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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
3
4,7 von 5 Sternen
23000: Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

am 3. November 2011
Was es ist, weiß ich nicht zu sagen. Würde man jeden einzelnen Leser befragen, man bekäme wohl immer wieder eine andere Antwort. Sorokin schafft die Gratwanderung, nicht nur auf einem, sondern auf vielen Graten. Philosophie, Lächerlichkeit, Gesellschaftsroman, Science Fiction, Psychogramm, Kritik, Programm, Esoterik, Parodie und Manifest - all das und viel mehr ist es. Er scheint das Unverträgliche einen zu wollen. Und er schafft es! Nie kippt das Opus in ein Extrem um, selbst dann nicht, wenn wie hier, im dritten Teil, nahezu kitschverdächtige, Dan-Brownische Verfolgungsjagden stattfinden. Es ist, als ob Sorokin mit Absicht alles tut, was "man nicht darf"; er verblendet die unterschiedlichsten Stile, Sprachen, Genre und Abstraktionsebenen, verbindet Hoch- mit Trashliteratur ohne im eigentlichen Sinne experimentell oder avantgardistisch zu sein. Letztlich ist es Mainstreamliteratur auf allerhöchstem Niveau, könnte auch für einen Blockbuster herhalten. Immer, wenn er einen Teil seiner Leser durch Über- oder Unterforderung zu verlieren droht, wechselt der Ton, werden neue Spannungen aufgebaut.
Alles läuft nun auf den verheißenen großen Kreis hinaus, die Erlösung oder das Ende der Welt, je nachdem, auf wessen Seite man ist. Aber auch hier bleibt der Leser unentschieden. Die Bruderschaft des Lichts weiß zu begeistern, man kann nicht anders als ihr Recht geben, sich wünschen, ihr zuzugehören, und doch erschauert man vor ihrer gnadenlosen, tyrannischen Konsequenz.
Nur ein Autor von Rang kann überhaupt nur in der Lage sein derart Widersprüchliches zu einen. Sorokin gelingt zu alledem sogar ein page turner - den man nicht nur lesen, den man diskutieren muss!
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am 20. Januar 2015
Eines vorweg: Ich halte "Ljod - das Eis" für einen der besten Romane, die ich je zu lesen das Vergnügen hatte. Und zwar sowohl sprachlich als auch vom Inhalt her.
Möglicherweise hinterlässt "23000" auch deshalb etwas gemischte Gefühle bei mir – vielleicht habe ich mir nach der Lektüre der beiden Vorgänger "Bro" und "Ljod" einfach etwas zuviel erwartet.

Aber "23000" fällt schon auf prosaischer Ebene gegenüber dem Vorgänger etwas ab, so als wären Sorokin die genialen Ideen auf einmal ausgegangen. Auch die Geschichte selber - während man bei "Ljod"noch auf jeder Seite in ein Wechselbad aus nacktem Entsetzen, makaberer Komik, perversem Sex und generell jeder Menge Wahnsinn geworfen wurde, zieht sich alles seitenlang dahin.
Das Highlight ist eindeutig der Teil, in dem die Eishammer-Opfer nach China fahren um dort eine faustdicke Überraschung zu erleben – und im Anschluss daran die traurige Lebensgeschichte, die Herr Wolf Olga erzählt.
Dann schleichen sich aber Ungereimtheiten ein: Was es mit dem Klub der toten Tölen genau auf sich hat kommt nie heraus und auch der Schluss ist etwas unspektakulär und dürftig ausgefallen.

"23000" ist gewiss kein schlechter Roman, aber für mich leider das schwächste Buch der Trilogie. Darum auch nur 4 Sterne.
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am 3. Oktober 2016
Ich schicke vorweg, dass ich den Fall genauso sehe, wie der Rezensent "Machiste" und ähnlich empfinde wie der Rezensent "NN".

Dass ich die maximalen 5 Sterne vergebe, ist für mich ein Muss, angesichts der gesamten Trilogie.

Ich war sehr neugierig auf die Entwicklung der Story nach Ljod, sicher meine Erwartung war etwas höher angesetzt, aber enttäuscht war ich nicht, eher voll Bewunderung, dass Sorokin den Level doch hoch gehalten hat, wenn auch nicht ganz so hoch wie man sich nach Ljod vielleicht erhoffen wollte. Freilich hätte man gerne noch die ein oder andere geniale Idee in dem abschließenden Teil vorgefunden und es bleibt ja auch ideenreich, aber vor allem hat Sorokin eine Auflösung entwickelt und ich bin damit mehr als zufrieden und habe auch diesen abschließenden Teil mit großem Genuss gelesen.
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