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am 18. Juni 2017
Warum habe ich dieses Buch gekauft?
-> Weil ich mein ganzes Schülerleben lang in Mathematik ums nackte Überleben gekämpft habe und weil ich, ganz ehrlich, bei der diesjährigen Reifeprüfung in Mathe durchgefallen wäre. Nach meiner gerade noch bestandenen Mathe-Matura vor 22 Jahren hab ich mich ja auf sichere Distanz zu diesem ungeliebten Fach begeben und besonders grausame Dinge wie die Wahrscheinlichkeitsrechnung oder das Integrieren hab ich längst erfolgreich verdrängt. Die Gleichungen, mit denen Physiker spielen, sind für mich Krähenfüße, genauso lesbar wie Rongorongo-Zeichen.

Deswegen lese ich Greene. Weil ich zu doof bin, um die wissenschaftlichen Artikel zu diesen Themen zu lesen. Und genau das dürfte auch auf die Mit-Rezensenten zutreffen, weswegen ich einige Rezensionen nicht nachvollziehen kann. Wer das Buch zu oberflächlich findet, kann ja die entsprechenden Veröffentlichungen im Original lesen, oder Science abonnieren, nicht wahr?

Greene bemüht sich tapfer, ein sehr komplexes Thema an völlige Laien zu vermitteln. Ich vermute, aus persönlicher Unterrichtserfahrung, dass manche Dinge so sehr vereinfacht sind, dass sie schon beinahe falsch sind.

Ich kann einigermaßen folgen, werde mir aber vermutlich noch ein zweites Buch kaufen müssen und Tante Google benütze ich auch laufend. Leicht zu lesen ist das vorliegende Werk keinesfalls, nicht wenn man sich um Verständnis bemüht.

Der Autor distanziert sich übrigens deutlich und unmissverständlich von Esoterik. Er schreibt, er sei zwar für alle Ideen aufgeschlossen, könne aber als Physiker bisher kein "Feld des Lebendigen" bestätigen, kein Qi, keinen Seelenhauch o.ä.

Ebenso sieht er das Multiversum kritisch. Er betont am Anfang ausdrücklich, es gehe ihm nicht um esoterische Gedankenspielereien, sondern die derzeitigen Berechnungen würden leider auf so eine schrullige Wirklichkeit hindeuten. Der Sinn des Werks ist, dies dem Leser näher zu bringen. (Was, wie man an den Rezensionen sieht, nicht in allen Fällen gelungen ist.)

Ich habe die Kindleausgab+e. Technisch ist mein Ebook in Ordnung und der Preis passt auch.
Was ich mir wünschen würde, wären mehr bildliche Darstellungen, weil sie halt doch das Verständnis erleichtern.
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TOP 100 REZENSENTam 21. März 2016
Ich lese Greenes Bücher ja gerne und finde sie auch spannend. Ich lese auch gerne Bücher über indische und chinesische Esoterik, die bis dato als religiöser Unsinn verdammt wurden, jedenfalls als unglaubwürdige Esoterik. Die Physiker scheinen aber inzwischen den Yoga-Gurus Konkurrenz machen zu wollen, was unbeweisbare Fantastereien betrifft. Gut so! Wenn die Grenzen zwischen Wissenschaft und Fantastik derart verschwimmen, dann ist sie nicht mehr weit - die große Theorie für alles, die große Weltformel, die Stephen Hawking bis zum Ende des 20. Jahrhunderts finden wollte. Sie wird aber wohl anders aussehen, als damals vermutet. Der Geist weht durch die Unendlichkeit und je mehr der Zauberlehrling sucht, desto komplizierter wird alles!
Dr Rüdiger Opelt, Autor von " Tantalus Welt: Die Überwindung nationaler Traumata
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am 23. August 2017
Was mir hier besonders gut gefällt, ist grundsätzlich die Sprache selbst (sowie überhaupt die editorische Arbeit) und dann die daraus resultierende Deutsche Übersetzung. Teilweise ein wirklich gut zu lesender Stil, der genau Maß hält zwischen Nüchternheit und Lebendigkeit, zwischen abstraktem Gegenstand und dessen anschaulicher Vermittlung. Diese komplexen Theorien und Ideen, die größtenteils aus mathematischen Modellen abgeleitet werden, bedürfen exakt dieser populärwissenschaftlichen Sprache, da sie sonst völlig verständnislos bleiben müssten (für mich zumindest). Erweitert wird das Verständnis durch die Darstellung einzelner historischer Entwicklungsstufen auf dem Weg zum heutigen Stand der Dinge, die nochmals ein wenig die Unwägbarkeiten bei der schwierigen Suche nach 'Erkenntnis' aufzeigen.

Leider hat man am Ende das Gefühl, dass dem Autor die (inhaltliche) Puste ausgeht. Die Kapitel werden immer fragmentarischer und verlieren sich ein wenig. Das liegt vor allem daran, dass der Autor zum Schluss das Thema des Computer simulierten Universums aufnimmt und es scheint fast, als hätte er sich selbst damit einfach übernommen. Er kommt schon ein wenig bei dem holographischen Universum ins straucheln, wird ungenau (manchmal verwirrend) und bleibt eher der Oberfläche verhaftet. Von Computersimulationen sollte er allerdings die Finger lassen. Großes Lob gebührt dabei aber dem Komplex der Quantenmechanik und deren Verhältnis zur Allgemeinen und Speziellen Relativitätstheorie. Dieser ist sehr gut ausgeführt und verständlich.

Es gibt noch einige veranschaulichende Abbildungen im Buch, die aber teilweise billig und unscharf wirken und zuweilen mehr Fragen aufwerfen als sie klären. Die wenigen Tabellen sind allerdings hilfreich und gut gestaltet. Bitte auch nicht wundern, wenn der Autor ein wenig zu offensichtlich seine Weltanschauung mit diesem Werk kundgibt und dabei den Eindruck erweckt, er schleppe unermüdlich den 'Stein der Weisen' im Gepäck.

Für Fans von populärwissenschaftlichen Darstellung physikalischer und astronomischer Theorien ungeachtet der kleineren Mängel einfach zu empfehlen!
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am 19. März 2017
Das Buch ist sehr interessant und kurzweilig geschrieben. Selbst komplexe Inhalte werden für physikalisch interessierte Laien verständlich dargestellt. Auch wenn einige Ideen sehr spekulativ sind und eindeutig die persönliche Sichtweise des Autors widerspiegeln, enthält das Buch eine gute Übersicht über die faszinierenden Theorien zur Entstehung und der Beschaffenheit des Universums. Wirklich lesenswert!
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am 13. November 2016
Sehr interessant und informativ.
Das Buch ist gut und verständlich geschrieben.
Jeder der mit Thema was Anfangen kann sollte hier zugreifen.
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am 1. Juli 2017
Erklärt komplexe und komplizierte Zusammenhänge bewundernswert gut. Lesen macht Freude. Ich bin wirklich bewandert in Fragen der Kosmologie und halte selbst Vorträge. Das Buch war dafür eine großartige Unterstützung.
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am 7. Juni 2015
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Zwischendurch gab es zwar gelegentlich Passagen, die etwas zu lang erschienen, aber der Autor hat offensichtlich Ahnung von dem, was er da schreibt.
In der Sekundärliteratur habe ich anschließend gelesen, dass Green von einigen seiner Kollegen als sehr (vielleicht auch zu) spekulativ angesehen wird. Aber genau das war, was mich angesprochen hat. Da ist ein Fachmann, der einfach mal über den Rand des wissenschaftlich Erwiesenen schaut und Mutmaßungen über das anstellt, was sein könnte.
Anton Zeilinger, dessen Buch "Einsteins Schleier" mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, wendet sich gegen die Möglichkeit von Paralleluniversen (aus der quantenmechanischen Superposition resultierend) , weil er andere Möglichkeiten als näherliegend ansieht.
Wer letztlich Recht hat, wird wahrscheinlich zu unseren Lebzeiten (zumindest meiner), nicht entschieden werden, trotzdem finde ich dieses Denken über den Horizont hinaus sehr wichtig. Mir hat dieses Buch einige Ein- und Aussichten ermöglicht, die ich vorher nicht hatte.
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am 16. August 2016
Nachdem ich mich schon, im positiven Sinne, mühselig durch sein Buch über Superstrings gearbeitet habe, finde ich dieses Buch als tolle Ergänzung für wissenschaftlich interessierte Laien. Jedoch gibt es dazu zwei Anmerkungen:
1. Nach Verlagsangaben, versteht es der Autor alles so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht. Das könnte den interessierten Laien schnell an sich zweifeln lassen.
2. Greene Brain neigt dazu, natürlich in der Hoffnung, dadurch das nicht anschauliche doch noch irgendwie verständlich zu machen, sehr weitschweifig zu erklären, was, jedenfalls bei mir, leicht zur Ermüdung führt.
Trotzdem: Tolle Buch!
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am 16. September 2012
Ich gehöre zu den unglücklichen Menschen, die nie das Glück hatten, eine umfassende Bildung zu genießen, die sogar in einem abgeschlossenen Studium mündet. Dennoch treibt auch mich die Frage, in welcher Welt ich eigentlich lebe – über den Tellerrand des alltäglich Erfahrbaren hinaus. Von der Theorie multipler Universen hatte ich schon mal gehört, aber die gelieferten Erklärungen nicht verstanden. Denn dies setzte ein Vorwissen voraus, das mir abging – leider.

Auf der Suche nach Antwort auf die Frage: Wie kommen gestandene Wissenschaftler eigentlich dazu, derartigen Sciencefiction-Quark zu produzieren?, bestellte ich mir dennoch das Buch von Greene aufgrund der vielen positiven Bewertungen hier. Als es mich erreichte, sank mir erst einmal gründlich der Mut, angesichts des Umfangs des Wälzers in relativ kleinem Druck und fragte mich seufzend, weshalb ich mir das überhaupt angtan habe. Wieder einmal erwartete ich Seiten um Seiten weitschweifiger Erklärungen in einer mir unverständlichen Wissenschaftssprache, die mir so fremd ist wie Mandarin, gespickt mit krausen Diagrammen und ellenlangen Formeln, die mir so undurchsichtig bleiben würde wie magische Sigille. Und so konnte ich bestenfalls hoffen, mit neuen Weisheiten wie: „Relativität und Quantenfeld gehen nicht zusammen“ in meinem mentalen Ordner „Schon mal irgendwo gehört“ ablegen zu können, die ich einfach hinnehmen müsste, ohne den Anspruch erheben zu dürfen, das Warum auch nur ansatzweise zu verstehen.

Ich erwartete demnach geballte Langeweile, während ich mich Seite für Seite auf der Suche nach für mich verdauliche Informationskörnchen durch dieses Buch-Trumm kämpfen müsste.

Was aber dann passierte, lässt sich nur mit einem Wow-Erlebnis beschreiben: Von der ersten Seite an packte mich ein Lesefieber, das mich von Kapitel zu Kapitel, von Seite zu Seite trieb, gierige nach der Antwort auf die Frage: Und was passierte dann? Und wie ging es weiter? Ein Effekt, den ich eigentlich nur von spannend geschriebener Belletristik kannte, aber nie von einem wissenschaftlichen Fachbuch!

Greene schreibt spannend, lebendig, er reißt den Leser mit – in endlose Weiten, wo die Strings vibrieren, sich zusätzliche Raumdimensionen im Allerkleinsten verstecken und Blasenuniversen durch einen sich endlos inflationär dehnenden Raum treiben, die wiederum Patchwork- Universen in sich bergen. Ein Gefühl kommt auf, als ob man als Star Trek Captain aus Mittelerde die Welten von Harry Potter durchstreift. Und auf dem Weg zum Verstehen liefert der Erzähler, ganz nebenbei, anhand von Analogien aus der Alltagswelt Antwort auf die Fragen, warum z. B. Relativität und Quantenfeld nicht zusammengehen, so dass man sich wie eine Comicfigur mit einer riesigen Aha-Glühbirne über dem Kopf fühlt, wenn man „es“ endlich, endlich kapiert!

Würden doch viel mehr Wissenschaftler von ihrem hohen, wissenschaftlichen Ross heruntersteigen und ihre Fachgebiete dem Normalbürger auf diese Weise nahe bringen. Man könnte auf so manches Stückchen Trivialliteratur verzichten, trotzdem einen vergnüglichen, kuscheligen und gebannten Leseabend verbringen, und ganz nebenbei, ganz mühelos und ohne Qual auch noch das Eine oder Andere lernen. Aber Vorsicht, das Lesen dieses Buches hat riesige Nebenwirkungen. Denn wenn man am Ende angekommen ist, wird einem die Wirklichkeit – obwohl sie sich oberflächlich offensichtlich nicht verändert hat – nie wieder mit den gleichen Augen betrachten können wie vorher.
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am 9. März 2012
Nach seinem populärwissenschaftlichen Weltbestseller DAS ELEGANTE UNIVERSUM und dem guten DER STOFF, AUS DEM DER KOSMOS IST war es eine Frage der Zeit bis Brian Greene wieder ein adäquates Werk in deutscher Sprache vorlegt. Mit DIE VERBORGENE WIRKLICHKEIT tut er dies und es war klar, dass das Buch in kürzester Zeit verschlungen wird. Die englische Originalausgabe THE HIDDEN REALITY ist auch schon ein Bestseller. Wobei Bestseller oder nicht mir völlig egal ist in der Beurteilung, im Gegenteil, ich bin oft von Natur aus skeptisch gegenüber Hypes und Kult um Personen oder Themen.

Das vorliegende Buch und der Autor Brian Greene überzeugen mich aber erneut und es reiht sich ganz oben in die Topliste ähnlich gelagerter Bücher und Autoren ein. Wie kaum ein anderer Autor versteht es Greene komplexe Zusammenhänge nicht nur einfach und anschaulich zu beschreiben, sondern er strahlt auch über die fast 400 Seiten stets eine hohe Motivation und Begeisterung für die Themen aus die einem beim Lesen mittragen und auch bei erfahrenen Lesern immer wieder zu schönen "Aha-Effekten" führen. Dagegen liest sich selbst das sehr gute und ein klein wenig ähnlich gelagerte John Barrow Werk DAS BUCH DER UNIVERSEN wie ein nüchternes Fachbuch, Barrows Buch ist natürlich - um dies auch noch zu betonten - mehr in der wissenschaftlich gesicherten Welt verhaftet.

Fachlich bewanderten Kritikern die sagen, dass alle von Greene angesprochenen Themen angefangen von der Stringtheorie, über die Parallelwelten Interpretation bis hin zu den Grenzthemen im letzten Teil des Buches weitestgehend Spekulation darstellen bzw. von der Sache her ggfs. niemals beweisbar sein können gebe ich uneingeschränkt Recht. Auf Greene's Argumentation welche die Stringtheorie und damit zusammenhängenden weiterführenden Theoriegebäude wie Branen und Parallelwelten muß man sich schon gedanklich einlassen können um sich nicht völlig freischwebend von wissenschaftlich überprüfbaren Tatsachen zu bewegen. Dies tut Greene in gewisser Weise selbst schon, aber es er tut es sehr belesen und in gut verständlicher und begeisternder Weise, so dass das Buch ein wahres Geistesfest ist für alle, die schon immer einmal über die Grenzen der Realität hinaus denken wollten.

Am besten hat mir an dem Buch gefallen, dass Greene bewusst und auch im Unterschied zu seinen früheren Büchern keine Einleitungskapitel zur systematischen Darlegung von Grundlagenwissen über z.B. die Relativitäts- oder Quantentheorie vorangestellt hat. Es wird sicherlich den erfahrenen Lesern unter den Interessenten gefallen, dass man sich nicht durch hunderte von Seiten zu Grundlagen der Relativitäts- oder Quantentheorie zum x-ten Mal durchlesen muß. Für fachlich versierte Leser hat er am Ende einiger Kapitel vertiefende oder besonders aktuelle Informationen eingefügt. Insgesamt besonders hervorheben muß ich seine zusammen über 60 Seiten gehenden Beschreibungen über simulierte und letztmögliche Multiversen und die Grenzen der Forschung an sich. Diese Themen wurde zwar auch schon in anderen Werken über ein paar Seiten angeschnitten, aber in solcher Breite und Konsequenz bislang selten in deutscher Sprache in populärwissenschaftlicher Form veröffentlicht.

Weiterhin gehören seine brandaktuellen Ausführungen in Kapitel 9 "Schwarze Löcher und Hologramme" meines Wissens nach zu der ausführlichsten populärwissenschaftlichen Beschreibung im deutschen Sprachraum der Theorie von insbes. Susskind und 't Hooft, dass unsere dreidimensionale Realität nur eine holographische Projektion weit entfernter zweidimensionaler physikalischer Prozesse ist. Wem diese im Rahmen von mathematischen Untersuchungen an schwarzen Löchern untermauerte Interpretation nicht den Mund offen stehen lässt ist nicht zu helfen, auch wenn dies fast ausschließlich auf Überlegungen beruht, die - wie viele von Greene im Buch angesprochene Theorien - nicht experimentell überprüfbar sind.

Brian Greene und seine ganze Präsenz in der Presse mit entsprechenden Video- und TV-Dokumentation muß man anerkennend schon als klar positionierte kommerziell getriebene Marketing Maschine verstehen. Das stößt sicherlich manch faktengebundenen Interessenten ab. Allerdings sind seine Dokumentationen didaktisch wirklich sehr gut gelungen ohne auf wissenschaftliche Korrektheit in der gegebenen Tiefe zu verzichten. Weiterhin ist Greene ein überzeugter Stringtheoretiker und das merkt man natürlich stark in seinen Begründungen und Herleitungen. Wie Greene selbst im Vorwort schreibt, setzt er "beim Leser keinerlei Fachkenntnisse in Physik oder Mathematik voraus".

Dies ist zwar korrekt, ich möchte aber ergänzen, dass eine höhere Bildung bzw. zumindest populärwissenschaftlich geprägtes Vorwissen zum Verständnis der oft abstrakten und theoretischen Bilder der Multiversen und sonstiger Theorien schon von großem Vorteil sind. Leser mit entsprechender fachlicher Vorbildung finden dennoch umfassende weiterführende Anmerkungen im Schlußteil des Buches (siehe unten). Die rund 380 reinen Textseiten des dicken und wertig aussehenden Buches gliedern sich in 11 relativ gleichgewichtige Kapitel deren Namen bei Interessierten wie mir schon das populärwissenschaftliche Wasser im Munde zusammenlaufen lassen:

1 Die Grenzen der Wirklichkeit: Über Parallelwelten
2 Endlos Doppelgänger: Das Patchwork-Universum
3 Ewigkeit und Unendlichkeit: Das Inflations-Multiversum
4 Vereinheitlichung der Naturgesetze: Auf dem Weg zur Stringtheorie
5 Schwebende Universen gleich nebenan: Das Branen- und das zyklische Multiversum
6 Neue Gedanken über eine alte Konstante: Das Landschafts-Multiversum
7 Naturwissenschaft und Multiversum: Über Vermutungen, Erklärungen und Vorhersagen
8 Die viele Welten der Quantentheorie: Das Quanten-Multiversum
9 Schwarze Löchen und Hologramme: Das holografische Multiversum
10 Universen, Computer und mathematische Wirklichkeit: Simulierte und letztmögliche Mulitversen
11 Die Grenzen der Forschung: Multiversen und die Zukunft

Sehr hilfreich sind auch die umfassenden und aktuellen Anhänge über weiterführende (populärwissenschafltiche) Literatur zu den besprochenen Themen als auch die rund 40 Seiten Anmerkungen. Kenntnisreichere Leser finden dort Klarstellungen oder Erweiterungen die Greene für wichtig hält, die aber im Haupttext im Buch zu weit geführt hätten und richten sich auch eher an Leser mit mathematischer oder physikalischer Vorbildung.

5/5 Parallel-Sternen
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