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am 23. Oktober 2009
Achtung, Ironie: Gunter Dueck rät Karrieristen zum kontrollierten Durchdrehen. Je nach Managementebene, die man beim Durchmarsch nach oben passiert, aktiviert man mal den Choleriker, mal den Narzissten in sich. Mit dieser schauspielerischen Attitüde kommt man als Karrieremacher schnell voran - normale Menschen lassen Verrückte zumeist gewähren, weil sie auf deren Marotten keine Antwort haben. Die Direkt-Karriere funktioniert nach der Devise: Wozu mühevoll über den Umweg der Leistung aufsteigen, wenn es mit ein paar Tricks und Regelverstößen viel schneller und einfacher geht? In unnachahmlich sarkastischem Stil zieht Dueck die Berufswelt nicht nur durch den Kakao, sondern regelrecht durch die Salzsäure. Eine ätzend-vergnügliche Lektüre, findet getAbstract und empfiehlt das respektlose Traktat allen, die über den alltäglichen Wahnsinn im Betrieb noch lachen können.
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am 30. August 2009
Ein Ratgeber für den schnellen und einfachen Weg nach Oben?
Das Buch ist eigentlich ironisch gemeint aber je länger man es liest umso mehr verwischen sich die Grenzen zur Wirklichkeit. Ironie bedeutet eigentlich das Gegenteil von dem zu sagen was man meint. Aber man erschrickt wie nah Direkt Karriere" bereits an der Wirklichkeit ist. Machen Sie Karriere um ihrer selbst willen ohne den mühsamen und langwierigen Umweg über Leistung". Bisher war es für mich immer ein Rätsel, wieso bestimmte Manager so schnell Karriere machen konnten ohne je wirklich erkennbar etwas zu leisten. Karriere muss man sich nicht unbedingt mühsam verdienen. Mit einer gehörigen Portion Psychose und Egoismus geht es auch. Wenn sie sich jetzt fragen wie das gehen soll, dann sollten Sie unbedingt dieses Buch lesen. Natürlich sind nicht alle Manager Psychopathen und über den Direkt Karriere" Weg nach oben gekommen aber je länger ich darüber nachdenke umso mehr fallen mir dabei ein. Der Unterschied zwischen Psychopathen und Managern ist eigentlich minimal. Psychopathen haben unkontrollierte Triebkräfte, Manager verfügen über so viel Kontrolle über ihre Triebkräfte wie z. B.: Hysterie, Narzissmus und Zwanghaftigkeit (EXCELismus") in Treibkräfte zum Antrieb ihrer Untergebenen einsetzen können. Gunter Dueck hat dieses verrückte System voll durchschaut und in diesem Buch in seiner unnachahmlichen Art schonungslos, schrecklich nüchtern, real ironisch und trotzdem witzig offengelegt.
Das Buch ist wie ein Karriere Ratgeber geschrieben und ich bin überzeugt davon, sich daran zu halten, würde der eigenen Karriere eher förderlich sein. Speziell in effizienzoptimierten Firmen. Und welche Firma ist heute nicht effizienzoptimiert? Aber Vorsicht, die eigene Psyche könnte dabei Schaden nehmen! Aber was spielt das noch für eine Rolle, wenn man erst einmal ganz oben angekommen ist und gnadenlos die Millionen scheffeln kann?
Normalen Menschen hilft das Buch gewisse Verhaltensmuster von bestimmten Managern besser zu verstehen. Es gibt zwar ein Schlusswort, das an normale Menschen gerichtet ist aber leider keine Hinweise, wie man mit einem Direkt Karriere" Manager umgeht ohne selbst verrückt zu werden. Eine kurze Anleitung dazu hätte ich mir gewünscht aber vielleicht behandelt Gunter Dueck das ja noch in einem anderen Buch?
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am 24. Januar 2011
Das Buch ist einfach köstlich! Natürlich handelt es sich in erster Linie um Satire, aber wer Prof. Dueck schon mal erlebt hat, sollte wissen dass da viel Wahres drin steckt. Aus meiner Erfahrung bei einer großen Unternehmensberatung muss ich sagen, dass viele Beobachtungen und "Ratschläge" für eine schnelle Karriere absolut richtig sind. Karriere hat mehr mit Positionierung, Netzwerkbildung und Unternehmenspolitik zu tun als ein naiver Berufseinsteiger glauben könnte. Mit Leistung hat das ganze häufig wenig zu tun, das wird in dem Buch deutlich und von der Realität bestätigt.

Prof. Dueck ist eine herausragende Persönlichkeit, ein geborener Wissenschaftler, Innovator mit einer tollen Beobachtungsgabe und einem ansteckenden Humor.
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am 29. Dezember 2014
Mein Coach erzählte mir, dass er dieses Buch einem erfolgreichen Manager empfohlen hätte. Der hätte ihn nach einigen Tagen gefragt ob dieses Buch ernst gemeint sei.

Ich habe es gelesen und mich nach wenigen Seiten gefragt, wie man so eine Frage stellen kann. Einige Seiten später war ich mir nicht so sicher. Was wenn diese Tipps tatsächlich so funktionieren? Auch wenn es immer wieder Irre klingt, man sich teilweise fragt ob man lachen oder weinen soll, es könnte vielleicht doch funktionieren oder nicht...

Vieles fühlt sich so unangenehm vertraut an.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Juni 2009
Sie wollen hoch hinaus? Sie sind so erzogen worden, dass Karriere sehr wichtig ist? Und dass Papi und Mami Sie sonst aber gar nicht liebhaben? Dann könnte das Ihr Buch sein, weil es Tipps bzw. Erkenntnisse bietet, die man sich ansonsten jahrzehntelang selbst aneignen müsste. Beachten Sie gleichwohl die zweite, sarkastische Ebene.

Sie schauen lieber ungläubig und verstört auf diese seltsamen Kollegen und versuchen obendrein nachzuvollziehen, wieso ausgerechnet der eine Depp befördert wird? Dann ist es wohl erst recht Ihr Buch. Am besten irgendwo lesen, wo man auch mal laut lachen darf. ((Ob der Eichborn-Verlag eigentlich verstanden hat, dass Gunter Dueck hier Satire an der Grenze zum kaustischen Sarkasmus betreibt, ist mir nicht klar. Äußerlich ist "Direkt-Karriere" nämlich irreführend als klassisches Tschakka-Tschakka-Erfolgsbuch gestaltet.))

Autor Gunter Dueck hat Kultstatus als Mathematiker/ IT-ler/ IBM-Manager/ Kolumnist/ Buchautor. Führungskraft war er dann irgendwann auch. Hier tummelt er sich im Feld des Aufstiegs im Beruf. Vergleichbar ist "Direkt-Karriere" wohl am ehesten mit seinem 'Financial-Times-Wirtschaftsbuch 2006' "Lean-Brain Management". In beiden Büchern zeigt Dueck schon, dass er durchschaut hat, wie der Hase läuft, und gibt vor, allein diese Kunde vermitteln zu wollen. Unverkennbar gibt es aber eine "zweite Ebene", kleine Spitzen, die zeigen, dass Gunter Dueck diese Verhältnisse durchaus kritisch bis zynisch sieht, vielleicht sogar hofft, dass das Demaskieren der Lean-Brain-Karriere-Mechanismen zu einer besseren Welt führen könnte. Ach, wäre es nur so ...

Um den Inhalt zumindest anzudeuten (Sie werden es ja selbst ganz lesen): Leistung lenke nur unnötig von Karriere ab! Für diese helfe eine zeitweilige Psychose. Je nach Karriereebene sei dies aber eine verschiedene, so dass man Hysterie, Zwanghaftigkeit, Narzissmus, etc. am besten immer nur ausgiebig spielen sollte! Als ich diese Thesen jetzt übrigens kurz in einer Runde wiedergab, fiel mein Gegenüber, der gerade bei einem großen Autohersteller frohgemut aufsteigt, schon ein: ja _ganz genau, beim Bereichsleiter und ...

Nur wenn eine gewisse Vielschichtigkeit, ein gewisses intuitives Herantasten ans Thema und Abstraktion Ihnen generell stets körperliche Allergiereaktionen verschaffen sollten, dann blättern Sie die etwa 200 Seiten meinetwegen nur kurz durch. Duecks Stil ist speziell. Ansonsten istt Direkt-Karriere ein klarer Lesetipp für eine schöne lange und sehr witzige Bahnfahrt.

Fazit: Vorsicht Satire, doch eine sehr gut gelungene mit außerdem einem sehr wichtigen wahren Kern. Ein sehr aussichtsreicher Kandidat für mein BWL-Buch des Jahres und daher volle fünf Sterne.
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am 23. Juli 2009
Professor Gunter Dueck ist als Cheftechnologe bei IBM Deutschland und aufgrund seiner Vita prädestiniert, einen Karriereratgeber zu verfassen. Und Angestellte, welche bereits mehrjährige Erfahrung in einem internationalen Top-Unternehmen haben, werden viele beschriebene Eigenschaften von Unternehmen oder Managern wiedererkennen und dies alles treffend und sarkastisch beschrieben finden. Wer sich aber einen praktikablen Ratgeber erhofft, der wird enttäuscht, da die beschriebenen Prozesse und Ansätze gerade in multinationalen Unternehmen wenig praktikabel - ja schlimmer noch kontraproduktiv sind, z.B. wenn es auf S. 57 heisst: "Das untere Management muss Antreiben lernen, es muss Mitarbeiter unter Stress setzen". Mit eigener Führungserfahrung kann ich sagen, dass dies wenig zielführend ist. Schon Exupéry sagte: Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle keine Männer zusammen, verteile keine Aufgaben, lasse sie keine Bäume fällen, sondern lehre sie die Seensucht nach dem Meer." Diese Sehnsucht nach dem Meer kann der Ratgeber an keiner Stelle erwecken - leider.
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am 7. Januar 2010
Ja, dieses Buch ist tatsächlich irgendwie genial. Genial, weil es damit spielt, wie erschreckend einfach diese (Geschäfts-)Welt manchmal sein kann, wenn man die Ironie hinter ihren Kulissen erkennt! Wohl kaum lässt sich die Fassade des Manager-Wahnsinns besser demaskieren und doch auch eine doppelbödige Huldigung auf sie schreiben ...

Nicht immer muss es wohl harte Arbeit sein, wenn man auf den obersten Sprossen so mancher Karriereleiter steht und sich die saftigsten Äpfel pflückt. Egoismus in Liaison mit einer Spur Wahnsinn, das haben auch andere Rezensenten aus diesem Buch herausgelesen, muss es tatsächlich schon sein, wenn man so weit kommen möchte. Gunter Dueck gelingt es formidabel, die brisante Manager-Mischung aus fast pathologischen Triebkräften und dem Paradox emotional aufgeladener Kaltschnäuzigkeit zu beschreiben, die man bei manchen Kolleginnen und Kollegen (manchmal bei sich selbst) beobachten kann und leider auch muss. Dabei geht es Dueck nicht darum, einen Ratgeber zu schreiben, der banale Tipps für den Umgang mit den Wahnsinnigen Manager-Typen gibt oder eine treffsichere Realtitätsbeschreibung darstellt. Viel eher wird in Direkt-Karriere ein Leitfaden zum Verständnis der Perfidie eines Systems geliefert, das manche auf erschreckende Weise beherrschen. Wer sich damit auskennt, kann sich schützen; und er/sie kann eine Menge daraus lernen.

Nicht "Mach es so und so!" ist die Botschaft von Dueck, sondern: "Sieh her, so kann es sein, das musst du sehen!" - und das öffnet die manchmal geschlossenen Augen und macht trübe Blicke wieder klar. Wer so gut spotten kann wie dieser Autor, der kann den Schrecken der Realitäten sicher auch gepanzert und geharnischt begegnen oder ihnen breit entgegengrinsen. Nicht Tugendbolde will dieses Buch schaffen, es will zum Nachdenken anregen, und könnte es nicht besser tun. Den Ist-Zustand mit einer Art von ironischer Dichtung zu fassen, halte ich für einen Meisterstreich, der seinesgleichen sucht. Wer zwischen den Zeilen zu lesen nicht gelernt hat, wird sich freilich schwer tun mit den Tönen, die hier angeschlagen werden. Für alle anderen ist es eine Art feingeistiger Musik, die auch Managern so manche vergnügliche und nachdenkliche Lesestunde bereiten wird.

Den Zynismus, den manche Kollegen aus diesem Buch herauslesen, finde auch ich wider. Ihn aber in die bemängelte Zuversicht selbst umzuwandeln, fällt nicht schwer, so man in sich selbst genügend davon findet und die bösen Zungen lächelnd selbst spalten kann. Da muss man auch nicht großartig nach der wahren Meinung des Autors suchen, die sich hinter so manchen Formulierungen versteckt. Da reicht es nämlich manchmal auch einfach, mit sich selbst in Dialog zu treten und die eigenen Haltungen zu hinterfragen. Das zu tun, dafür setzt Dueck genügend Anreize, und mehr will er nicht. Er hat begriffen, dass die besten Tipp-Ratgeber solche sind, die keine Tipps geben, sondern solche, die welche wecken. Ein durchaus psychologischer Ansatz, den ich für mehr als raffiniert halte und der bisher weit und breit Seinesgleichen sucht.

Tricksen lernen im Managementalltag kann man hier. Die Tricks anwenden und bewerten muss man selbst. Ob es wirkt, muss jeder selbst ausprobieren. Auch die Systemkritik in diesem Buch ist keine eindeutige. Sie ist eher eine Suche nach einem Standpunkt. Was tut man, wenn man ein System mitträgt, das man AUCH verteufelt, was tut man, wenn man sich nicht entscheiden kann? Man bleibt zwiespältig, man fragt, man antwortet sich selbst und sucht nach Lösungen. Manchmal, indem man andere zum Mitdenken bewegt. Vielleicht helfen sie einem, die Waagschale im eigenen Sinne zu bewegen ...

Hier wird die Realität durch überaus treffend verwendete Ironie der Beschreibung überholt. Der Weg nach oben wird hier in mal nüchternem, mal offenem Ton aber stets mit analytischer Tiefe und viel hintergründigem Humor als das dekuvriert, was es ist: ein Spiel mit an den Marionettenfäden des Irrsinns. Duecker zeigt: Wer dies durchschaut und die Spielregeln befolgt, hält die Fäden selbst in der Hand und lässt die Puppen ganz nach seiner Pfeife tanzen. Und bleibt doch selbst eine Marionette. Bravo.
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am 22. April 2010
Ein Schlag in das Gesicht eines jeden ernsthaft am Inhalt seiner Arbeit interessierten ist, wie G. Dueck die verschiedenen Stufen der Hierarchie und die Verhaltensweisen seziert. Aber es ist ja nicht ernst gemeint? G. Dueck bewegt sich wieder einmal souverän auf dem schmalen Grad zwischen Satire und Realität. Die Reden mit ihren Plattitüden sind kabarettistische Kabinettstücke bei denen einem das Lachen jedoch sofort im Halse stecken bleibt, Personen fallen einem spontan ein und man fängt auf einmal an, nach Direkt-Karrieristen zu suchen. Realität? Bin ich am ende selber einer oder sollte ich einer werden... Bitte nicht, denn wö kämen wir dann als Menschen, Unternehmen, als Gesellschaft hin?! Absolut lesenswert
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am 4. August 2009
Ich lese es gerade mit viel Vergnügen! Satire im wahrsten Sinne des Wortes: "eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt" (zitiert aus Wikipedia). Wie bekommt man jetzt die dazu, das Buch zu lesen, die es lesen sollten? Die vielleicht etwas ändern könnten? Wie wäre es mit dem Buch als Pflichtlektüre in den Management-Schulen dieser Republik?

Genau der richtige Nachfolger zu Lean Brain Management: Erfolg und Effizienzsteigerung durch Null-Hirn. Das haben wohl auch einige nicht so verstanden, wie es gemeint war.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 31. Juli 2009
Nach seinem Buch über die Verabschiedung des Homo oeconomicus habe ich nicht mit einem solchen Nachfolgewerk gerechnet. Denn von einer neuen und wertorientierten Haltung ist in diesem Karriereratgeber nur noch zwischen den Zeilen die Rede. Und ich bin mir nicht sicher, ob alle Leser zwischen ironischen Untertönen und ernst gemeinten Beschreibungen von Ist-Zuständen unterscheiden können. Irgendwie ist mir zu viel Zynismus drin und zu wenig Zuversicht, dass sich auch angenehmere Handlungsmuster durchsetzen können.

Selbstverständlich glauben nur Obernaive daran, die einzelnen Sprossen der Karriereleiter seien mit dem Wort "Leistung" beschriftet. Und dass es ohne Tricks und gute Netzwerke nur ganz wenige bis in die Teppichetage schaffen, ist kein Geheimnis. Aber den Lesern gleich auf den ersten Seiten zu sagen, wenn sie unbedingt gut arbeiten wollten, könnten sie damit ja später noch immer beginnen, halte ich für einen dummen Einstieg. Dieser Meinung ist offenbar selbst der Autor, fühlt er sich doch gleich nach einem solchen Tipp dazu veranlasst die empörten Gemüter seiner Leser zu besänftigen. Aber nur mit Hinweisen auf die Etymologie von Skrupel und elterliche Erziehungsmuster gelingt ihm das kaum.

"Weil fast alle Menschen lob- oder anerkennungssüchtig sind, gibt es kaum Bewerber für Managementstellen." Leider hat es von solch undifferenzierten bis falschen Behauptungen allzu viele im Buch. Gerade wer für seine Argumentationen Hilfe bei den Neurowissenschaftler sucht, sollte seinen Lesern mehr und Interessanteres über die neuronalen Belohnungszentren erzählen. Und selbst dann wären solche Ursache-Wirkungs-Formeln noch immer Dummheiten. Aber auch wenn ich lieber über Neuro-Leadership statt über Neurotic-Leadership lesen würde, hat mir die Lektüre oft Spaß gemacht. Vor allem dann, wenn die gesetzten Zeichen des Autors stark genug waren, um seine persönliche Haltung hinter den Formulierungen zu merken. Denn nachdem, was ich bisher von ihm gelesen habe, ist er wohl mit den geschilderten Verhältnissen in Grossbetrieben auch nicht ganz glücklich.

Mein Fazit: Die Wahrscheinlichkeit, mit diesem Ratgeber Karriere zu machen, scheint mir nicht allzu groß. Bei mir kam das Buch eher als verklausulierte Abrechnung mit einem System an, das der Autor kraft seiner Funktion zwar mitträgt, aber letztlich doch nicht so doll findet. Und wenn ich mit dieser Annahme falsch liege, macht das ja auch nichts. Wer nach Legitimationshilfen für seine Ellbogenkämpfe und Tricks sucht, kommt bei diesem Buch bestimmt auf seine Rechnung. Aber Achtung: Der Dueck'sche Witz läuft unter Satire.
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