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am 14. Februar 2009
Es ist eine große Kunst, sich bei einem Lehrbuch der Fotografie der naheliegenden Möglichkeit zu enthalten, einfach viele Bilder zu sammeln.
Dieses Buch von Roswell Angier gehört zu den wenigen wirklich guten Lehrbüchern, weil alle Fotos mit einem didaktischen Zweck gezeigt und entsprechend ausführlich besprochen werden. Hinzu kommt, dass hier nicht irgendwelche Fotos gezeigt werden, sondern Beispiele von Weltklasse-Fotografen. Diese Tatsache zusammen mit der außergewöhnlich geschmackvollen Aufmachung und den gut lesbaren Texten machen dieses Buch zu einem Erlebnis der Fotografie-Ausbildung.

Vorweg muss man allerdings auch sagen, was dieses Buch sicher nicht leisten will: man lernt nichts über Beleuchtung im Studio oder im Freien, man lernt nicht, wie man Menschen vor der Kamera "aufbaut" und keine Posen. Der Autor setzt voraus, dass man mit der Technik vertraut ist und weiß, was man tut.

Die größte Leistung bestand für mich darin, dass der Begriff der "Portraitfotografie" sehr erweitert wird. Angier stellt überzeugende Beispiele für Portraits vor, in denen der Portraitierte ohne Kopf oder unscharf vorgestellt wird, oder einfach nur als Schatten, oder als Teil eines Rückens, oder sogar als Teil seiner Füße!
Ich hatte vorher auch keine Vorstellung davon, dass es Portraits gibt, die man als "Landschaftsaufnahmen" bezeichnen kann - eben weil sie wirklich zum größten Teil eben nicht den Menschen sondern die Landschaft zeigen, in der er sich aufhält.

Die Besprechungen waren mir manchmal etwas zu dünn und begnügten sich entweder in Beschreibungen der Bilder oder etwas gewagten politischen Deutungen, die für mich nicht hinreichend am Bild festgemacht wurden.
Ein zweiter Kritikpunkt, der für mich allerdings schwerer wiegt, ist die Respektlosigkeit, die in vielen der gezeigten Fotos den Menschen gegenüber an den Tag gelegt wird. Teilweise werden sie ausdrücklich ohne ihr Wissen gezeigt und sehen entsprechend unvorteilhaft aus. Es gibt sehr viele Fotos, bei denen man sich hinterher schlecht fühlt, weil man sich denken kann, dass die Menschen vermutlich nicht mit der Veröffentlichung der Bilder einverstanden gewesen wären, und als Betrachter fühlt man sich dann irgendwie mitschuldig. Wieso zeigt man dann so etwas? Gerade in der Sozial-Fotografie waren hier manche Fotografen besonders eklig. Davon abgesehen, dass die abgebildeten Menschen als Personen kaum interessieren sondern immer nur zu Chiffren der Armut herabgewürdigt werden, ging ein Fotograf so weit, Obdachlosen Frauen etwas Geld anzubieten, wenn sie ihre Brüste enthüllen. Natürlich will er damit zeigen, wie gedemütigt diese Menschen von ihrer Welt werden. Aber tatsächlich weiß ich über diese Menschen nichts, außer, dass sie von einem Fotografen gedemütigt wurden.

Die Mängel der Bildbesprechung und die menschliche Gemeinheit, die an manchen Stellen in diesem Buch als Kunst gefeiert wird, führten zur Abwertung. Davon abgesehen hat mir das Buch aber sehr geholfen, meinen Portrait-Stil zu verbessern.
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am 30. August 2013
Manche Kritiken hier sind wirklich merkwürdig, der Titel sagt doch schon, dass es darum geht, den eigenen(!) Blick(!) zu schärfen und nicht darum, wie man nach anderer(!) Leute Vorgaben die Kamera(!) einstellen sollte. Wie kann man den Unterschied zwischen diesem beiden Themen noch deutlicher vermitteln?

Statt Kameratechnik und 0815-Studiosetups werden Übungen beschrieben, die die eigene Auseinandersetzung mit dem Sujet fordern und dazu führen, dass man eine eigene fotografische Position entwickelt. Sehr eindrucksvoll fand ich z.B. die Übung, bei der man sich mit einem Modell in einen Raum begeben soll und dann dort gemeinsam zu schweigen. Das Modell bekommt keine Anweisungen, es soll nur in der Mitte stehen bleiben und sich beliebig positionieren/verhalten, während der Fotograf es umkreist. Wie verändert sich in solch einer Situation die Spannung im Raum, wie verändern sich die Gefühle des Models, wie drückt sich dies in der Körperhaltung und im Blick aus? Und wann fängt man an, dies selbst wahr zunehmen, warum drückt man dann auf den Auslöser, aus welcher Perspektive und wie oft?

Wer sich wirklich auf solch eine anspruchsvolle Übung einläßt, wird hinterher zwangsläufig sehr viel über sich, das eigene Sehen und das Arbeiten mit Menschen gelernt haben.

Das Buch ist außerdem so gut geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, einen Mentor neben mir zu haben. Aus meiner Sicht hätte es mehr als 5 Sterne verdient.
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am 22. September 2010
...als Fotograf nachzudenken über das, was man tut und vielleicht auch im weiteren noch tun will, ist dieses Buch eine hervorragende Alternative zu den auf technische Einstellungstipps und Lichtsetzungen reduzierten Veröffentlichungen. Aber vorsicht, es ist a) anspruchsvoll und b) auf eigentümliche Art konfrontativ zur Mainstream-Portraitfotogrrafie. Man muss sich drauf einlassen können! Wer eher pragmatische und praktische Tipps zu Technik und Licht sucht, ist hier falsch. Wer über seine Haltung zur Fotografie und zu den Motiven nachdenken will, dem kann es wertvolle Denkanstösse liefern.
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am 13. Dezember 2008
Bereits die Fülle an aufgegriffenen Aspekten wirkt beim ersten Durchblättern des Buchs faszinierend. Dass die Portraitfotografie ihre Tücken hat, weiß jeder Laie, denn die Präsenz des Fotografen macht sich dem Modell gegenüber stets bemerkbar, vor allem auch die Art der Beziehung zwischen beiden. Der Autor vermittelt, oft anhand von drastischen Beispielen, Möglichkeiten, diese Beziehung zu nutzen. Das andere Extrem sind voyeuristische Aufnahmen. Zwischen der ganz konkreten Interaktion von Fotograf und Motiv und dem heimlichen und sehr bewussten Eindringen in die fremde Intimsphäre spannt sich der Themenbogen des Buchs.
Alle Kapitel enthalten reichlich Beispielfotos berühmter Fotografen, teilweise viele Jahrzehnte alt. Einfühlsam, dabei immer sachlich und detailliert erläutert der Autor, welche Schwerpunkte der jeweilige Fotograf setzt, wie und möglicherweise in welchem künstlerischen Kontext das jeweilige Bild entstand - häufig werden auch technische Hintergründe erwähnt -, welche Besonderheiten und Raffinessen das Buch aufweist, und wie es zu interpretieren ist. Auch die zahlreichen Zitate, die an den Kapitelanfängen zu finden sind, erweisen sich als nützliche Denkanstöße.
In jedem Kapitel stellen eine oder mehrere Aufgaben zum Thema den Leser vor praktische Herausforderungen. Zeit sollte man mitbringen und tendenziell eher eine analoge als eine digitale Kamera, auch wenn sich die meisten Aufgaben mit einer digitalen Kamera ebenso bearbeiten lassen.
Rechtliche Probleme werden mehr oder weniger umgangen. Dass ein Portrait einer Person, die auf das Fotografieren ärgerlich reagiert oder in einer sehr intimen Situation "erwischt" wird, reizvoll sein kann, ist klar. Der Umstand, dass man dafür, je nach porträtiertem Charakter, Prügel beziehen kann, wohl ebenfalls. Man bringt sich jedoch auch in rechtliche Schwierigkeiten, und wie die Gesetzeslage und deren Umsetzung in dieser Hinsicht aussehen, wird bedauerlicherweise nicht erwähnt.
Das Buch eignet sich für jeden, der sich für das Gebiet der Portraitfotografie interessiert und wissen möchte, wie man als Fotograf dem Modell am besten begegnet, ein Portrait inszeniert, spontane Szenen und Situationen ausnützt, heimlich "ungeschönte" Portraits Fremder erstellt und mit einem Portrait das ausdrückt, was man dem Modell gegenüber empfindet oder was es als Medium transportieren soll. Auch Hobbyfotografen finden darin sehr viele wertvolle und für sie umsetzbare Anregungen, insbesondere dank der abgebildeten vielsagenden und großartig interpretierten Meisterfotos. Als sehr nützlich erweisen sich auch die fototechnischen Erläuterungen in den Anhängen. Eine sinnvolle Investition!
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am 13. Mai 2011
"Schärfe deinen Blick" ist ein aussergewöhnliches gutes Buch, um es im Unterricht einzusetzen.
Es vermittelt den Blick und den Ansatz bekannter Fotografen und vertieft den Einblick durch
Übungen.
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am 28. Dezember 2009
Auf das Buch habe ich gewartet. Von einem erfahrenem an die Hand genommen zu werden, ihm zuzhören und dann selber umzusetzen ist perfekt.
Man erfährt viel über die Bilder, über Fotografen und deren Werk.

Es ist spannend zu lesen und wenn man sich die Arbeit macht, die Übungen und Anregungen umzusetzen, kommt man definitiv sehr viel weiter. Allerdings ist das auch ein ganzes Stück Arbeit. Viel Spaß dabei :-)
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am 15. April 2009
Leider erfüllt der Titel bei weitem nicht meine Erwartungen. Durch die anderen sehr positiven Bewertungen und "Deutscher Fotobuchpreis in silber" hatte ich mich sehr spontan zur Bestellung dieses Buches entschlossen.
Gezeigt wird nur eine bunte Mischung an Street- und Schnappschussfotografie, die mit außergewöhnlichen Portraits leider nichts zu tun hat.
Schade - für mich ein absoluter Fehlkauf.
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am 13. Januar 2009
Das Buch ist größer, als man annimmt. Inhaltlich halte ich es für das Thema umfassend und sehr weitgehend. Es legt den Schwerpunkt nicht auf teschnische Aspekte oder Bildaufbau. Es ist anspruchsvoll und fordert die volle Aufmerksamkeit. Kein Buch, in das man nebenbei immer mal wieder hineinschaut. Die enthaltenen Fotos können provozieren; bspw. gehört das Titelbild zu den eingängigeren Motiven des Buches.

Ich habe noch keine Beziehung zu ihm aufgebaut! 3 Sterne.
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am 10. Februar 2010
Ich habe das Buch gekauft da ich von einem User eines einschlägigen Forums den Tipp bekommen habe.
Leider muss ich sagen dass ich mit dem Buch sehr unzufrieden bin.
Die "Meilensteine" von "Meisterfotografen mit Weltruhm" sind in meinen Augen nur lieblos zusammengestückelte Schnappschüsse, die mich weder Ästhetisch noch Künstlerisch überzeugen konnten.
Es wird seitenweise über Bilder sinniert die im Buch nicht abgebildet sind und die Bilder die abgebildet sind sind für mich großteils an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten.

Um es so zu erklären: 95% aller im Buch abgebildeten Fotos würde ich wenn ich sie gemacht hätte sofort in die Tonne treten.
Für mich hat dieses Buch absolut null Daseinsberechtigung, es hat mir als relativer Anfänger in keinster Weise geholfen und ich kann es absolut auf keinen Fall weiterempfehlen. In meinen Augen absoluter Schund und mal wieder ein Beweis dafür dass man mit einem berühmten Namen und pseudointellektueller Kunstbeflissenheit auch aus Schei**e Gold machen kann.

Zwei Sterne von mir, weil ich das Ding erschreckend schlecht finde, aber die haptische Qualität des Buches und der Druck dem Preis entsprechen.
Für Anfänger ist dieses Buch meiner Meinung nach ein absolutes No-Go.

Im Endeffekt kommt es darauf an ob man sich auf diese Art Kunst einlassen will (kann). Ich kanns nicht...

Lg, Tom
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