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am 26. Januar 2016
Sehr ungewöhnliche Ideen hat der Autor und es wird mit fortschreitender Lektüre zunehmend spannender. Eine merkwürdige Stimmung herrscht in diesem Buch und ich kann nicht sagen, daß ich jemals eine vergleichbare Geschichte gelesen hätte. Das Buch hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Absolut außergewöhnlich.
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am 12. Mai 2008
... und dazu äußerst spannend, knapp und ohne Umwege. Die gelegentichen Ausflüge in die Quantenphysik fügen sich erstaunlich gut in die Geschichte ein.
Schließe mich meinem Vorredner an: Eine Fortsetzung wird dringend gewünscht, das Ende legt es auch nahe. Und eine Verfilmung stelle ich mir auch äußerst attraktiv vor.
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am 27. März 2009
Linus Reichlins "Die Sehnsucht der Atome" ist eine Ode an die deutsche Sprache. Das Buch liest sich sehr flüssig.

Der Krimi verbindet nicht nur mehrere Kontinente & deren (menschliche) Eigenarten, sondern auch eine philosophische Reise ins Reich der Physik - eingebettet in einen Krimi. Da ich selbst völlig unbedarft in physikalischen Zusammenhängen bin, war ich um so begeisteter, dass Reichlin derart klar & nachvollziehbar schreibt - Zusammenhänge zwischen physikalischen Gegebenheiten und den Leben der Krimifiguren sind ohne weiteres verständlich und bereichern natürlich den Blick auf das eigene Leben und die Wechselwirkung mit der Welt.

Ein Buch, dass den Deutschen Krimi Preis 2009 wohlverdient erhalten hat. Ich warte gespannt auf mehr!
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 22. Dezember 2017
Es fängt seltsam an, schon auf der Polizeiwache. Auf S 50 hatte ich es soweit satt, da es nicht spannend war und mir der hier so gelobte Stil nicht gefiel. Nur weil er Astrophysik zitiert?
Habe auf S 250 weitergelesen, sprunghaft. Ist eigentlich ein Abenteuerroman. Der Autor kann sich nicht oder will sich nicht entscheiden ob er nun für die Heilerin ist oder für die Pharma ... Trotzdem kommt ein sehr guter Abschnitt und er bewegt sich am Rande des Kitsch, aber er erzählt ja über Quantenphysik, das beeindruckt ...
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am 26. Februar 2015
Hannes Jensen, Kriminalinspektor, wollte sich nach seiner Frühpensionierung eigentlich seinem Hobby widmen, der Quantenphysik. Doch ein bizarrer Todesfall, entführte Zwillinge und vor allem die blinde Annick O’Hara halten ihn davon ab. So geht es auf Spurensuche nach Arizona und schließlich in die raue Bergwelt der Sierra Madre, wo in einem wundersamen Finale die Sterne leuchten.

Hannes Jensen, geboren in Konstanz am Bodensee, hatte es der Liebe wegen nach Brügge verschlagen. Doch seine Liebe ist vor zwölf Jahren gestorben – und seitdem treibt der Kriminalinspektor müde und einsam durch das Leben. Er wohnt allein in einer muffigen Wohnung, hat keine Freunde, dafür eine Dauerfehde mit seinem Vorgesetzten, und selbst das Sich-Betrinken bereitet in der neuen Heimat Schwierigkeiten: „Er kaufte sechs Dosen deutsches Bier, mit dem üblichen Gefühl der Scham. Es war, als würde man in Florenz gefriergetrockneten Kaffee verlangen. Doch so berühmt das belgische Bier auch sein möchte, es schmeckte ihm nach fünfzehn Jahren nicht besser als am ersten Tag.“ So lässt Jensen sich mit gerade einmal Fünfzig in den Ruhestand schicken. Sein einziges Ziel: im eigenen Keller das Doppelspalt-Experiment durchzuführen, ein berühmtes Experiment der Quantenmechanik, das den Welle-Teilchen-Dualismus veranschaulicht.

Atypische Fasciitis necroticans

Die letzte Arbeitswoche bringt seine Pläne gehörig durcheinander: Ein Amerikaner, Brian Ritter, der mit seinen zehnjährigen Zwillingen Rick und Oliver auf Weltreise ist, wendet sich an Jensen. Er werde bedroht, doch der Kriminalinspektor hakt dies als paranoide Wahnvorstellung eines Alkoholikers ab. Am nächsten Tag wird Ritter tot aufgefunden. Die Obduktion ergibt, dass er an einer „letalen inneren Verletzung ohne äußere Läsionen“ gestorben ist. Ein sauberer Schnitt durch die Aorta, der ihm, wie der Pathologe scherzt, nur durch Außerirdische mit einer unbekannten Laserwaffe zugefügt worden sein kann, es sind ja keine äußeren Schnittwunden zu finden. Ein renommierter Gerichtsmediziner wird hinzugezogen, der als Todesursache schließlich eine atypische Fasciitis necroticans attestiert, eine Aortaruptur, verursacht durch Streptokokken. Noch beunruhigender als der rätselhafte Todesfall ist das plötzliche Verschwinden der Zwillinge. Jensen kauft sich ein Ticket für einen Flug nach Arizona. Dort, im Wüstenstädtchen Holbrook, wohnt Joan Ritter, die Mutter der beiden.

Was weiß das Kindermädchen?

Im Flugzeug trifft er auf Annick O’Hara, eine blinde Vierzigjährige, die im Radio vom Tod des Amerikaners Ritter gehört hat. O’Hara ist auf der Suche nach dem mexikanischen Kindermädchen der Ritters. Von ihr verspricht sie sich Aufschluss über den ungeklärten Tod ihres Mannes. Dieser hatte als Arzt für den Vatikan gearbeitet, Abteilung Heiligsprechung. Er untersuchte vermeintlich unerklärliche Geschehnisse. Sein letzter Auftrag hatte ihn in die Sierra Madre geführt. Eine junge Mexikanerin hatte dort mit Gebeten Kranke geheilt, zog sich später aber in die USA zurück. Annick O’Hara vermutet nun im Kindermädchen der Ritters die inoffizielle Heilige, die ihren Mann als letzte gesehen hat. Jensen indes will wissen, ob es den Zwillingen der Ritters gut geht oder ob sie gar entführt worden sind. So ist das ungleiche Paar gemeinsam unterwegs. Im staubig-heißen Kaff Holbrook in Arizona erfahren die beiden, dass Frau Ritter überraschend gestorben ist. Todesursache: Aortaruptur. Die Zwillinge bleiben verschwunden und das Kindermädchen ist auf der Flucht Richtung Mexiko. O’Hara und Jensen heften sich an ihre Fersen …

Atome sind wir auf der Erde doch alle

… und müssen sich irgendwie zusammenraufen, was ihnen nicht leicht fällt. Schon die Musikauswahl während der endlos langen Autofahrt nach Mexiko bereitet Probleme. O’Hara ist enthusiastischer Beatles-Fan, Jensen kann die Fab Four aus Liverpool überhaupt nicht ab und deswegen kauft er an der nächsten Tankstelle eine Johnny-Cash-CD, welchen O’Hara wiederum nicht verknusen kann. Eigentlich ist das nur eine kleine Randbegebenheit in Linus Reichlins Krimi, doch weil das ganze Buch so viele tolle Passagen und Sätze hat, die man gerne zitieren möchte, hier ein kurzer Stopp: „Sie hörte Beatlesmusik! Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Er hatte diese Musik schon früher nicht gemocht, sie war ihm immer vorgekommen wie etwas Verkleidetes, Musik für Leute, die bei einem Unfall tatenlos zusahen, wie sich ein Schwerverletzter aus dem Blechknäuel zu befreien versuchte, und die hinterher heimgingen, erschüttert über die Grausamkeit des Lebens.“

All you need is love!

Linus Reichlins Debütroman „Die Sehnsucht der Atome“ ist ein wunderbarer, amüsanter und ungewöhnlicher Roman. Ein Kriminalinspektor, der sich scheinbar mehr für Atome als für Menschen interessiert, trifft auf eine blinde Frau, „etwas größer als er selbst, ganz in Schwarz, eine Räbin, schwarze Haare im Pagenschnitt, schwarz der Regenmantel, der Schirm, die Hose, und bei Regen trug sie eine schwarze Sonnenbrille.“ Beide sind in einer Lebenskrise, gemeinsam geraten sie in Ereignisse, die zwar nicht den Lauf des Universums, dafür aber ihre Bahnen ändern werden. Der Autor Linus Reichlin schafft es, mit seiner grübelnden Hauptfigur Hannes Jensen, dessen Leidenschaft die wundersame Welt der Atome ist, quantenmechanische Phänomene auf menschliche Phänomene stoßen zu lassen. Und überall Wahrscheinlichkeiten, Unmöglichkeiten und Unerklärbares zuhauf.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Juli 2012
Ein äußerst ungewöhnlicher Kriminalroman ist "Die Sehnsucht der Atome" von Linus Reichlin. Denn bei der im Titel erwähnten Sehnsucht der Atome geht es um einen Lehrsatz der Physik, der als Grundlage für die Existenz von Leben gilt. Danach treiben Atome, die stets aus einem Kern und Elektronen, die diesen Kern umgeben, bestehen, einen Zustand an, in dem ihre Schalen voll sind. Lediglich das Heliumatom wird nicht getrieben von dieser Sehnsucht, sich zu binden und geht mit keinem anderen Atom eine Symbiose ein.

So wie das in sich ruhende Heliumatom fühlt sich auch Inspektor Hannes Jensen aus Brügge, der nach dem Tod seiner Frau keine neue Bindung eingegangen ist. Doch der Autor spielt Schicksal und führt ihm eine wunderschöne Frau zu, die ihn nicht nur vollkommen verwirrt, weil sie blind und herrisch ist, sondern zusätzlich noch über intuitive seherische Fähigkeiten verfügt, die ihm rätselhaft bleiben. Und das geschieht so:

Eine Morddrohung, die ein amerikanischer Tourist erhält, ruft Inspektor Jensen auf den Plan. Da er den Mann als paranoiden Alkoholiker einschätzt, nimmt er dessen Hilferuf nicht ernst und hinterlässt lediglich seine Visitenkarte bei den Zwillingskindern, die im Gefolge des Mannes eine Weltreise unternehmen. Doch schon am nächsten Tag ist der Tourist ohne erkennbare Spuren von Fremdeinwirkungen tot, und die Zwillinge sind verschwunden. Jensen, der sich schuldig fühlt, die Drohung nicht ernst genommen zu haben, macht sich auf die Suche nach den Kindern und will den Fall klären. Dabei wird er von einer geheimnisvollen Blinden begleitet, die offenbar mehr über den Fall weiß, als sie dem Kriminalbeamten mitteilt. Als die beiden feststellen, dass auch die Mutter der Zwillinge urplötzlich verstirbt, wird Ihre Reise zum Wettlauf gegen die Zeit. Denn parallel zu ihnen ist ein weiterer Mann, der sich gewalttätig seinen Weg bahnt, auf der Suche nach den beiden Kindern.

Die Irrfahrt führt sie schließlich in das Innere von Mexiko, wo eine legendäre Heilerinnen in einem abgelegenen Bergdorf Hof hält und auch die Zwillinge beherbergt. Hier laufen nun alle Fäden aus erklärbaren und unerklärbaren, aus rationalen und spirituellen Welten zusammen, und selbst der sich vermeintlich für einen mit der Struktur eines Heliumatoms ausgestattete Jensen sehnt sich in einer alkoholschweren Nacht nach Verschmelzung und nähert sich der schönen Blinden.

Reichlin präsentiert einen intelligenten Kriminalroman, der die klassischen Grenzen des Genres überschreitet und sich auch einer klassischen Lösung entzieht. Der Titel des Buches hatte mich lange davon abgehalten, es trotz Empfehlungen zu lesen, zumal meine Physikkenntnisse unterirdisch sind, und ich auch nach der Lektüre des Buches nicht verstanden habe, wie denn die Verschmelzung der Atome nun eigentlich funktioniert. Dabei war mir indes vorher klar, dass der Mensch kaum dem Heliumatom ähnelt und schon aufgrund seiner Struktur Partnerschaft sucht. Deshalb überraschte es mich auch nicht, als der Inspektor nach Genuss diverser Flaschen Rotwein und Tequila auf Verschmelzung drängte ...
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am 20. Juli 2009
Erst hält den belgischen Kriminalbeamten Hannes Jensen lediglich der geheimnisvolle Tod eines amerikanischen Weltreisenden auf Trab. Als dann jedoch auch noch ans Tageslicht kommt, dass die beiden Kinder des Amerikaners von einer Maya Wunderheilerin entführt wurden, macht sich der angehende Frühpensionär Jensen auf eigene Faust auf den Weg, um die Kinder zu finden. Begleitet wird Herr Jensen von der blinden Annik O` Hara, die sich ebenfalls auf die Suche nach der Wunderheilerin begeben will.
Wortgewandt und mit einem Quäntchen Humor versteht es der Autor Linus Reichlin, seine Leser in die Welt des Hobby Physikers und Kriminalinspektors Hannes Jensen einzuführen.
So ist in diesem Buch nicht nur die Aufdeckung eines Verbrechens und die zwischenmenschliche Beziehung von Jensen und O' Hara ein Thema, sondern auch einige Physikalische Phänomene, die der Autor dem Leser verständlich näher bringt.
Wer Henning Mankell mag, wird die Bücher von Linus Reichlin ebenfalls mögen, vielleicht sogar mehr schätzen, denn in Punkto Spannungsbogen und Überraschungsmomenten übertrifft Reichlin den schwedischen Autor um Längen.
Linus Reichlin ist ein Autor, der in seinem Buch Wissen, Humor und Spannung auf eine tiefgründige und dennoch leicht zu konsumierende Weise vereint hat und deshalb freue ich mich schon sehr auf sein zweites Werk, das die Geschichte des Hannes Jensen fortführt.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 20. Juli 2008
Linus Reichlins Kriminalroman "Die Sehnsucht der Atome" beginnt sehr zähflüssig und leider wird der Leser für das Durchhalten nicht wirklich belohnt. Insgesamt fand ich den Krimi weder besonders spannend noch besonders interessant.
Es geht um den deutschen Kommissar Jensen, den es ins belgische Brügge verschlagen hat. Vor dessen Ausscheiden aus dem Polizeidienst stirbt dort ein amerikanischer Tourist und seine zwei Kinder verschwinden. Jensen macht sich mit einer blinden Frau auf die Suche nach den Kindern und einer mexikanischen Heilerin in Arizona und Mexiko. Das Buch entwickelt sich in Richtung eines skurrilen Road-Movies.
Dass sich Jensen hobbymässig mit Quantenmechanik beschäftigt und folglich immer wieder über physikalische Themen philosophiert wird, fand ich etwas bemüht und aufgesetzt. Die Atome sehnen sich nach Vollständigkeit, ist die grosse Erkenntnis.
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 8. Februar 2008
Für mich war das Buch eine Entdeckung. Es ist ein kluger, aussergewöhnlicher Krimi mit skurrilen, aber trotzdem glaubwürdigen Figuren, einem mysteriösen Plot und herrlich verschrobenen philosophischen Gedankengängen des Inspektor Jensen. Ich hoffe jetzt nur, dass Reichlin bei Jensen und O'Hara bleibt. Ein spannenderes Ermittler-Duo gibt's im Augenblick einfach nicht. Nur ein Kritikpunkt: Am Anfang hat das Buch meiner Meinung nach ein paar Längen. Aber wenn bald die Fortsetzung erscheint, drücke ich ein Auge zu.
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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