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am 16. November 2012
Das Buch ist sehr gut räumlich und zeitlich, sowie auch thematisch strukturiert und bietet einen umfassenden Überblick über die sogenannte "Europäische Expansion". Man kann dieses Buch schon als ein Standardwerk bezeichnen, das jedem Studenten begegnen muss, der sich mit den verschiedenen Themen der außereuropäischen Geschichte auseinander setzt.

Das Buch wird durch einstreuen von aussagekräftigen Bildern und erklärenden Kästen, in denen explizit Begriffe oder kleine Randhandlungen erläutert werden, aufgelockert und positiv aufgewertet. Der Inhalt beginnt sehr allgemein, wird im Verlauf aber immer spezieller, wobei aber immer auf eine einfache und schlüssige, sowie unkomplizierte Weise des Erklärens Wert gelegt wird .

Das Buch eigent sich hervorragend zur Einführung in die Problematiken der europäischen Ausbreitung in der Welt, wie sie seit Ende des 15. Jh. in der Seefahrt stattfanden. Für Studenten der Geschichte in den ersten Semestern unumgänglich, wenn sie sich mit außereuropäischer Geschichte beschäftigen. Wenn immer es um Kolonialismus, außereuropäische Handelskontakte, EIC und VOC, gehandelten Produkte und vieles mehr geht, ist dieses Buch genau richtig. Es wird zwischendurch immer wieder auf einzelne Handelsgüter, wie Tabak und Tomaten, um nur zwei Beispiele zu nennen, eingegangen und ihr Ursprung genauer erläutert.

Für Hausarbeiten und mündlichen Prüfungen bietet das Buch ausreichenden Horizont, auch um im Nachhineinen aufgrund der zahlreichen Literaturangaben ein Thema weiter zu vertiefen. In Fragen zur außereuropäischen Geschichte, sei es zum Handel, zur Globalisierung, zu den Expansionsphasen etc. sollte dieses Buch in keiner Literaturangabe fehlen.

Der Inhalt ist nicht völlig überladen mit geschichtswissenschaftlichen Fachtermini, ohne jedoch den wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren, was sich die Kunst des Schreibens hier wiederspiegelt - man darf aber nicht vergessen, dass sich das Werk an Wissenschaftler richtet, somit ist ein völliges Eliminieren der Fachtermini nicht machbar um Sachverhalte klar darzulegen.

Der Text ist verständlich erklärt und auch der rote Faden des Buches ist leicht zu verfolgen, obwohl es eine zusätzliche Schwierigkeit war, das ganze Buch so zu strukturieren wie es vorliegt: Zum einen zeitlich chronologisch, innerhalb der Kapitel dann räumlich und thematisch. Es ist durchaus gelungen hier den roten Faden einzuflechten, was sich im Textfluss auch immer wieder bestätigt.

Das Einstreuen der Grafiken lockert das Buch deutlich auf. Die Bilder wurden gut gewählt und passend in den Kontext eingestellt.
Das äußere Layout ist funktional, schlicht.

Es gibt im Buch eine umfassende, thematisch geordnete Bibliographie. Lernhilfen wie Wissensüberprüfungen in Form von Fragen oder Lernhilfen wie Schalagworte am Rand sind nicht vorhanden. Es handelt sich um ein reines Fachbuch, das dieser Bezeichnung aber in jeder Hinsicht genügt.
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am 13. Mai 2013
Rezension Reinhard Wendt: Vom Kolonialismus zur Globalisierung. Europa und die Welt seit 1500. Paderborn 2007.

Reinhard Wendt leitet den Arbeitsbereich neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte an der Fernuniversität in Hagen. Seinen Lesern bietet er keine der üblichen europäischen Kolonialgeschichten, sondern eine „europäische Weltgeschichte“ über Interaktionen, Austauschprozesses und Kontakte zwischen Europa und der Welt seit 1500. Wendt geht es um die Darstellung von Wechselwirkungen, denn einerseits trug Europa dazu bei, das Gesicht der Welt ökonomisch, kulturell und politisch zu verändern, andererseits wandelte sich die „alte Welt“ selbst durch die Impulse aus Übersee. Er möchte weder eine Geschichte heroischer Entdecker und selbstloser Zivilisierer schreiben, noch eine in düsteren Farben gehaltene Abrechnung mit Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung indigener Kulturen. Vielmehr klassifiziert er den Blickwinkel seines Buches als „positiven Eurozentrismus.“ Er orientiert sich dabei an den Überlegungen zu einer „neuen Weltgeschichte“ oder „Globalgeschichte.“ Europa bleibt stets der Bezugsrahmen seiner Darstellung, die transkontinentale Kommunikations- und Austauschprozesse ins Zentrum der Ausführungen stellt.

Die vier Hauptkapitel seines Buches sind regional, sondern weitgehend systematisch/thematisch gegliedert, folgen aber einer chronologischen Ordnung, die mit Blick auf Europa gewählt wurde. Es beginnt in Kapitel III mir der iberischen Expansion nach Asien und Amerika. Kapitel IV behandelt die Phase der privilegierten privaten Handelsgesellschaften, welche sich besonders in England und den Niederlanden bildeten (Ostindienkompanie). In Kapitel V widmet sich Wendt der Phase der europäischen Dominanz, welche im Laufe des 19. Jahrhunderts begann und in den 1930er Jahren endete. In Kapitel VI thematisiert er die Phase der Dekolonialisierung seit den 1960ern und zieht in Kapitel VII ein Resümee. Im Anhang befindet sich ein Register zum Nachschlagen sowie eine ausführliche Bibliographie (Stand 2007).

500 Jahre Weltgeschichte auf 400 Seiten darzustellen scheint ein gewagtes Unternehmen zu sein. Wendt gelingt dies jedoch durch seine klare Strukturierung und Fokussierung, wobei er eine große thematische Bandbreite aus solziologischen, anthropologischen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten abdeckt. Es geht um die Akklimatisierung überseeischer Pflanzen (Stichwort Kartoffel), die Reize des Exotismus, um fremde Menschen, neue Lebensformen (und neue Genüsse wie Kaffee), aber auch um Missionare, Imperialismus, Kriege, Wirtschaftskrisen sowie Aufstieg und Fall großer Mächte.

Von den etwas nüchtern-funktional gehaltenen Überschriften soll man sich nicht abschrecken lassen. Durch seine lebendige Erzählweise und klare Sprache gelingt es Wendt seinen Leser stets zu fesseln. Sein Buch eignet sich durch seine kleinteilige Gliederung zum schnellen Nachschlagen, aber auch als Begleitern für Mußestunden, in denen man einfach mal Blättern und schmökern möchte. Zahlreiche Fotografien illustrieren und untermalen das Erzählte, in Kästchen und Tabellen werden wichtige Aspekte kompakt zusammengefasst und auf Landkarten werden Handels- und Migrationsströme aber auch der Sklavenhandel erklärt.

Gerade die aktuellen Diskussion um Globalisierung machen es erforderlich sich näher mit der Geschichte dieses Phänomens auseinanderzusetzen. Wer Wendts Buch gelesen hat weiß, Globalisierung ist keine Erfindung des 20./21. Jahrhunderts sondern hat Wurzeln, die in das europäische Mittelalter zurückreichen.
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am 1. Dezember 2008
Inhaltlich ist dieses Buch sehr interessant. Es zeigt viele Zusammenhänge auf, die durchaus auch als Erklärungsmodell für heutige Entwicklungen dienen können. Faszinierend ist die lange Geschichte kulturellen Interaktionen und des internationalen Warenaustauschs.
Eigentlich komplett unbeachtet bleibt die menschliche Dimension der geschilderten historischen Fakten. Der transatlantische Sklavenhandel, der nicht unwesentlich die wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst hat, bleibt weitgehend unbehandelt. Auch wenn der Autor betont, dass er sich auf die wirtschaftlichen Blange konzentrieren möchte, kann man so beudeutende Umstände nicht komplett ausblenden.
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