe für Touristen nützlich, sondern auch als Teil der Allgemeinbildung, indem man bestimmte Zustände und die ganze Problematik in diesem Teil der Welt eher begreifen und besser beurteilen kann als durch vorgefaßte ideologische Muster, die meist entweder auf eine Idealisierung, Verharmlosung, Verherrlichung oder umgekehrt auf strikte Verurteilung und Ablehnung hinauslaufen.
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am 23. August 2012
Dieses Buch übertrifft alle Erwartungen!!!

Unzählige Bücher, Reiseberichte, etc. habe ich bisher gelesen, aber die Art und Weise wie dieses Buch
geschrieben wurde, ist einfach sensationell!!!

Am meisten beeindruck hat mich die Geschichte des Islams.

Da ich Marokko schon einige Male bereist habe, kann ich nur zustimmen, was in dem Buch über die
so unglaublich netten, hilfsbereiten und freundlichen Menschen geschrieben wurde.

ABER: genau wie im Buch beschrieben, MUSS man auch gewillt sein, das "Fremde" anzunehmen, offen zu sein!
Dann wird man wahrlich reichlich "beschenkt"!

Für die "normalen" Urlauber, welche entweder von A nach B hetzen, oder diejenigen, welche sich ausschließlich
in einer sterilen Clubanlage aufhalten, für die ist es mehr als traurig, nicht mit den Menschen in Marokko
in engen Kontakt zu kommen!

Dieses Buch ist so faszinierend, dass ich es doch tatsächlich auf einmal ausgelesen habe!

UNBEDINGT vor einem Marokko Besuch lesen!!!!
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am 13. Juli 2013
Dieses Buch habe ich erst nach der Reise gelesen, eigentlich schade. Vieles sieht man mit anderen Augen, vieles versteht man besser, manches hätte man anders gemacht, hätte man das Buch vor der Reise gelesen. Alles in allem sehr zu empfehlen. Eher vor als danach.
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am 26. September 2014
Ein Reisebuch ,dass ausführlich über die Kulturen und Leben ,Sitten und Gebraüche Marokko erzählt
jeden zu empfehlen ,bevor man das Land der Kulturen und Königsstädten Marokko besucht.

ursel neubert
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am 6. Dezember 2015
am besten vor der Reise lesen. Gibt tolle Einblicke in die arabische Kultur. Wenn man noch nie in Marokko oderr einem anderen arabischen/islamischen Land war, gibt das Buch ein gutes Grundgerüst. Ist man jedoch ermal da, wirkt das Beschriebene z.T. recht übertrieben. Der Buchtitel wirkt übertrieben, wenn man sich beim Reisen eher auf Städte oder Kurzauffenthalte auf dem Land beschränkt, wie ich es tat.
Tipps für Ausflüge oder konkrete Reiseziele sucht man vergebens.
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am 4. Juli 2012
Das Buch Kultuschock gibt einen informativen Einblick in die Geschichte und heutige Kultur Marrokkos. Außerdem ist es sehr handlich was das Buch auch aufwertet für mich. Ich empfehle es weiter ;-)
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