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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
15
Speer: Eine Biographie
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:14,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 14. Oktober 2013
Wer sich mit Speer und dem direkten Umfeld Hitlers im Dritten Reich beschäftigt, sollte diese Biographie lesen. Joachim Fest hat über Jahrzehne versucht, das Mysterium Speer zu entschlüsseln, er hat die Widersprüchlichkeit von hoher Bildung und grenzenloser Hingabe an Personen, deren beschränkten Horizont Speer kannte, versucht sich und anderen zu erklären. Dass er diesen "Bruch" in Speers Persönlichkeit niemals restlos erklären konnte, ist ihm nicht anzulasten - viele andere, die meinten, Speer eindimensional erklären zu können, taten das auch nicht.
Fest nimmt in seiner Beschreibung oftmals die Perspektive Speers ein, zeigt damit, in welchem Umfeld von Intriganten, in welch strukturloser Gesellschaft sich Speer hier bewegte. Dass er das teilweise mit den Augen Speers sieht, macht ihn jedoch nicht unkritisch - gerade Fest weiss um die Widersprüche in Speers Aussagen. Zum Beispiel behauptete Speer immer wieder, seine schwere Erkrankung zu Kriegsende sei eine Flucht vor der Realität gewesen. Zuvor hatte er jedoch immer wieder behauptet, diese grausame Realität überhaupt nicht gekannt zu haben. Wie kann man vor etwas fliehen, das einem noch nicht bekannt ist? Diese Sprünge, die "unbeantwortbaren Fragen", sind es, die auch Fest an Erklärungen scheitern lassen.
Trotzdem gibt das Buch interessante Einblicke in eine große, gleichzeitig aber furchtbare Karriere. Fest war bis zuletzt überzeugt, nur einen Speer kennengelernt zu haben : kultiviert, gesprächsbereit, etwas schüchtern. Den Speer der Durchhaltereden, KZ-Drohungen usw. hat er nie erlebt.
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am 6. November 2017
Mit diesem Buch ist Fest eine hervorragende Biograpie gelungen,da ich schon viel über Speer glesen habe,dachte ich zuerst dieses Buch kann nicht viel neues enthalten,aber ich habe gründlich gescht.Leicht verständlich und und nicht mit Fachwörtern vollgestopft ist dieses Buch ein muss wer mehr über das 3. Reich und die handeldenden Personen erfahren will.
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am 3. April 2010
Fest zeichnet das Bild eines eigentlich eher unpolitischen Künstlers, dem über den Kontakt zu den Nazis die Gelegenheit geboten wird, aus den gutbürgerlichen Verhältnissen auszubrechen, die für ihn vor allem vom eigenen Vater dominiert und geprägt waren. Sein organisatorisches Talent/Genie (dass ihn allerdings, zumindest im übertragenen Sinne, auch über Leichen gehen lässt) sowie die Nähe zu Hitler, dessen einzig wirklicher Vertrauter er vielleicht war, katapultieren ihn in der Hierarchie der Nazis schon bald in ungeahnte Höhen, die ihn als Rüstungsminister zeitweilig sogar zum zweiten Mann im Staat machen. Seine Weigerung den Befehl der verbrannten Erde auszuführen, sowie eine, die eigene Schuld anerkennende Prozeßtaktik, ersparen ihm im Wesentlichen in Nürnberg den Galgen. Nicht zuletzt die zwanzig Jahre Haft in Spandau machen ihn dann wieder zu dem, in Widersprüchen verstrickten Einzelgänger, der er im Grunde sein Leben lang war. Fests Buch ist großartig recherchiert und wartet zum Teil mit verblüffenden Details auf. Bei allem Bemühen, den Menschen Albert Speer von allen Seiten zu beleuchten und nach Erklärungen zu suchen, bleibt am Ende aber doch immer die zentrale Erkenntnis, es mit einem ignoranten Emporkömmling zu tun zu haben, dem die Verfolgung eigener Ziele stets höchster Maßstab waren und der sich nicht zuletzt deshalb mit schuldig gemacht hat, weil ein verbrecherisches System wie das der Nazis, zu einem nicht unwesentlichen Teil von Ignoranten wie Speer gelebt oder doch zumindest profitiert hat.
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am 24. Februar 2009
In all den Büchern, die ich über das 3. Reich gelesen habe, kam Speer zwar vor, aber eher als "Nebendarsteller", der angeblich intellektuell den anderen Nazi - Größen überlegen war und als Rüstungsminister Großes vollbracht hat, aber weniger von Interesse war, weil er anscheinend nicht in die Gräueltaten der Nazis verwickelt war. So kam das jedenfalls bei mir an. Ausgelöst durch den Hollywood - Film "Operation Walküre" habe ich beschlossen, mich mehr mit Speer zu beschäftigten (über Stauffenberg habe ich schon genug gelesen) und dazu die Biographie von Joachim Fest sowie die "Erinnerungen" von Albert Speer gekauft und parallel gelesen. Was mir dabei aufgefallen ist:

* Speer geht in seinen Erinnerungen großzügig über die Gräueltaten des Nazi Regimes, dem er ja sehr prominent angehörte, hinweg, so als ob er nichts von all dem gewusst hätte. Ganz kurze Passagen, z.B. die Unordnung einer niedergebrannten Synagoge am Morgen nach der Reichskristallnacht zeigen, dass er sehr wohl die Vorgänge wahrgenommen hat (nona, bei aller Arbeitslast wird er sicher Nachrichten gehört haben und Zeitungen gelesen haben - die Nazi - Propaganda war ja bestens organisiert).

* Den Gauleitern droht er zumindest indirekt mit den Konzentrationslagern. Es war ihm also auch klar, dass dies keine Sanatorien waren.

* Sonst aber pflegt er sein "Saubermann"- Image als erfolgreicher Technokrat und Künstler(!), der im Dienste der Sache in Intrigen mit den widerlichen Kontrahenten am Hofe Hitlers verstrickt wurde. Dass die Steigerung der Rüstungsproduktion genau dieses Terrorregime länger an der Macht hielt ist wohl ein Verbrechen für sich.

* Die Biographie von Fest folgt in weiten Teilen Speers Erinnerungen, in meinen Augen zu unkritisch. Fest bezweifelt zwar die "Unwissenheit" Speers. Seine Zusammenfassung lautet aber für mich: "Diese Frage lässt sich nicht endgültig beantworten" und erinnert mich fatal an die Rechtfertigungen für den früheren österreichischen Bundespräsidenten Waldheim: "Er ist unschuldig solange ihm nicht nachgewiesen werden kann, dass er 5 Juden eigenhändig umgebracht hat".

Beide Bücher sind flüssig geschrieben und leicht lesbar. Ich kann beide zur Lektüre empfehlen.

Aber die Frage, die ich mir als Nachgeborener schon von jeher stelle, können beide auch nicht beantworten: wie war es möglich, dass Millionen diese Monster an die Macht gebracht haben und bis zum eigenen bitteren Untergang unterstützt haben? Weder Speer mit seinen intellektuellen Fähigkeiten noch Fest als Historiker noch ein schlichtes Gemüt wie Frau Junge haben eine Antwort darauf.
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am 29. Januar 2017
Sehr schwierig zu lesen , keine einfach verständlichen Satzbildungen , zu viele Nebensätze - manche Passagen muß man mehrfach lesen , um den Inhalt zu verstehen.Wer sich zum ersten Male mit Hitler ,Speer und anderen der SA , SS etc beschäftigt , könnte Probleme im Verständnis bekommen.
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am 10. Oktober 2006
Man kann es sich leicht machen mit dieser virtuos geschriebenen Speer-Biographie: Fest ging Speer auf den Leim. Immerhin war Joachim Fest als jahrelanger Gesprächs- und Interviewpartner in der ständigen Gefahr, eingenommen zu werden von seinem charismatischen Gegenüber. Und da wäre der Schritt ja klein von einer gelinde gesagt gering distanzierten Berichterstattung zu einer latenten Voreingenommenheit.

Tritt man jedoch an dieses Werk differenzierter heran, findet man in meinen Augen kein besseres Buch, in dem das besondere Verhältnis zwischen Speer und Hitler so treffend beschrieben wird wie hier. 'Homoerotisch' heißt es gelegentlich über die Beziehung zwischen beiden, und Fest analysiert alle Phasen zwischen dem ersten Kennenlernen im Zuge kleinerer Aufträge Anfang der 30er Jahre, den Gigantonomie-Plänen Beider bei der Planung von Germania-Berlin, dem Reichskanzlei-Neubau in kürzester Zeit und den letzten Treffen im Führerbunker im April 1945.

Zentrale Frage sind für Fest die Brüche in der Biographie dieses "merkwürdig ungereimten Charakters". Wie kam ein durch und durch unpolitischer und durch seine universitäre Ausbildung bei Urgesteinen seines Fachgebietes unabhängig denkender Mensch überhaupt in den Dunstkreis der Nazis, die in ihrer Unintellektualität und ihrem ganzen Habitus so völlig konträr zu Speer waren ? Warum stellt er sich dann am Kriegsende gegen Hitler und widersetzt sich offen dem Nero-Befehl ? Rührt sich hier ein Gewissen oder bloßer Opportunismus ?
Wie umfassend ist die 'Verantwortung', die Speer in Nürnberg als einziger der dort Angeklagten auf sich genommen hat - bloßer Selbsterhaltungstrieb oder echte Reue?

Speers Schuldfrage findet breiten Raum. Sehr genau diskutiert Fest beispielsweise die Möglichkeit, ob Speer bei Himmlers Posener Rede dabei war - und kommt nach einigem Abwägen zu dem Schluss, dass er dabei gewesen sein könnte, aber trotzdem in jedem Fall sehr schnell von ihrem Inhalt Kenntnis erlangt haben muss. (W.J. Siedler 'Teilnehmer vieler Gesprächen zwischen Speer und Fest - ist sogar überzeugt, dass Speer dabei war, wie er dem Filmemacher Breloer in einem Interview zu SPEER UND ER bekannte). Umfassend geht Fest auch auf die "Entmietung" jüdischer Wohnungen im Zuge der Umgestaltung Berlins, das unsägliche Hickhack mit Sauckel um die Gestellung von Zwangsarbeitern und die unmittelbare Kenntnis Speers an den Zuständen im Schacht Dora und anderen Arbeitslagern ein.

Angesichts dieser erdrückenden Zeugnisse und Indizien hätte man sich, und das ist für mich der einzige Makel an diesem sehr lesenswerten Buch, eine deutlichere Sprache gewünscht, dass Speer nicht nur Mitwisser, sondern auch Mittäter war.
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am 13. März 2014
Spannende Lektüre über eine der wichtigsten Personen im 3. Reich.
Zeigt Fakten und Hintergründe. Informativ und gut leserlich von Joachim Fest geschrieben.
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am 17. Oktober 2014
Die vorliegende Biographie über Albert Speer von Joachim Fest geschrieben hinterließ, nachdem ich die letzte Seite des Buches (einschließlich Anhang) fertig gelesen hatte, einen für mich durchaus Zwiespältigen Eindruck.

Als erstes sollte man bei der weiteren Betrachtung unterscheiden, ob man die beiden Bücher von Albert Speer (Erinnerungen und Spandauer Tagebücher) vorher gelesen hat oder nicht. Mir waren Sie beide vorher bekannt, so dass es zwangsläufig zu vielen inhaltlichen Überschneidungen beim lesen dieser Biographie kam – sollte ja auch so sein, schließlich handelt es sich um denselben Betroffenen.

Hierbei stellte sich für mich beim Lesen aber umso deutlicher heraus, dass mit Ausnahme des Vorwortes und des Nachwortes nur wenig, bzw. und wenn auch nur tendenziell für den versierten Leser die herausgearbeiteten bzw. bestehenden Unstimmigkeiten und Widersprüche im Leben von Albert Speer von Joachim Fest aufgezeigt wurden. Um es konkret auf den Punkt zu bringen, ich hätte mir durch dieses Buch erwartet, dass gerade aufgrund der engen Zusammenarbeit von Fest und Speer durch die zurückliegenden anderen Buchprojekte, Punkte noch deutlich mehr und insgesamt deutlicher unter dem Teppich, aus dem Dunkel der Geschichte und Mythen hervor ans Licht hervor gezogen werden – zumal Fest die einmalige Chance hatte, noch ein Großteil der damals noch lebenden Zeitzeugen persönlich zu sprechen. Aber vielleicht ist es auch gerade die enge, intensive Zusammenarbeit mit Speer über einen langen Zeitraum hinweg, der dazu führte, das der nüchterne (Das Wort „objektiv“ – will ich bewusst nicht benutzen) Blick durch ein zu tiefes Eintauchen und Einleben in die Person Albert Speer und seine damaligen Lebensumstände zu einem „verständnisvolleren“ Bild führte, das nicht von vornherein auf schwarz oder weiß polarisiert wurde. Dann aber würde nach meinem Empfinden noch mehr die Darlegung der menschlichen, emotionalen Seite von Albert Speer fehlen – doch dies ist dann augenscheinlich wieder dem akademischen Ansatz von Joachim Fest geschuldet, unterblieben. Andererseits hat sich Joachim Fest auch mit Adolf Hitler intensiv in einem anderen Buch beschäftigt, so dass die von ihm sich erhofften und mehrfach angesprochen inhaltlichen Synergieeffekte vielleicht durchaus anders und unbemerkt im Inhalt niedergeschlagen haben, als es sich Joachim Fest selbst vorgestellt hätte - bzw. hätte können.

Um sich ein erstes umfassendes Bild über Albert Speer zu bilden kann man dieses Buch getrost nutzen. Wenn man die beiden oben bereits genannten Originale vorher schon gelesen hat, dann bleibt der Mehrwert deutlich gering. Also insgesamt mehr ein Erstleserbuch, der dann durchaus von den vielen Fakten und Begebenheiten im Leben Speer recht schnell überfordert wird, sofern er sich mit der Materie nicht schon anderweitig beschäftigt hat. Für den „informierten“ Leser gehört es anderseits einfach als ein muss / sollte man gelesen haben mit dazu, wenn man von den Biographien über Albert Speer differenziert mitreden will.
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am 9. Dezember 1999
Meines Erachtens stellt das Buch von Joachim Fest einen gelungenen Versuch dar, das Wesen des Zauberlehrlings Albert Speer und seine Verstrickung in den Machtapparat des III. Reichs zu ergründen.
Gegen eine sonst mehr beschreibende Geschichtsforschung für die breite Masse in Guido-Knopp-Manier, quasi Geschichte-light, setzt er seine analytischen Fähigkeiten als Soziologe.
Beginnend mit der Beschreibung des Elternhauses, zeigt Fest die Mitschuld des deutschen Bürgertums an der "Machtergreifung" Adolf Hitlers und seiner braunen Satrapen. Über die anfängliche Erfolglosigkeit Speers und die ersten Aufträge, bsp.weise die Planung der Reichsparteitage bis hin zum allmählichen Aufstieg der beschriebenen Figur wird kein Detail vergessen. Die besondere Art und Weise der Machtausübung, die ganz gegen die Manier des "1000-jährigen Reiches" in klarer Linie Verantwortlichkeiten in die Hände von Experten und nicht treuen Parteimännern übergibt, kommt ebenfalls zum Ausdruck.
Auch der Hinweis auf die Teilnamhe Speers an der Vertreibung der Berliner Juden, die dieser in seinen Memoiren unterschlagen hat, fehlt nicht.
Für mich von weit größerem Interesse als die Nennung dieser historischen Tatsachen ist die Analyse des Gewissenkonfliks, in dem sich Speer befindet. Er hat gegen Ende des Krieges das wahre Wesen seines "Herrn und Meisters" erkannt und versucht sich allmählich davon zu lösen. Dies führt ihn im letzten Schritt zum Eingeständnis seiner Schuld im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß.
Dieses Buch erscheint mir deshalb so lesenswert, weil der Typus des gewissenlosen Technokraten nicht an ein bestimmtes System gebunden ist. Man wird ihn in jeder industrialisierten Staatsform erblicken können, egal ob Demokratie oder Diktatur.
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am 27. Mai 2006
Der "Speer" von Joachim Fest ist eine sachliche Biographie, die mehr Wert auf objektive Fakten als auf subjektive und persönliche Eigenheiten, psychologische Aspekte oder gar Gefühle der Hauptperson Wert legt. Fests Schreibstil ist gewohnt intellektuell, was sich insbesondere an seiner Vorliebe für Fachbegriffe und Fremdwörter zeigt und ist daher stellenweise manchmal etwas anstrengend. Dies gibt sich aber ab der Mitte des Buches etwas und trotz Ihres Umfangs lässt sich die Biographie dennoch erstaunlich gut lesen.

Im Vergleich zur Speer-Biographie von Gitta Sereny schneidet Fest, der Speer im Vorfeld der Veröffentlichungen der "Erinnerungen" und "Spandauer Tagebücher" als Berater zur Seite gestellt war, hier in meinen Augen jedoch schlechter ab. Sereny ist es besser gelungen, die menschlichen Seiten von Speer zu skizzieren und anzudeuten sowie Erklärungsansätze zu bieten, indem sie immer wieder auch auf Begegnungen und Gespräche mit ihm und vielen weiteren Menschen seiner Umgebung rekurriert. In diesem direkten Vergleich erscheint das Werk Fests auch trotz seiner 500 Seiten als eine ziemlich "knappe" Darstellung.

Zudem konnte ich mich während der Lektüre von Fests Biographie nicht des Eindrucks erwehren, als würde immer latent und suggestiv ein negatives Urteil über die Person Albert Speers mitschwingen. Ganz deutlich kommt diese Ablehnung und Verurteilung schließlich in dem reflektierenden Nachwort Fests heraus.

Mein Rat nach der Lektüre der beiden großen Speer-Biographien wäre der Griff zum 400 Seiten stärkeren Wälzer von Sereny. Dies benötigt zwar ein wenig mehr Zeit und Disziplin, lohnt sich aber in meinen Augen eindeutig! - Wer nicht so viel Wert auf psychologische Hintergründe, sondern mehr auf historische Fakten legt und auch entsprechende Vorkenntnisse mitbringt, ist auch mit Fest gut bedient.
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