Jeans Store Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
76
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. Mai 2006
Ich habe mir dieses Buch zusammen mit der EOS 350D gekauft, damit ich die Möglichkeiten der DSLR auch nutzen kann.

Da ich vorher nur mit einer digitalen Kompaktkamera "geknipst" habe (Blende, hä?), wollte ich ein Buch, daß mir als Neuling in einfachen und nachvollziehbaren Schritten die Grundlagen der Fotografie erklärt und mir Tips für gute Fotos gibt.

Und john Hedgecoe hat genau das geschafft! Dieses Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut:

Nach einer grundlegenden Einführung wird zunächst eine Übersicht über die Kamera an sich gegeben: Wie funktioniert sie, welche Typen gibt es und welche ist die richtige für mich.

Danach kommen die Elemente der Fotografie an die Reihe:

Objektive, Scharfstellen, Belichtung, Tiefenschärfe, Verschlußzeiten, Film, Licht.

All diese Grundlagen werden einfach und anschaulich erklärt, so daß man schnell versteht, worum es beim "Malen mit Licht" überhaupt geht und wie sich die einzelnen Faktoren gegenseitig beeinflussen und letztendlich das Foto ergeben. Dabei wird der Text perfekt von den Fotos unterstützt, auf denen man den jeweils erklärten Effekt sofort nachvollziehen kann.

Damit ist dieses Buch für Neueinsteiger sehr empfehlenswert. Man merkt dem Autor an, daß er Erfahrung in der Vermittlung fotografischen Könnens hat. Er führt den Leser durch die einzelnen Kapitel des Buches und bringt ihm so Schritt für Schritt die Fotografie näher.

Wenn man die Grundlagen verinnerlicht hat, kommen in den nächsten Kapiteln viele tolle Praxistips für bessere Fotos. So erfährt der Leser, was man bei der Bildkomposition beachten muß und wie man richtig (und falsch) mit Farben umgeht. Danach werden besondere Projekte wie Stilleben, Portraits, Sportaufnahmen etc. behandelt.

Zu guter Letzt beschreibt der Autor, wie man sein eigenes Fotostudio einrichtet, die Unterwasser- und Astrofotografie sowie die analoge Dunkelkammer und die digitale Bildbearbeitung.

Und wer mit dem Gedanken spielt, mit Fotografie Geld zu verdienen, bekommt ebenfalls hilfreiche Tips!

Damit deckt dieses Buch eigentlich alle Bereiche der Fotografie ab, und man muß sich nicht gleich zig verschiedene Bücher kaufen. Wer dann weitermachen will und mehr Informationen zu den jeweiligen Themen braucht, der findet z.B. in Hedgecoes Buch "Einfach fotografieren" noch mehr wertvolle Tips aus der Praxis.

Auch wenn der Schwerpunkt eindeutig auf der analogen Fotografie liegt (Filme, Dunkelkammer etc.), so wird auch der digitalen Fotografie genug Aufmerksamkeit gewidmet, so daß auch hier keine Fragen offenbleiben.

Ich kann dieses Buch jedem Fotografie-Interessierten nur wärmstens ans Herz legen, egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Hier findet jeder noch den einen oder anderen Kniff für bessere Bilder. Ich bin froh, dieses Buch gleich mit der Kamera gekauft zu haben, dadurch habe ich mir viel Zeit des Probierens ersparen können und relativ schnell relativ gute Bilder hinbekommen.

Jetzt heißt es nur noch: üben, üben, üben...
22 Kommentare| 120 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2004
Ich habe mir "Fotografieren" von Hedgecoe zusammen mit einem anderen Lehrbuch kürzlich gekauft, wobei ich auch nur nach den Kundenrezensionen gehen konnte. Und ich muss wirklich bestätigen, dass dieses Buch keine Wünsche offen lässt.
Im ersten Teil werden die verschiedenen Kameratypen (auch die exotischeren) mit ihren Vor- und Nachteilen und ihrer Technik erklärt, wobei für meinen Geschmack, wie im gesamten Buch, genau die richtige Mischung aus einfacher und verständlicher Erklärung und genügendem Tiefgang wunderbar gefunden ist. Filter, Zubehör usw. werden ebenfalls mit vielen Beispielen vorgestellt.
Der Hauptteil des Buches erklärt dann die Fotografie in den verschiedensten Themengebieten, z.B. Landschafts- und Gebäudefotografie, Sport- und Tierfotos, Portrait oder Akt. Dabei ist besonders hervorzuheben, und das ist für mich die größte Stärke des Buches, dass ausnahmslos zu jedem Beispielfoto notiert ist, mit welcher Kamera, welchem Film, welcher Belichtungseinstellung und ggf. welchen Filtern das Bild entstanden ist. Da diese Beispielsammlung so umfassend ist, kann man allein schon Hinweise für die eigene Fotografie gewinnen, indem man sich anschaut, wie die Fotos, die den eigenen Vorstellungen entsprechen, gemacht wurden. Aber auch die erklärenden Texte zum jeweiligen Thema sind informativ und gut verständlich, sind aber auch nicht zu oberflächlich, wie ich es leider teilweise in anderen Büchern fand.
Mein Ziel war es vor allem, Informationen darüber zu bekommen, wie man bestimmte Motive so fotografiert, dass sie gut aussehen bzw. man bestimmte Wirkungen auf den Bildern erzielt. Genau das kann man mit diesem Buch nach meiner Meinung hervorragend lernen.
Meine Empfehlung!
0Kommentar| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2004
Ich habe mir vor kurzem meine erste (digitale) Spiegelreflex gekauft.
Wer beim Fotografieren komplett selbst handanlegen möchte muss sich erst einmal mit den ganzen Techniken und Begriffen vertraut machen - genau das ist in diesem Buch sehr einfach und verständlich erklärt ohne zu viel lesen zu müssen. Oft reicht ein kleiner Absatz und die entsprechende Grafik aus um zu verstehen wie etwas funktioniert. Das Buch wird nie fad, da alle Themen auf den Punkt gebracht werden und das ganze mit über 1000 Fotos aufgelockert wird. Über 1000 Fotos! und bei jedem steht darunter die Einstellung der entsprechenden Kamera.
Zu den Brennweitenangaben unter den Bildern sei gesagt, dass sich diese auf Analog-Spiegelreflex - sprich 35 mm beziehen. Sollte man eine Spiegelreflex-Digitalkamera haben sind die Brennweiten entsprechend des Faktors der jeweiligen Cam zu multiplizieren (in der Regel x1.6). Das steht aber natürlich noch einmal genauer im Buch.
Auch nachdem man die Techniken verstanden hat, kann man dieses Buch immer wieder als Nachschlagewerk nutzen um Tipps für verschiedene Motive anhand von Beispielen zu erhalten. Die Themen reichen von Akt, über Kinder bis Sport.
Ich brauche nur ein Buch - DIESES!
0Kommentar| 52 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Februar 2006
Das Buch wurde mir in einem Fotografen Forum empfohlen. Am nächsten Tag ging ich in die Buchhandlung, nahm es mir, blätterte ein paar Seiten durch und sofort stand der Entschluss fest: Dieses Buch muss es sein.
Es wird alles sehr verständlich erklärt. Jedes denkbare Thema der Fotografie wird behandelt. Zu jedem Thema gibt es Fotografien, bei denen die Verschluss- und Blendeneinstellungen mit angezeigt werden. Der Autor animiert einen geradezu, selbst zu probieren und zu versuchen.
Durch dieses Buch habe ich überhaupt erst viele Funktionen meiner Kamera entdeckt, die zwar auch in der Bedienungsanleitung standen, aber mit denen ich so nichts anfangen konnte. Dieses Buch ist für mich das Buch der Bücher eines Fotografen. Ganz besonders für Anfänger! Sehr empfehlenswert.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2004
ich habe zwar keine Spiegelreflexkamera, habe mir das Buch aber gekauft, weil ich einfach mehr über die Gestaltungsmöglichkeiten beim Fotografieren wissen wollte ... und ich habe das Buch verschlungen!
auch wenn man nur eine Kompaktkamera oder Digitalkamera hat, kann man die Tipps aus dem Buch sofort in die Praxis umsetzen, weil sie sich nicht nur auf Kameraeinstellungen beziehen, die ja bei billigen Kameras oft nicht möglich sind, sondern auch auf Tipps bezüglich der Motivwahl u.v.m.
zusätzlich wird die Technik in den verschiedenen Kameras kurz erklärt und der Prozess der Fotoentwicklung in der Dunkelkamera wird beschrieben
und das alles immer mit vielen vielen Fotos und Grafiken zur Illustration auf insgesamt über 400 Seiten!
uneingeschränkt zu empfehlen!
11 Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2010
Das Buch erscheint mir, als ob die Fotografie von vor ca. 20 Jahren beschrieben wird.
Sicherlich kann der Autor fotografieren - aber doch recht altmodisch.
Auch die meisten Beispielfotos kommen recht "altbacken" daher.

Seitenweise werden unterschiedliche Filmtypen, Diafotos etc. beschrieben.
Es wird sogar ausführlich beschrieben, wie Polaroidfotos während der Entwicklungszeit manipuliert werden können...
Wie ein Geschichtsbuch der Fotografie kommt das Werk daher.

Ich denke, wer ganz gezielt den Retrosprung in die Analogfotografie machen möchte, der hat mit diesem Buch die absolute Top Fotoschule erwischt.

Wer aber digital fotografiert, der ist mit diesem Werk und auch seinen Beispielen nicht gut beraten und sollte lieber auf andere Bücher zurück greifen.
55 Kommentare| 47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2004
John Hedgecoe hat schon einige "Lehrbücher" in unterschiedlichen Sprachen zum Thema "Fotografie" verfasst, jedoch war keines so informativ und gut gegliedert, wie diese, neue Fotoschule.
Hedgecoe führt den Leser in die Welt der unterschiedlichen Kameratypen ein, gibt Tipps für Neuanschaffungen, erklärt Fachbegriffe und bietet wirklich jedem die Möglichkeit, sich mit dem für sich interessantesten Thema ausführlich beschäftigen zu können. Sowohl der Spiegelreflex-Typ, als auch der eher neumodische digitale Fan wird begeistert sein von den Möglichkeiten, die man mit seiner Kamera hat. Denn Hedgecoe geht nicht davon aus, dass jeder Freund von Fotos steinreich ist und sich sämtliches Zubehör leisten kann. Er erklärt, wie man mit kleinsten Mitteln, also nur mit Kamera, Blitzlicht und evtl. einem Filter wirklich ordentliche Bilder hinbekommt. Doch auch für den Profi gibt er Ratschläge, wann man welches Objektiv einsetzen sollte und bei welchem Wetter man welche Belichtungszeit zu welchem Motiv wählen könnte.
Kurz: Dieses Buch ist das "Meisterwerk" im Bereich "Foto-Lehrbücher". Da das Buch 2004 erstmals erschien, ist man tatsächlich auf dem neuesten Stand und wird mit Sicherheit auch noch die nächsten Jahre gut beraten sein.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2005
Der Untertitel des Buches lautet: "Die neue grosse Fotoschule"... und das ist es wirklich. Auf dem aktuellsten Stand der Technik beschreibt Hedgecoe auf ca. 400 Seiten umfassend und präzise alles, was man derzeit über das Fotografieren wissen muss.
Am Anfang steht die Technik, die auch für den Laien verständlich beschrieben ist. Auf alle Arten von Kameratypen und Objektiven (egal ob konventionell oder digital) wird eingegangen. Wer schon immer mal wissen wollte, was die Belichtungszeit mit der Tiefenschärfe zu tun hat, wird es hier erfahren (und verstehen).
Im zweiten Teil dann Tips und Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene, um das erwählte Motiv optimal auf den Film (die Speicherkarte) und später auf das Papier zu bringen.
Fazit:
Für jeden Hobbyfotografen ein nahezu unverzichtbares Werk.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
John Hedgecoe: "Fotografieren" - Der in Würde ergraute Standard

(Eilige Leser bitte bis zum "Fazit" herunterscrollen!)

John Hedgecoes Werk, das mittlerweile in seiner zweiten Auflage erhältlich ist und ab diesem Zeitpunkt im Titel explizit als "Neue große Fotoschule" firmiert, wendet sich - so der Klappentext - explizit an Fotografen aller Erfahrungsstufen: Den wißbegierigen Laien, den ambitionierten Einsteiger wie auch den Semiprofi, der sein Technik- und Kompositions-KnowHow auf Vordermann bringen möchte.

Damit dieses gelingt, wurde das 416-seitige, robust gebundene und mit Inhalts- und Stichwortverzeichnis sowie einem Glossar versehene Hardcover einigen Erneuerungen unterzogen, die u. a. dem Einzug der Digitalfotografie zu verdanken sind. Etliche zum Zeitpunkt der Drucklegung 2008 erhältliche Kameramodelle (z. B. Nikon D3, D60, Canon 450D, G9, Pentax K100, Leica M8) und deren technisches Zubehör haben es zumindest in die Bildergalerie geschafft und reduzieren die Berührungsängste beim Fotonovizen ohne analoge Vorerfahrung.

Leider macht es Hedgecoe dem Einsteiger trotz seiner unstrittigen Kompetenz manchmal nicht ganz leicht - möglich, daß einige Ungenauigkeiten nur der deutschen Übersetzung geschuldet und durch die Maschen des Lektorats geschlüpft sind.

So wird mit einiger Beharrlichkeit der scharf abgebildete Bereich um die Brennebene (englisch "depth of field", DOF) inkorrekt als "Tiefenschärfe" bezeichnet. Es ist aber eben die Tiefe der Schärfe, folglich die "Schärfentiefe". Auch wirken einige Anglizismen wie S. 25, "[... Die Datenverarbeitungsgeschwindigkeit] unterscheidet das Billigmodell von einer seriösen ("serious"=ernsthaft, professionell) Kamera [...]" und der eigentlich nur in diesem Sprachraum gebrauchte Ausdruck "Highspeed-Objektiv" (von: "fast lens", S. 51) - eigentlich aber ein lichtstarkes Objektiv mit großer Blendenöffnung - etwas hilflos. Hedgecoe/sein Übersetzer sollte durchaus den Mut zur Wiederholung etablierter Begriffe haben - vermeintliche Synonyme wie "Glas"-"Linse"-"Optik"-"Objektiv" sind nur Makulatur und weder dem Lesefluß noch dem Verständnis zuträglich.

Einige Unsicherheiten wie "Dioptrineinstellung" (S. 29) vs. "DioptriEnkorrektur" (S. 69), schwerfällige Formulierungen (Spitzlichter bei Spiegelobjektiven "[...] nicht als Halbmonde [...] sondern breite Kringel [...]", S. 49 - unscharfe Spitzlichter bilden IMMER die Blende ab, die ist beim "normalen" Objektiv eben annähernd kreisrund und hat beim Spiegelobjektiv bauartbedingt eine dunkle, kreisförmige Abschattung in der Mitte) oder mäßig sinnreiche Wortneuschöpfungen der Übersetzer ("Reflexblitz" im Bilduntertitel auf S. 68 - gemeint ist wohl: "indirekter Blitz", das Bild selbst sieht jedenfalls danach aus) kann man nach einigem Grübeln auflösen.

Kleine Schmankerl am Rande:

"[...] So wird [zwischen Objektiv und Kamera] der notwendige mechanische und/oder elektrische Kontakt hergestellt. [...]" (S. 38) - der Siemens'sche Lufthaken also.

Ebenfalls würde sich der Designer von Nikons erstklassigen 135mm F/2D AF-DC Nikkor buchstäblich im Grabe umdrehen, wüßte er davon, daß der Mechanismus zur SELEKTIVEN BEEINFLUSSUNG der UNSCHARFBEREICHE (=DC für "Defocus Control") schlicht als "mit Weichzeichner" zusammengefaßt wird. Etwas mehr Recherche hätte da definitiv gutgetan.

Auch die alte Streitfrage "Wieviele Megapixel braucht der Mensch?" (normaler Betrachtungsabstand vorausgesetzt) macht vor Hedgecoe nicht halt (S. 24): Es sind nicht ca. 2MP für Webseiten und E-Mail, deren 4 für bis zu 10x15cm und 8 für A4 sondern schlicht und ergreifend ungefähr 6. Und wenn überhaupt, sollte man sich in der Auflösung am angepeilten Druckmedium orientieren - die meisten professionellen Minilabs (z. B. Fuji Frontier) verlangen schlappe 300DPI, was im A4-Format 2516x3543 (=9MP) bedeutet - das ist aus der Tabelle aber nur einigermaßen nebenläufig zu erschließen.

Weniger verzeihbar da irreführend sind dann aber schon Formulierungen (S. 25) wie "Auflösung: Die Bilddaten können auf unterschiedlichen Speichermedien abgelegt werden." als Bilduntertitel zum Aufnahmemenü einer Nikon D-SLR. Dort stellt man aber das BildFORMAT, d. h. Auflösung, Kompressionsgrad oder Speicherung im JPG bzw. NEF-Rohformat ein. Nur die wenigsten Nikons führen i. d. T. unterschiedliche SpeicherMEDIEN mit (CompactFlash und SecureDigital), diesbezügliche Einstellungen erfolgen aber in einem gänzlich anderen Unterpunkt.

Auch ein "kreisförmiger Polarisationsfilter" (Kasten auf S. 67) ist schlicht sinnentstellend. Gemeint ist hier nicht seine geometrische Form, sondern eine spezielle Bauart, der "Zirkularpolarisationsfilter", bei dem die Schwingungsrichtungen des Lichts durch einen optischen Trick wieder "durchmischt" werden, um den Autofokussensor modernen Spiegelreflexkameras nicht zu verwirren.

Hedgecoe geht kurz auf den ND- oder Graufilter ein (s. S. 62f, das ND "neutral density" heißt, erfahren wir nicht), jedoch läßt er den interessierte Leser im Dunklen, welche Schwärzungsgrade (ND4, ND6 etc.) es bei diesem, neben UV-Schutzfilter und Polfilter in der D-SLR-Fotografie wohl wichtigsten Filter gibt und welches die Bedeutung für den Lichtwert ist. Zu den etwas anachronistisch anmutenden "Schwarzweißfiltern" (gemeint sind hier freilich Farbfilter zur Unterstützung der Darstellung bei Schwarzweißfilmen) ergießt er sich hingegen auf einer Tabelle zu expliziten Werten der Wrattenzahl (der Begriff selbst bleibt undefiniert) und den Einsatzgebieten. Wer allerdings einen Gelbfilter statt Photoshop gegen Pickel einsetzt, wird sich auf seinen farbigen Digitalfotos bald ganz anderen Problemen gegenübersehen...

Im Abschnitt "Intelligenter Autofokus" (S. 74ff) stellt der Autor eine Bildserie zur Fokussierungsgeschwindigkeit bei kontinuierlichem Autofokus vor. Der Aha-Effekt bleibt allerdings nur neugierigen (und geduldigen) Lesern mit Taschenrechner vorbehalten: Bei einer Bildfrequenz von 4.5 Bildern pro Sekunde hat sich der abgebildete Radfahrer über 7 Bilder rund 15 Meter auf die Kamera zubewegt, das sind 15m/(6/4.5B/s)=11.25m/s oder 40.5km/h. Der Kamerahersteller wies in seinen Spezifikationen aus, daß eine Annäherungsgeschwindigkeit von 40km/h bis zu einer minimalen Entfernung (Naheinstellgrenze?) von 8 Metern möglich sei. Das Fazit "Unser Test war nicht so anspruchsvoll und begnügte sich mit 10m. Die Kamera wurde spielend damit fertig." erschließt sich mir daher nicht.

Großer Nachholbedarf beim Fotoeinsteiger mit Hang zum manuellen Eingriff in die Bildgestaltung liegt naturgemäß im Wechselspiel zwischen Empfindlichkeit, Blende(nzahl) und Verschlußzeit. Hedgecoe kann diesen Zusammenhang mit einem Sinnbild des Wasserhahns, der entweder mit hoher Ausströmrate in kurzer Zeit oder nur tröpfelnd über längere Zeit ein Wasserglas füllt, recht gut verdeutlichen (S. 76). Leider bleibt die Quintessenz (nämlich der reziproke Zusammenhang zwischen Blendenzahl und Belichttungszeit) diffus. Dabei wäre es so einfach gewesen: Ein Schritt auf der Blendenskala bedeutet ein Schritt in entgegengesetzte Richtung auf der Belichtungsskala für den gleichen Lichtwert.

Oder für die, die es genauer wissen wollen: Der Lichtwert (auch als EV, "Exposure Value" bekannt und sicher jedem Leser einer D-SLR-Anleitung mehr als einmal Auslöser für Stirnrunzeln gewesen) ist der duale Logaritmus aus dem Quadrat der Blendenzahl dividiert durch die Belichtungszeit, kurz:

EV = ld(Blendenzahl^2/Belichtungszeit)

Zu jeder Bildsituation (gegebenem EV) gibt es also einige Pärchen aus Belichtungszeit und Blende, die zum selben Helligkeitseindruck auf dem Sensor führen - das ist das, was Belichtungsmeßsystem, Zeitvorwahl, Blendenvorwahl und Program-Shift zusammenhält.

Hier wäre übrigens ein Exkurs zur Bedeutung der Film-/Sensorempfindlichkeit angebracht und sehr hilfreich gewesen, leider stehen erst auf Seite 112 und etwas verschämt die relevanten Fakten: Eine Verdoppelung der Filmempfindlichkeit führt z. B. zu einer Halbierung der Verschlußzeit - das kann sich der Besitzer einer SLR zwar auch experimentell aus den Anzeigen auf seinem LCD extrahieren - das Buch liest er aber m. M. n. eben genau, um auch den theoretischen Hintergrund zu verstehen.

Genug kritisiert.

Hedgecoe hält den Abschnitt "Entwickeln, vergrößern, nachbearbeiten", der u. a. auf Archivierungsfragen sowie analoge und digitale Techniken eingeht, erfreulich kurz. Zu Photoshop und DNG/CN/NEF gibt es bekanntlicherweise bereits ausreichend und umfassende, meist kameraspezifische Literatur (z. B. Karl Obermayrs "RAW - Kamera RAW-Daten, Praxis für Fotografen" oder diverse Beiträge von Thom Hogan) und Besitzer eines Fotostudios (s. 336f, "Das Studio") agieren meist jenseits der Zielgruppe seines Buchs.

Die aussagekräftigen und klaren Bilder sind durchweg gut reproduziert (wenngleich manche körnige Diascans langsam abgelöst werden könnten) und die Liste der grundlegenden Einstellungen wie Belichtungszeit, Brennweite, Blende liefern wertvolle Hilfestellungen für eigene Experimente. Die geometrischen Eigenschaften der unterschiedlichen Objektivklassen (Superweitwinkel, Weitwinkel, Telezooms, Festbrennweiten, Normalbrennweite, etc.) werden klar herausgearbeitet und anhand von Schaubildern abgegrenzt und auch zum Thema "Licht" geizt Hedgecoe nicht mit Expertise.

Einen wesentlichen Teil des Buches, gut 160 A4-Seiten (also fast 40%) nimmt der wichtige Themenkomplex der Bildgestaltung ein, die Betätigungsfelder "Stilleben", "Portraits und Menschen", "Architektur", "Natur", "Tiere", "Sport" werden aus der Sicht eines erfahrenen Fotografen mit Blick für wesentliche Kompositionsmerkmale beleuchtet. Und das ist gut und wichtig - weil es oft den Unterschied zwischen einem simplen Schnappschuß mit Erinnerungswert und einem hochklassigen Kunstwerk bedeutet.

Auch hier tragen Beispielfotos extrem zum Verständnis der Materie bei.

Mein Fazit:

Wenn auch etwas in die Jahre gekommen, definiert John Hedgecoes "Fotografieren" immer noch den Standard. Nach der Lektüre des reich bebilderten Werks ist der Einsteiger deutlich schlauer und der ambitionierte Fotograf sicherer in seinen Techniken. Auch als Systemratgeber für eine heranstehende Kaufentscheidung (D-SLR, analog-SLR, Hybrid-/Bridgekamera, Pocketkamera, welche Objektivbrennweiten, etc.) würde ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.

Zukünftig korrigiert um einige unwesentliche Nachlässigkeiten und möglicherweise ergänzt um ein durchaus praxisrelevantes Kapitel zum Transport und Schutz der Fotoausrüstung ist und bleibt der mit 30 Euro mehr als fair bepreiste "Brockhaus der Fotografie" eine wertvolle Bereicherung im Bücherregal eines jeden, der erfolgreich und ansehnlich mit Licht malen möchte.

6.12.2009, vb
33 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Mai 2009
Dieses Buch bekommt von mir ausschließlich Lob.
Alle Themen der Fotographie werden angesprochen und es vermittelt einen hervorragenden Einblick in die Welt der Fotographie, der dazu befähigt, die vielfältigen Möglichkeiten sowohl der digitalen (als auch der analogen) Fotographie zu nutzen.
Der Ansatz des Buches hat natürlich zur Folge, dass die einzelnen Themen nicht erschöpfend behandelt werden können. Entsprechend ist der, der erschöpfende Informationen zu einem Spezialgebiet der Fotographie sucht, sicherlich bei einem Buch, das sich seinem Spezialgebiet widmet, besser aufgehoben.
Wer aber das Fotografieren verstehen, die vielfältigen technischen Einstellungsmöglichkeiten einer guten Kamera verstehen und schließlich gute Fotos schießen möchte, der ist sehr gut mit diesem Buch beraten.

Gehen wir ins Detail ' das Inhaltsverzeichnis offenbart die Reichhaltigkeit des Dargebotenen:

Die Kamera
- Was ist eine Kamera?
- Auswahl der Kamera [von analog bis digital]

Die Elemente der Fotografie
- Objektive
- Scharfstellen
- Belichtung
- Tiefenschärfe
- Verschlusszeiten
- Film [analog]
- Licht

Bessere Bilder gestalten
- Komposition
- Farbe

Besondere Projekte
- Stillleben
- Porträts und Menschen
- Architektur
- Die Natur
- Tiere
- Sport

Fotografie für Fortgeschrittene
- Das Studio
- Spezialtechniken

Entwickeln, vergrößern, nachbearbeiten
- Die Dunkelkammer [analog]
- Digitale Bildbearbeitung

Ein dickes Plus bekommt das Buch, weil absolut alles mit Bildern illustriert ist: Ob es die Auswirkung verschiedener Brennweiten, Objektive, des Weißabgleiches etc. ist, immer zeigt ein Bild, welche Konsequenzen sich im Bild ergeben. So bleibt die Technik nicht abstrakt, sondern findet Anschaulichkeit durch ein konkretes Beispiel.

Ein noch größeres Plus aber liegt darin, dass 99% aller Bilder mit den entscheidenden Aufnahmedaten versehen sind: Brennweite, Verschlusszeit, Blende, ISO-Wert (falls verwendet, wird auch Stativ angegeben).
Dadurch gewinnen die ohnehin schon interessanten und qualitätsmäßig hochstehenden Fotos noch einen zusätzlichen Informationswert, der allein den Kauf des Buches rechtfertigt.

Von mir bekommt dieses Buch einen absoluten Kauftipp!

Wichtiger Nachtrag:
Man sollte aber erwähnen, dass sich dieses Buch nur für diejenigen lohnt, die mit ihrer Kamera mehr machen können als einschalten und knipsen.
Zeitautomatik, Blendenautomatik, Weißabgleich und dergleichen sollte die Kamera schon beherrschen, damit man von diesem Buch einen Gewinn hat - dann allerdings hat man ihn wirklich.
Ich selbst fotographiere nicht mit einer DSLR, sondern mit einer Canon Powershot G10, die mir alle Einstellmöglichkeiten außer dem Objektivwechsel ermöglicht.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden