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am 21. Dezember 2016
Die Kommentare auf dem Buchrücken lassen einen witzigen, humorvollen Roman erwarten, welcher den Leser mit einem guten Gefühl und einem Lachen zurücklässt. Dies ist jedoch überhaupt nicht der Fall. Die Autorin beweist zwar Humor, häufig in Form von Sarkasmus oder originellen Beschreibungen, dennoch habe ich vielleicht 3, 4x gelacht beim Lesen, sodass ich das Buch nicht als auffallend lustig einstufen würde.

Insgesamt beschreibt der Roman eher einen Horrortrip durch das Leben vom Kindesalter an bis hin zum Erwachsenenalter. Es ist mitleidserregend, man kann sich häufig mit der Protagonistin identifizieren, manchmal würde man ihr auch gerne die Arme um die Schulter legen und sie trösten. Der Schreibstil ist grandios, die Geschichte(n) originell. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn es mich eher depressiv als lebensfroh zurückgelassen hat.

Auf bestimmte Gruppen wie z.B. Essgestörte oder autoaggressive Menschen könnte das Buch triggernd wirken, weshalb ich hier ganz klar eine Triggerwarnung reinsetzen möchte.
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am 17. November 2015
"This is not a love song" - dieses Lied kenn ich als einziges von den beschriebenen, ich mag die Stimmung. Karen Duves Schreibstil gefällt mir sehr, es gibt viele witzige und kluge Details, das Buch lohnt sich mehr als das gekürzte Hörbuch. Es gibt Parallelen zu "Taxi", auch wenn die Frau ein anderer Typ ist. Die Schilderungen, wie sie ständig mit ihrem
Körper kämpft, wirken erschreckend. Das kann man als von Natur aus schlanker Mensch nicht verstehen. Mich hat das Buch berührt und amüsiert zugleich. Ich glaube, es gibt zahlreiche Menschen, die Komplexe haben und erst viel später im Leben glücklich werden. Ich finde Karen Duve sehr, sehr cool, klug und warmherzig. Nichts beschönigend. Ihre Bücher sind mir wichtig.
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am 20. Dezember 2014
Die Hauptdarsteller, eine adipöse Frau macht sich auf den Weg zu ihrer Jugendliebe und lässt anhand dieser Reise ihre eigene Geschichte revue passieren. In der Geschichte geht es um die Hoffnungen, Wünsche und Enttäuschungen die ihre Narben in der Seele der Hauptdarstellerin hinterlassen haben und deren Verletzungen zu dem Fettpanzer geführt haben, der eben genau diese Verletzungen hätte verhindern sollen. Eine Geschichte über Adipositas, über die Entstehung, über die Probleme, erzählt anhand der Lebensgeschichte einer jungen Frau.

Wer zuhört hat das Gefühl in eine fremde Welt mitgenommen zu werden. Eine Welt menschlichen Versagens, Schwäche, Zweifel und Hoffnungen. Frau Duve spielt die Gefühlklaviatur der Protagonisten beinahe perfekt. Manchmal möchte man ihr unterstellen sie selbst verschmilzt mit ihrer Hauptdarstellerin und bringt etwas von ihrem eigenen inneren Erleben an die Öffentlichkeit. Hier geht es nicht um oberflächliche Gefühle sondern vielmehr um das Erleben eines Menschen jenseits von Rampenlicht, Rosamunde Pilcher Romantik oder sonsitgem Heile Welt Schnickschnack. Während der Erzählung wird der Leser mitgenommen auf eine Reise durch die dunkleren Seiten des Menschseins, die im Alltag so oft tunlichst verschwiegen und innerfamiliär lieber unter den Teppich gekehrt werden. Frau Duve zerrt diese Seiten an Tageslicht und präsentiert sie dem Zuhörer in ungeschminkter Offenheit, Schonungslos und Unverzerrt.

Nichts für die schnelle Bespaßung. Geschichte mit Tiefgang - richtig gut gemacht.
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am 21. April 2016
... natürlich in einer Reihe von anderen Büchern. Selten lese ich Romane mehrmals und diese Geschichte habe ich nun bereits dreimal gelesen. Und ca. fünfmal an Freunde verschenkt. Ein Schatz im Bücherregal.
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am 8. Juni 2013
Dies ist kein Liebesroman, sondern ein Buch über das Erwachsenwerde, die Kindheit, die Jugend. Sehr schön geschrieben wie ich finde. Wer auf etwas schräger Humor steht wird oftmals lachen können.
Ich kann das Buch nur weiter empfehlen.
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am 22. November 2006
Mir hat die Geschichte über Anne sehr gut gefallen und das Buch gehört eindeutig zu meinen all-time-favorites. Ein sehr amüsantes Buch, das ich sicher nochmal lesen werde.

Zum Teil erkennt man sich selber wieder, die Gedanken, die man als Teenager hatte, die Probleme und auch die kleinen Freuden.

Auch die Beschreibung der damaligen Zeit ist super, die Kleidung, die Musik etc. Zum Teil sitzt man da und denkt sich, oh mein Gott, das hab ich schon ganz verdrängt...

Unsere Hauptfigur durchlebt Ihre Teenagerzeit in den späten 70er und 80er Jahren. Sie hat, wie jeder Teenager, ein großes Problem mit sich selbst, und damit mein ich nicht nur Ihre Figur. Bei Anne wendet sich meist alles zum Schlimmstmöglichen. Und natürlich darf auch die große Liebe nicht fehlen. Eine wunderbare Geschichte übers Erwachsenwerden, mit allen Höhen und Tiefen und nicht unbedingt alles mit der rosaroten Brille betrachtet.
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am 30. Oktober 2008
Hallo,

zu dem Buch wurde ja in den diversen Rezensionen bereits viel geschrieben, deshalb will ich nur darauf aufmerksammachen, dass niemand hier ein übermäßig witziges Buch erwarten sollte. Es ist zwar manchmal amüsant, zu meist aber Mitleid erregend bis beklemmend. Das macht es natürlich nicht zu einem schlechteren Buch, allerdings ist der Klappentext hier sehr irreführend.

LG
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am 12. Juli 2011
Kurzinhalt:
Anne, übergewichtig und seit über 20 Jahren unglücklich in den selben Mann verliebt, fliegt nach London, um eben diesen wiederzusehen. Im Flugzeug erinnert sie sich zurück an ihre Kindheit und Jugend in den 70er/80er Jahren. Erinnert sich an Persönliches genauso wie damals aktuell Politisches (interessant und ein Aha-Erlebnis für jene, die in eben dieser Zeit ausgewachsen sind).

Und denkt vor allem immer an einen: Peter Hemstedt, in den sie sich als Schülerin verliebte und der sie nie wirklich zurückgeliebt hat, während sie mit ihrem Gewicht kämpfte, welches mittlerweile 120 kg beträgt.

Meine Meinung:
Das titelgebende "Dies ist kein Liebeslied" spielte Peter Anne vor vielen Jahren auf eine Musikcassette (damals, als Jungs Mädchen noch Cassetten aufnahmen). Es sollte nicht die einzige Cassette sein, die Anne sich von Peter holte. Immer, wenn er mit einem Mädchen Schluss machte, fragt sie ihn nach einer weiteren.

Worauf hofft sie? Warum quält sie sich so?

Es ist eine unglückliche, verzweifelte Liebe, die hier beschrieben wird und die auch kein Ende findet. So sehr ich es auch nachvollziehen kann, dass jemand so sehr an einem anderen hängt (und ihm offenbar zumindest über die Musik, die er eigenhändig aufgenommen hat, nah sein will), erschien mir der Umstand, dass solch eine Liebe das Teenager-Alter überdauert und jemand noch im Erwachsenenalter seinem damaligen Schwarm verfolgt, doch sehr unwahrscheinlich.

Doch es ist, als wäre dies, neben Annes Übergewicht, die einzige Konstante in ihrem Leben. Sie sagt es selbst von sich: Während alle anderen studieren, ihren Weg gehen, bekommt sie nichts auf die Reihe und fährt stattdessen (autobiografische Anleihen von Karen Duve sind offenbar) Taxi: Roman.

Es wird nicht ganz klar, ob ihr Übergewicht Ursache für ihr verkorkstes Leben wird oder eher eine Auswirkung dessen ist. Ihr Selbstwertgefühl liegt jedenfalls bei Null, unbedachte Sprüche ihrer Mitschüler forcieren dies nur zusätzlich. Schon früh beginnt sie mit Diäten, Appetitzüglern - und verliert dennoch den Kampf gegen sich selbst.

Nina Petri liest (das leider gekürzte Hörbuch) unaufgeregt, aber dem Thema durchaus angemessen. In ihre Stimme gehören keine Emotionen. Nur dieses Gefühl, was Anne offenbar verkörpert: Es ist, wie es ist. Es bleibt, wie es ist.

Fazit:
Was beim Leser bleibt ist vor allem der Eindruch von Resignation, von Aufgeben, der sich selbst-erfüllenden Prophezeiung. Und das macht traurig. Und man möchte selbst eigentlich sofort raus zum Sport gehen und den Rest seines Lebens Salat essen, nur um das Gefühl zu haben, sich selbst besser im Griff zu haben.

Nur die Liebe, die kann niemand beeinflussen. Nein, dies ist kein Liebeslied, sondern ein zutiefst trauriger Roman mit einer Protagonistin, von der man nicht weiß, ob man sie lieber schütteln oder umarmen möchte.

Dieses Auf-der-Stelle-treten, diese fehlende Entwicklung war mir unheimlich und unauthentisch zugleich. Insofern bin ich sehr zwiegespalten, was die Bewertung angeht.
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am 20. März 2015
Nachdem ich gerade zum zweiten Mal Karen Duves Buch "Anständig essen" gelesen habe, war ich neugierig darauf, wie wohl ihre anderen Bücher so sind. Dass ich "Dies ist kein Liebeslied" erst jetzt gelesen habe, ist eigentlich unverzeihlich. Ein echt klasse Buch. Auch wenn ich etwas jünger bin als die Autorin: ich habe vieles wieder erkannt. Und finde es genial, wie genau die Autorin das Leben, Fühlen und Denken einer Heranwachsenden in einer Zeit beschreibt, die schon Jahrzehnte zurückliegt. Und es sich trotzdem so authentisch liest, als wäre es gerade letzte Woche passiert.

Ich fand das Buch nicht deprimierend, wie andere Rezensenten hier schreiben. Ich fand es aber auch nicht komisch und denke, das hat Karen Duve auch gar nicht beabsichtigt, auch wenn eventuell auf dem Klappentext was von Situationskomik steht. Das ist kein witziges Buch. Das ist ein ehrliches Buch. Eins, das zeigt, wie mies man sich fühlen kann, als Kind und als Jugendliche. Eins, das einen daran erinnert, dass nicht alles toll war, als man jung war. Und eins, das mir auf jeden Fall gezeigt hat, dass Älterwerden auch was Gutes hat: dass nämlich diese ständige Unsicherheit irgendwann weniger werden kann. Und man sich nicht mehr ständig dem Leben so ausgeliefert fühlt, wie es die Protagonistin tut.

Das ziemlich grässliche Titelbild suggeriert vielleicht, dass es hier um Dicke geht. Aber dass die Protagonistin Gewichtsprobleme hat, ist ja nur ein Aspekt ihres recht problematischen Lebens. Ein gut geschriebenes, flüssig zu lesendes Buch über die Problematiken des Heranwachsens und darüber, wie schwierig es ist, seinen Platz im Leben zu finden - und dabei auch noch so etwas wie glücklich zu sein.
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am 18. August 2008
Es ist rührend und gleichzeitig unglaublich komisch, wie die achtjährige Anne gemeinsam mit ihrem Schulfreund eine Klinik für jene Frösche betreibt, die von den Rasenmähern der Nachbarn gemetzelt wurden. Mit Schere und Tesafilm werden die lädierten Viecher verarztet, und auch die Tatsache, dass am Morgen danach alle Patienten entweder verstorben oder verschwunden sind, hält die kleine Sanitäterin nicht von ihrem Tatendrang ab. Es gibt noch sehr viele andere Episoden in diesem Buch, die auf ähnliche Art nahegehen, amüsieren, Identifikationspotential bieten. Annes Kindheit und Jugend haben viel von dem, was jeder erlebt hat, was vor allem jene erleben mussten, die nicht zu den Perfekten gehörten, denn Anne ist von je her latent übergewichtig, mag keinen Sport und kann, wenn sie ehrlich ist, auch nach der Pubertät nicht so recht etwas mit Jungs anfangen. Ein Entwicklungsroman also, über eine Underdog-Figur. Davon gibt und gab es viele, und leider ist "Dies ist kein Liebeslied" über weite Strecken nicht sehr viel besser als die anderen. Aber auch nicht schlechter.
Mit achtzehn verliebt sich Anne in einen Klassenkameraden, und mit dreißig, in der Jetztzeit angelangt, die im Wechsel mit den Kindheits- und Jugendepisoden erzählt wird, fährt sie nach London, um dem Angebeteten endlich die Liebe zu gestehen. Sie weiß, dass diese Unternehmung nicht von Erfolg gekrönt sein wird, wiegt Anne doch zu diesem Zeitpunkt über 100 Kilo und passt kaum auf einen Flugzeugsitz, wohingegen das Objekt der Begierde schön und erfolgreich ist. Aber es geht auch darum, die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen. Vielleicht jedenfalls. Denn ganz schlüssig ist Duves Buch an dieser Stelle nicht. Ganz im Gegenteil scheint es am Ende zu zerfallen, unfähig, sich für etwas zu entscheiden, wenigstens einen Ausblick zu liefern.
Aber Karen Duve ist Karen Duve, und wenn der Plot auch seine Schwächen und Längen hat, kann "Dies ist kein Liebeslied" meistens gut unterhalten, erzeugt Aha-Effekte, bietet viel Witz, Selbstironie und sprachliche Brillanz. Nicht ihr bestes Buch, aber ein bemerkenswertes Gegenstück zu den vielen Jugenderinnerungsromanen, die von männlichen Autoren auf den Markt geworfen wurden.
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