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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 4. Mai 2009
Der Buchtitel kommt etwas flapsig daher. Das "auch" versteht sich jedoch nicht als vordergründige Bejahung. Diese Ernsthaftigkeit unterscheidet das Buch wohltuend von den Formaten, die sich in der sogenannten "Lebenshilfe" Abteilung des Buchhandels finden lassen.

Die Autorin erzählt differenziert, wie sie als junge Frau mit dem Stigma der Hörschädigung konfrontiert wurde. Ihre Auseinandersetzung damit durchläuft Stadien des Schocks, der Verdrängung, Wut, Verzweiflung und Scham. Dieses Dilemma schildert sie sehr wahrhaftig und schonungslos.

Mit viel Energie, Disziplin und Selbst Bewusstsein findet sie einen Weg, sich diesem Schicksal zu stellen und sich damit auszusöhnen.

Das Buch öffnet nicht nur den ca. 16 Millionen schwerhörigen Menschen und deren Angehörigen die Augen. Es stellt vielmehr im Zusammenhang mit einer häufig tabuisierten Behinderung die Frage: Wie gelingt es Menschen, konstruktiv mit ihren individuellen Verwundungen umzugehen?

Die Beantwortung liest sich humorvoll ("Umbringen könnte ich die Stimme...Wie in einer Märchenstunde fühle ich mich, wenn ich den folgenden Wörtern lausche: Hohn, Pest, Schopf, Narr..." Szene beim Hörtest)und entbehrt nicht der Poesie "Ich will meine Hörgeräteprinzen lieben lernen.").

Haben Hörgeschädigte uns vermeintlich Gesunden sogar etwas voraus? Der Weg des Verstehens geht über intensives Zuhören. Der Trost, den das Buch Betroffenen vermittelt, liegt auch in der Tatsache, dass die Autorin VERSTÄNDIGUNG und VERSTEHEN unterscheidet. Verständigung findet allerorten statt, aber tiefes Verstehen ist eine Herzensangelegenheit, die mit oder ohne Hördefizit der Königsweg bleibt.

Neben den vielen Alltagssituationen und der Innenwelt der Autorin bietet das Buch einen profunden medizinischen Teil, literarische Aperçus, Ausflüge in die Welt der Musik sowie viele praktische Tipps. Ein Farbfoto zeigt kultige Hörgeräte, sodass der modisch interessierte Konsument sich wundert, warum diese nicht offensiver getragen werden...

Der Bucheinband zeigt rote Kirschen am Ohr einer Blonden: Das verspricht Lesegenuss!

Kornelia Lohrengel + Ute Gärtner
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am 19. November 2013
geschrieben. Dies ist kein schwer zu lesendes Fachbuch und bietet , leicht leserlich verpackt, reichlich Informationen. Vieles, was Nichtbetroffenen unverständlich erscheint, wird hier beschrieben. Der anfängliche Selbstverleugnungsprozess, Hörfähigkeit, die durchaus auch mal tagesformabhängig und umgebungslärmunabhängig ist, die Wut und Trauer über den Verlust einer Selbstverständlichkeit, aber auch die Dankbarkeit für die heute mögliche Hilfsmittelversorgung und wie anstrengend es mitunter ist, mit Hörsystemen Hören zu lernen. Ich bin selbst hörsystemsüchtig mittlerweile, fühle mich ohne Gerät zutiefst verunsichert und trage bisher ein Gerät, dessen Schale ich selbst farblich austauschen kann, werde ein zweites Gerät anpassen lassen, weil mein unerklärlicher Hörverlust unablässig voranschreitet. Das Herausnehmen abends erlebe ich immer noch als unfassbare Stille. Plötzlich wieder das eigene Auftreten auf die Treppenstufe zu hören oder das Umblättern der Zeitung hören zu können, ist keine Selbstverständlichkeit und die Autorin versucht hier Barrieren zur Hörgeräteversorgung abzubauen und Nichtbetroffenen neben medizinischen Kurzerläuterungen einen offenen Einblick in die Gedanken, Wünsche und Nöte schwerhöriger Mitmenschen zu gewähren.
Vieles in diesem Buch spricht mir aus der Seele, habe ich genauso oder sehr ähnlich erfahren oder tu es noch.
Sehr zu empfehlen für Menschen, die eine lebensnahe Auseinandersetzung mit dem Thema suchen, egal ob als Betroffene oder Interessierte.
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am 19. April 2009
Leben mit Schwerhörigkeit ist für die Betroffenen häufig mit Alltagseinschränkungen verbunden: eine gewisse Stigmatisierung und das Unbehagen, sich zu outen, kann so stark sein, dass man sich eher zurückzieht, als andere Menschen zu bitten, doch einfach laut und deutlich zu sprechen. Das Buch wurde von einer betroffenen Ärztin geschrieben, es erklärt Ursachen für die Schwerhörigkeit, enthält brauchbare Informationen zu technischen Hilfsgeräten und zeigt einen guten Weg, mit seiner Schwerhörigkeit umzugehen. Dieses Buch macht den Betroffenen Mut - und das ist auch gut so!!!
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am 15. Oktober 2013
Wer selber schwerhörig ist oder aber Bekannte und Verwandte mit Hörproblemen hat sollte dieses Buch unbedingt lesen. Selbst Betroffene fühlen sich bestätigt und um ihrer Krankheit anerkannt. Zudem gibt es wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Für Außenstehende führt dieses Buch zu mehr Verständnis und Anerkennung von Hörminderungen.
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am 18. Oktober 2013
Dieses Buch gibt leicht verständlich Einblicke aus Sicht der Menschen, die von Schwerhörigkeit betroffen sind. Auch für Angehörige von Schwerhörigen absolut zu empfehlen. Dieses Buch erweitert das Bewusstsein gegenüber den Betroffenen.
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am 6. April 2014
Seit knapp einem Jahr begleiten wir unser Leben. Ich die Hörende mit Sehbehinderung und er der hochgradig Schwerhörige. Ich kenne seine "Vermeidungsstrategien" und manchmal lassen sie mich ratlos zurück. Ich kenne auch meine Strategie im Umgang mit der Sehbehinderung und merke, sie ist spätestens im Gebrauch der Sonnenbrille mit seinen Bedürfnissen nach klarem Durchblick nicht kompatibel. Und wie das so ist, macht uns das gegenseitig manchmal wütend.....

In dieser Situation kommt mir dieses kleine Büchlein unter die Finger und ich verstehe plötzlich aus dem Blickwinkel der fremden Beobachterin: Die Aversion gegen Sonnenbrille, die haben auch andere schwerhörige Menschen, du darauf angewiesen sind, von den Lippen ab zu lesen.

Für mich war das Buch wirklich hilfreich - hätte mir aber gewünscht, das dieser Teil der Schilderungen noch viel umfangreicher gewesen wäre! Es hilft, losgelöst von eigenen Konflikten, einen anderen Blick auf ein Leben im Anderssein zu werfen.
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am 12. Oktober 2015
Kurz und knapp erklärt wie der schleichende Hörverlust sich auswirkt im Alltag/Beruf ...
Zitate zum Thema Hören gut gewählt
verständlich erklaert
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am 30. April 2009
Schwerhörigkeit = Krankheit? So hab ich es noch nie gesehen. Aber das ist auch das einzige Haar in der Suppe. Ansonsten ein sehr hilfreiches Buch für Betroffene (wie mich). Meine Rezension finden Sie auf dem Portal für Hörgeschädigte "Taubenschlag"
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