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am 18. Februar 2007
"Aber Unwissenheit erzeugt viel häufiger Sicherheit, als es das Wissen tut. Es sind immer diejenigen, welche wenig wissen, und nicht die, die welche viel wissen, welche positiv behaupten, dass dieses oder jenes Problem nie von der Wissenschaft werde gelöst werden." Dies schrieb Charles Darwin, als er seine Ideen zur Frage woher wir kommen in seinem Buch "Die Abstammung des Menschen" erstmals formulierte. Der Autor Carl Zimmer, in den USA mit mehreren Preisen für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet, zeigt, wie weit die Wissenschaft seit Darwin fortgeschritten ist. Er hat auf äußerst anschauliche Weise den heutigen Wissensstand zusammengetragen. Das Buch gibt auch dem Laien eine Chance, das Für und Wider der Theorien nachzuvollziehen und sich von der Stichhaltigkeit der Belege zu überzeugen. Es ist ein Buch, das uns mit Respekt auf unsere eigene lange Vergangenheit blicken lässt.

Carl Zimmer führt uns in öde Gegenden. Er lässt uns an der Entdeckung des bislang ältesten Fossils einer unserer Vorfahren (Sahelanthropus tchadensis) teilhaben, der vor etwa sieben Millionen Jahren in Afrika gelebt hat. Er beschreibt die Aussagekraft von Fossilfunden, vergleichender Anatomie und DNA-Analysen. Was waren die Voraussetzungen, dass sich Hominiden aufgerichtet haben? Welche Voraussetzungen mussten gegeben sein, dass sich das Gehirn des Homo sapiens entwickeln konnte? In zwei Wellen hatten Hominiden Europa und Asien aus Afrika heraus bereits vor 1,8 Millionen und vor 600.000 Jahren erobert. Homo sapiens, der sich ebenfalls im nordöstlichen Afrika entwickelt hat verdrängte dann wohl die letzten Nachkommen und eroberte vor etwa 40.000 Jahren Europa und Afrika endgültig; die neue Welt hat H. sapiens vor etwa 20.000 Jahren besiedelt. Vergleichende DNA-Analysen und neuere Fossilienfunde bestätigten Darwins Grundideen in vielen Fällen.

Das Buch - fast möchte ich sagen der Bildband - enthält klar gestaltete Übersichtstafeln zu Stammbäumen und Ausbreitung des Menschen, und künstlerisch anmutende Abbildungen. Die fast dreidimensional wirkenden Bilder von Fossilien sind äußerst eindrucksvoll. Abbildungen von aufwändigen Rekonstruktionen zeigen beispielsweise, wie ein Neanderthalerkind ausgesehen haben mag. Den Preis für dieses herrliche Buch finde ich absolut in Ordnung.

Ich kenne auf dem deutschen Markt nichts Vergleichbares und kann dieses Juwel aus vollem Herzen empfehlen.
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am 10. November 2006
Carl Zimmer hat hier eine äußerst angenehm lesbare Einführung zum Thema "Wo kommen wir her?" geschrieben. Das Buch ist gut illustriert und mit 176 Seiten schön kurz gefaßt.

Momentan wird der ca. 7 Millionen alte Sahelanthropus chadensis als der älteste Hominide angesehen. Zusätzlich sind noch etwa 20 andere Hominiden entdeckt worden. Unsere eigene Art, Homo sapiens, läßt sich (vermutlich) unmittelbar auf den Homo erectus (vor 1,8 Millionen - 30.000 Jahren) zurückführen. Die ältesten Fossilien des H. sapiens wurden in Äthiopien gefunden und sind ca. 195.000 Jahre alt. Seit etwa 50.000 Jahren breitet sich der Jetztmensch außerhalb von Afrika aus. Der älteste Beleg für Europa ist etwa 41.000 Jahre alt.

Wie die Wissenschaft zu solchen Aussagen kommt, beschreibt Zimmer sehr anschaulich. Immer wieder betont und erklärt er, daß die Geschichte der Evolution der Frühmenschen noch viele Unsicherheiten hat. Auf mich wirkt das sehr glaubwürdig. Schon Charles Darwin schrieb: "Es ist oft und mit Nachdruck behauptet worden, daß der Ursprung des Menschen nie zu enträtseln sei. Aber Unwissenheit erzeugt viel häufiger Sicherheit, als es das Wissen tut. Es sind immer diejenigen, welche wenig wissen, und nicht die, welche viel wissen, welche positiv behaupten, daß dies oder jenes Problem nie von der Wissenschaft werde gelöst werden."
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am 18. Januar 2007
Dieses Buch ist eine gelungene Einführung in die menschliche Evolution und bietet die Antwort auf die Frage “Woher kommen wir?“, zumindest in der Form, wie der heutige Kenntnisstand dies zulässt. Viele Informationen über unsere Vorfahren lassen sich heute nicht nur mithilfe von Fossilien, sondern auch dank gründlicher DNA-Analysen und -Vergleiche gewinnen, und die daraus resultierenden Ergebnisse verweisen auf Afrika als den Ursprung nicht nur der Hominiden, sondern unserer eigenen Art Homo sapiens. Fossilfunde und biochemische Methoden stützen einander. Trotzdem werden viele Detailfragen auch und besonders heute äußerst kontrovers diskutiert. Der Autor stellt umstrittene moderne Meinungen vor und kommentiert sie möglichst objektiv, sodass der Leser einen Eindruck davon erhält, wie schwierig es ist, auf einem Gebiet eine “Lehrmeinung“ zu entwickeln, das mit so wenigen Beweisen aufwarten kann wie die Paläoanthropologie. Mehrere eingebettete Seiten mit “Exkursen“ vermitteln Wissen zu für den Paläoanthropologen relevanten Themen wie DNA, die Bedeutung der Forschung an Menschenaffen für Erkenntnisse über unsere Art und die Sprachentwicklung.

Zudem veranschaulichen zahlreiche Fotos von arttypischen Schädeln und Skeletten, von Werkzeugen und anderen Artefakten sowie Grafiken (einschließlich einiger Rekonstruktionen von Hominiden) und Stammbäume die Erklärungen; die Bilder sind von vorzüglicher Qualität, und die für ein Sachbuch geradezu spannenden Texte lassen sich aufgrund des unkomplizierten Stils angenehm lesen.

Aufgrund seiner sehr ansprechenden Aufmachung, seiner Allgemeinverständlichkeit, seines übersichtlichen Umfangs und des attraktiven Albumformats eignet sich dieses Buch auch vorzüglich als Geschenk, denn fast jeder stellt sich die Frage nach der Herkunft des Menschen – und die biologischen Antworten liefert nun einmal die Evolution und somit die Paläontologie.
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am 19. November 2012
Woher kommer wir - ein super Buch das ich mit Genuss schon sehr oft zur Hand genommen habe, nachdem ich es gelesen hatte. Diese Buch läd immer wieder zum Schmöckern ein.
Ein schöner Wissenschatz für Laien die am Thema der menschlichen Evolution interesiert sind. Die Detailtiefe war für mich genau richtig.
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am 4. Dezember 2013
Schade, dass dieses Buch nicht mehr verlegt wird. Es erklärt anschaulich unsere "Herkunft". Sehr interessant und empfehlenswert, nicht nur für Biologie-Studenten.
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