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am 25. Oktober 2016
Der im Ruhestand lebende Herzchirurg Ben Givens hat Darmkrebs. Er beschließt, sich bei einem Jagdausflug selbst zu erschießen, als Unfall getarnt. Givens bricht in die Berge des Bundesstaates Washington auf, eine Gegend des Apfel-Anbaus; er selbst stammt aus einer Familie von Apfel-Farmern.
Es gelingt ihm aber nicht seinen Entschluss umzusetzen. Dauernd kommt etwas dazwischen. Erst fährt er seinen Wagen zu Schrott. Per Anhalter gelingt es ihm dennoch sein Ziel zu erreichen. Zu Fuss unterwegs in der eindrucksvoll geschilderten Landschaft wird einer seiner Hunde durch ein Rudel Wolfshunde getötet und der andere Schwer verletzt. Givens erschießt einen der Wolfshunde. Der Besitzer der Wolfshunde nimmt ihm seine Jagdflinte ab. Nun muss er erst einmal seinen Hund retten. Dann kommt er in Kontakt mit illegalen Wanderarbeitern, rettet einem das Leben und verhilft einem zweiten zu Arbeit. Warum er zu diesem Zweck selbst als Apfelpflücker anheuert bleibt etwas rätselhaft. Ansonsten ergeben sich die Motive Givens schlüssig aus der Handlung des Romans.
Im Lager der Pflücker muss er als Geburtshelfer noch eine junge Mutter und ihr Kind retten. In der Konfrontation mit dem Apfelfarmer (und Besitzer der Wolfshunde) verzichtet Givens darauf, seine Flinte zurückzufordern, was er ursprünglich vorhatte.
Er gibt sein Selbstmordvorhaben auf, kehrt nach Haus zurück und informiert seine Kinder über seine Krankheit.
Verschränkt wird die Handlung mit Rückblenden in Givens Zeit als Soldat im 2. Weltkrieg.
Ein wunderschön erzählter Roman über die körperlichen Leiden des Alters und des Umgangs mit einer lebensbedrohlichen Krankheit, eingebettet in die Landschaft des amerikanischen Westens und die sozialen Verhältnisse der Wanderarbeiter.
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"Benommen versuchte Ben zu einer Sicht des Todes zu kommen, die das Scheiden aus der Welt erträglich machen würde Aber so oft er auch darüber nachgedacht hatte, so viele Jahre er sich damit beschäftigt hatte, für dieses Rätsel gab es keine Lösung: vielleicht lag die endgültige Antwort außerhalb seiner Reichweite. Nie brachten seine Grübeleien ihn weiter, und am nächsten Tag war er nur einen Tag älter, nicht klüger, nicht gewappneter. Er fand nichts, was ihn auf den Tod hätte vorbereiten können. Und so wurde er immer älter. Und ließ es mit Staunen geschehen, dass sich die Tage aneinanderreihten. Mal hatte er das Vergehen der Zeit weggeschoben, mal hatte er es unter den Ablenkungen seines Lebens vergessen. Im Hintergrund aber lag immer die Furcht, wie ein Meer, auf dem es nur Inseln der Ruhe, der Arbeit und der Liebe gab."(S. 297f)
Eines Tages aber ist es dann soweit. Ben Givens, ein erfolgreicher und gerade erst pensionierter Herzchirurg, der erst vor anderthalb Jahren seine Frau verloren hatte, erfährt von seinem Arzt sein Todesurteil: Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium, unheilbar und aller Voraussicht nach so qualvoll, dass seine Leid alle menschliche Tapferkeit weit übersteigen würde. Diesem Tod, der ihn mit all den Schmerzen mit seiner Individualität vernichten würde, will sich Ben Givens jedoch nicht stellen. Ohne dass eine Tochter und seine Enkel etwas ahnen, fährt er mit seinen beiden Hunden und seinem Gewehr von Seattle aus in die verschneiten Berge des östlichen Washingtons, um einen als Jagdunfall getarnten Selbstmord zu begehen. Doch alles geht schief. Zuerst fährt er seinen Wagen auf der rutschigen Straße zu Schrott, dann misslingt ihm die Anmietung eines Mietwagens, bei einer improvisierten Jagd wird einer seiner beiden Hunde von irischen Wolfshunden getötet, der andere schwer verletzt. Selbst schwer angeschlagen und voller Schmerzen, schleppt er seinen Hund ins nächste Dorf zu einem Tierarzt, sein Gewehr hat er in der Auseinandersetzung mit dem Besitzer der Wolfshunde verloren, so dass er sich noch nicht einmal selbst erschießen kann. Ratlos und heruntergekommen wie ein Penner schläft er in billigen Motels und lässt sein Leben an sich vorüberziehen - seine Jugend in den Bergen des amerikanischen Nordwestens, seine Kriegsteilnahme, die Liebe zu seiner Frau, deren Verlust er nicht verwinden kann. Was nun?
Wie es weiter geht, soll in dieser Rezension natürlich nicht verraten werden. Jeden, der die finale Frage nach der letzten Stunde, nach dem Ausgang des Lebens in den Tod interessiert, sei eingeladen, das vorliegende Buch zu lesen. Wer noch jung ist und etwas Zeit hat, sollte die Finger davon lassen. Es handelt sich wie immer bei Guterson um eine literarisch ausgefeilte Geschichte, die mit poetischer Sprachkraft und großer Einfühlung erzählt wird.
Ich habe dieses Buch auf einer Reise durch Washington State mit großer Anteilnahme gelesen. Eine Antwort auf die Frage nach der letzten Stunde habe ich nicht gefunden, aber die Dringlichkeit der Frage ist mir bewusster geworden, als sie es mir früher war.
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am 30. Juli 1999
Es gibt nichts Schöneres, als sich an einem verregneten Wochenende mit einem Guterson in eine kusschelige Ecke zu verkriechen. Nachdem ich in das erste Kapitel reingelesen hatte, war bin ich sicher, daß er meine Erwartungen auch diesmal nicht enttäuschen werden. Zwar muß man sich daran gewöhnen, daß bei Guterson immer etwas "fällt" ( im ersten Buch waren es Schneeflocken, hier sind es Äpfel ), hat man dies aber erst einmal getan, kann man aus diesem Buch einiges mitnehmen. Es vermittelt auch jungen Lesern ein Gefühl für den Sinn des Alters. Auch wenn die Lebenserwartung zeitlich durch Krankheit vorbestimmt ist. Der Held des Buches ist der krebskranke Ben Givens, der sich das Leben nehmen will. Auf wunderbar Weise wird er immer wieder davon abgehalten. Er lernt sich wieder an Dingen des Lebens zu freuen und das Leben selbst zu entdecken. Seine Einstellung zum Leben ändert sich völlig. Seine begrenzte Lebenszeit versucht er nun voll auszunutzen. Sehr empfehlenswert um über den Alltag hinwegzusehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. Dezember 2009
David Guterson: Östlich der Berge
Biografien und Lebenserinnerungen können spannend sein, wenn man etwas erfährt, was von Interesse ist, sie können langweilig sein, wenn man Dinge zu lesen bekommt, die einen nicht interessieren.
David Guterson gelingt es spannend und unterhaltend einen Lebensrückblich zu schreiben, ohne zu nerven und zu langweilen. Wir werden in eine Welt und Gesellschaft geführt, die wir nicht kennen, die uns fremd ist: Der Westen der USA, Farmland, die Wurzeln in der Bescheidenheit und Armut. Ben, ein ehemaliger Herzchirurg, steht am Lebensabend. Nach dem Tod seiner Frau, mit der er 50 Jahre verheiratet war, hat der unheilbar Krebs und plant einen Jagdunfall um allem ein Ende zu machen. In seiner schönen beschreibenden Sprache schildert Guterson sowohl die derzeitigen Situationen, in die Ben kommt, als auch in Rückblenden seine Jugendzeit in der er seine Frau kennenlernte. Ben, der nichts mehr vor hatte, kommt in die Situation handeln zu müssen. Es wird bedrohlich, Gefahren werden überwunden, er trifft Leute, die ganz erstaunlich sind. Ein großes Abenteuer nimmt seinen Lauf. Ben kommt heil nach Hause und ist froh darum.
Ein Buch das spannend ist, eine schöne Sprache benutzt und ans Herz geht. Es ist alles drin, was der Leser braucht: Liebe, Sehnsucht, Trauer, Treue,
Viel Freude beim lesen!
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Um gleich vorweg zu sagen, "Östlich der Berge" ist nicht nur irgendein gut geschriebener Unterhaltungsroman, sondern eine interessante Erzählung, die überhaupt nicht oberflächlich über das individuelle Schicksal eines Mannes berichtet, der sich aufgrund einer unheilbaren Krankheit in seiner eigenen Art mit dem Sterben und Tod auseinandersetzt.

Obwohl das Thema Sterben, Tod und die Möglichkeit des Suizids im Buch mit dem "Hauptdarsteller Ben" verknüpft ist, hat es dennoch eine philosophische Ausstrahlung, so dass man als Leser angeregt wird, für sich darüber zu reflektieren.

David Guterson schreibt gut verständlich, in einer sehr ruhigen aber nie langweiligen Art. Der Erzählbogen hält bis zuletzt seine Spannung.

Alle Personen werden sehr realistisch dargestellt, so dass es keine Probleme bereitet sich in das gesamte Szenario einzufinden. Im Grunde genommen gibt es keine spektakulären highlights, sondern alles ist mehr oder weniger so genanntes normales Leben. Und dennoch gelingt es David Guterson so zu schreiben, dass man immer mehr wissen will, wie die ganze Geschichte endet.

Sollte das Buch eine bewusste Botschaft enthalten, so könnte sie folgendermaßen lauten: Das Leben eines Menschen verläuft nie nach Wunsch und Plan, sondern ist bestimmt von unzähligen Zufällen und Ereignissen mit denen der Einzelne vernetzt ist und die immer wieder Impulse sind, sich neu zu bewegen und weiter zu leben.

Gesamturteil: Vielmehr als nur ein Unterhaltungsroman, gute Erzählkunst mit einem sehr menschlichem Thema im Mittelpunkt - sehr lesenswert!
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am 23. Oktober 2016
Hatte das Buch als Reiselektüre in einem Bahnhofsbuchladen erworben - kurzentschlossen aufgrund der Kurzbeschreibung. Was ich dann las, war nicht das Erwartete, aber es war auch nicht schlecht. Es ist eine ruhig und ohne jeden Kitsch erzählte Geschichte über einen alten Mann aus dem Nordwesten der USA und sein Leben.

Die Rahmenhandlung - der Plan des todkranken Ben Givens, in das Gebiet seiner Jugend östlich der Cascade Range zu einem Jagdausflug zu fahren und dort Selbstmord zu begehen - ist tatsächlich nur ein Aspekt des Buches. Lange Rückblenden erzählen seine Kindheit auf den Apfelplantagen der Gegend und seine Armeezeit, und zwar mit einem Detailreichtum, der diese Zeit und die Erlebnisse wirklich wieder vorstellbar werden lässt. Allerdings fragt man sich, was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat und stellt fest: sehr wenig. Der Autor David Guterson beweist damit, dass er gut recherchieren und eine glaubwürdige Biographie stricken kann, fragt aber nicht, ob mich die als Leser überhaupt interessiert. Er fragt auch nicht, ob ich es toll finde, zu lesen, was ein todkranker Mann mit Verstopfung auf der Toilette denkt. Zum Glück gewinnt im zweiten Teil des Buches die Rahmenhandlung etwas an Fahrt, ohne jedoch ins Unrealistische abzudriften.

Immerhin liest sich der Text gut und auch die Übersetzung ist gelungen. Die Karte am Ende des Buches (Paperback) ist sehr hilfreich, wenn man sich in der Gegend nicht auskennt.

Insgesamt ein gut recherchierter und gut geschriebener Roman, wenngleich er nicht zu den Highlights meiner Bibliothek gehört.
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am 12. August 1999
David Guterson, der mit seinem Erstlingswerk Schnee, der auf Zedern fällt auf Anhieb einen Bestseller schrieb, überzeugt auch mit seinem zweiten großen Roman. Östlich der Berge besticht durch seinen souveränen Umgang mit einem harten Thema und durch den Mut des Autors, seinen todkranken Helden mit hoher moralischer Kraft auszustatten. Dr. Ben Givens, ein Herzchirurg, aus Seattle, fährt mit seinen Hunden in die Wälder des östlichen Washington, um dort einen Jagdunfall vorzutäuschen. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt und möchte einem langen schmerzvollen Sterben ausweichen. Aber die Reise verläuft völlig anders, als er sie geplant hat. Obwohl er sein Ziel, sich mit einer Kugel aus der Winchester seines Vaters zu töten, immer wieder angeht, bringen ihn die Menschen, denen er begegnet, die Abenteuer, die er in der Wildnis erlebt, und die Erinnerungen, die sich seiner bemächtigen, unmerklich von seinem Vorhaben ab. Nach drei Tagen kehrt er nach Hause zurück, um dem Schicksal noch soviel Leben abzuringen, wie es irgend möglich ist. Den Arzt Dr. Givens auf seiner Reise zu begleiten, an seinen Erlebnissen und Erinnerungen teilzuhaben, ist spannend und hat mich stellenweise tief berührt. Es ist ein sehr ehrliches Buch, das nichts beschönigt, aber auch nichts von dem, wofür es sich zu leben lohnt, herabwürdigt. Man glaubt dem Autor jede Zeile seines Romans. David Guterson scheint mit diesem Buch auf dem besten Weg zu sein, der neue Hemmingway Amerikas zu werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. November 2007
die hauptfigur, der pensionierte arzt ben givens, auf den das buch gänzlich konzentriert ist, will dem qualvollen ende seiner krebserkrankung durch selbstmord entrinnen. er plant seinen tod minutiös, als jagdausflug mit seinen beiden hunden in den bergen. die eindrücke der traumhaften landschaft des nordwestens amerikas, sowie einschneidende und zufällige erlebnisse durchkreuzen seine pläne - ein buch über das altern, über den tod, das nachdenklich stimmt und sehr poetisch, feinfühlig geschrieben ist. teilweise ist es ungeheuer spannend. es regt zum nachdenken und diskutieren an. manche beschreibungen sind leider ein bißchen aneinandergereiht oder wiederholen sich (daher nur 4 sterne) und man fliegt schnell drüber - doch es wird niemals langweilig und ist absolut empfehlenswert.
ich bin neugierig geworden und werde daher auch noch das bekannteste buch von guterson mit großen erwartungen lesen: "schnee, der auf zedern fällt"
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am 13. Dezember 2001
Seien wir doch ehrlich : Wer denkt im Alltag schon
daran, sterbenskrank zu werden bzw. unbewußt zu sein? Niemand stellt sich dieser Frage, wenn er nicht muß !
Ich wollte nach den ersten Seiten das Buch weglegen. Wenn ich lese, will ich mich entspannen
und nicht in dieses Grübeln kommen, was eine Auseinandersetzung über die Endlichkeit des Lebens, insbesondere eines Todkranken, mit sich bringt.
Ich habe es mit Begeisterung zu Ende gelesen. Irgendwann wurde mir klar, daß der Protagonist meinte mit dem Leben abgeschlossen zu haben, aber
jeder Tag den er in diesem Buch noch lebt, bringt
ihm NEUES, aber auch wunderbare Erinnerung. Am Ende steht die Erkenntnis, daß jeder nicht nur für
sich selbst lebt, sondern auch für andere Menschen, die man selbst braucht und vor allen von
den man gebraucht wird. Jeder Tag ist lebenswert,
denn die Anzahl ist für jeden begrenzt.
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am 24. März 1999
"Schnee, der auf Zedern fällt" war ein klasse Buch, und mit "Östlich der Berge" festigt David Guterson seinen Ruf als guter Erzähler, aber hätte er sich nicht etwas Neues ausdenken können ? So schön die Geschichte um Ben Givens als suizidgefährdetem Arzt auch sein mag, alles erinnert frappierend an den Vorgänger. Guterson nutzt auch hier die Handlung in der Gegenwart nur als Aufhänger, um in zwei Dritteln des Buches über verstorbene Personen oder verflossene Lieben zu erzählen, in einem herausragenden Stil, aber eben sehr schemenhaft. Hinzu kommt, daß gegen Ende alles sehr schnell geht, und Guterson mehr Szene an Szene gesetzt hat, statt dem Buch ein würdigeres Ende zu geben. Trotzdem ein lesenswertes, weil ausgesprochen gut geschriebenes Buch.
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