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Richard Dawkins leitet einleuchtend menschliche Eigenschaften aus der Theorie des egoistischen Gens ab!

Letztendlich geht er auf die Evolution zurück, aber in einer Weise, wie man es als normaler Mensch nicht gedacht hätte. Obwolh brilliant, ist das Buch leicht verständlich und auch interessant geschrieben.
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am 17. September 2014
Das Buch von RoRoRo ist ein dickeres Taschenbuch. Leider kein Hardcover. Ein Einband hätte gar nicht geschadet.
Taschenbuchtypisch ist das Papier in leicht gelblichem Stich gehalten. Aber alles in Allem ist es sehr leserlich.
Dies ist die 4. Auflage. Im Gegensatz zur ersten Auflage ist der Inhalt um ordentliche 200 Seiten erweitert worden.
Davon befinden sich knapp 110 Seiten in den Nachbemerkungen und knapp 100 Seiten in den neuen Kapiteln 11 und 12.

Man sollte vom Inhalt nicht erwarten, dass einem Richard Dawkins sachkundig und vor allem fachkundig genau erklärt was es mit den Genen auf sich hat. Damit will ich nicht andeuten Dawkins würde sich weigern den Aufbau von Chromosomen und Genen zu erklären, nein dies tut er natürlich recht einfach anschaulich mit dem Beispiel von Bibliotheken (Chromososmen) und Bänden/Seiten (Genabschnitte/Gene). Vielmehr geht Richard Dawkins oft mit Beispielen an Erklärungen heran, wie Gene funktionieren. Aber da muss ich auch direkt Kritik einbringen. Viele Beispiele sind etwas mühsam und meiner Meinung nach wirklich zäh ausgewählt. Meist scheint es dem Leser extrem willkürlich vom Autor gewählt zu werden, doch sollte man auch nicht ausser Acht lassen, dass Dawkins ständig widerholt, dass seine Angaben willkürlich sind und lediglich der bildlichen Vorstellung dienen. So erhält man mit diesen Exemplaren im Endeffekt ein Gesamtbild von der Thematik, warum Gene nun egoistisch sind und nicht altruistisch (die Worte Egoismus und Altruismus werden sehr oft gelesen). Vielleicht liegt es auch nur an der Übersetzung, aber die Sprache scheint doch etwas trocken und langatmig gestaltet zu sein. Als Leser von Dawkins Buch 'Der Gotteswahn' erkenne ich ihn hier nicht so wie ich ihn schon aus zahlreichen Videos erkannt habe. Ich muss aber auch erwähnen, dass die erste Auflage dieses Buches 1978 erschienen ist und auch Dawkins sich natürlich evolutionstechnisch im Ausdrücken seiner Gedanken zweifelslos gewandelt hat.
Richard Dawkins bringt aber auch zahlreiche Beispiele, die das Allgemeinwissen ordentlich aufstocken. Egal ob aus der Pflanzen- oder Tierwelt, man schliesst das Buch ab indem man einiges gelernt hat.

Es fällt mir etwas schwer dem Buch eine bessere Bewertung zu geben. Hauptsächlich ist dies dem etwas unbeholfenem Auswählen von, aus meiner Sicht, befremdlichen Beispielen und Berechnungen geschuldet, doch hat die literarische Qualität mich leider zu einem weiteren Abzug eines Bewertungssternes bewogen.
Nichtsdestotrotz, kann ich jedem nur empfehlen es zu lesen, wenn man sich auch nur im Geringsten mit dem Thema Evolution ausseinandersetzen will und auch jedem der grundsätzlich etwas über die Natur in Erfahrung bringen will. Da es in dieser Auflage nicht mehr erhältlich ist als Neudruck, kann man sehr günstig eine gebrauchte Kopier ergattern. Man sollte zugreifen!
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am 6. Februar 2004
Der Autor Richard Dawkins führt den Leser in dreizehn Kapiteln an eine gewagte, extreme These heran. Er beginnt mit der biologischen Selektion und erläutert wie weitreichend Charles Darwin's Entdeckung war. Zu recht wird auch kritisiert, das dieses Wissen von den Wissenschaften bis heute noch nicht so gewürdigt wird, wie dies von seiner Bedeutung her richtig wäre.
Moleküle, die als Replikatoren sich selbst kopieren konnten, waren die notwendigen Erfindung, um die Selektion in Gang zu setzen. Ein extrem unwahrscheinlicher Zufall auf den ersten Blick. Rechnet man allerdings in Jahrmillionen arbeitet die Statistik eher für ein solches Ergebnis.
Die Aggregate wurden komplizierter, legten sich Hüllen zu und schlugen verschiedene Wege ein. Die so entstandenen Überlebensmaschinen erreichten irgendwann den Zustand knapper Ressourcen und die natürliche Auslese begünstigte Effizienz.
Nach den notwendigen einführenden Kapiteln kommt es zur Betrachtung des Kernthemas, das egoistische Gen. Ein Gen das fremde Gene zu verdrängen versucht und das verwandte Gene begünstigt. Zum Beispiel in Form von Altruismus gegenüber Verwandten und besonders zu den eigenen Kindern.
Nach Dawkins Ausführungen sind die Gene die eigentlichen Macher auf diesem Planeten. Pflanzen, Tieren und auch Menschen sind lediglich die Überlebenshüllen der unsterblichen Ur-DNA. Dieser Gedanke ist schon extrem und gewöhnungsbedürftig. Die Aussagen und Beispiele dazu leisten gute Überzeugungsarbeit. Die radikale Idee hat außergewöhnlich schnell ihren seriösen Platz in den Regalen der anerkannten Wissenschaften gefunden. Leider ist ihr ein breites öffentliches Interesse bisher versagt geblieben. Diese Idee so über unsere Gene zu denken, gehört in die Schulbücher und sollte auch zur Pflichtlektüre eines jeden Biologiestudenten gehören.
Das Buch enthält neben einem kurzen übersichtlichem Inhaltsverzeichnis, ein gutes Literaturverzeichnis mit weiterführender Literatur und einen nützlichen Index. Etwas umfangreich mit einhundertzehn Seiten schlagen die Nachbemerkungen zu Buche.
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am 18. Januar 2008
Auf den Inhalt des Buches wurde in den vielen Rezensionen bereits genug eingegangen. Ich möchte kurz auf die Jubiläumsausgabe zu sprechen kommen.
Das Buch ist angenehmer Schrift und sehr hellen Seiten gedruckt. Die Aufmachung ist stabil. Das Buch ist sowohl mit dem Vorwort der ersten Ausgabe als auch mit einem aktuellen Vorwort versehen worden, sowie einigen Einleitungen von Kritikern. Das vermittelt schon vor dem eigentlichen Buch sehr viel darüber was auf den Leser nun zukommt. Vor allem das aktuelle Vorwort Dawkins nimmt einem die Angst ein veraltetes Buch zu lesen.

Diese Ausgabe wurde auch großzügig durch aktuelle Kommentare ergänzt und zwar nicht als störende Fußnoten sondern jeweils nummeriert und nach Kapiteln geordnet am Ende des Buches. Diese Ergänzungen fand ich mitunter das Beste an dieser Ausgabe. Wann immer Dawkins eine strittige These aufstellt geht er im Kommentar dazu kurz auf die danach entstandene Kritik ein und wie er darauf reagiert. Ausserdem gibt es Dawkins die Möglichkeit veraltete Sachverhalte, z.B. Computertechnologien kurz um aktuelle Informationen zu ergänzen.

Für diese Ausgabe gibt es ganz ohne Beachtung des Inhalts (obwohl ich auch diesen hoch bewerte) auf jeden Fall 5 Sterne, vor allem im Preis/Leistungsvergleich mit anderen Büchern.
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am 5. Juni 2011
In dieser umfassenden und allgemeinverständlichen Einführung in die Evolutionsbiologie beschreibt Dawkins die Mechanismen der Evolution aus der Perspektive eines (strikt metaphorisch verstandenen) 'Egoismus' von Genen als Replikatoren. Im Einzelnen erforscht er die Biologie von Egoismus und Altruismus.

Dargestellt werden die vor ca. 3-4 Mrd. Jahren abgelaufenen Prozesse, durch die in der 'Ursuppe' erstmals ein Replikator entstand, der die Fähigkeit besaß, Kopien seiner selbst herzustellen; die vier Charakteristika der Evolution - Langlebigkeit, Reproduktionsgeschwindigkeit, Kopiergenauigkeit und Konkurrenz -; Aufbau und Funktionsweise der DNA; lang- und kurzlebige, letale und semiletale Gene; der maßgebliche Einfluß von Umwelteinflüssen auf die Wirkungsweise von Genen und die Vorteile sexueller Reproduktion.

Hervor brachte die Evolution Mobilität (Tiere), Lernfähigkeit (Gehirne), wodurch Simulationen und Modelle für Voraussagen möglich wurden, Kommunikation und Verständigung mit Lüge und Täuschung als Folgekosten und Rivalitätskämpfe, in denen unbewußte 'Kosten-Nutzen-Rechnungen' zu 'evolutionär stabilen Strategien' führten. Doch stets ist der Genpool die langfristige Umwelt der Gene. Dort befindet sich ein evolutionär stabiler Satz von Genen, bis eine erfolgreiche Mutation stattfindet. Vor diesem Hintergrund erläutert Dawkins innerfamiliären Altruismus und Verwandtschaftsselektion, die subtilen Wege, auf denen in der Natur Familienplanung betrieben und die Populationsdichte beschränkt wird, das Phänomen des 'Elternaufwandes' im 'Krieg der Generationen', Brutparasitismus am Beispiel des Kuckucks, die divergierenden Strategien in sexuellen Partnerschaften mit interessanten Einzelphänomenen von der unterschiedlichen Geschlechterverteilung über die Tötung potentieller Stiefkinder bis zum Fehlen des Penisknochens beim Menschen.

Am Beispiel der Gruppenbildung bei Tieren läßt sich zeigen, daß Genegoismus und reziproker Altruismus selbst im Falle einer Verzögerung kein Widerspruch sind. Zwischen Betrügern und Betrogenen bildet sich eine evolutionär stabile Strategie heraus. Möglicherweise haben sich Zerebralisation und mathematisches Denken aus einem Mechanismus immer ausgefalleneren Betrügens und dessen Aufdeckung entwickelt!

Dawkins postuliert einen mit der Anthropogenese entstandenen neuartigen Replikator, nämlich das 'Mem': "Beispiele für Meme sind Melodien, Gedanken, Schlagworte, Kleidermoden, die Art, Töpfe zu machen oder Bögen zu bauen." (S. 321) Meme verbreiten sich von Gehirn zu Gehirn vermittels Imitation. Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergabetreue verschaffen ihnen einen hohen Überlebenswert. Sie konkurrieren wie Gene untereinander, und zwar um Aufmerksamkeit im menschlichen Gehirn, um Zeit und Raum in den Medien, um Platz auf den Bücherregalen. Dawkins veranschaulicht dies an Genen für den religiösen Glauben. Er besitzt die optimistische Überzeugung, daß Menschen sich gegen die Tyrannei egoistischer Replikatoren (Gene/Meme) auflehnen können.

Sodann wird in spieltheoretischen Berechnungen dargelegt, daß evolutionär stabile Strategien in der Natur 'Nichtnullsummenspiele' sind, in denen es weder Sieger noch Verlierer gibt. Ein abschließendes Kapitel stellt die Theorie des 'erweiterten Phänotyps' vor. "Gene in einem Organismus können erweiterte phänotypische Effekte auf den Körper eines anderen Organismus haben." (S. 393) Veranschaulicht wird dies an Wirten und Parasiten, 'rebellierenden' DNA-Fragmenten, Bibern und Ameisen.

Das Werk stellt eine für alle interessierten Laien bestens geeignete und breit angelegte Einführung in zahlreiche interessante Probleme und Fragestellungen der Evolutionsbiologie dar. Es gilt völlig zu Recht als Grundlagenwerk und Klassiker, aus dem auch heute noch etwas Tüchtiges zu lernen ist.
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am 5. August 2005
Als Naturwissenschaftler ist man es ja gewöhnt, daß Begriffe normalerweise nur im Bereich der Gültigkeit einer Theorie bestimmter Aspekte der Realität sinnvoll verwendet werden können - man denke nur an die Charakterisierung eines Massepunktes durch Aufenthaltsort und Geschwindigkeit in der klassischen Mechanik und den Übergang zur Quantenmechanik.
Der eine Teil dieses Buches handelt von Realitäten, die uns alle angehen, nämlich denen des tierischen und menschlichen Verhaltens - Eltern-Kind-Beziehung, Sexualität, Feindschaft, Kooperation, usf. - und baut eine schlüssige Theorie dieser Realität auf, in welcher, anders als in den meisten Philosophien, Religionen und alternativen Theorien, der Begriff "Individuum" nicht gebraucht wird, sondern ebenso nutzlos ist wie im obigen Beispiel "Aufenthaltsort+Geschw." in der Quantenmechanik - eine Schlussfolgerung aus Darwin's Evolutionstheorie, welche dem Buch seinen revolutionären Touch verleiht.
Stattdessen wird die Theorie auf dem Begriff "Gen" - einer Art im Medium DNA kodifizierten Programm - aufgebaut, welches seine Umwelt ( im weitesten Sinne: Das "Individuum" ist auch "nur" noch Umwelt ) so modifiziert, daß die Wahrscheinlichkeit seiner Replikation maximiert wird.
Der zweite Teil führt die "klassischen" Individuen wieder ein, die unter bestimmten engen Vorraussetzungen durchaus auch "Spielgemeinschaften" bilden könn(t)en, in welchen die Durchführung ihres Programmes nicht Leid, Tod, Krieg etc. für sie bedeutet.
Dawkins weist darauf hin, daß Menschen auch durch nicht in DNA kodierte Programme gesteuert werden (Meme nennt er diese), welche denselben evolutionären Gesetzmäßigkeiten unterliegen wie die in Genen kodifizierten Programme - es läßt einen ein bißchen für Popper's Vorschlag "Laßt unsere Theorien sterben, nicht uns an unseren Theorien." bangen.
Fazit: Der kühle und klare Reduktionismus, welcher einem aus diesem Buch entgegenweht, ist erfrischend. Das Buch ist spannend zu lesen und öffnet einen Blick auf Darwin's Theorie, der diese erst richtig verständlich macht.
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am 18. Februar 2013
Ich bin jetzt kein fanatischer Anhänger von Dawkins, aber dieses Buch hat meine Sicht auf die Welt und die evolutionäre Entstehung doch um einiges verändert.
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am 10. August 2011
Leider habe ich dieses Buch erst 35 Jahre nach Erstveröffentlichung gelesen.

Während des Lesens hatte ich den Eindruck, dass Dawkins mit diesem Werk den gleichen Einfluss auf die Evolutionsbiologie haben wird wie damals Darwin.

Am meistens ängstigte mich die Erkenntnis, nun nachvollziehen zu können, was die Macher der Kinofilmreihe Matrix aussagen wollten.
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am 26. September 2004
Evolution, Darwin, ja, hat man mal gehört, kennt man aus der Schule.
Tja. Sollte man meinen. Umfragen zufolge sind eine Menge Deutsche überzeugt, daß in Lebensmitteln keine Gene drin sind, wenn sie nicht von bösartigen Biologen manipuliert wurden, und was in deutschen Schulbüchern drin stand und steht, ist oft hoffnungslos veraltet.
Nicht ganz neu, aus den 70ern, aber aktualisiert und immer noch mit Gewinn zu lesen ist Dawkins Einführung in die moderne Evolutionsforschung. Überraschend ist seine Perspektive: Nicht von Menschen, Tieren und Pflanzen, sondern aus der Sicht der Gene schreibt Dawkins. Nach langer Auslese sind die übriggeblieben, die es am besten verstanden haben, sich in einer wechselnden Umgebung zu vermehren und verbeiten. Tiere wie Pflanzen sind hier "nur" Vehikel, Überlebens- und Vermehrungsmaschinen der Gene. Die Farb- und Formenvielfalt der Botanik und Zoologie, tierisches und oft selbst menschliches Verhalten ist Ausdruck dieses Überlebenswillens der Gene. So manche biologische Absonderlichkeit und so manches Verhalten wird erst vor diesem Hintergrund verständlich.
Dawkins flott hingeschriebenem, verständlichen Buch ist eigentlich nur eines vorzuwerfen: Man glaubt danach, die gesamte Evolutionsforschung verstanden zu haben. Tatsächlich hat man gerade erst einmal ein paar Skizzen des Gebiets verdaut - aber auch das provoziert Gedanken genug.
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am 26. Februar 2012
Dieses vielleicht bekannteste Buch von Richard Dawkins, das, mit dem er berühmt wurde, kann in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden. Dies gilt gleichermaßen für die Evolutionsbiologie, die Dawkins, auf den Überlegungen des "egoistischen Gens" aufbauend, eine ganze Reihe weiterer Titel verdankt, als auch für eine atheistische Fundierung der Welt. Letztlich liefert Dawkins nichts weniger als eine plausible Erklärung der faszinierenden Vielfalt des Lebens auf diesem Planeten und macht damit einen Schöpfergott endgültig unnötig.
Dies ist, das scheint mir wichtig, im vorliegenden Buch noch nicht die Stoßrichtung der Argumentation, es ist eine Art Nebenprodukt, das aber, hier finden sich persönliche Parallelen zur Biographie von Douglas Adams, eines Freundes des Autors, ein etwaiges, noch ungerichtetes Grübeln durchaus weiterbringen kann.
Die Vorstellung, dass es sich bei allen Lebensformen letztlich um "Überlebensmaschinen" für die sie während ihrer Genese programmierenden Gene ist, übertrifft an Faszinationskraft jeden Mythos spielend. Sie ist damit selbst einer der besten Belege für die später in seinem Buch "Der entzauberte Regenbogen" so überzeugend dargelegten These, dass naturwissenschaftliche Forschung entgegen einem häufig geäußerten Vorwurf in hohem Maße zu einer auch ästhetischen Befriedigung des Denkens führt.
Eine inhaltliche Aufbereitung führt an dieser Stelle zu weit, zudem ist es ja gerade eine Stärke des Autors, ein überragender "Erklärer" zu sein. Jeder weitere Versuch ist, zumindest auf der Grundlage meiner diesbezüglichen Fähigkeiten, von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Im Folgenden soll lediglich auf zwei Missverständnisse eingegangen werden, die Dawkins selbst ausgeräumt sehen will.
Er bemüht sich seit dem Erscheinen des Buches wiederholt und nachdrücklich klarzustellen, dass die Betonung im Buchtitel nicht auf "egoistisch", sondern auf "Gen" liegt, und dass es sich bei dieser Formulierung selbstverständlich um eine Form bildlichen Sprechens handelt. Die Tatsache, dass die natürliche Selektion allein auf der Grundannahme eines ausgeprägten Egoismus funktionieren kann, steht bereits seit Darwin außer Zweifel, neu ist allein die sich egoistisch "verhaltende" Einheit. Diese ist, so Dawkins überzeugend vorgebrachte Theorie, nicht das Individuum oder die Art, sondern eben das Gen.
Eigentlich ebenso selbstverständlich ist, dass Dawkins in diesem Buch keinesfalls zwischenmenschlichen Egoismus predigt. Dies liegt zum einen daran, dass es ja, wie dargestellt, gar nicht um Menschen, sondern um Gene geht und der Begriff "Verhalten" selbst wiederum lediglich die griffige Umschreibung eines wesentlich komplexeren Vorganges ist. Zum anderen ließe, der Irrealis ist hier wichtig, selbst die wissenschaftliche Beobachtung eines natürlich egoistischen Verhaltens von Menschen keinesfalls den Schluss zu, dass es sich dabei auch um ein ethisch wünschenswertes Verhalten handelt. Es würde lediglich die Vermutung bestärken, dass wahrlich altruistische Muster gegen einen gehörigen natürlichen Widerstand durchgesetzt werden müssten. Aber, wie gesagt, dies ist im vorliegenden Buch nur ganz am Rande Thema, viel ausführlicher äußerst sich Dawkins hierzu in seinem jüngsten Werk "Der Gotteswahn".

Fazit: "The selfish gene", so der Originaltitel, ist in jedem Fall aber ein wahrer Augenöffner!
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