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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
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4,9 von 5 Sternen

am 31. Oktober 2003
Als "Sammlerin" von Bibeln (verschiedene Übersetzungen und Epochen) konnte ich an diesem Werk nicht vorbei. Diese Luther-Übersetzung ist noch so echt, wie vor beinahe 500 Jahren, sprachgewaltig, bilderreich und eindringlich. Leider haben die Texte insbesondere im letzten Jahrhundert durch "Eindeutschungsversuche" in die Umgangssprache doch sehr verloren. Die alte Schrift ist relativ einfach zu lesen, man kommt schnell wieder hinein. Die kunstvollen Verzierungen zeugen davon, welchen Wert (ideell und materiell) die Heilige Schrift einmal für die Menschen hatte.
Die Aufmachung ist ebenfalls beeindruckend. Vergilbte Seiten mit Gebrauchsspuren, die Größe und das enorme Gewicht, toll gemacht.
Für Liebhaber der Bibel oder sonstiger historischer Bücher ist diese Ausgabe jedenfalls ein echtes Bonbon.
"Nur" 4 Sterne gibt es, weil die mehrsprachige Beschriftung des Buchdeckels nicht sehr passend ist und ich mir vorstellen könnte, dass das Original in Leder und nicht in Leinen gebunden und mit Goldschnitt versehen ist.
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am 19. November 2004
Das Buch ist eine reine Freude.

Die erste Freude besteht schon darin, dass man hier einmal wirklich den Originaltext der Luther-Bibel lesen kann.

Luther war der Erste, der das Problem einer angemessenen Wiedergabe der Bibel in einer lebenden Volkssprache wirklich erfasst hatte, wie seine sensationelle Meisterschaft in der deutschen Sprache zeigt (deren schriftsprachlichen Standard er sozusagen erst beim Übersetzen erfand). Allerdings verbesserte er seinen Übersetzungstext noch bis an sein Lebensende (Februar 1546); aber schon diese erste komplette Bibel von 1534 enthält die endgültige, wunderbar dichterische Version der Psalmen, die er selber als die Zusammenfassung alles Wesentlichen in der Bibel feierte.

Luther hatte mit dem Neuen Testament 1522 angefangen und für alle Welt ein höchst attraktives stilistisches Modell geschaffen. Seinem Prinzip, sich von unangemessenen sprachlichen Mustern der Quellsprache frei zu machen und in der deutschen Zielsprache "der Mutter im Hause, den Kindern auf der Gasse und dem gemeinen Mann auf dem Markt aufs Maul" zu schauen, wurde auch in andern Sprachen nachgeeifert, wie auch die immer kurz nach Luthers Versionen entstehenden Teile der neuenglischen Übersetzung zeigen (die weltbekannte King James Version 1611 hat denselben rhetorischen Gestus wie die Luthers).

Dass solche Vergleiche jetzt einem großen Publikum möglich gemacht werden, ist eine zweite Freude.

Die dritte und die Hauptfreude liegt in den Bildern. Entscheidend für die Wahl dieses Exemplars für einen Faksimile-Nachdruck war sicher seine Schönheit.

Viele Luther-Bibel-Ausgaben des 16. Jahrhunderts enthalten denselben Satz von etwa 120 kunstvollen 10,5x14,8-cm- Holzschnitten aus der Wittenberger Werkstatt von Lucas Cranach. Sie waren auf Luthers speziellen Wunsch und nach seinen detaillierten Anweisungen hergestellt worden, mit dem ausdrücklichen Ziel, den Text besser verständlich zu machen.

Nur in diesem Exemplar von 1534 sind die Bilder außerdem von einem zeitgenössischen Künstler mit brillanten Deckfarben koloriert bzw in diese völlig neuen, individuellen Kunstwerke verwandelt worden.

Hinreißend finde ich die Darstellung der biblischen Geschichten. -- Mein Lieblingsevangelist ist St. Marcus, der, Brille auf der Nase, eifrig am Schreibpult an seinem Evangelium arbeitet, inspiriert durch einen Strom goldener Strahlen vom Heiligen Geist, der in Gestalt einer Taube über ihm schwebt. Marcus' Markenzeichen, der Löwe, steht neben ihm stille; Evangelist und Löwe haben jeder einen großartigen Heiligenschein um den Kopf. -- Am Anfang des Jona-Buchs werden 11 Szenen der Jona-Geschichte in einer wunderhübschen Simultandarstellung abgebildet; den Kiefern des Riesen-Hais, der ihn verschluckt hatte, entkommen, nach seiner Predigt an Niniveh sitzt Jona am Schluss auf Beobachtungsposten in seiner leuchtend grünen Laube, von der ein riesiger leuchtend gelber Kürbis herabgrüßt: dieser Kürbis bezeugt einen alten Übersetzungsfehler, den auch Luther aus der lateinischen Version der Geschichte übernommen hatte. - König David hat immer seine Harfe dabei, auch, wenn er aus dem Zimmerfenster von König Sauls Tochter klettert oder von seiner Dachterrasse aus Bathsheba bei der Toilette beäugt. -- Die Städte zeigen mittelalterliche Architektur; der Untergang Babylons wird polemisch als der Untergang Roms dargestellt; die Leute sind nach der letzten Mode von 1532 gekleidet, Potiphars tief dekolletiertes Weib jagt Joseph in modernen Pantoffeln nach: Der Künstler hat die Bibelszenen aktualisiert.

Durch den bedauerlichen Brand der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek im Sommer 2004, der das Original des Faksimiles gehörte, ist dieses selber sprunghaft wertvoller geworden, denn bei dieser Gelegenheit hat das Original, das zwar gerettet wurde, doch leider einen Wasserschaden abbekommen; man könnte also sagen, das Faksimile sieht jetzt besser als das Original aus.

Bloß nicht zögern, sich ein Exemplar zu sichern!
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am 25. Januar 2003
Man kann sich nicht davor drücken, diese Bibel-Ausgabe zu kaufen. Sollte man, warum auch immer, dennoch nicht zugreifen, dann wird man es später bereuen. Versprochen. Das Buch ist kein Buch, sondern ein Opus, eigentlich museumsreif der Nachdruck, der, wenn man sich eingelesen hat, auch relativ leicht zu lesen ist.
Abgesehen davon ist diese Ausgabe ein Augenschmaus und eine Freude für alle Buch-Liebhaber. Dick und schwer, mit Seiten, die aus einem Papier sind, das irgendwie alt und wertvoll und angestaubt wirkt.
Die Holzdrucke, ganz besonders die aus der Apokalypse, sind gewaltig und beeindruckend. Diese Ausgabe ist eigentlich ein Geschenk der Götter, das sich kein Buchliebhaber entgehen lassen darf.
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am 18. November 2004
Die Bibel kennt wohl jeder und heutzutage gibt es immer mehr Leute / Gesellschaften die meinen in die Bibel irgendeinen Unfug hinein interpretieren zu müssen. Mit diesem Werk von Luther kann man förmlich spüren wie es damals so gewesen ist. Man mag von Luther denken was man will, aber als Bibel-Leser kommt man um dieses Werk nicht herum. Interessant sind auch die Unterschiedde zur heutigen deutschen Sprache. Auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist: Es macht Spaß z.B. die Weihnachtsgeschichte oder das erste Buch Mose darin zu lesen.
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am 17. Mai 2012
Eine wunderbare Ausgabe - und nicht nur aus dem bibliophilen Blickwinkel. Köstlich auch die alten Bilder und natürlich vorallem die Sprache Luthers. Wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den herkömmlichen Bibelausgaben.
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am 23. Februar 2010
Das Produkt ist bekannt und ein echter Renner. Leider gibt es das Werk von Taschen neu nicht mehr, so bleibt nur ein gebrauchtes. Meins ist gut erhalten, aber teuerer als das Original neu. Ansonsten ok.
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am 4. Januar 2003
Als Liebhaber von antiken Bücher ist der Preis dieser Bibelausgabe auch für meinen Studentengeldbeutel angemessen. Gut, es ist nur ein Nachdruck,
dafür aber ein sehr geglückter. Es macht Spaß darin zu lesen und sich rund 500 Jahre zurückzuversetzen. Antikes Schriftbild und künstlich angegilbte bzw. alt gemachte Seiten runden das positive Erscheinungsbild ab.
Das Begleitheft liefert gute Hintergrundinformationen.
Meine Empfehlung an alle die noch zögern.
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