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  • Keiko
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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
16
4,6 von 5 Sternen
Keiko
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

am 14. Juli 2017
Jamie Ford erzählt eine Variante des klassischen Stoffs „Romeo und Julia“. Angesiedelt ist sie vor dem Hintergrund der realen historischen Ereignisse um Pearl Harbour und der Internierung japanischer US-Bürger. Ein aufschlussreiches und interessantes Kapitel der Geschichte, das mehr Beachtung finden sollte. Fords Roman bietet demnach sicherlich vielen Lesern Neuland.

Erzählt werden die Ereignisse von einem auktorialen Erzähler, der jedoch Henrys Perspektive einnimmt. So lernt der Leser zwar dessen Gefühlwelt kennen, aber nicht die der anderen Figuren. Es ist der Erzählperspektive von außen geschuldet, dass die Beweggründe von Henrys Eltern nicht allzu viel Raum gegeben wird. Leider ist auch die tiefe Verbundenheit zwischen Henry und Keiko nicht in allen Teilen fundiert. Zwar lässt sich nachvollziehen, wie und warum sie zusammenfinden, aber nicht warum diese Verbundenheit über solch eine lange Zeit trägt. Oder liegen die Gründe dafür schlicht in dem Umstand, dass man immer dem hinterher trauert, das man nicht haben kann? Dafür kann der Roman mit seinen Figuren wuchern. Der Leser schließt Henry, Keiko und ihren gemeinsamen Freund, Jazz-Trompeter Sheldon, schnell ins Herz.

Es gibt zwei Erzählstränge, die zwischen den Vierziger Jahren und dem Jahr 1986 hin und her springen. Dadurch ist es möglich, verschiedene Themen sowohl aus der Sicht des jungen Henrys als auch der des reiferen Henrys zu beleuchten. Und es werden zahlreiche Themen behandelt. Dazu gehören familiäre Beziehungen, Loyalitäten, der Tod, das Leben zwischen/mit verschiedenen Kulturen sowie die Auswirkungen von Vorurteilen, Diskriminierung und Krieg. Außerdem erhält der Leser Informationen, die erst im jeweils anderen Erzählstrang ihre volle Bedeutung offenbaren. So entsteht eine weitere spannende Erzählebene.

Der Sprachstil ist bildhaft und sensitiv. Henrys Gefühlswelt sowie die kleineren und größeren (politischen und gesellschaftlichen) Zusammenhänge werden sehr nachvollziehbar geschildert.

Die Handlung entwickelt sich wie ein langer ruhiger Fluss, auch wenn sie mitunter dramatische Züge annimmt. Der Leser wird besonders zum Ende hin emotional gefordert, allerdings entstehen gerade hier auch ein paar Längen. Darüber hinaus wirkt das Geschehen zwar über weite Strecken authentisch, doch andererseits gibt es das ein oder andere Ereignis, dass ein wenig konstruiert oder vorhersehbar anmutet.

Insgesamt ist Keiko eine gefühlvolle Erzählung, welche sowohl die Auswirkungen von Vorurteilen als auch von historischen Umwälzungen auf den Einzelnen und seine Beziehungen sehr einfühlsam nachvollzieht.
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am 18. April 2009
Henry und Keiko lernen sich 1942 in Seattle kennen - beide sind sie asiatischer Abstammung und haben ein Stipendium an einer Schule, die sonst nur von weißen Kindern besucht wird.
Ein Stipendium bedeutet in diesem Fall arbeiten: in der Mittagspause in der Schulkantine, nach dem Unterricht sind die Klassenräume zu säubern.
Durch diese Tätigkeiten kommen Henry und Keiko sich schnell näher und werden mehr als nur Freunde.

Obwohl beide Amerikaner sind ist ihre Freundschaft kompliziert und gerade bei Henrys Eltern nicht gern gesehen. Denn Henry ist chinesischer Abstammung, Keiko's Eltern sind Japaner. Zur Zeit des 2. Weltkrieges galten die Japaner nicht nur den Amerikanern, sondern ganz besonders auch den Chinesen als Feind.

Als sie gerade 12 sind wird Keiko's Familie interniert, das gesamte japanische Viertel geräumt. Henry gelingt es ein paar Mal, Keiko in einem Internierungslager zu besuchen, ehe sie in ein anderes Lager verlegt wird.
Die anfangs wöchentlichen Briefe werden immer weniger...

Dieser Roman besticht durch eine wunderschöne Erzählform. Erzählt wird dabei aus Henry's Sicht und in 2 Zeitzonen. Einmal 1942, einmal 1968.
Die schwierige Beziehung zu seinem Vater, den es aus chin. Tradition heraus zu achten und ehren gilt, der mit Henry aber jahrelang nicht einmal spricht und ihm das Leben alles andere als leicht macht, wird dabei gut mit Henry's Beziehung zu seinem Sohn in Beziehung gesetzt.
Auch die historischen Aspekte des Buchs sind sehr gelungen und eindringlich dargestellt.

Für mich bisher das beste Buch in diesem Frühjahr!
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am 22. Juni 2009
Ein wunderbar einfühlsames Buch, dass zu Herzen geht, ohne kitschig zu sein. Dies ist nicht eine dieser üblichen Lovestories, sondern eine bewegende Geschichte, die ganz zart und leise und in einer wunderschönen Sprache verzaubert. Eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelsen habe. Es wird mir lange in Erinnerung bleiben.
Ich mag und lese an sich keine Liebesromane, aber weil diese Geschichte so ganz ohne Schmalz auskommt, ist sie reines Lesevergnügen.
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am 1. Juni 2010
"Keiko" bekam ich von meiner besten Freundin empfohlen, die meinte: "Das ist sooo süüüß, das musst Du lesen!"
Diese Aussage trifft zwar absolut zu, beschreibt aber lange nicht alles, was das Buch ausmacht.

Handlung/Inhalt:
Die Handlung läuft auf 2 Ebenen ab. Zum einen berichtet der 12-jährige Henry vom Aufwachsen in einer schwierigen Zeit, in der Japaner in den USA nicht besonders gerne gesehen wurden (Pearl Harbor). Obwohl Henry Chinese ist und ein gutgemeinter Button auf seinem Hemd ihn als solchen von den verhassten Japanern abgrenzen soll, gerät er dennoch mittenhinein in diesen Hass, der schließlich zur Internierung vieler Japaner in den USA führte. Denn Henrys beste Freundin Keiko, zu er zarte Gefühle entwickelt, ist Japanerin.
Zum anderen treffen wir prallel den alternden Henry in den 80er Jahren wieder, der immernoch in seinem alten Viertel lebt, in dem sich aber vieles verändert hat, seit er damals Keiko kennengelernt und aus den Augen verloren hatte. Er findet schließlich dennoch ganz unverhofft eine Spur zu ihr...

Die Handlung insgesamt ist überschaubar und trotz der verschiedenen Erzählebenen verliert man den Faden nie. Das Hauptthema des Buches ist die Liebe. Ohne sie je konkret auszusprechen, herrscht sie in allen Handlungssträngen vor. Es geht natürlich hauptsächlich um die Liebe zwischen Mann und Frau, aber auch um die Liebe zwischen 2 Freunden, zwischen Vater und Sohn usw.

Interessant war für mich auch das Eintauchen in einen Teil der amerikanischen Geschichte, von dem ich bisher nicht viel wusste und der meiner Meinung nach recht gut vom Autor recherchiert wurde.

Sprache:
Die Sprache des Buches ist recht einfach gehalten, aber sehr ansprechend. Eher ein gemächlicher, einfühlsamer Erzählstil, der nie aufdringlich wirkt oder gar belehrend. Man muss bereit sein, etwas zwischen den Zeilen zu lesen. Der Autor schafft es sehr gut, durch diese doch etwas zurückhaltende Erzählform, das Innenleben der Hauptfigur Henry wiederzuspiegeln. Genau wie bei ihm selbst, brodelt es auch unter der Oberfläche der Geschichte. Allerdings hat dies auch zu einigen wenigen Längen an Stellen geführt, an denen ich mir die Handlung schneller erzählt gewünscht hätte.

Spannung:
Man könnte meinen, vor allem in der ersten Hälfte des Buches, die Spannung käme in diesem Buch etwas zu kurz. Das mag vielleicht, was Action angeht, stimmen, aber wenn man sich auf Henrys Reise einlässt, dann merkt man recht schnell, dass die Spannung sich nur versteckt hat, hinter vermeintlich belanglosen Aussagen, dass sie aber immer da ist, unter Henrys ruhiger Oberfläche. Und schließlich nimmt die Geschichte zum Ende hin eine Wendung, die ich so nicht unbedingt vorhergesehen hätte. Aber insgesamt eher gemütlich zu lesen.

Die Figuren:
Henry selbst entsprich absolut der Erzählung um ihn. Ein besonnener Junge und ein ruhiger zufriedener alter Herr. Die Konflikte, die ihn eigentlich als Jungen und auch als Erwachsenen ausfüllen und beschäftigen, zeigen sich erst auf den 2. Blick, verbergen sich unter der Oberfläche, hinter Schweigen. Hier gilt es als Leser aufzupassen.
Die restlichen Figuren sind vielseitig und bunt konstruiert, aber in keinem Moment klischeehaft.

Fazit: Eine wunderschöne Hommage an die Liebe in all ihren Erscheinungsformen. Das Buch kommt außerdem trotz seiner vortäuschenden Leichtigkeit mit viel Inhalt daher. Diesen muss man sich allerdings erst erlesen, was in der Mitte des Buches doch zu einigen (unnötigen) Längen geführt hat, deshalb nur 4 Sterne. Das Buch würde ich jeder Zeit an Leser mit ein wenig historischem Interesse und Spürsinn für die kleinen Dinge im Leben weiterempfehlen. Ein Buch für verregnete Frühlingstage und sonnige Herbstabende, das ein wohlig warmes Gefühl hinterlässt.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2014
Was für ein wundervoller Roman der da in meiner Bücherwand ein nahezu unbeachtetes Dasein fristete. Der Schriftsteller Jamie Ford hat diesen Frühling seinen neuen Roman "Die chinesische Sängerin" veröffentlicht und dies war der Anlass, endlich sein erstes Buch "Keiko" zu lesen. Und ich muss sagen, ich bin von diesem Roman begeistert. Es ist die Geschichte von zwei jugendlichen Aussenseitern die ein einsames Leben führen und sich wegen dieser gefühlten Isolation anfreunden und Gefühle für einander entwickeln. Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier bei den zwölfjährigen Keiko und Henry bereits von der ersten grossen Liebe sprechen oder bloss von einer Freundschaft mit Zuneigung aber das darf jede(r) Leser/-in für sich selbst interpretieren.

Seattle im Jahre 1942 – Keiko und Henry lernen sich beim Dienst in der Schulküche kennen. Die beiden werden wegen ihrer Abstammung, Keiko ist Japanerin und Henry Chinese, verachtet. Mehr oder weniger aus der Not geboren verbringen die beiden immer mehr Zeit miteinander und trotzen den Anfeindungen von Mitschülern und der familiären Missbildung dieser Freundschaft. Da die Japaner ein paar Monate zuvor Pearl Harbor bombardiert haben erfahren Menschen asiatischer Abstammung offene Ablehnung bis hin zu rassistisch motivierten Übergriffen. Da jeder Japaner/-in, die Nationen USA und Japan stehen ja jetzt gegeneinander im Krieg, ein potentieller Spion/-in sein könnte der verrät welche Ziele zum Bombardieren lohnenswert wären, werden alle Japaner in Internierungslager ins Landesinnere weit weg von der Westküste deportiert. Sie müssen bis auf ein paar wenige Habseligkeit alles zurücklassen. Auch Keiko und ihre Familie werden verbannt aber Henry gelingt es sie ausfindig zu machen und zu besuchen. Die beiden bleiben mittels Briefen in Verbindung bis der Kontakt auf einmal ganz abreisst ... Als 44 Jahre später eingelagerte Hinterlassenschaften japanischer Familien in einem verbarrikadierten Hotelkeller gefunden werden flammen Henrys Erinnerungen auf ... Ob dort zwischen den Besitztümern einer anderen Zeit auch sein gebrochenes Herz zu finden ist? Verloren, aber unvergessen.

Das gerade ein amerikanischer Schriftsteller sich dieser wenig ruhmreichen, ehrlich gesagt sogar finstren Materie der US-Geschichte annimmt und als Fundament für seine Erzählung braucht hat mich etwas erstaunt. Werden solch dunkle Zeitgeschichtliche Ereignisse in Amerika gerne verschwiegen. Keikos und Henrys Geschichte ist aber derart gut mit den damaligen Ereignissen verknüpft, dass das Buch selbst in den Staaten zu einem Bestseller avancierte. Ein Buch das Aufzeigt, wie ein einschneidenden Ereignis der Zeitgeschichte viele kleinere und grössere Konflikte nach sich zieht. Es thematisiert die schwelenden Spannungen zwischen Einwanderern und den Amerikanern, den Chinesen und den Japanern, Familienstreitigkeiten zwischen Eltern und Kindern. Die Nebenfigur des Jazzmusikers Sheldon der durch den ganzen Roman präsent ist ist absolut gelungen und er passt zur Geschichte und zur damaligen Zeit.

Eine Erzählung die eher in Richtung zartbittere Freundschaft/Liebe und Verlust geht ohne diese unter einem rosa Zuckerguss zu begraben. So ein bisschen Schmalz ist aber dabei, ohne diesen geht es bei amerikanischen Autoren nun mal nicht, hat mich aber keineswegs gestört. Meiner Meinung nach eine ganz klare Leseempfehlung.
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am 13. März 2016
Mehr oder weniger durch Zufall bin ich auf dieses wunderbare Buch aufmerksam geworden.
"Keiko" - das ist die Geschichte von Henry und Keiko. Henry ist Chinese und Keiko Japanerin, allerdings sehen sich beide als Amerikaner.
Denn in Amerika leben sie, diese Sprache sprechen sie, auf eine amerikanische Schule gehen sie.
Und dort lernen sie sich auch kennen und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Beiden.
Die Story wird in zwei Zeitebenen beschrieben: einmal 1942 und dann die Gegenwart im Jahre 1986.
Ich wusste wenig bis gar nichts über die leidvolle Geschichte der Japaner in Amerika im zweiten Weltkrieg.
Durch dieses Buch habe ich viel dazugelernt.
Extreme Beschreibungen der Internierung etc. bleiben hier aus.
Das Buch ist in einer sehr schönen, angenehmen und liebevollen Schreibweise geschrieben.
Kitschige Szenen sucht man hier vergebens - gefühlvolle und zauberhafte hingegen findet man immer wieder.
Die Liebesgeschichte von Henry und Keiko überdauert auch eine lange Trennung. Man kann nach Beendigung des Buches fast sagen "alles hat seine Zeit".
Und es kommt darauf an, wie man die Zeit "dazwischen" verbringt.

"Keiko" ist ein positives Buch und vermittelt Hoffnung auch dann, wenn eigentlich alles dagegen spricht.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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am 9. Dezember 2010
Das Buch Keiko ist so fesselnd und ergreifend, dass ich es immer wieder weggelegt habe, damit der Lesegenuss länger hält. Aber irgendwann ist die letzte Seite erreicht. Vielfach habe ich dieses Buch schon verschenkt oder weiter empfohlen.
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am 9. Februar 2009
Im Jahr 1942 treffen Henry und Keiko, zwei Jugendliche asiatischer Abstammung, in einer Schule in Seattle auf einander. Sehr vorsichtig und zaghaft beginnt zwischen den beiden eine zarte Liebesgeschichte. Sie sind auf einer ausgesuchten Eliteschule, wo sie den Hänseleien der weißen Mitschüler ausgesetzt sind. Der chinesisch aussehende Henry und seine japanische Freundin schließen sich deshalb eng zusammen. Beider Vorliebe gilt dem Jazz, und in einer Jazzkneipe erleben sie zum ersten Mal Attacken des FBI auf Japaner. Wir schreiben das Jahr 1942 und der Angriff auf Pearl Harbor droht den japanischen Einwanderern zum Menetekel zu werden.

Henrys Vater ist betont stolz auf seine chinesische Abstammung, Keikos Vorfahren aber kommen aus Japan. Der zweite Weltkrieg beherrscht in jenen Jahren die Schlagzeilen, und Japan kämpft gegen Amerika und China. Henrys Vater droht mit aller Gewalt aus falsch verstandenem Nationalstolz, die Liebe zwischen Henry und Keiko zu stören.

Inzwischen sind vierzig Jahre vergangen. Henry hat vor einem halben Jahr seine liebe Frau Ethel zu Grabe getragen, die an Krebs verstorben ist. Fast sieben Jahre hat er sie gepflegt. Mit Marty, seinem Sohn, der sich fleißig an der Universität um seinen Abschluss bemüht, sind die Beziehungen immer schon recht schwierig gewesen. Marty zeigt sich jetzt besorgt um den Vater, der mit 56 Jahren schon in Rente ist und vermeintlich tatenlos und unausgefüllt seiner Wege geht. Er irrt sich sehr in seinem Vater, denn Henry geht seinen Gedanken und Erinnerungen nach; dazu gehören seine Forschungen nach dem Verbleib von Keiko, die er nie vergessen konnte. Sie wurde wie viele andere Amerikaner japanischer Abstammung 1942 in ein Internierungslager verbannt.
In Herz zerreißender Weise erzählt der Autor eine Liebesgeschichte, die von hinreißender Scheu und Anhänglichkeit gezeichnet ist.
Merkmal dieser Liebesgeschichte ist die unterschiedliche Abstammung und die Geschichte der Integration, mit der sich eingewanderte Amerikaner um ihre Identität bemühen. Keiko fühlte sich schon als stolze Amerikanerin, als Henry von seinem Vater noch im Bewusstsein seines ehemaligen chinesischen Nationalstolzes erzogen wurde. Der Krieg entzweite die Geister, und Henry wurde dazu angehalten, sich gegenüber Japanern abzugrenzen. Dem widersprach seine heftige Zuneigung zu Keiko.

In stiller Weise erzählt der Autor von Liebe, Hass, Nationalstolz und einer bewegend zärtlichen Liebe. Keiko und Henry sind ganz jung, als sie sich verlieben und schon bald wieder trennen müssen. Der zweite Weltkrieg schlägt einen Keil zwischen die Nationen. Die längst assoziierten Japaner müssen sich schmähliche Behandlungen gefallen lassen, weil sie an der Westküste Amerikas in den Verdacht der Sympathie für ihr Herkunftsland geraten.
Umrahmt von dem schicksalsträchtigen Kriegsgeschehen entfaltet sich die Geschichte der beiden jungen Asiatenkinder zu einer rührenden und entsagungsvollen Lebensbeichte. Da die Erzählung von empfindsamen Seelenzuständen berichtet, löst die feine und sensibel erdachte Liebesgeschichte einen melancholischen und nachhaltigen Wohlklang aus. Es ist ein Buch mit anhaltendem Unterhaltungswert.
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am 3. August 2011
Ein wundervolles, leises und melancholisches Buch, liebevoll und wohltuend!
Der Autor erzählt schlicht und unaufdringlich, ich fühlte mich mit den Hauptcharakteren sofort verbunden und tauchte tief in die Geschichte ein.
Bitte weiterschreiben, Jamie Ford!

"Selbst völlig verlassen sah der schönste Teil Nihonmachis an diesem Tag noch wundervoll aus. Kirschblüten bedeckten die Bürgersteige, und die Strassen dufteten nach Leben.
"Was machen wir hier?", fragte Henry, der zusah, wie Sheldon seinen Instrumentenkasten öffnete und das Saxofon hervorholte. Sheldon schob sein Blättchen in das Mundstück. "Wir leben"."
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am 18. Januar 2015
Ein Roman fürs Herz, aber weder kitschig noch oberflächlich geschrieben.
Kann ich nur empfehlen, der geschichtliche Hintergrund sollte niemanden abschrecken und ist durchaus als zeitlos zu betrachten.
Habe ich absichtlich meiner ehemaligen Abteilungsleiterin zum Geburtstag geschenkt...kurz bevor ICH die Firma verließ!!!
Vielleicht konnte das bei ihr noch etwas positiv bewegen...
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