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am 2. Juli 2006
Wolfgang Kaysers in den 40er Jahren veröffentlichte "Kleine deutsche Versschule", die nun schon in der 27. Auflage vorliegt, bietet noch heute den Menschen, die Gedichte schreiben lernen wollen, eine mehr als hilfreiche Schule.

Folgendes wird im Buch behandelt (Inhaltsverzeichnis):

- Vom Verse

- Von der Zeile

- Von der Strophe

- Gedichtstrophen und Gedichtformen

- Von der Schicklichkeit der Wörter

- Vom Reime

- Vom Rhythmus

Es werden also alle relevanten Merkamale eines Gedichts in kurzen Kapiteln (das Büchlein ist überhaupt sehr handlich) besprochen und anhand von Gedichtbeispielen erläutert und bewertet (durch die vielen eingestreuten Gedichte kommt ein richtiger Lesegenuss auf!).

Die abschließende und wichtigste Frage lautet: Bringt sie dem aufstrebenden Dichter wirklich etwas oder ist das Buch nur ein kleiner Zeitvertreib? Ich muss sagen, dass mir das Buch persönlich unglaublich geholfen hat, gute und sehr ausdifferenzierte Gedichte zu schreiben. Ich wüsste nicht, was ich ohne die "Versschule" gemacht hätte.
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Wie kann ein Buch – in der 27. (!) Auflage – in solch mäßiger Druckqualität erscheinen? Habe das Buch aufgrund der guten Rezensionen gekauft und bin enttäuscht. Wer die Möglichkeit hat, sollte in einer Buchhandlung reinschauen (z.B. Seite 34): unterschiedlich große Buchstaben, verschwommene, undeutliche – und sogar fehlende – diakritische Zeichen.) Das sollte v.a. bei einem Werk, welches sich mit dem inneren Gefüge der Lyrik beschäftigt, nicht sein.

• Verwendet wird eine etwas ältere Schriftart, gegen die nichts einzuwenden wäre, wenn die Buchstaben nicht so verschmiert wirken würden. Man hat den Eindruck, hier seien die Seiten erst kopiert und dann vervielfältigt worden. Dies kann m.E. nur bedeuten, dass der „Originaltext“ nicht in digitaler Form vorliegt und von einer schlechten Vorlage kopiert wird. (Ganz deutlich wird das, wenn man die Impressumseite vorn mit dem eigentlichen Text vergleicht.)
• Insofern ergibt sich der zweite Kritikpunkt: Warum ist das Taschenbuch DENNOCH so teuer? Die Papierqualität ist zwar gut. Gemessen an dem Umfang, der fehlenden Registerhaltigkeit und dem undeutlichen Satzspiegel sind 12,99 EUR zu viel. Zumal das Buch auch orthografisch nicht auf dem aktuellen Stand ist (Druckjahr 2002).

Zum Inhalt:
… aber vielleicht sind das Punkte, die einen Liebhaber der Dichtung weniger interessieren. Gut. -- Von einigen zeitgeistigen (?) Altertümlichkeiten wie z.B. "dem Ohre" (Dativ-e) im Vorwort abgesehen, bietet das Buch einen soliden Einstieg und viele Beispiele, mit denen das Gesagte veranschaulicht wird. Kaysers Stil entbehrt dabei nicht einer leichten Gediegenheit. Die Lektüre erfordert konzentrierte Aufmerksamkeit – Anfänger werden sich Zeit lassen (müssen) beim Verarbeiten. Verhaltene Kritik, vor allem dort, wo gegen formale Kriterien verstoßen wurde, wird vorgetragen (gutes Beispiel: eines von Rilkes Sonetten an Orpheus, das die Kriterien eines Sonetts nicht erfüllt, S. 63). – Und wenn ich etwas kritisieren würde, dann sind es fehlende anschauliche Mittel, damit auch dem Anfänger vor Augen geführt wird, was gemeint ist. Schließlich wendet sich das Buch auch "an die jungen Dichter. Denn /die/ Zeit ist gewiss vorüber, da man meinte, der Dichter schaffe in völliger Freiheit und dürfe sich darin durch nichts beschränken lassen. Es gibt für den Dichter Handwerkliches, das er lernen muß, wie es für den Musiker, den Maler, den Bildhauer Handwerkliches gibt. Sie müssen es gelernt haben, ehe sie dem Gestalt geben können, was in ihnen nach Ausdruck sucht." (S. 6, 7)

Deshalb werden Bestandteile (Zeile, Strophe), Mittel (Hebungen, Unterschiede zwischen den Versmaßen) und verschiedene Strophenformen (bekannte und solche, die in der deutschen Lyrik nicht recht heimisch geworden sind – wie z.B. das Ghasel) aufstrebend vorgestellt. Zwar knapp, aber mit gutem Kommentar, der streng jedoch nicht dogmatisch anmutet.

Bleibt zu hoffen, dass die 28. Auflage besser wird.
FAZIT: Hilfreiches Buch, unzureichende Druckqualität.
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am 20. März 2003
Die Versschule von Wolfgang Kayser hält, was sie im Titel verspricht: das Wort "Schule" ist auch so gemeint, nämlich, den Leser Schritt für Schritt in die Kunst des Dichtens einzuführen und ihm bestimmte Mittel beizubringen, damit er sein Ziel erreicht, nämlich die passende Form zum Ausdrücken seiner Gedanken zu finden. Das ganze Büchlein ist dabei sehr logisch aufgebaut und mit einigen Beispielen großer Dichter vergangenen Epochen gewürzt. Es fehlen auch keine abschreckenden Beispiele miserabler Dichter zum Vergleich. Dabei macht Kayser nicht den Fehler, schwerste Gedichte auf wissenschaftliche Weise, zu interpretieren, zu zerlegen und zu sezieren, wie wir es vom Gymnasium her kennen, was fast allen so in der Schulzeit traktierten Menschen, das Lesen von Gedichten und erst recht das Schreiben lebenslänglich vermiest hat! Nein, er geht umgekehrt vor und weckt direkt in dem Leser die Lust am Dichten, er zeigt wo und wie sich der Genuss eines Gedichts entfaltet und bringt hervorragende Beispiele, um das zu demonstrieren. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle kreativen Menschen!
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am 23. Dezember 1999
Die gerade einmal 120 Seiten dicke "Versschule" gliedert sich prägnant und übersichtlich in sieben Kapitel, in denen, ohne irgendwelche fachlichen Voraussetzungen an den Rezipienten zu stellen, vom Vers bis hin zum Rhythmus die wichtigsten Merkmale deutscher Dichtkunst abgehandelt werden. Dabei ist der inhaltliche Aufbau nicht willkürlich zusammengestellt, sondern gleicht einem Redefluß, in dem eines das andere natürlich ergiebt, in dem jedoch v.a. viele höchst interessante Gesichtspunkte behandelt werden.
Die durchaus kritische Herangehensweise Kaysers zeigt sich zum Beispiel an der Frage der Verwendung des Stabreims im Kapitel "Vom Reime". Nicht immer nämlich glückt es dem Dichter, den Stabreim effektvoll einzusetzen, sondern kann im Gegenteil, wie Kayser beispielhaft darstellt, zu einer wahren Verhunzung des Gedichtes führen.
Es ist nicht verwunderlich, greift der Leser nach der kurzen, aber inhaltsreichen Lektüre dieses Büchleins selbst nach der "Feder", um das Handwerk des Dichtens selbst einmal auszuprobieren. Deshalb vielleicht auch der Titel "Vers s c h u l e", woraus ebenfalls ersichtlich wird, daß literarische Größen wie Goethe und Schiller nur teilweise Genies gewesen sind, d.h. sie haben einst ein Handwerk erlernt, das auch der normalbegabte Mensch durchaus nachvollziehen kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 9. Februar 2016
Ich wollte eine kleine Versschule und habe hiermit eine bekommen. Inhaltlich geht es über das mir in der Schule beigebrachte hinaus. Besonders die letzten Kapitel, etwa über den Rhythmus, sind für mich wertvoll. Nun kann ich Gedichte besser interpretieren und vor allem genußvoller lesen. Die Beispiele sind auch erhellend. Und das Buch verliert sich nicht sehr in Details, sondern bleibt beim Wesentlichen.

Ich kann es sehr empfehlen und würde es wieder kaufen!
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am 6. August 2012
Dieses Buch ist das wohl mit Abstand am meisten zu empfehlende in Sachen Verslehre. Ich habe bis dato noch kein besseres gelesen. Es ist nicht nur ausführlich bis erschöpfend, Kayser bleibt immer auch auf einem didaktisch außerordentlich eingängigen und den Leser abholenden Niveau.

Das Buch gliedert sich, ich habe ein sehr altes Exemplar von 1954 (4. Auflage) in der Hand, in (ich spare mir hier auch inhaltliche Tiefe):

1. Vom Verse
2. Von der Zeile
3. Von der Strophe
4. Gedichtstrophen und Gedichtformen
5. Von der Schicklichkeit der Wörter
6. Vom Reime und schließlich
7. Vom Rhythmus

Ich glaube, nach der Lektüre dieses Buches bleiben einem kaum noch Fragen zum formalen Aufbau von Gedichten. Dabei geht Kayser nicht nur bloß deskriptiv vor - wobei ihm immer ausgesprochen gute praktische Beispiele zur Einführung dienen -, er wertet ferner die einzelnen Aspekte, sodass eben auch durch Negation die Erkenntnis am Begrifflichen reift. Dabei wird er aber nicht dogmatisch oder normativ im Sinne eines "Du sollst!". Vorzüglich ist seine sensible Inauguration der tiefer-theoretischen metrischen Elemente, z.B. wenn er auf die Eigenheiten der deutschen Sprache eingeht, wie härtere Anklänge, schwach-klingendes "e". Ich war begeistert über seine Reimlehre (vokalisch, konsonantisch), im Weiteren über die Besprechung der Assonanzen und seine Beurteilungen (z.B.) der Versfüße, wenn er schreibt: "Der Jambus, so können wir zusammenfassend sagen, ist weicher, gleitender und verhaltener als der Trochäus." Mit größtem Gespür für den Wohlklang geht er zudem auf Phänomene ein wie den Hiatus (Vokalzusammenstoß) oder die Kola.

Natürlich bildet das Buch nur die rein formale Seite ab. Aber diese ist im Wesentlichen entscheidend für die grammatische und semantische Struktur von Gedichten. Gerade weil die Form so einen starken Einfluss auf den Inhalt hat, kommt es zu unglaublichen "grammatischen Bildern" (s. Roman Jakobson). Das Buch bespricht hingegen nicht (und das ist auch gar nicht sein Bestreben oder seine Absicht), die inhaltlichen bzw. inhaltlich-stilistischen Elemente (rhetorische Figuren, Tropen etc.).

Genau deswegen ist es eine der besten Einführungen in die Vers- und Dichtungslehre. Es ist nicht nur didaktisch sehr eingängig und wertvoll, es macht desweiteren viel Spaß beim Lesen und Entdecken! Uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 12. Dezember 2013
Unentbehrlich für jeden, der sich an gereimte Lyrik herantraut. Mag ein wenig antiquiert erscheinen, ist aber voll von zeitloser Feinfühligkeit und echtem analytischem Talent. Egal, wie frei man heutzutage dichtet, ein Blick in die Vergangenheit des Reimes ist ein ausgezeichntes Sprungbrett für jeden modernen Dichter.
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