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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
5

am 11. April 2017
tut mir echt leid diese buch gekauft zu haben
dachte hier bios der 9 genannten ungarischen welt-berühmheiten zu finden speziell die von von neumann
jedoch bittere enttäuschung
das ist eine aus meiner sich aus dem internet abgekupferte ansammlung von ankekdoten die wahllos angefüht werden
habe mir aufgrund des titels wesentlich mehr erwartet als dieses aus meiner sicht lieblos gestaltete buch
klaro dass journalisten und photografen in kaffeehäuser sitzen und das primär in ungarn und frankreich
auch wird dieser gruppe gefühlsmässig mehr text eingeräumt als den physikern (die halt weniger in kaffeehäusern gesessen sin)
auch der berühmte konflikt teller mit oppenheimer wird so dargestellt dass ich den eindruck gewonnen habe da ist nicht tiefer recherchiert worden
das buch war für mich eine große enttäuschung , hab es nach 2/3 lesen daher weggeworfen
schmarrn aus meiner sicht auf versuchter hoher ebene
schade
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am 30. März 2010
Kati Martin, aus Budapest stammende und mit dem amerikanischen Diplomaten Richard Holbrooke verheiratete Autorin erzählt in diesem mit grandioser Erzählkunst geschriebenen Buch von neun ungarischen Juden, die alle in einem kleinen Radius von nur wenigen Kilometern in Budapest aufgewachsen sind und alle vor den Nationalsozialisten ins rettende Ausland, nach England oder Amerika fliehen mussten. Vier dieser ungarischen Juden waren als Wissenschaftler maßgeblich am Bau der Atombombe beteiligt, die sie im Wettlauf mit Nazideutschland für die USA entwickelten. Einer dieser vier, John von Neumann, gilt außerdem als der Vater des Computers.

Die beiden Fotografen Robert Capa und Andre Kertesz veränderten mit ihren Bildern unsere Sicht auf die Welt und ihre Kriege. Michael Curtiz und Alexander Corta haben filmische Meisterwerke wie "Der dritte Mann" und "Casablanca" geschaffen und der Schriftsteller Arthur Koestler hat mit seinen autobiographischen Büchern sehr früh schon dem, der es wollte, die Abgründe des Kommunismus vor Augen geführt.

Unzählige Quellen hat Kati Marton für diese wunderbare und intelligente Sammelbiographie studiert, in der sie in der Kombination aus einer hervorragenden Ausbildung und der Erfahrung nirgends in Sicherheit zu sein und keine Zeit zu verlieren zu haben, den Schlüssel für den Erfolg dieser neun jüdischen Genies aus Budapest sieht.

Voller Details erzählt sie dennoch locker und leicht und macht das Buch nicht nur zu einem wichtigen Teil der Geschichte des ungarischen Judentums , sondern auch zu einer lehrreichen Lektüre über die wissenschaftlichen und kulturellen Leistung der neun beschriebenen Männer.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Januar 2011
Im Rahmen einer Rezension ist es unmöglich, diese neun Biografien zusammenzufassen. Sie ähneln einander und sind doch grundverschieden wie die einzelnen Charaktere, zu denen sie gehören. Alle neun Portraitierten hatten Familien, die sie förderten, und teilten das Schicksal der Emigration in einer schwierigen Zeit. Allen gelang es, sich in der neuen Heimat einen Ruf aufzubauen und noch zu Lebzeiten internationale Anerkennung zu gewinnen. Aber jeder hatte auch sein eigenes Leid zu tragen, etwa Holocaust-Opfer im Familienkreis.
Kati Marton, selbst Nachfahrin ungarischer Emigranten, beschreibt zunächst das Budapest, in das die neun Berühmtheiten hineingeboren wurden, und dies so anschaulich, dass vor dem Leser die Kaffeehauskultur ganz plastisch aufersteht. Auch in die besondere Situation der Juden vermag er sich gut hineinzudenken.

Chronologisch, das heißt parallel zu einander in sinnvoll gewählten Abschnitten, werden dann die einzelnen Leben nacherzählt - lebendig, anrührend, gut recherchiert, wobei der naturwissenschaftlich interessierte Leser bei den Viten der vier Atombombenentwickler sicher ein wenig mehr Details zu ihrer Arbeit wünschen würde (und sich wundert, dass Otto Hahn und Fritz Straßmann zu Physikern gemacht werden). Man muss die Gabe der Autorin bewundern, diese neun Leben so darzustellen, dass der Leser den Überblick nicht verliert und die Sprünge zwischen den einzelnen Persönlichkeiten problemlos nachvollziehen kann.
Kati Marton flicht auch Details aus ihrer Familien- sowie ihrer eigenen Geschichte ein, doch diese fehlende Distanz zu ihren Protagonisten wirkt an keiner Stelle störend; sie trägt eher noch zum Verständnis für die Situation der großen Gemeinde an, vor allem, jüdischen Exil-Ungarn, insbesondere in den USA bei.
Die Lektüre erweist sich als sehr packend und informativ, sie berührt und trägt zur Erweiterung des zeitgeschichtlichen Wissens bei. Wie gewohnt hat Eichborn auch diesen Band der "Anderen Bibliothek" hochwertig und ansprechend gestaltet und mit einem eleganten offenen Schuber versehen. Viele Fotos am Anfang und Ende des Buchs bringen die Portraitierten und ihr Werk näher. Sehr empfehlenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Dezember 2010
Neun Biographien zu folgen, dass fällt beim Lesen dieses Buches nicht immer ganz einfach. Vor allem, wenn diese doch völlig verschiedenen Bereichen entstammen. Vielleicht die meisten Parallelen gibt es da noch bei den vier ungarisch-jüdischen Physikern im Buch, die aus Europa vertrieben auf die eine oder andere Weise an der Entstehung der Atombombe mitwirkten, während die in Budapest zurück gelassenen Freunde und Verwandten den Holocaust erleben mussten. An der Entstehung dieser Waffe mitzuwirken, um Hitler aufzuhalten, dann aber zu erleben, wie diese Waffe in der Zeit des Kalten Krieges droht, die Menschheit auszulöschen, das wird hier als ein einmaliges Schicksal plausibel erzählt, welches man in keiner Hinsicht selbst erleben möchte. Und so lernt man hier schnell, dass jede Art des äußerlichen Erfolgs eben nicht die Dämonen einer Vergangenheit besiegen kann, die einen aus dem Paradies vertrieben haben, ehe man noch selbst irgendeine Verantwortung für das eigene Leben haben konnte.

Aber auch den herausragenden Filmemachern dieser Epoche, von denen hier erzählt wird, erging es nicht viel besser. Sie erschufen glücklicherweise keine Atombombe, dafür einige Werke, die nicht weniger genial waren. Filme wie "Der Dritte Mann" und "Casablanca" wurden ebenfalls von aus der Heimat vertriebenen, ungarischen Juden geschaffen, deren Schicksal sich in den bewegenden Bildern auf der Leinwand wiederfindet. Und wo wir gerade bei visueller Kunst sind: Mit Robert Capa und Andre Kertesz stammten auch zwei der wichtigsten Photographen des 20. Jahrhundert aus den jüdischen Kreisen Budapests. Und dazu wird dann auch noch die Geschichte Arthur Koestlers erzählt, dessen Romane vielleicht das beste Bild der Exzesse der stalinistischen Diktatur dieser Zeit geben.

Aber jede dieser Biographien könnte man in anderen Büchern besser, ausführlicher beschrieben finden. Der Anhang listet viele dieser Bücher als Quellen auf. Und doch ist dies trotz seiner merkwürdigen Zusammenstellung von Charakteren, die nur durch den Zeit und Ort ihrer Geburt und Adoleszenz verbunden zu sein scheinen, eine gelungene Erzählung. Erzählt wird hier nämlich das Versinken einer Welt. Erzählt wird, wie ein altes Europa, das Bildung, Kunst, Kultur und Wissenschaft hervorgebracht hat, im ideologischem Terror versinkt, ohne dass irgendjemand diesen Prozess aufhalten kann. Viel wird in diesem Buch über Cafes erzählt, in Budapest, Wien, Berlin und Paris, und immer sind diese die Treffpunkte von besonders spannenden, außergewöhnlichen Menschen, sie dienen dem Austausch von Ideen und der Begründung eines kreativen Prozesses. Und dann ist es gerade diese Welt der Cafes, die erst in Europa erlischt, sich dann aber in der Emigration in Amerika auch nicht wieder begründen lässt.

So ist es die wirkliche Gemeinsamkeit dieser neun erzählten Lebensläufe, wie diese Menschen es schaffen, aus dem Verlust ihrer intellektuellen Heimat heraus Außerordentliches zu vollbringen. Und dann zu erzählen, wie das Leiden über die erlittenen Verluste dann doch nicht verlöschen will. Und so ganz nebenbei schildert das Buch noch die Traurigkeit, die sich über ein Europa einstellt, dass mit seinen besten Talenten auch sich selbst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zerstört hat. Weder Budapest, noch Wien, noch Berlin, noch Paris haben nach dem Krieg an ihre Wirkung vor dem europäischen Bürgerkrieg, dem Krieg gegen sich selbst, anknüpfen können. Und diesen Verlust müssen wir dann leider wohl heute noch betrauern, so hart man auch in den genannten Städten heute an der Wiederbegründung dieser Traditionen arbeiten mag. An dieses Verlorene zu erinnern, das ist das Verdienst dieses von einer amerikanischen Autorin mit ungarischen Wurzeln geschriebenen Buches.
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VINE-PRODUKTTESTERHALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 26. Mai 2010
Wehmütig blicke ich auf die Geschichte zurück. Auf die 50er und 60er Jahre nach Ungarn. Wichtige Personen des intellektuellen jüdisch-ungarischen Bürgertums mussten ins Exil gehen, weil sie von kommunistischen Weltverbesserern ihrer Freiheit beraubt wurden.

So wie es der Familie der Autorin erging, so verlief die Geschichte bereits ein zwei Jahrzehnte vorher in Ungarn. Und so beleuchtet Kati Marton als wichtige Zeitzeugin besonders authentisch die Schicksale besonders Prominenter:

Leo Szilard

Eugene Wigner

John von Neumann

Edward Teller

Andre Kertesz

Robert Capa

Alexander Korda

Arthur Koestler

Viele dieser Frauen und Männer sind heute einer breiten Öffentlichkeit nicht mehr bekannt. Kati Marton holt diese Menschen in unseren Blickpunkt zurück. Sie macht Geschichte wieder lebendig. Da wo es einfacher ist wegzuschauen und Gras über die Angelegenheit wachsen zu lassen, da schaut die Autorin genau hin.

Ein lesenswertes Buch!!!

Christian Döring
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