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TOP 500 REZENSENTam 4. Januar 2013
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Vor kurzem wurde Michail Chodorkowski (MC) von Putin eine Verkürzung der Haftstrafe in Aussicht gestellt. Er soll bereits 2014 statt 2016 entlassen werden. Wenn man dieses Buch liest, ahnt man warum. MC könnte dem russischen Präsidenten im Gefängnis (als Märtyrer, der er aber nicht sein will) weit gefährlicher werden als in Freiheit. Sein Plädoyer für ein demokratisches Russland in Europa klingt glaubhaft (auch selbstkritisch) und pointiert spricht er die Probleme dieses riesigen Landes an.

Russland vertraut nach MC zu sehr auf die Bürokratie und die Geheimdienste, lässt die Kreativität und den Mut von Unternehmern im Keim ersticken, ja, er wirft erfolgreiche Unternehmer ins Gefängnis und lässt sie Schleimsuppe löffeln. Kein Wunder, dass aus Russland keine Erfindungen und neue Produkte kommen, stattdessen nur Gas und andere Bodenschätze, deren Erlöse/Gewinne aber nur gelittenen Parteioberen zugute kommen.

MC möchte eine rechtsstaatliches Russland ohne Willkür und drückt dies in seinem Plädoyer vom 2.11.2010 deutlich aus, er nimmt kein Blatt vor dem Mund: "Obwohl im Gesetz verankert, werden die Rechte (der Bürger) nicht vom Gericht verteidigt." Ein Land, das Unternehmer in Gefängnissen hält, ihnen die Hoffnungen beraubt, Ideen erstickt, ist krank...Am Ende sagt er fast mitleidsvoll: " Euer Ehren, mir ist klar, Sie haben es außerordentlich schwer, vielleicht haben sie sogar Angst. Ich wünsche Ihnen Mut."

Zu Beginn des Buches schreibt Erich Follath (Wer ist MC?) über diesen Selfmade-Unternehmer und vergleicht seine Verteidigungsrede vom 2.11.2010 mit der von Emile Zola (Verteidung Dreyfuß) und den Ausführungen Fidel Castros anläßlich seiner Verurteilung am 16.10.1953. Zurecht, wie ich meine, dieses politische Manifest ist dieses Buch alleine schon wert, es ist m.E. direkt an Putin und Gerhard Schröder gerichtet, der den russischen Zaren Putin einen lupenreinen Demokraten genannt hat. Nur über solches Lob kommt man in Russland zu Geld und Einkommen.

Interessant die Biografie: hochbegabter Schüler und Student, erster seines Semesters, Berufswunsch Werksleiter in der Rüstungsindustrie, überzeugter Kommunist. Als Jude wird er als Risikofaktor eingestuft, darf also nicht in die Rüstungsindustrie, wird überzeugter Kapitalist in der neuen, beginnenden Ära, gründet ein Kreditinstitut, investiert, mit 27 sitzt er als erfolgreicher Wirtschaftsführer am Tisch mit Gorbatschov. Er unterstützt Jelzin, trickst und täuscht, aber wandelt sich irgendwann vom Saulus zum Paulus. Als er zu mächtig wird, eine politische Alternative zu Putin, kommt ihm dieser in die Quere bzw. die Gitterstäbe. Der Sturz eines gierigen Oligarchen kommt beim Volk gut an, Putin rechnet diese klammheimliche Freude in seinen seinen Wahlsieg mit ein. MC aber wird der Konvertit zum Guten. Gitterstäbe werden für ihn keine einengende Begrenzung, sondern eine erweiterte Erfahrung. Seine eigene Mutter sagt, er sei weicher und weiser geworden. Russische Intellektuelle schätzen seine aufrechte, patriotische Haltung.

Sein Metier ist die organisatorische Arbeit, schreibt er in einem Briefwechsel mit Ljudmila Jewgenjewna, er war beseelt davon, Betriebsdirektor zu werden. Alles erreicht in diesem Gebiet, ist er heute ein Voltairianer, ein Anhänger freien Denkens, der Freiheit des Wortes. Es ist das Interessanteste überhaupt, mit Menschen im Gefängnis per Brief zu reden, hier werden diese Briefe und die Gedanken MC's offengelegt, beeindruckend menschliche, faszinierend unbeugsame Inhalte, die etwas darüber sagen, was morgen in Russland möglich sein könnte. MC gibt anderen vor allem auch Mut und Unbeugsamkeit in der Verfolgung guter, sozialer Interessen. Ob seine Einteilungen in Links und Rechts morgen noch richtig sein werden, wage ich zu bezweifeln. Noch sieht er nicht den Zwang zum Bescheiden, er ist noch geprägt vom ewigen Wachstum, kein Wunder, wenn man die fatale Innovationslage des Riesen Russland betrachtet. Unabhängig davon ist ein MC ein wichtiges Symbol für ein neues Russland, die Sehnsucht nach rechtsstaatlichen, freien, zuverlässigen Gesetzen und Regeln.

Auf die Frage anlässlich der PK im Checkpoint Charlie Museum vom 22.12.13, ob er Hass empfinde, sagte Chodorkowski sinngemäß, dass er Pragmatiker sei und das Ganze Teil eines (kapitalistisch korruptiven) Spiels wäre, kein Grund also für dieses Gefühl vorläge.

Sein ursprüngliches Ziel hat er erreicht und kann es nach 10 Jahren Gefängnis in Berlin/Hotel Adlon feiern:

"Wir wollen nicht verbergen, dass wir beseelt sind vom Reichtum. Unsere Ziele sind klar, die Aufgaben festgelegt - wir wollen Milliardäre werden. Wir haben die Nase voll vom Leben nach Lenin! Unser Kompass ist der Gewinn, erzielt in Übereinstimmung mit strengster Einhaltung des Gesetzes. Unser Idol ist Ihre Majestät, das Kapital."
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am 21. Juni 2011
Er war nicht nur der einst reichste Mann Russlands, nicht nur die personifizierte Opposition späterhin gegen Putin. Er ist in Person auch ein aktuelles Mahnmal für Menschenrechte , Zensur und allgemein dafür, wie die Obrigkeit (nicht nur) in einem wirtschaftlich aufstrebenden Land wie Russland immer noch in jahrhundertealten, zentralistischen und feudalistischen Strukturen verbleibt.

Für die Berichterstattung zu anderen Ländern hin verbleibt oft nur der Blick auf den fast hermetisch abgeriegelten Gefangenen, der meist still das nächste Urteil, die nächste Verlängerung seiner Inhaftierung entgegen nimmt. In Prozessen, die durchaus als 'Schauprozesse' alter Manier bezeichnet werden können. Mit Rechtsprechung hat das nun wirklich nichts mehr zu tun.

In diesem Buch spricht er selbst und gibt einen umfassenden Einblick in seine Haltung und sein Denken. Eine Haltung, die sich im Lauf der Jahre, die er in 'Ungnade' gefallen ist, stark verändert hat. Vom einstigen Vorzeigekapitalisten und im Reichtum gerne schwelgenden Ölmogul hin zum reflektierten und, vor allem, prinzipientreuen Idealisten, der alle Möglichkeiten, sich durch Flucht der drohenden Verhaftung zu entziehen, hat verstreichen lassen.

Das fast zu Anfang im Buch stehende Schlussplädoyer Chordokowskis aus seinem letzten Prozess 2010 trägt ins ich bereits die Essenz des Verfahrens und der Prinzipien, auch des Denkens Chodorkowskis. Ebenso wird deutlich, wie unvorstellbar der letztlich 'rechtsfreie' Umgang mit seiner Person selbst ihm vor 2003 erschienen sein muss. Ein Blick aus dem Gefängnis heraus auch auf die vielen vergeben Chancen der sich wandelnden Gesellschaft in Russland. Stagnation statt Entwicklung, Chodorkowski legt den Finger in eine offene Wunde, 'obwohl die Hoffnung noch lebendig ist', wie er sagt.. Sagt mit Pathos, den man ihm ob seiner Lebensgeschichte abnimmt. 'Wenn es sein muss, werde ich nicht schwanken. Meine Überzeugung ist mir mein Leben wert. Ich meine, das bewiesen zu haben'.

Sicher spielt in den vielfachen Briefen der Prozess immer eine tragende Rolle In allen Einlassungen aber zeichnet sich das Bild eines Mannes 'mit Ideen' ab. Einer, der gestalten will, der die Freiheit auch der gesellschaftlichen Entwicklung sucht, dem das freie Unternehmertum die Grundlage für eine sich sozialisierende Gesellschaft ist. Eine Gesellschaft, die unter dem Druck der politisch-polizeilichen Führung gehalten wird.

Daneben wird in den Eigenaussagen auch der innere Weg hintergründig deutlich. Zu Zeiten war Chodorkowski ein ebenfalls skrupelloser Konzernlenker, dem (fast) jedes Mittel zum Aufstieg recht war, der vor allem die Korruption im Lande für sich zu nutzen verstand. Doch nicht erst im Gefängnis hat er eine Wandlung vollzogen. Schon als Konzernlenker hat er sich selber 'modernisiert' und die soziale Komponente deutlich mit in den Vordergrund gestellt, sich vor allem gegen jene Korruption von da an eindeutig positioniert.

Das Buch ergibt ein differenziertes und belastbares Bild des Mannes Chodorkowski ebenso, wie es einen blick auf die Entwicklung Russlands in der jüngeren Vergangenheit wirft. Neben dem persönlichen Schicksal schwingt in den Aussagen Chodorkowskis das Schicksal eines ganzen Landes mit und das alles ist hochinteressant und spannend zu lesen.
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am 26. November 2016
Ich habe dieses Buch mit sehr großem Interesse gelesen. Es macht den Leser zugleich betroffen und auch wütend ob der grenzenlosen Rechtlosigkeit, Gleichgültigkeit und Unmenschlichkeit die in diesem Land seit Jahrzehnten und Jahrhunderten herrschten und wieder herrschen. und hoffnungsvoll, weil es zeigt, dass es etwas gibt, das stärker ist als Willkür, Brutalität und Entrechtung. Ich, der ich dieses Land und dessen Sprache und Kultur leidenschaftlich liebe, wünschte mir so sehr, dass Bücher wie diese künftig nicht mehr geschrieben werden. Leider sorgen die derzeitigen Machthaber in Russland täglich für weitere Märtyrer und Opfer ihres ausgefeilten Unrechtssystems. Nicht alle haben die Stärke eines Michail Chodorkowskijs, dem es gelungen ist auch noch nach zehn Jahren in der Hölle des GULAG ein aufrechter und ungebrochener Mensch zu bleiben.Ich möchte auf Russisch enden: "Spassibo schto Wy jest' na etom swete." Danke, dass es Menschen wie Sie gibt. Danke für dieses Buch.
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am 31. Mai 2011
Was enthält das Buch?
1. Nach dem Vorwort das Buch das Schlußplädoyer aus dem letzten Prozeß, datierend vom 02.11.2010. Schon dieses Plädoyer lässt aufhorchen.
2. einen Essay von Erich Follath über das Denken und Tun des Michail Ch. Während der letzten zwanzig Jahre, der meines Erachtens aber nicht allzu viel hinterfragt und im Guten wie im Schlechten nicht allzu sehr in die Tiefe geht.
3. Das berühmte Esquire-Interview (m.E. erstmals vollständig in deutscher Übersetzung), zwischen Boris Akunin (dessen Klarname Grigori Tschchartischwili anders als im ursprünglichen Interview-Text unterschlagen wird, wahrscheinlich dem deutschen Markt geschuldet). Die beiden Gesprächspartner bzw. Korrespondenten harmonieren in den meisten Punkten; die einzige Ausnahme ist die jeweils verwendete Definition des Begriffs "Liberalismus", und auch da einigen sie sich recht schnell. Auch wenn das Interview jetzt schon einige Jahre alt ist: lesenswert ist es nach wie vor.
4. Den Briefwechsel mit der Autorin Ljudmila Ulitzkaja, der auf Deutsch zuerst in der Zeitschrift "Osteuropa" veröffentlicht wurde und an dem bis ins Jahr 2010 geschrieben wurde. Dieser Briefwechsel ist nicht so ganz einfach. Beide Korrespondenten beziehen sich häufig auf Dinge, die sie zu UdSSR-Zeiten erlebt oder erfahren haben, der mit diesen Dingen nicht so vertraute westliche Leser (eindeutig nicht die Zielgruppe) bleibt hier doch gelegentlich ratlos zurück. Außerdem reden die beiden erstaunlich oft aneinander vorbei. Das liegt hauptsächlich daran, daß Ljudmila Ulitzkajas Fachgebiet eindeutig nicht in der politischen Theorie zu suchen ist und sie Chodorkowskis gedanklichen Ausflügen nicht immer folgen will.
5. Den Briefwechsel mit dem Science-Fiction-Autor Boris Strugazki, der sich eher schwierig liest. Beide Gesprächspartner springen zwischen den verschiedensten Themen hin und her, ohne daß eine klare Linie immer deutlich wird. Mal versandet eine Argumentationslinie auch komplett, weil einer der Schreibenden (meistens Strugazki) mit einem Thema einfach nicht weitermacht.
6. Einige Essays zur Gegenwart und Zukunft der russischen Politik (interessant) und zur Gegenwart der russischen Justiz (beklemmend). Die politischen Essays stammen teilweise aus der Zeit vor den Wahlen 2006 und sind nur deswegen interessant, weil der Briefwechsel mit Akunin sich ausgiebig auf diese Essays bezieht.

Inhaltlich ist das Buch ist eine Überraschung - und dann auch wieder nicht. Kurz und sehr knapp gesagt, handelt es sich bei dem, was der Autor vertritt, um das Programm eines extrem werteorientierten Linksliberalismus, und eine solche Grundeinstellung kann ich nur begrüßen. So daß die Frage bleibt: ist er damit glaubwürdig?

Ich meine ja. Wenn man einem Menschen die Fähigkeit zugestehen will (was bei Betrachtung diverser Internet-Statements bei vielen nicht unbedingt der Fall ist), daß er sich ändert. Und unabhängig von der Frage nach der Lauterkeit der Mittel, mit der Herr Ch. damals sein Geld verdient hat, ist es sicher in der Förderung der Demokratisierung der russischen Gesellschaft besser angelegt als das anderer Leute, die sich auf die Förderung des englischen Erstligafußballs beschränken.

Und dann ist es auch langsam Zeit für eine Runde Mitleid mit Wladimir Putin. Der hat sich offensichtlich einen Gegner ausgesucht, den er gerade deswegen nicht mundtot machen kann, weil er ihn eingesperrt hat, und dem er intellektuell mit Sicherheit nicht gewachsen ist...
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am 29. Mai 2011
Wer sich für den markanten Häftling Michail Chodorkowski interessiert, der in Russland mehrfach zu Arbeitslager und Haft verurteilt wurde, findet mit diesem Briefwechsel den Zugang zu einem Mann, der äußerst scharfsinnig über Teile seines bisherigen Lebens berichtet.

Ausgelöst durch seine unerwartete Freilassung am 19. Dezember 2013 aus der Lagerhaft konnte man sich nach ersten Presseberichten des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein kluger, nachdenklicher und höchst reflektierter Mann seine Freiheit wieder erlangt hat.

In seinem Briefwechsel mit Autoren und Wissenschaftlern erläutert er seinen Werdegang, der ihn in schon jungen Jahren zu einem der reichsten Männer Russland werden ließ.

Seine politischen, wirtschaftlichen und philosophischen Einlassungen sind eindeutig und klar.

Vom überzeugten Komsomolzen führt es ihn nach der Perestrioka in Russland zur Gründung einer ersten privaten Bank, bis er 1997 dem Ölkonzern Yukos vorsteht. Dieser Großkonzern wird sein Schicksal! Wie zahlreichen anderen Oligarchen werden ihm unlautere Wirtschaftsmethoden nachgesagt. Diese nachzuprüfen steht dem Rezensenten nicht zu. Doch nachweislich macht MBC in wenigen Jahren vom reinen Wirtschaftsboss eine Wandlung durch. Er gründet soziale Netzwerke und Organisationen, unterstützt Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten und wird zum gefährlichen Konkurrenten für Putin, dem uneingeschränkten Herrscher der russischen Diktatur.
„Chodorkowski beschränkte sich jedoch nicht auf unterstützende Stiftungsarbeit. Um dem Bürgermeister von Neftejugansk, einem Zentrum von Yukos, eine Lehre in Korruption zu erteilen, fror Chodorkowski kurzerhand sämtliche Steuerzahlungen an die Stadt ein und überwies das Geld direkt an Krankenhäuser, Bildungsinstitutionen und andere Einrichtungen.“ (Die Welt vom 25.12.13) Wegen Steuerhinterziehung wurde er verurteilt!

Chodorkowski stürzt mit seiner Verhaftung und Aburteilung wegen angeblicher Wirtschaftsvergehen in den Abgrund russischer Lagerhaft.

In seinem Gedankenaustausch mit bekannten Autoren lässt er sich über seine Überzeugungen sowohl in Wirtschaftsfragen, Analysen des Staatsmonopols als euch über sein persönlichen Schicksal aus.
In geschliffenen Formulierungen und ehrlichen Gedanken bietet er Einblick in die Wandlung eines Mannes vom Großmogul zum einfachen Menschen. Geld ist nicht alles in der Welt und die Worte „Freiheit“ des Seins sind ihm Anlass, sein persönliches Schicksal anzugehen. Seine Intentionen gehen in Richtung einer gerechten, demokratischen und von Gesetzen gesteuerten freien Wirtschaft mit breiter Beteiligung aller Bewohner seines Landes. Jeder soll eine Chance bekommen!

Wie weit die Bewohner eines Vielvölkerstaates wie Russland einem solchen Prozess der Liberalisierung schon gewachsen sind bleibt offen. Chodorkowski ist leidenschaftlich, gemessen, selbstkritisch und teilweise idealistisch in seinen Reflexionen.

Die Frage bleibt: wie erträgt man Gefangenschaft über so lange Zeit und ohne Hoffnung auf Begrenzung? Das macht einen neugierig und darüber möchte man noch sehr viel von ihm wissen!
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am 10. Juni 2012
ein sehr anschaulich geschriebenes und eindringliches buch, das (wieder einmal) belegt, das menschenrechte mit füßen getreten werden. leider wird sich wohl daran wohl nichts ändern.
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am 24. Oktober 2011
unser "lupenreiner demokrat" (zit. gerhard schröder) aus moskau der sich übrigens mehr und mehr als selbstdarsteller vom schlage berlusconis entpuppt, ist für mich der eigentliche strippenzieher für diese unverfrohrene gemeinheit die man michael chodorowski und seiner familie angetan hat. für michael empfinde ich tiefe verbundenheit.
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