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TOP 500 REZENSENTam 24. Oktober 2014
Anlässlich der Ausstellung "Licht und Schatten" im Kunstfoyer der BVK in München (2012/13) entstand dieser hochinteressante und inspirierende Bildband zur gleichnamigen Ausstellung (von Januar bis April 2014 war ist die Ausstellung in der Dt. Kinemathek in Berlin zu bewundern). Neben zahlreichen Stand/-Filmfotos über die prägenden/herausragenden Filme zwischen 1918-1933 ist das Buch auch ein Quell an Informationen über die WR und die verschiedenen Felder wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kunst, Kultur.

Das Buch ist demnach zweigeteilt - nach einer Einleitung von Rother / Sudendorf (Deutsche Kinemathek), die dem interessierten Filmfan die Berufe Filmfotografie/Standfotografie erläutert und von der Momentfotografie abgrenzt, folgt ein rund 40seitiger Abriss des Autors H.H. Prinzler. Prägnant, kurz, schnörkellos führt er uns durch die verschiedenen Bereiche, die zwingend zum Verständnis der Thematik notwendig sind und gibt dabei einen knappen Überblick über die Zeit der WR. Darüber hinaus fasst er die wichtigsten Strömungen, Verflechtungen von Film, Literatur, Kunst, überblicksartig zusammen und beleuchtet das Schaffen der Filmkünstler. Mit dem Aufkommen des Neuen Mediums Films, für uns heute selbstverständlich, entwickelten sich neue Zweige einer gigantischen Industrie, die in ihren Kinderschuhen steckte - das kommt in den Abschnitten Kinoarchitektur, Filmplakate, Filmarchitektur, Filmkritik, Filmzeitschriften, - literatur usw. zum Ausdruck. Auch technische Errungenschaften halten Einzug in den Stumm- und frühen Tonfilm.

"Deutsche Filmfotos der zwanziger Jahre haben Dunkelheiten und Abgründe, die sie von den amerikanischen Filmfotos jener Zeit unterscheiden. Dort herrschte mehr Entertainment, es schien überwiegend die Sonne, in Deutschland dominierten die Schatten, das Zwielicht." (S. 36)

Unter besonderem Augenmerk auf herausragende Filmjahre (1919 & 1932) und Persönlichkeiten (u.a. Lubitsch, Lang, Ophüls, Pabst, Siodmak, Billie Wilder, Pommer, Murnau ...), die den deutschen Film zu Weltruhm führten und in die weite Welt hinaustrugen ("Die glorreichen Sieben" (1) & (2)) und die verschiedenen Filmgattungen (Bergfilm, Straßenfilm, Kammerspielfilm, Historienfilm, Dokufilm, proletarischer Film ...) der damaligen Zeit, entsteht so ein ungemein faszinierendes Gedankengebäude einer großartigen, wenn auch allzu schnell beendeten Epoche, die die beste des Deutschen Filmes war.

Es folgen Leihgaben der Deutschen Kinemathek, die bei der 2012 gezeigten Retrospektive in den Räumen der BVK ausgestellt wurden. Klassiker und Meisterwerke, unvergesslich verbunden mit der filmmäßig glanzvollsten Epoche Deutschlands, im Überfluss.
Qualitätiv: typisch Schirmer / Mosel eben. Hochwertige, wunderbare S/W-Fotos, großformatig, die einen gelungenen Abriss über die wichtigsten Filme der WR bieten. Jeweils auf einer Doppelseite bis hin zu vieren, wird dem Film so Tribut gezollt. Unvergesslich dabei "Metropolis" und Langs Meisterwerk "M", Berlin. Sinfonie einer Großstadt, Wienes Caligari, "Menschen am Sonntag", der die Crème de la Crème des deutschen Films (Wilder, Siodmak, Ulmer, Zinnemann, Schüfftan versammelt, die in den folgenden Jahren Deutschland fluchtartig den Rücken kehrten), Garbos einziges deutsches Gastspiel in "Die freudlose Gasse", Pabst Louise-Brooks-Filme (damals schon so zeitlos schön, dass sie problemlos jeden modernen Film bereichern hätte können), selbstverständlich darf man auch den "Blauen Engel", Langs Nibelungen, als auch den "Heiligen Berg", "Die drei von der Tankstelle" und "Kuhle Wampe", als auch "Wege zu Kraft und Schönheit" nicht vergessen. Mit Ophüls "Liebelei" endet eine moderne ungemein inspirierende und glanzvolle Epoche viel zu schnell.

Als sehr gelungen empfand ich auch die abschließenden Worte der Einleitung Prinzlers, in der er auf die Rolle und das Schaffen einer Volksgruppe verweist, die nur kurze Zeit später gnadenlos gejagt und vernichtet werden sollte: Die Zahl der Filmschaffenden jüdischer Herkunft war überproportional hoch. (...) Vor der künstlerischen Kraft und den persönlichen Konsequenzen verneige ich mich mit Respekt" (S. 51)

Ein Register über Filme, Schauspieler/Innen, Regisseure und eine umfassende Bibliografie runden das Buch ab und lassen es zu einem großartigen Nachschlagewerk werden.

Die jeweils betrachteten Filme sind chronologisch geordnet, und warten neben vielen stilvollen und ausdrucksstarken Stills mit einer kurzen Inhaltsangabe und Angabe über die beteiligten Akteure, Regisseure usw. auf.

Fazit - diesmal mit einem weiteren Zitat: Die große Zeit des deutschen Filmes, das ist lange her. (...) Andererseits kann man heute mehr Filme aus jener Zeit sehen als in der Vergangenheit. Das ermöglicht die DVD, die Filmgeschichte verfügbar macht.
Freuen wir uns auf das 100-jährige 2018 und hoffen auf viele gute DVDs und BDs!

Wunderbarer Bild- und Infoband über eine glanzvolle Epoche, die Goldenen Zwanziger, zumindest in filmischer Hinsicht. Hochweritg aufgemacht, ein echtes Schmuckstück, das in keiner Filmbuchsammlung fehlen sollte!
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am 28. November 2012
Rezension: Licht und Schatten - Die großen Stumm- und Tonfilme der Weimarer Republik

Eine geradezu bibliophile Kostbarkeit kommt aus dem Schirmer/Mosel Verlag. Dort ist 2012 in hervorragender Druckqualität und angefüllt mit kostbarem Bildmaterial der Bildband mit dem Titel "Licht und Schatten - Die großen Stumm- und Tonfilme der Weimarer Republik" erschienen. Der ehemalige Direktor der Deutschen Kinemathek Berlin Hans Helmut Prinzler zeichnet verantwortlich für die sorgsame Auswahl der Bilder und Filme, die diesem gelungenen Buch zugrunde liegen. Die besten und schönsten Standbilder der 72 wichtigsten Filmproduktionen geben in diesem Buch eine authentische Darstellung des Filmschaffens jener Epoche der Weimarer Zeit wieder. Legendäre S/W-Filme wie "Nosferatu" bis hin zum damalige Avantgardefilm "Metropolis" erfahren in diesem reichhaltigen Buch eine nochmalige Würdigung und den vorliegenden Bildband mit seinen ausführlichen und kompetenten Kommentaren kann man als Enzyklopädie der Filmhistorie ansehen .Interessenten und Sammler von klassischem S/W-Bildmaterial kommen an die-sem Bildband der Superlative nicht vorbei.
Hans Helmut Prinzler: Licht und Schatten - Die großen Stumm- und Tonfilme der Weimarer Republik. Schirmer/Mosel Verlag, 2012, 308 Seiten mit 443 Abbildungen, gebundene Ausgabe, Text in deutscher Sprache.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, November 2012.
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