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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Januar 2011
Das Buch geht auf eine Grundlagenvorlesung des Autors zurück und ist in 12 Kapital eingeteilt. Erkennbar folgt es auch den Vorlieben bzw. Interessenschwerpunkten seines Verfassers, denn bildende Kunst und Architektur werden praktisch gar nicht angesprochen. Dennoch ragt es aus dem Durchschnitt der bisweilen etwas schnell geschriebenen und daher auch schnelllebigen Beiträge zum Thema Antikenbegeisterung durch Tiefgründigkeit heraus. Ich habe das Werk gerade unter dem Eindruck der bemerkenswert provozierenden Tirade von Amy Chua (auf deutsch bald Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte) hinsichtlich der Überlegenheit chinesischer Wertvorstellungen gelesen und war von der Tiefe der Darstellung, aber auch vom Thema selbst überaus beeindruckt. Das Werk vermittelt die Leistungen und Errungenschaften eines wesentlichen Teils der europäischen Kultur ohne Chauvinismus, sondern aus einem ruhigen, in sich sicheren Blick. Die Darstellung beeindruckt dabei nicht durch provozierende Thesen und anachronistische Schnellschüsse von den "alten Griechen" zu gegenwärtigen Fragestellungen, sondern durch die Tiefe, in der der Verfasser bekannte Fragestellungen durchdacht hat.

Szlezák beginnt bei den beiden Epen Homers, denen er jeweils ein Kapital widmet und zeigt, wie diese ein Literaturverständnis und einen ästhetischen Geschmack über die Jahrtausende begründet haben. Im Detail wird dem Leser vergegenwärtigt, wie Literatur als Abbild der Wirklichkeit vor allem auch unser Wirklichkkeitsverständnis prägt und die Struktur unseres Denken grundgelegt hat. Allein dafür lohnt die Anschaffung des Werkes.

Aber vieles Gute folgt noch: In Kapitel 3 stehen die Oden Sapphos im Vordergrund und der bittersüße Ton, der in dem auf S. 82 zitierten Werk über den Tod angeschlagen wird, spricht für sich. Es finden sich - wie zu erwarten - Beiträge über die athenische Demokratie und die olympischen Spiele. Beiden gibt der Autor jedoch eine sehr individuelle, über die vordergründige Ereignisgeschichte hinausreichende Vertiefung, indem er Olympia aus Sicht der Oden Pindars und die Demokratie etwa aus der Perspektive der athenischen Dichter (Aischylos, aber auch Solon selbst) darstellt. Die Sophistenbewegung wird als Vorbote des modernen Relativismus gewürdigt, auf den Sokrates und Sophokles (beide in einem Kapital behandelt) aufgrund ihres persönlichen Daimonium eine Antwort geben. Mich hat vor allem auch das eigene Kapitel über Euripides und Aristophanes beeindruckt, die in den meisten Übersichtsdarstellungen nur am Rande vorkommen. Stets überzeugt die umfassende Belesenheit und Kenntnis des Verfassers, der das Bekannte aus neuer Perspektive beleuchtet und eigene analytische Überlegungen beisteuert, hinter denen erkennbar langjährige Reflexionsprozesse stehen.

Auf sprachlicher Ebene begegnet dem Leser nicht immer leichter Kost. Allerdings vermeidet das Werk auf angenehme Weise jedweden "Firlefanz": Weder ist der Ton akademisch manieriert, noch findet irgendeine Anbiederung an das Massenpublikum statt: Der Einband ist denkbar schlicht, Abbildungen fehlen ganz. Mich hat auch dies tief beeindruckt, denn gemessen am Inhalt wäre hier Goldschnitt angesagt.
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am 26. Oktober 2013
Warum denken wir so, wie wir denken und denken dann noch, dass andere doch auch so denken müßten. Oder, wir denken gar nicht, dass man überhaupt anders denken könnte als man selbst. Hier wird einem sehr klar, spannend und unterhaltsam geschrieben, dass dem nicht so ist. Das unser Wertesystem ein besonderes ist. Das Buch sollte jeder Politiker gelesen, besser noch verinnerlicht haben, Nichtpolitiker ebenfalls.
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am 28. November 2014
Als Erstsemestrige Studentin von Kunstpädagogik suchte ich nach einem Buch, das mir hilft, die Mentalität unserer Gesellschaft zu verstehen, weil ich davon ausgehe, mit diesem "Wurzelwissen" die Pädagogik sowie die Kunst unserer Kultur besser verstehen zu können.

Leider wird in diesem Werk nicht auf die bildende Kunst eingegangen - worauf der Autor auch verweist - man findet jedoch Abbildungen von Skulpturen und Vasen mit geschichtlicher Verknüpfung. Trotzdem war mir das Buch sehr hilfreich.

Umso intensiver und aufschlussreicher wird auf die Literatur, die Geschichtsschreibung und die Philosophie eingegangen.
Im Gesamten erhält der Leser einen schönen Überblick über die Zusammenhänge der europäischen Grundhaltung und Formgebung der euopäischen Werte und regt zum Nachdenken an.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch eine gute Zusatzliteratur und Bereicherung für alle geisteswissenschaftlichen Studien ist.

Eine gute Vorbildung in dem Gebiet griech. Geschichte, Literatur und Philosophie erleichtert das Lesen dieses Buches.
(ich weise nochmals darauf hin das ich im 1. Sem. studiere und diese Art von Literatur noch nicht gewohnt bin)
Ich hatte diese nicht - es war eine Herausforderung, mir den Inhalt und das Hintergrundwissen zu erarbeiten aber es hat sich sehr gelohnt.

Das Buch hat mir weitergeholfen, einen großen Teil meiner gesellschaftlichen warum? wieso? weshalb? Fragen zu beantworten - in diesem Sinne hat es seinen Zweck erfüllt - und hat mir einen guten Einblick gewährt und mich zum Nachdenken angeregt. Ich denke es ist ein Buch, dass ich wieder und wieder lesen werde, und indem ich immer wieder neue, anregende Ansätze finden werde.

*Für welche Studienabschnitte ich dieses Buch für geeignet halte?
Literatur, Philosophie, Soziologie, Antropologie, Philologie,
Pädagogik u. Erziehungswissenschaft (verweis: habe noch keine
fachliche Kompetenz)
* Inhalt wird gut verständlich dargeboten, guter nachvollziehbarer
Aufbau, viele Verweise und Anmerkungen
* grafische Gestaltung: einfach und übersichtlich, Bilder von
Skulpturen u Vasen mit Erklärungen
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am 14. Februar 2013
... und insbesondere als Deutscher, gibt dieses Buch einen guten Ueberblick ueber unsere Wurzeln, denn je besser wir verstehen wo wir herkommen, desto besser wissen wir wo es hingeht.
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