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Die "erste Heimat" wurde in 11 Teilen 1984 im Fernsehen ausgestrahlt. Die Serie beschrieb das Leben im fiktiven Dorf Schabbach im Hunsrück in der Zeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis 1982, mit einem Schwerpunkt auf den Ereignissen im Dritten Reich. Ich beginne deshalb meine Besprechung mit der "ersten Heimat", weil ich mich daran erinnere, dass mein Vater von der Serie regelrecht absorbiert war, so faszinierte ihn die absolut realistische Rekonstruktion dieses filmischen Schabbach. Er selber ist in den späten Dreißiger- und Vierzigerjahren in einem saarländischen Dorf großgeworden und nicht nur der Dialekt hatte starke Parallelen zum Hunsrück.

Diese manchmal schon beängstigende Perfektion in der Wiederbelebung der Vergangenheit gibt auch der im Schabbach des 19. Jahrhunderts spielenden "anderen Heimat" ihre Grundatmosphäre, zusammen mit dem langsamen Erzähltempo, das die einzelnen Figuren so ungeheuer intensiv werden lässt. Der Film und auch das hier vorliegende Buch haben aus dem Grund fast etwas Voyeuristisches. Bis ins allerkleinste Detail werden die unsäglichen Lebensumstände der Dorfbevölkerung dargestellt, um 1843 tatsächlich ein Kampf ums Dasein. Ernteausfälle infolge eines zeitweiligen Klimawandels führten dazu, dass viele Hunsrücker auswandern mussten. Ein riskanter Schritt, denn Sicherheiten gab es auch in der Fremde nicht. Aber zuhause wartet ein Leben in faktischer Sklaverei.

Die Hauptfigur Jakob Simon ist ein Außenseiter. Er bringt sich selbst das Lesen bei und aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe wäre ihm eine akademische Karriere so gut wie sicher - wenn die finanziellen Mittel für ein Studium vorhanden wären. So träumt Jakob nur vom Brasilien und den Indianern seiner Bücher, sehnt sich nach Freiheit und flüchtet schließlich aus dem Dorf. Dass am Ende nicht er, sondern sein Bruder die Gelegenheit zum Auswandern bekommt und Jakob im Hunsrück zurückbleibt, es mag in dieser kurzen Zusammenfassung banal klingen, aber in der erzählten Geschichte ist es von tiefer Tragik. Jakob ist noch jung und doch ahnt der Zuschauer, dass er am Beginn eines vergeudeten Lebens in Unglück und Unfreiheit steht.

Das Buch fängt in einigen Hundert ausgewählten schwarz-weißen Filmbildern, ergänzt durch Kommentare aus Jakobs Tagebuch und andere Zitate, nicht nur die bedrückende Atmosphäre dieses armen Bauerndorfes und seiner Bewohner ein, es verdichtet die ganze Geschichte in diesen wenigen Bildern. Manchmal erinnern die Aufnahmen an früheste Daguerreotypien aus der Anfangszeit der Fotografie, so authentisch sind sie, so wahrhaftig. Es ist wie das Archiv einer fiktiven Erinnerung. Der Leser ist fasziniert und erschüttert zugleich, denn diese Fiktion war die Wirklichkeit unserer Vorfahren und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dieses Schabbach von 1843 im geringsten Maße weniger real ist, als das Schabbach von 1943 für meinen Vater. Mich hat auch diese Geschichte wieder vollkommen gefesselt und gerade Edgar Reitz' behutsames Erzähltempo, das bereits in der "ersten Heimat" eine ungeheure Sogwirkung erzeugte, vermittelt auch in der anderen Heimat eine Melancholie und erzählerische Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Ob nun als Film oder im Bild. Ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, was wahre Kunst vermag.
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Die andere Heimat ….
Ich habe das Buch von Gert Heidenreich gesehen und neulich den Film im TV dazu geschaut, vor vielen Jahren kam wohl auch schon eine Serie dazu, die ich nicht gesehen habe.

Nun habe ich mir, weil der Film mich nachhaltig beeindruckt hat, den Bild-Text-Band zum Buch besorgt und möchte euch von meiner Meinung dazu berichten …

Inhalt und Gliederung:
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Genannt wird das Buch „das Buch der Bilder“ – dieser Untertitel sagt aus, was ich vom Buch erwartet hatte – und meine Erwartungen wurden noch übertroffen, weil man mit diesem Buch noch einmal in den Film eintauchen kann.

Die Texte zu den Abbildungen sind von Michael Krüger und Edgar Reitz formuliert. Wir befinden uns in den Jahren 1843/44 und diese karge besondere Zeit in einer besonderen regionalen Umgebung kommen im Bildband perfekt zum Ausdruck. Man fühlt sich hinein versetzt, zurück versetzt.

Das Buch beginnt mit einem Tafelteil

Die Kapitel:

- Edgar Reitz: Teamwork
- Produktionsdaten
- Mitwirkende
- Edgar Reitz: Filmzeit – Lebenszeit
- Edgar Reitz: Mythos Heimat
- Biographie Edgar Reitz
- Werkverzeichnis der Filme und DVD`s
- Literaturverzeichnis

Die Fotografien:
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… beeindrucken mich immer wieder, wenn ich das Buch zur Hand nehmen, sie erzählen die Geschichte des Jakob – zeigen Szenen und Charaktere, erwecken bildhaft den Film zum Leben. Schabbach – ein fiktiver Ort und das Schicksal der dort lebenden Menschen geht einem im Film nahe, aber hier innerhalb des Buches kommt alles noch einmal hoch.

Ich finde, man kann ein solches Buch zu einem nicht besser gestalten. Es ist textlich inhaltlich wertvoll, verständlich ausführlich und detailliert geschrieben, interessant und informativ mit vielen weiterführenden und ausschweifenden Details und vor allem ist es fotografisch extrem hochwertig und komplex.

Die knapp 50 Euro sind – so muss ich ehrlich zugeben – angemessen und ich spreche ehrlich von einem topp Preis-Leistungs-Verhältnis. Klar, wer zahlt schon gern 50 Euro für ein Buch, aber ich habe nach reiflicher Überlegung für mich beschlossen, dass es die Macher und das Buch einfach verdient haben. Das ist eine Anschaffung für`s Leben, die ich immer wieder gern zur Hand nehme, dieses Buch verstaubt bei mir garantiert nicht, im Gegenteil, ich nehme es immer wieder gern zur Hand, blättere darin, betrachte die Aufnahmen und lese in den Texten…

Es sind sagenhafte 164 Bilder aus dem Film herausgenommen, die man im Buch zu sehen bekommt, die sozusagen in Buchform zu einem „Film“ zusammengenommen werden und diesen dem Leser auf ganz eigene Art präsentieren. Zu jeder Aufnahme gibt es einen kurzen Text, der die Handlung im Zusammenspiel komplett erzählt. Einen Film so noch einmal zu erleben, nicht vor der Leinwand, sondern zwischen zwei Buchdeckeln, das ist für mich ein ganz tolles Erlebnis – immer wieder …

Ich bin restlos begeistert und würde das Buch nie wieder hergeben, weil es zu einem meiner liebsten geworden ist. Schon der Film hat mich von seinen Einstellungen begeistert, über die gesamte Überlänge hinweg gefangen genommen, das Buch tut es fast noch mehr …

Ich vergebe volle Punktzahl und absolute Empfehlung !!!

Kompliment an die Macher des Films und Buchs !!!
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am 11. Dezember 2013
Es ist genau wie ich es mir vorgestellt habe . Tolle Fotos auch der Text ist gut. Das ganze Buch ist stimmig!
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