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am 26. Januar 2010
Hansjörg Küster hat im Jahr 2007 im C. H. Beck Verlag ein Buch vorgelegt , das für das vorliegende voluminöse Buch aus England durchaus als Vorbild hätte dienen können. "Die Elbe. Landschaft und Geschichte" nannte Küster ein Buch, in dem er die Kulturgeschichte eines Großraums am Beispiel eines Flusses und seiner Geschichte aufzeigt.

Der britische Autor Peter Ackroyd hat nun in seinem Buch "Die Themse. Biographie eines Flusses" etwas Ähnliches für jenen nur 215 Meilen langen englischen Fluss probiert. Er folgt dem Lauf der Themse von seiner Quelle in Gloucestershire bis zu seiner Mündung in die Nordsee. Was diesen Fluss von all den anderen berühmten Flüssen der Welt unterscheidet, ist sein enormer Tidenhub von fast sieben Metern. Da das Land, durch das die Themse fließt, mit jedem Jahr etwas absinkt, erreicht die Themseflut mit jedem Jahrhundert einen etwa 60 cm höheren Scheitelpunkt. Selbst wenn man die durch die Erderwärmung wahrscheinliche Erhöhung des Meeresspiegels nicht mit einrechnet, könnte das für die englische Hauptstadt London, durch die die Themse unter zahllosen berühmten Brücken hindurchfließt, irgendwann venezianische Zustande bedeuten.

In einem schier unerschöpflichen Erzählfluss lässt sich Ackroyd von diesem Fluss und seiner Geschichte faszinieren. Kühn und forsch behauptet er nichts Geringeres, als dass die Themse den nationalen, den englischen Charakter verkörpere. Das ist ähnlich übertrieben und "schwergewichtig" wie so manche andere Behauptung, die er in seinem dicken Buch aufstellt, ohne sie immer genau zu begründen. Die Ehrfurcht vor dem als heilig verstanden Fluss führt ihn nicht selten in auch sprachlich seltsame und aufgeblasene Konstruktionen.

Dennoch: das Buch ist lesenswert, für Freunde der englischen Kultur - (geschichte) ein Muss.
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am 3. Juni 2015
Peter Ackroyd begibt sich auf eine Reise durch die Geschichte der gerade einmal 346 Kilometer langren Themse und beleuchtet sie dabei aus allen möglichen Blickwinkeln. Trotz des Sachbuchcharakters ist das Buch nicht wirklich sachlich verfasst. Die Kapitel sind vielmehr in Form von Essays gehalten, wobei der poetische Ton manchmal fast in eine zwanglose Plauderei rutscht. Das ist nicht negativ gemeint, sondern liest sich durchaus angenehm.

Ackroyd widmet sich historischen Ereignissen und geografischen Beschaffenheiten entlang des Flusses, beginnend mit der Zeit, bevor es überhaupt Menschen gab. Zahlreiche Kirchen, Brücken und Schleusen, prägten und prägen immer noch das Bild des Flussverlaufes. Auch Kriege haben Spuren hinterlassen. Wirtschaftlich hatte die Themse lange Zeit einen hohen Stellenwert. Entsprechend groß war die Anzahl an Werften und Docks, wo Waren umgeschlagen wurden, sowie Arbeitern an und auf dem Fluss. Im Gegensatz dazu gab es viele Plätze, wo man sich bei Freizeitaktivitäten verlustieren oder auch gewissen Lastern frönen konnte. Doch es gab auch Landstriche, die noch ursprünglich waren und Oasen der Stille boten. In weiten Bereichen ist es auch die Geschichte Londons, von dem auf diese Weise ein vielschichtiges Bild seiner Bauten, den Bürgern und ihren Sitten und Gebräuchen entsteht. Viele Künstler verewigten die Schönheit der Themse in Gedichten oder Gemälden, doch es gibt auch Schattenseiten, denn das Gewässer war ein geeigneter Platz, um Verbrechensopfer verschwinden zu lassen oder seinem Leben selbst ein Ende zu setzen.

Über all dies und noch viel mehr erzählt Ackroyd und lässt mit seinen anschaulichen Schilderungen die vergangenen, geschichtlich bedeutsamen Jahrhunderte wieder auferstehen.

Ein gewisses Faible für den Fluss ist sicher von Vorteil, um das Interesse an den vielen Facetten aufrecht zu erhalten. Die abwechslungsreiche Erzählung, die mit alten Fotos und Gemälden illustriert ist, dürfte aber auch bei weniger großen Liebhabern des Landes kaum Langeweile aufkommen lassen.
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Peter Ackroyd hat schon viele Dinge aufs Papier gebracht, Romane, historische wie Krimis, Erzählungen und immer wieder auch opulente Biographien.
Zuletzt mit seinem groß angelegten Werk über die britische Metropole London, dass uns diese Region von ihren Ursprüngen über die Besiedelung, die mittelalterlichen Gebräuche bis hin in die Moderne vorstellte oder sein formidables Werk über den Stratforder Barden William Shakespeare, das als belesenes und anekdotenreiches Literaturspektakel sowie spannende Geschichtsforschung zugleich durchgeht und dabei den staunenden Leser nicht aus seinem Banne entlässt.
Sein neuestes biographisches Werk, dass in der überaus geglückten deutschen Übersetzung von Michael Müller beim Knaus Verlag erschienen ist, stellt nach einer Weltstadt und einem Dramatiker nun einen Fluss vor: "Die Themse - Biographie eines Flusses".
Wie schon bei seinem London-Buch begibt sich Peter Ackroyd mit seiner Geschichte an den Ursprung, quasi an die Quelle dieses mit knapp 350 km nicht gerade üppigen Flusses und faltet uns dessen Geschichte in vielen bildhaften Anekdoten und populärwissenschaftlichen Betrachtungen nahe.
Seit 170 Millionen Jahren fließt im heute als England bekannten Teil der Europa vorgelagerten Insel ein Fluss von Cirencester bis hin zur Nordsee und die gesamte Entwicklung und heutige Bedeutung dieses Landstrichs ist, so Ackroyd, untrennbar mit dem Lauf des jetzt als Themse bekannten Flusses verbunden. Die Themse brachte die Besiedelung, das Leben, den Wohlstand und den Tod, sie war Ader des Handels und Abgrund tödlicher Verdammnis und ohne sie würde es der kleine Flecken Londanum nicht dorthin gebracht haben, wo er heute steht. Und das ist sicherlich sprichwörtlich zu nehmen!
Die Themse" von Peter Ackroyd ist dramatisches Geschichtspanorama, bebildertes Lesebuch, Lexikon und spannende Lektüre zugleich und bietet auf seinen fast 600 Seiten einen vorzüglichen Überblick zu einem schier unerschöpflichen Thema. Großartig!
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Peter Ackroyd ist ein Garant für spannende und informative Literatur mit gehobenem Anspruch, wie bereits seine Biographie zum Thema London zeigte. Mit seinem neuesten Buch DIE THEMSE biographisiert er einen der bekanntesten Flüsse Europas und die Besiedelungsspuren in seiner Umgebung, welche über vier Jahrtausende zurück reichen. Die Themse ist somit untrennbar mit der britischen Geschichte verbunden, wie es der Rhein mit Deutschland ist.

Nicht ganz ohne Neid kann man hier über das neueste Buch von Peter Ackroyd schreiben, denn es portraitiert den Fluss der Flüsse Großbritanniens so charmant und galant, dass man meinen könnte er sei in ihn verliebt.

Schon auf den ersten Seiten kommt Peter Ackroyd mit so vielen interessanten Fakten daher, dass man sich fragt, wie lange es gedauert hat all das zusammen zu tragen?!

Allerdings schmerzt es mich das er bei der Auflistung vergleichbarer wichtiger oder großer Flüsse ganz den Deutschen Rhein vergisst, welcher unbestreitbar der Urstrom Europas ist und ins schon lange nicht mehr vorhandene Nordmeer mündete. In den Vater Rhein mündete damals (dies ist schon einige Millionen Jahre her) auch die Themse, bevor sich das ganze Wasser in das Meer ergoss.

Doch zurück zu dem brillanten Buch DIE THEMSE, wir wollen nicht abschweifen. Unbestriten eine hervorragende Quelle zu allem was mit dem Fluss zu tun hat, seien es politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Dinge. Das Buch quillt über vor Fakten, Basiswissen, Quellhinweisen und mystischen Details in der reichhaltigen Geschichte des Flusses.

Es freut den Leser unbestreitbar, dass Kunst und Kommerz einträchtig nebeneinander bestehen können, denn der Fluss hat sie beide gefördert. Seine Windungen, wie ein Aal, absorbieren fast 95% der kinetischen Energie des Wassers und verursachen Strudel und Wasserwellen, Unterströme und Wirbel.

Seine Bedeutung für Südengand ist unbestritten, als Teiler der Grafschaften, Motor der Wirtschaft und Hort der musikalischen Darbietungen. Hier sei auch vermerkt das Händels Wassermusik zu Ehren des damaligen Prince of Wales nicht die durchschlagende Wirkung gehabt hätte, wäre es nicht auf der Themse uraufgeführt worden. Gekont verquickten sich damals Kunst und Politik auf der Themse.

Das Buch DIE THEMSE - BIOGRAPHIE EINES FLUSSES von Peter Ackroyd lässt keine Wünsche offen und ist in der Tat ein herausragendes Werk zu Ehre einer der bedeutendsten Flüsse Europas.

Sehr empfehlenswert!
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