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Kundenrezensionen

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HALL OF FAMEam 23. Februar 2006
Ein leicht und locker geschriebenes Buch, das man in einer wilden Lesenacht verschlingen kann. Und dabei geht es um so essenzielle Themen wie den Tod, das Leben, das Universum und den Sinn des Ganzen. Allerdings mit zwei zwinkernden Augen und skurrilem Humor. Thematisch wie stilistisch zwingt sich da schon beinahe der Vergleich zu Douglas Adams auf.
Als Helden seiner Geschichte bedient sich Walter Moers des Illustratoren Gustave Doré, der im Laufe des 19. Jahrhunderts zahlreiche literarische Werke ins Bild gesetzt hat. In der "Wilden Reise" ist Doré zwölf Jahre alt, seine phantastische und groteske Reise selbstverständlich fiktiv. Alles beginnt damit, dass Doré mit dem Segler "Adventure" in einen Siamesischen Zwillingstornado gerät und infolge dessen dem leibhaftigen Tod und dessen Schwester Dementia begegnet. Um seinem frühzeitigen Ableben zu entgehen, lässt sich Doré auf einen Handel mit dem Sensenmann ein, der ihn vor mehrere haarsträubende Aufgaben stellt (etwa eine Jungfrau aus den Fängen eines Drachen zu befreien, dem schrecklichsten aller Ungeheuer einen Zahn zu ziehen, die Namen von sechs Riesen zu erraten und diese zu besiegen und nicht zuletzt sich selbst zu begegnen). So begibt sich Doré auf eine Odyssee, die ihn quer durch Legenden, Mythen und Philosophien der Menschheit führt.
Illustriert ist das Buch mit Drucken von Doré höchstselbst, was den Leser neben einer schwindlerregend komischen und kurzweiligen Lesereise auch noch mit dem Werk des Protagonisten vertraut macht.
Für diesen gelungenen Rundumschlag kriegt der gute Walter von mir satte fünf Sterne.
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am 23. April 2007
Was sonst? - Ein "moersches" Buch natürlich

Wodurch unterscheidet sich ein "moersches" Buch von anderen Büchern? - Ein "moersches" Buch zeichnet sich aus durch skurrilen Witz und Fantasie die die Wirklichkeit und das was wir in dieser empfinden einspinnt und durch intellektuellen Humor eine Parodie auf die Wirklichkeit und andere literarische Werke erstellt. Da Moers keine direkten Fortsetzungen auf seine Bücher schreibt, ist jedes Buch speziell auf seinem Gebiet einzigartig und überlässt es dem Leser in welcher Beziehung es zu den anderen Büchern b.z.w der Wirklichkeit steht.

Was ist an diesem Buch speziell? - Dieses Buch ist das einzige, in welchem Moers die Zeichnungen nicht selbst anfertigt und auch nicht anfertigen lässt (was er ohnehin nicht tut), sondern ein Buch zu den Zeichnungen eines Fremden Illustratoren schreibt: Gustave Dore! Die Zeichnungen Dores verbunden mit der "moerschen" Fantasie, ergeben ein Feuerwerk der Skurrilität, einzigartigen Humors und fantastischer Philosophien.

Welche Bedeutung hat dieses Buch innerhalb der "moerschen" Reihe? - Das letzte im Eichbornverlag erschienene Moers-Buch, stellt eine interesannte Wendung in der "moerschen" Reihe da. Mehrere Punkte sind hierbei zu erwähnen:

a) Der Zeichenstil. Dieser zeigt, dass Moers bereits vor "Wilde Reise durch die Nacht" den doreschen Zeichenstil studiert hat. Denn bereits in "Ensel und Krete", seinem zweiten Zamonienroman, zeigen sich leichte noch nicht ganz ausgeprägte doresche Stilanwendungen, welche aber erst in den folgenden, bei Piper erschienenen, Werken zu voller Deutlichkeit aufblühen.

b) Die Inspiration...

Zu diesem Werk verdankt er dem sorgfältigen Studium dorescher Illustration. Die Entstehung eines Romans durch sorgfältige Recherche benutzt Moers auch in folgenden Werken, wie Rumo und die Wunder im Dunkeln", in welchem deutliche Spuren des Studiums historischer Literatuer zu finden sind oder auch in seinem neustem Werk Der Schrecksenmeister", das durch das Lesen von Gottfried Kellers Spiegel das Kätzchen" entstand. Die Stadt der träumenden Bücher" schrieb Moers auch, angeregt von einem Streifzug durch amerikanische Antiquariate.

Sollte man lieber Taschenbuch oder Hardcoverausgabe des Buches kaufen? - Wenn man die einmaligen durch Moers Texte unterstrichenen Illustrationen in vollen Zügen genießen will, ist das Hardcover, dessen Illustrationen nahezu Kunstdrucken ähneln, zu bevorzugen. Für Moers-Fans die das Moerschen" genießen wollen, ohne zu tief in die Tasche zu greifen, ist die Taschenbuchausgabe, deren Bild-, Druck- und Papierqualität trotzdem das normale Maß von Taschenbüchern überschreiten, mehr als nur eine akzeptable Lösung.

Viel Spaß mit dem Buch wünscht...

Felix Rolf vom Wald
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am 13. September 2015
Mein Einstieg in das Walter Moers-Universum war "Die Stadt der träumenden Bücher". Ich hab das Werk verschlungen und war innert weniger Tage damit durch. Angespornt und hungrig nach mehr Moers griff ich zu "Wilde Reise durch die Nacht". Es waren nicht zuletzt die, Rezensionen in denen angepriesen wurde, dass das Buch vom Leben, vom Tod, vom Universum und den ganzen anderen Dingen handele. Mit etwas schwarzem Humor und viel Augenzwinkern. Ich fühlte mich bei diesem Versprechen an Douglas Adams erinnert und griff also zu.

Und was soll ich sagen, außer: Naja. Das Buch hat einige Stellen, an denen es etwas langwierig wird. Es gelingt Moers nicht wirklich, einen Spannungsbogen aufzubauen, wie in seinem Zamonien-Werk. Die "Wilde Reise" ist mehr eine Erzählung ohne Anspruch auf große Unterhaltung. Es ist ein zu Papier gebrachter Traum - im wahrsten Sinne dieser Aussage. Natürlich geht es um das Leben und den Tod und das Universum. Es geht sogar um die Zeit. Das aber keineswegs in irgendeiner satirischen, ironischen oder sonst wie erwähnenswert einfallsreichen Form. Es sind einfach Bestandteile der Geschichte. Moers hat sich dabei nicht die Mühe gemacht, Überlegungen über irgendwelche philosophischen Themen zu verpacken. Der Tod ist Teil der Geschichte, genau wie das Leben. Das Universum, die Zeit und Träume und Monster.

Moers beweist sehr mal wieder viel Fantasie, gar keine Frage. Und es tut mir leid, wenn ich so hart kritisieren muss und vermutlich ist das den hohen Erwartungen geschuldet. Aber die "Wilde Reise durch die Nacht" ist leider nur Mittelmaß. Wenn man so will, ist die "wilde Reise" ein Märchenbuch für Erwachsene mit wenig Tiefe, ein wenig platt und leider irgendwie vorhersehbar. Ich bereue den Kauf nicht, kann das Buch aber auch nicht weiterempfehlen, wenn du nicht gerade Moers-Fan bist.
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am 28. April 2014
...die Antwort wird nicht verraten, aber das fast Zweitschrecklichste ist die "Sorge". In einer wilden fantasievollen Reise spricht Moers alle Themen an, die junge und auch fast Erwachsene interessieren. Was ist Liebe? Warum schmerzt Liebeskummer? Was ist ein galaktischen Gully und wer wohnt im Haus auf dem Mond? Lesenswert. Auch ohne Käptn Blaubär.
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am 9. April 2012
Ein berühmter Illustrator zeichnet vor 150 Jahren Bilder und schafft es die Welt zu begeistern, oder zu entsetzen, je nachdem. Nun schreibt Moers eine Geschichte zu einer Hand voll Bilder, dieses Künstlers und lässt den Künstler selbst als Hauptperson darin auftreten. Der noch junge Doré reist in einer Nacht quer durchs Universum, um Aufgaben zu lösen, die ihm der Tod aufgetragen hat. Dabei trifft er viele sonderbare Gestalten, ein sprechendes Pferd, das 175. schlimmste Ungeheuer und schließlich sogar sich selbst.

Das Buch hat mich wirklich begeistert, es ist durchgeknallt, wild und wirkt fast wie eine Achterbahnfahrt, so rasant geht es zu. Hier hat der werte Moers wohl wieder einmal einen Ormrausch erlebt.

Im Gegensatz zu "Das Labyrinth der träumenden Bücher" hängt sich die Handlung hier nicht an ellenlangen Beschreibungen auf. Gleichzeitig wird aber jede Szene sehr detailliert und farbenfroh beschrieben. Große Freude machte es mir, die Bilder genau zu studieren und nach Details abzusuchen, die ich dann im Text wiederfand.

Zugegeben, das Buch ist eher ein Büchlein und der Preis von 10 Euro (Taschenbuch) erscheint mir ein wenig übertrieben, aber da ein Kinobesuch in heutiger Zeit ähnlich viel kostet, darf man da wohl nicht meckern.

Achja, das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet, da in einer Szene sehr plastisch beschrieben wird, wie aus durchtrennten Bäuchen die Gedärme quellen (ein Bild gibt es auch dazu). Wer das jedoch beim Lesen weglässt kann das Buch auch jüngeren Kindern vorlesen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie Albträume bekommen könnten.
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am 10. Februar 2005
Ich und eine Rezension... bis zu diesem Buch, nein, lieber nicht. Das Buch ist ein Knaller, eine Buchtstabenrakete die micht innerhalb der ersten Seite in Gustaves Welt katapultiert hat. Wer sich von Dores Zeichnungen fesseln lassen will, mit einem 12-jährigen eine phantastische Nacht erleben will und auf jeder Seite schon nach der nächsten Seite gieren will, dem sei dieses Buch empfohlen. Aber, lassen sie zu in eine absolut phantastische und unmögliche Welt entführt zu werden.
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am 25. September 2015
... und sich für bildende Kunst interessiert, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Ein fantastischer Abenteuer- bzw. Entwicklungsroman, witzig und unterhaltsam à la Moers, der Ansatz zum Philosophieren bieten kann, so gewünscht.
Tolle Aufmachung des Buchs, Verarbeitung etc. schwer in Ordnung, die Stiche von Doré wunderbar. Ich machte den Fehler, mir den Roman auf den Kindle zu laden - davon ist abzuraten, weil man von den Illustrationen so gut wie nix sieht. Also hab ich das Buch auch *in echt* gekauft - es zahlt sich aus!
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am 19. Juli 2014
beeindruckendes projekt und kein typisches moers:
geschrieben wurde eine geschichte auch rund um die bilder eines künstlers names dore', der bücher illustrierte (wikipedia bringt alle infos).
der moers-humor ist nur teils vorhanden und fällt hier teils eher zynisch?, auf jeden fall aber trocken, bitter, traurig aus.
ebenso das ende...
denke nicht, dass hier auf allzuviele vorlagen aufgebaut wurde - aber irgendwo habe ich das schonmal gelesen...
oder ich habe einmal in dem buch gechmökert vor langer zeit.
ein experiment ist dieses buch, ein gelungenes projekt und eine ahnung einer lebensanschauung, die einen nach dem lesen des buches mit dem typischen, aber unbefriedigten "leseloch" alleine lässt.
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am 25. September 2012
Gustave, ein zwölfjähriger Junge, will nach einem Schiffsunglück dem Tod von der Schippe springen. Doch Tod kennt wenig Humor und verlangt nichts weniger als eine Reihe von schieren Unmöglichkeiten als Gegenleistung. So tritt Gustave an zum Drachen töten, Riesen besiegen und begegnet sogar in den Weiten des Universums der Zeit persönlich, die ein echtes Schwein ist. Mal ganz abgesehen von manch anderem alptraumhaften Personal, welches seinen Weg kreuzt, während sich der juvenile Held Schritt für Schritt einem nicht ganz überraschenden Ende entgegenkämpft.

Ich konnte den fantastischen Episoden dieser wilden Reise durchaus etwas abgewinnen, und wäre ich 25 Jahre jünger, wäre es wohl noch einiges mehr gewesen. Ein frischer und oft witziger klassischer "Jungentraum" vom großen Abenteuer wird vor dem Leser ausgebreitet, schrankenlos und in rasanter Kürze aufs Geratewohl erzählt. Die Dialoge sind manchmal hintersinnig, manchmal blanker Quark, Struktur und Folgerichtigkeit müssen hier nicht allzu viel beitragen und dieses Bubenstück wirkt insgesamt wie eine Fingerübung des großen Moers, bevor er die ganz fetten Schwarten zusammenschreiben konnte.
Womit wir schon bei den ungesunden Vergleichen angelangt sind. Die "Wilde Reise" las ich, empfand sie nicht als Zeitverschwendung und werde sie morgen vergessen haben. Dafür steckt in dem netten Klamauk einfach zu wenig drin, was für die Generation 13+ unter Substanz oder echter Spannung läuft. Insofern ehrlicherweise keine starke Empfehlung für die größeren Leser.
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am 15. Januar 2013
INHALT:
Der zwölfjährige Junge Gustave Doré möchte einmal mit dem Zeichnen sein Geld verdienen, doch vorher trifft er auf den Tod, der ihm das Leben und seine Seele nehmen möchte. Gustave kann sein Leben jedoch retten, wenn er es schafft innerhalb einer Nacht sechs Aufgaben zu erfüllen, die der Tod ihm stellt. Die abenteuerliche Reise beginnt.

BUCH:
Wie man es von Moers gewohnt ist, lässt sich das Buch locker-flockig lesen ohne langweilig zu werden, wobei es jedoch auch keine wirklichen Spannungshöhepunkte gibt - leider. Das Schöne sind dabei die Zeichnungen vom echten Gustave Doré, um die diese Geschichte konstruiert ist. Man begegnet in den Zeichnungen und der Story auch bekannten Gesichtern aus berühmten Büchern, die Doré illustriert hat, beispielsweise Dante aus "Die göttliche Komödie" und Sancho Panza aus "Don Quijote" als Pancho Sanza.

FAZIT:
Natürlich ist das Buch für alle Moers-Fans ein Muss, aber im Gegensatz zu der Stadt der Träumenden Bücher oder den 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär wirkte dieses Buch auf mich immer etwas zu gestelzt, etwas zu gezwungen. Mit knapp 200 Seiten ist es auch dünner als andere Bücher von Moers.
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