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am 12. September 2012
Beeindruckend schildert der Autor zunächst das reale Leben und Leiden in der UdSSR wie er es bei Aufenthalten erlebt hat. Sodann stellt er nicht minder beeindruckend die Zeit unmittelbar nach dem Ende der UdSSR dar, indem er Besuche in Ländern der aufgelösten Union beschreibt, vor allem deren Bewohner zu Wort kommen läßt. Die präzise Beobachtung und exakte Analyse der betrachteten Verhältnisse ist kaum zu übertreffen. Schade, dass der Autor keine Fortsetzung mehr schreiben konnte.
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am 27. November 2012
Kapuscinski ist ein Reisender, wie ich ihn mag. Er erzählt manchmal das Spektakuläre, aber auch das ganz Normale, das, weil es so fern ist, ganz außergewöhnlich wird. Am wichtigsten aber ist, dass Kapuscinski über seine Beobachtungen in einer Weise nachdenkt, dass man das Gefühl bekommt, sehr viel von ihm dazuzulernen.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Dezember 2007
Kapuscinski schildert in seinem Buch seine Reiseerinnerungen in die Sowjetunion, wobei er verschiedene Zeitepochen beleuchtet. Berichte aus den 60er Jahren wechseln so mit aktuelleren aus den 90ern ab. Er schildert zudem aus der Vergangenheit der UdSSR sowie aus der Zarenzeit, gibt dem Leser dadurch einen Überblick auf die Entwicklung der einzelnen Regionen.

Dem Leser werden so die Begebenheiten im Kaukasus (Georgien, Armenien, Aserbaidschan), in Sibirien (Jakutsk, Kolyma, Magadan,...), Ukraine, Moskau, usw geschildert.

Das verfallene Grossreich steht zwischen Agonie und verbleibendem Stolz seiner Vergangenheit. Die einzelnen Nachfolgestaaten versuchen unterschiedlich mit dem sowjetischen Erbe umzugehen. Hier bestehen jeweils Probleme bedingt durch die Völkervielfalt. Unterdrückte Völker suchen ihre Identität wieder zurück. In anderen Gegenden sieht man eher ein Dahinvegetieren ohne Zukunftsperspektiven. Kapuscinski spricht zudem von einer "kolonialen Befreiung" verschiedener Gebiete.

Die Ausbeutung von entfernten Gegenden durch Moskau geht allerdings weiter. Hierzu gesellen sich ökologische Probleme (Wasserverschmutzung, Aralseekatastrophe, Atomreaktorprobleme). Das Riesenreich befindet sich total im Umbruch und man muss die weitere Entwicklung abwarten.

Kapuscinski hat ein gut leserliches Werk vorgelegt, welches interessante Einblicke in die Sowjetunion und seine Nachfolgestaaten gibt.
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am 3. Januar 2002
Wen die Geschichte der Sowjetunion,jenseits von allen Ideologien,witzig und humorvoll geschrieben,interessiert,der findet hier ein ganz ausgezeichnetes Buch.
Hier erfährt der Leser mehr über das Leben und auch das Leiden der "normalen Menschen" als in den vielen Geschichtsbüchern,die es ja gibt.
Der Autor,ein genauer Beobachter und Analytiker des Alltags,ist kein Mann der schnellen Feder.
Er versteht es wie selten einer,die Dinge humorvoll darzustellen,ohne deswegen oberflächlich verhaftet zu bleiben.Der Leser hat oft das Gefühl,mit dem Autor im Riesenreich unterwegs zu sein.
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am 24. Januar 2006
Das Buch sollen alle lesen, die was Neues über Russland erfahren wollen. Kapuscinski beschreibt die Geschichte des Landes und aktuelle Realität mit wunderbarer Schärfe und analytischem Verstand.
Einfach super!
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am 24. Oktober 2006
Für Insider war es nicht verwunderlich, dass Ryszard Kuscinski für den Literatur-Nobelpreis nominiert war. Einem breiteren Publikum ist er als einer der letzten klassischen Reiseschriftsteller durch seine eindringlichen Reportagen aus Afrika und nicht zuletzt aufgrund seines Bucherfolges "Meine Reisen mit Herodot" bekannt.

Was sein Buch "Imperium" über alle bisher erschienenen Publikationen über das System der ehemaligen Sowjetunion heraushebt, ist neben seiner analytischen Schärfe und Beobachtung die Eindringlichkeit der Schilderung, die die vorgefundene Realität fast schon schmerzhaft mit allen Sinnen erfahrbar macht. Man hat nach der Lektüre des Buches fast den Eindruck, als hätte man es selbst erlebt. Dieses Buch bleibt einem für immer im Gedächtnis, während man andere schon beim Zuklappen vergessen hat. Für mich war dieses Buch die Entdeckung des letzten Jahres!
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am 16. November 2010
Ryszard Kapuscinski - oder egal in welcher Schreibweise man ihn noch auffinden kann - ist ein absolutes Ausnahmetalent! Polnischer Jounalist, der allerdings schon recht früh zeigt, dass er mehr/anderes zu zeigen in der Lage ist, der stets die eigentliche Nachricht hinter der reinen Nachricht im Auge hat, und einen eigenen Weg findet, darüber auch zu berichten. Nicht zu Unrecht wurde er sogar als möglicher Nobelpreiskandidat gehandelt!
Wenn Autoren wie z.B. Ivar Lissner in die Jahrtausende /-hunderte abtauchen und über Wohl und Wehe längst vergangener Zeitalter fesselnd zu berichten wissen, tut dies Ryszard Kapuscinski über die Jahrzehnte seit Mitte des 20. Jahrhunderts!
Er schreibt - wie es im Klappentext dieses Bandes hiess: wie einer "seltenen Autoren, die die Tugenden des
Journalisten und des Schriftstellers vereinen, die verstehen, dass sich die Geschichte nicht nur in Konferenzen entscheidet, sondern ebenso in muffigen Vorstadtwohnungen." Sehr treffend!!
Was er in diesem Buch über das System der UdSSR und schließlich dessen Niedergang aufschreibt, ist bedrückend; nicht wegen der großen Nachrichten, die man so oder so schon öfter gehört hat, sondern weil er diese "Großnachrichten" fassbar macht für den Einzelnen, indem er über die Auswirkungen dieser schrecklichen Herrschaft auf den Alltag eines jeden Einzelnen berichtet: Zustand der Wohnungen, Versorgungslage, Stimmung im öffentlichen Raum etc.
Ob gerade dieser Band 'Streifzüge durch das Imperium' als Einstieg in die Welt R.K.'s geeignet scheint? Falls jemand - wie ich selbst lange- den Autor Ryszard Kapuscinski nicht kennen sollte, wäre es evtl. einfacher, mit einem seiner anderen Werke zu beginnen, denn 'Imperium' ist gleich sehr 'polyphon' - in Inhalt und Berichtsform - angelegt, was auch verstören könnte, wenn man mit dem spezifischen Ryszard Kapuscinski-Stil noch nicht vertraut ist, diesem ständigen Abgleiten aus dem journalisitschen Duktus in eine reflexive, fast poetisch zu nennende Schreibweise.
Als 'einfachere Einstiegsdrogen' eignen sich evtl. vom Autor: "Schah-in-Schah" (über den absurden Irrsinn des letzten persischen Hofes!), dann natürlich sein aberwitziger Bericht vom Zusammenbruch des äthiopischen
Kaisertums und dem Marionetten-Hof des Haile Selassi, zeitlich davor einiges über Afrika (alles sehr gut)!

Unglaublich fesselnd, allerdings keine 'Humorliteratur', aber für Menschen, die sich über die Natur des
Menschen eh kein allzu fröhliches Bild machen: ein absolutesr Gewinn! Wenn man so etwas mag, ist es so faszinierend wie Joseph Conrad's Herz der Finsternis, mit dem 'schönen' Unterschied, dass man die Namen und Ereignisse, die er schildert (immer hautnah dabei gewesen, wie Tiziano Terzani vom Spiegel!), durchaus aus den Nachrichten "kennt".
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