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Paradiso: Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 28. September 2015
Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten hineinzukommen, es liest sich wie das x-te Drehbuch zu einem "ach so verrückten" Roadmovie. Mit dem Voranschreiten der Story kam ich besser rein, da der Fokus von der Reise auf die Hauptfigur rückt. Im Prinzip ein Psychogramm eines Blenders, eines notorischen und narzisstischen Lügners - sehr souverän und glaubhaft erzählt. Besonders gelungen sind die inneren Monologe die den verdorbenen Charakter erklären, begründen und nachvollziehbar machen. Kann insgesamt die Lobgesänge nicht ganz nachvollziehen, fand den Roman solide und gut erzählt, aber nicht besonders revolutionär; daher 3 Sterne.
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am 31. März 2016
Nicht umsonst prämiert, hat mich dieses Werk von Thomas Klupp auch nach den viel zitierten fünf Seiten gefesselt und wurde gern gelesen.
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am 23. April 2013
Cooles Roadbook durch die nördliche Oberpfalz. Ich hatte es in zwei Tagen durch. Die Sprache, das Lebensgefühl, das wiedergegeben wird und der zerrissene Protagonist - einfach lesenswert
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am 15. August 2013
Wie auf dem Buchrücken schon angedeutet wird, man wird in einen Sog gezogen und hat den Roman innerhalb kurzer Zeit verschlungen. Eine interessante Geschichte über einen von sich selbst und seiner Männlichkeit überzeugten Studenten, der von Potsdam nach München trampt und sich dabei in Lügengeflechte, absurde Handlungen und schamlose Grenzüberschreitungen verwickelt. Dazu nutzt er die relative Anonymität der Autobahn als Transitbereich....

Nicht nur für Machos und junge Leute geeignet ...
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am 7. August 2010
So könnte man die Message dieses Romans zusammenfassen. Der Autor beschreibt die Reise seines Protagonisten Alex Böhm von seinem Studienort Potsdam zum Flughafen nach München, von wo er mit seiner Freundin in den Portugal-Urlaub starten will. Klingt nicht aufregend; ist es aber.

Auf seiner Tramper-Tour erlebt er die skurrilsten Verwicklungen, an denen er meistens selber Schuld hat. Grund: Er nimmt es mit der Wahrheit nicht genau, um jeden noch so kleinen Vorteil abzugreifen. Dazu benimmt er sich gerne vollpfostig.

So trifft er in der oberpfälzerischen Heimat seine Ex Leni wieder. Er beschläft sie noch mal, da er ihr offiziell nie mitgeteilt hat, dass er eine neue Flamme hat. Er begegnet auch einem Jugendfreund, dem er einen Film geklaut hat, mit dem er sich bei der Filmhochschule erfolgreich beworben hat. Als ein anderer Kumpel Leni die Augen öffnen will, schlägt er ihn bewusstlos.

Ein vollkommener Mistkerl könnte man denken. Aber Alex reflektiert sein Verhalten und verspürt latent einen vagen Veränderungswunsch. Er ist mit sich selber nicht glücklich, ist aber zu schwach, die zu ändern.

Ich persönlich kenne einige Leute, die ein Leben wie Alex führen. Glitzerfassade, dahinter Tristesse des Selbstzweifels. In dem Roman werden viele Möglichkeiten angedeutet, warum Menschen sich ein Leben aus Lügen erbauen. Unter anderem versucht es Alex allen recht zu machen, scheitert aber. Oder nicht? Der Roman beantwortet diese Frage letztendlich nicht.

Fazit: Paradiso ist ein unterhaltsamer, durchaus brillant geschriebener Roman, der mich außerdem zum Philosophieren verleitet. Was will man mehr.

Ich freue mich auf Thomas Klupps nächsten großen Wurf.
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am 8. September 2009
Gewiss, Thomas Klupp kennt sein Metier, hat er doch selber Erfahrungen als Kameraassistent und das zudem beim Regionalsender Oberpfalz TV gesammelt und Theaterwissenschaften an der FU Berlin studiert. Und ohne Zweifel ist er als Autor von Erzählungen und Herausgeber der Literaturzeitschrift "Bella" mit dem Literaturkanon vertraut.

Gleich zu Anfang seines Romans gibt er dem Leser denn auch einen entscheidenden Hinweis auf das, was dieser im Laufe der Handlung zu erwarten hat, wenn den Studenten Raskolnikow aus Dostojewskis "Schuld und Sühne" zitiert. Und in der Tat gibt es starke Parallelen: Ähnlich wie Raskolnikow versteht es Klupps Protagonist Alex(ander) Böhm noch seine übelsten Verhaltensweisen vor sich selber zu rechtfertigen - und nie wird er seinen eigenen Ansprüchen gewachsen sein.

Auch andere Assoziationen aus der deutschen Literatur können dem Leser einfallen, sei es von Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts" oder Thomas Mann Schelmenroman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull".

Damit kein Missverständnis entsteht: Hier hat der Autor (legitime) Anleihen bei der Weltliteratur gemacht, ohne jedoch als Autor dieses Werks je auch nur in die Nähe eines Dostojewski, von Eichendorff oder Mann zu rücken. Denn dass das (Hör-) Buch "Ein großartiger Gesellschaftsroman" sei, wie die "Welt am Sonntag" auf dem Rückdeckel zitiert wird, das sei vehement bestritten - dazu fehlt es ihm an Tiefe, Reflexion und Sprache. Bis zu einem solchen Prädikat ist es noch ein weiter Weg für einen zweifelsohne begabten Jungautoren

Das Hörbuch wird vom Schauspieler Max Urlacher kongenial im laxen Studentenjargon auf vier CDs und 314 Minuten ungekürzt vorgelesen.

Fazit: Ein zynischer Roman um Pubertät, Provinz, Pickel und Frauen ("Süddeutsche").
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am 16. August 2010
Den Typen, der in "Paradiso" einige Tage begleitet wird ... Alex Böhm ..., den kenne ich! Voll charmant, so richtig zum Verlieben, man kann ihm nicht böse sein. Und doch fühlt man sich irgendwie gelinkt von dem Typen, obwohl er es aus seiner Sicht ja nicht böse meint.
Cooles Buch! Total zu empfehlen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 24. August 2014
Ein bisschen musste ich an "Faserland" von Christian Kracht denken, jedoch ohne königliche Tristesse, ein bisschen an "Wäldchestag" von Andreas Maier (auch wenn hier nicht die hessische sondern die oberpfälzische Provinz ins Visier genommen wird), ein bisschen an "Ego" und "Ich und Kaminski", wenngleich Alex Böhm nicht ganz so offensichtlich als Karikatur angelegt ist wie die Protagonisten bei John von Düffel oder Daniel Kehlmann. Streckenweise bin ich Böhm auf den Leim gegangen und sehe darin eine Stärke der Figurenzeichnung.

Paradiso ist ein schneller Roman: Böhms Gedankenfluss zieht einen durch anfangs mehr später minder alltägliche Ereignisse, die in ihrer Bündelung und finalen Steigerung einen starken Sog entwickeln. Dabei bleibt Zeit für manche Kapriole: „Ich möchte ja insgesamt mit etwas mehr Liebe an die Welt und an die Menschen denken, jedenfalls an die Menschen, von denen ich glaube, dass sie mir etwas bedeuten. Mein kleiner Bruder zum Beispiel und eben auch Simon und Johanna und Leni sowieso. Letztes Sylvester habe ich mir das offiziell vorgenommen. Auf einen Zettel habe ich geschrieben Believe in yourself/Write a movie/Think friendlier about yourself. Keine Ahnung, weshalb ich die Sachen auf Englisch notiert habe, vielleicht weil sie sich auf Deutsch so völlig verkorkst anhören…“

„Todkomisch, atemberaubend, genial“ und was der Lobesprüche auf dem Einband mehr sind – das ist dieses Buch in meinen Augen nicht. Dazu geht das Konzept der Bloßstellung eines unzuverlässigen Ich-Erzählers zu wenig Risiken ein und schafft zuviel Distanz zur Hauptfigur und allen weiteren Charakteren. Die Tiefe eines Raskolnikoff, der im Buch mehrmals erwähnt wird, kann die Figur des Böhm nicht für sich beanspruchen.

Aber Thomas Klupp, der die Gepflogenheiten des deutschen Literaturbetreibs gut kennt, ist ein runder Erstling über einen ehrlichen Lügner gelungen. Ein Buch, das viel Spaß macht und das ich hiermit als leichte, aber nicht unterfordernde Lektüre empfehle.
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am 13. Mai 2009
Alex Böhm, Filmhochschulstudent in Potsdam, steht an einer Autobahnraststätte und wartet auf seine Mitfahrgelegenheit. Er ist auf dem Weg nach München zu seiner neuen Freundin Johanna, um mit ihr nach Portugal zu fliegen.
Als sich die Mitfahrgelegenheit verspätet, Alex dafür seinen ehemaligen Schulkameraden Konrad trifft, beginnt für Alex eine Tagesreise mit vielen skurrilen Umwegen und Begegnungen aus seiner Vergangenheit.
"Loserkonrad" hat inzwischen viel Geld mit einer Computerfirma gemacht und hat eine gut aussehende Freundin. Nachdem Alex in dessen Auto gestiegen ist, hat man Mitleid, da er sich viel anhören muss.
Aber so harmlos diese Reise auch beginnt, stellt sich bald heraus, dass Alex ein mächtiger Aufschneider ist. Mit den Leuten, die ihm auf seinem Weg im Auto mitnehmen, ist er nicht zimperlich. Die Studentin Patrizia, zum Beispiel, lässt er in einer Kneipe einfach sitzen.

Alex verirrt sich zunehmend in seinem eigenen Lügengebäude. Er landet auf einem Grill- und "Drogen"fest seiner ehemaligen Schulfreunde in seiner Heimatstadt Weiden. Dort trifft er seine "Ex-Freundin" Leni, die gar nichts vom Ende der Beziehung weiß, und prügelt sich mit seinem einst besten Freund.
Im Drogenrausch fährt er mit 200 "Sachen" Richtung München, landet in einer vollbesetzten Kapelle und findet auf fast schon wundersame Weise doch noch seinen Weg.

Mit reichlich schwarzem Humor hat Thomas Klupp das Lebensgefühl von Alex eingefangen. Er beschreibt sehr lebensnah die Schwierigkeiten junger Erwachsener beruflichen Anforderungen, Familie, Freunden und einer Beziehung im 21. Jahrhundert gerecht zu werden.
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am 13. Oktober 2009
Ein Roman, den man sehr zügig und leicht herunterlesen kann, und der, gleichwohl er in einer dynamisch-alltäglichen Sprache geschrieben ist, über einen subtilen und unaufdringlichen gesellschaftskritischen Grundton verfügt. Die Hauptfigur, ein Subjekt, das es irgendwie nur in der Gegenwartswelt mit seiner in Mode geratenen Tendenz zu flüchtigen Beziehungen, Bekanntschaften, Freundschaften geben kann, ist sehr ambivalent angelegt:
Einerseits ein 08/15-Typ, ohne besondere Hobbies, Lebensziele oder Vorlieben, auf der anderen Seite ein Nutznießer und Taktiker, der mit geringstem Aufwand das Beste erreichen will. Was das "Beste" ist, bleibt allerdings auch ihm selbst meist verborgen. Entsprechend orientierungslos tingelt er durch alle seine Erlebnisse, kann sich nicht recht für Fisch oder Fleisch, Freundin oder Ex-Freundin, Gehen oder Bleiben und vieles mehr entscheiden. Prototypisch für die Gegenwartszeit wird er auch dadurch, dass er, aus wohlbetuchtem Hause und mit den enstprechenden Benimmregeln ausgestattet, seine Mitmenschen oft nur als Mittel zum Zweck für seine Grundbedürfnisbefriedigung benutzt, ohne es diese merken zu lassen. Man könnte es einen "latenten Egoismus" nennen, denn die Hauptfigur sieht zwar immer nur ihren vordergründigen Nutzen, aber dieser ist i.d.R. nie wirklich böswillig oder schädlich, eben weil er so schwammig und ungerichtet ist beim Umherpendeln in der Welt und zwischen den Menschen seiner Umgebung.
Man ertappt sich bisweilen als Leser selbst bei der Frage, ob man diese oder jene Handlung nicht genauso vollzogen hätte, dieses Sich-Liebkindmachen bei Mitmenschen, um ein banales Ziel zu erreichen, und möge es nur darin bestehen, seine Ruhe zu haben. Nachdenklich stimmt einen diese unaufdringlich platzierte Selbstreflektion schon, denn wenngleich man nicht die Extremausprägung der Hauptfigur haben mag, so wirft der Roman doch einen kritischen Blick auf die grassierende Gleichgültigkeit der Gesellschaft und die höchst fragwürdige Tendenz, Unverbindlichkeit zu nahestehenden Personen und Bekannten zur neuen Maxime der Umgangsformen zu erheben und dabei Empathie und Rückgrat zu zertrümmern.
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