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am 21. April 2017
sehr spannend geschrieben, man möchte das Buch kaum zur Seite legen. Die Geschichte der zugrunde liegenden historischen Person ist sehr anschaulich beschrieben, man leidet mit der Protagonistin mit. Der Sprung in den Epochen ist gut gelöst.
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am 2. März 2017
Über weite Strecken ist mir das Buch zu langatmig und fast schon etwas langweilig, jedoch ist die Story an sich sehr interessant. Einige Seiten waren dann wieder sehr spannend und berührend.
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am 26. Februar 2015
Selten ist einem Autor/einer Autorin die Mischung von Neuzeit und Vergangenheit so gut gelungen, wie Sabine Weigand in diesem Roman. Ein berührendes und spannendes Buch!
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am 31. Dezember 2003
Bei Restaurierungsarbeiten in der Plassenburg im Fränkischen Kulmbach wird die eingemauerte Leiche eines Säuglings entdeckt. Eine Gruppe von Hobbyhistorikern macht sich auf die Spurensuche eines Verbrechens, das mehr als 400 Jahre zurückliegt. Sabine Weigand, selbst Historikerin, nutzt diese Ausgangssituation für ein pralles Sittengemälde des mittelalterlichen höfischen Lebens. Das Buch enthüllt die Lebensgeschichte der jungen Markgräfin Barbara von Ansbach, einer mutigen Frau, die gegen die strengen gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit verstößt und viele Jahre lang von ihrer eigenen Familie auf der Burg gefangen gehalten wird.
Geschickt verbindet die Autorin die Dedektivgeschichte in der Gegenwart mit der bunten Schilderung der tatsächlichen Begebenheiten auf der mittelalterlichen Burg. Die Hobbyforscher kommen am Ende der Wahrheit recht nah, doch ihre mühsamen Recherchen in Kirchenarchive und Bibliotheken stossen an Grenzen. Letztlich kann die Wissenschaft nicht in die Herzen der Menschen blicken. Aus den zahlreichen Fragmenten entsteht nur das Skelett der Ereignisse. Lebendig wird das Mosaikbild der Vergangenheit erst durch die Fantasie.
Die Geschichte ist mitreißend geschrieben und zieht den Leser von der ersten Seite an in den Bann. Auch wenn sich (wie in allen historischen Romanen) Wahrheit und Fiktion mischen ist der Roman von grobschlächtig-folklorisischem Kitsch weit entfernt. Das kann man ja leider bei weitem nicht von allen Büchern dieses Genres sagen. Sehr gut recherchiert (die Markgräfin und viele der historischen Figuren gab es nämlich wirklich!)entwickelt die Autorin ihre Figuren und deren Schicksale stets glaubwürdig und authentisch.
Sabine Weigand nähert sich der Geschichte mit viel Liebe zum Detail und großem Respekt vor den Figuren. Mit ihrem Erstling ist ihr ein spannendes Historienepos und zugleich ein wunderschönes Stück Heimatgeschichte gelungen.
Obwohl ich eigentlich kein Freund historischer Romane bin, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Durch Zufall habe ich vor einigen Tagen ein Leseexemplar in die Hände bekommen und es in einem Zug "verschlungen". Vielen Dank für die vielen Stunden höchsten Lesevergnügens. Ganz sicher werde ich demnächst einmal die Plassenburg besuchen.
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am 13. Februar 2007
Dies ist der beste historische Roman den ich jüngster und auch längerer Zeit gelesen habe und ich kann ihn nur absolut empfehlen.

Die zwei Zeitebenen fand ich total gut, für mich erhöhte es die Spannung.

Ging es in der Gegenwart mit den Nachforschungen voran, konnte ich es kaum erwarten bis es im nächsten Kapitel wieder um die aussichtslose Lage der Markgräfin ging. Schien sich hier ein Lichtblick abzuzeichnen, ging es wieder in die Gegenwart und die Hoffnung für Barbara musste warten.

Am besten an dem ganzen Buch fand ich die glaubwürdige menschliche Darstellung der Hauptperson:

Nicht grad vom Glück verfolgt, keine Vorteile durch adelige Geburt, nicht die Schönste von Natur aus, auch nicht begabter als alle anderen. Ein Freigeist ja! Gerade deswegen das verursachte Leid noch schlimmer für sie zu ertragen.

Noch nachvollziehbarer.

Dieses Buch fühlte sich ECHT an.

Mir gefielen auch einfach die Briefe in der altertümlichen Sprache. Das fand ich einfach schön für die Stimmung des Buches.

Wer mehr lesen will als Liebesgeplänkel vor historischer Kulisse von Protagonisten, denen in eher schwierigen Zeiten alles in den Schoss zu fallen scheint und die alles mit links meistern, sondern ein authentisches Portrait einer mittelalterlichen Frau, gekleidet in einen spannenden Rahmen ist hier genau richtig!

Für mich, die genervt ist von Gabaldon & Co ein Volltreffer!!!
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am 25. März 2004
Sabine Weigand weiß wovon sie redet, wenn sie über die Markgräfin schreibt. Ausführlich hat sie sich über Briefe aus der damaligen Zeit mit dem Schicksal der real existierenden Markgräfin Babara auseinander gesetzt und den Rest mit brillanter Vorstellungskraft zu einer Geschichte entwickelt, die eine Mischung aus Detektivroman (was hat es mit der Kinderleiche in der Plassenburg auf sich) und historischem Roman gekonnt kombiniert in sich trägt. Ungeschönt schildert sie das Leben im Mittelalter auf der Burg,die keineswegs so romantisch ist,wie man sich das immer vorstellt, sondern hart, mit vielen Entbehrungen und unter unmöglichsten hygienischen Verhältnissen. Aber lesen Sie selbst. Sabine Weigand ( Studium der Geschichte) ist vom Fach und "Die Markgräfin" wird sicher nicht das letzte sein,was man von dieser tollen und sehr sympathischen (habe sie persönlich treffen können!)Autorin lesen wird.
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am 5. November 2010
Eigentlich habe ich historische Romane über die deutsche Geschichte eher verschmät - hatte mich bislang nie wirklich interessiert, wo doch mein "Steckenpferd" eher das Mittelalter um Großbritannien und speziell alles über Schottland ist!
Bei einem Stöbern in Remitenden ist mir dann "die Margkräfin" in die Hände gefallen und war irgendwie gleich gefesselt von der Kurzbeschreibung!

Nun, ich muss gestehen - ich konnte es kaum auf die Seite legen! Wie bei einer meiner Vorredner war auch ich teilweise zu tiefst gerührt über die Geschichte der Barbara. Teilweise verbunden mit einer richtigen Agression gegenüber Albrecht Alkibiades. Eigentlich war er Barbaras Großneffe. Sie selbst wurde ursprünglich bereits 1465 geboren, jedoch hat Frau Weigand sie 50 Jahre später in ihre Geschichte geschickt um den Markgräflerkrieg sowie die Zerstörung der Plassenburg zu Kulmach zu beschreiben. Das nennt man dann die sogenannte schriftstellerische Freiheit! Dies stört mich persönlich allerdings überhaupt nicht!
Die Frauen im Mittelalter hatten es generell nicht einfach - waren sie wirklich eigentlich nur zum Kinderkriegen gut und hatten - wie es auch heute noch so mancher denkt - nur hinterm Herd was zu suchen. Mitsprache bei einer Hochzeit hatten sie gar nicht, egal wie alt der Zukünftige auch war. War kein Verwandter mehr am Leben, so waren die Frauen und Mädchen meist Mündel des König. Gerade deshalb ist die Markgräfin so bewundernswert!
Schade nur, dass sich ihre Spur nach der Dispens vom Papst verliert!
Ganz besonders gut gefiel mir auch das, nicht verwirrende, hin und her springen in die Gegenwart.

Ich selber lebe in Franken und hatte bislang, zugegeben, nie was über die Plassenburg zu Kulmbach gehört. Doch seitdem ich dieses Buch gelesen habe, möchte ich unbedingt mehr darüber erfahren. :-)

Mein Fazit - "Die Markgräfin" war mein erster Roman von Sabine Weigand und sicherlich nicht das letze!
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TOP 500 REZENSENTam 22. Oktober 2007
Auch wenn es schon ein paar Jahre her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, so ist es mir doch in bleibender Erinnerung geblieben. Erschreckend wie Frauen zur Zeit des Mittelalter behandelt wurden, sogar von ihren nahen Verwandten. Was mir auch immer wieder gut gefällt bei Sabine Weigand , sind die Briefe die in alter Sprachen in ihre Geschichten eingewoben werden. So ist der Bezug zur alten Zeit noch mehr gegeben und man spürt manchmal die alten ungemütlichen Gemäuer in denen unsere Vorfahren wohnten, lebten und liebten. Uneingeschränkt empfehlenswert, auch wenn die Geschichte kein Happy End hat.
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am 7. August 2006
Der Titel erweckt den Anschein, das Buch könne nur langweilig sein. Weit gefehlt !!! Eins der anspruchvollsten und spannendsten Bücher, was ich jemals gelesen habe. Ein absoluter Glückstreffer. Ich habe dieses Buch einfach nur verschlungen und war entsetzt, was im Mittelalter so alles machbar war. Ich habe das Buch meiner Freundin geliehen, die es wiederum innerhalb ihrer Familie weitergegeben hat. Alle, wirklich alle waren absolut begeistert. Ein Leseauftrag an alle Bücherfans !!!
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am 10. Juli 2007
Kurz vorweg: Der Roman ist etwas anders aufgebaut, als man es von den klassischen historischen Romanen kennt.

Frau Weigand erzählt die Geschichte der Markgräfin von Ansbach im 16.Jhd., die sich zunächst der Heiratspolitik ihres Vaters fügt und zunächst den alten Herzog von Groß Glogau heiratet und nach dessen Tod mit dem König von Böhmen per procura verheiratet wird, jedoch nie von ihm angenommen wird. Als sie nach Jahren des Wartens ihr eigenes Leben beginnen will und gemeinsam mit dem König von Böhmen die Annullierung ihrer Ehe durch den Papst begehrt, wird sie von ihren Brüdern auf die Plassenburg gesperrt, um sie wieder gefügig zu machen.

Eben auf dieser Plassenburg entdeckt im Jahr 2001 der Kastellan eine Kinderleiche aus dem 16.Jhd.. Dies ist die zweite "Geschichte", die Frau Weigand am Rande erzählt und die sich am Ende des Romans mit einem Zeitungsartikel unterlegt. Sie nimmt den Leser mir auf eine spannende Entdeckungsreise eines kleinen Hobbyforschteam, dass sich um den Kastellan bildet und sich auf die Suche nach der Identität der Kinderleiche macht und dabei auf die Geschichte der Markgräfin Barbara von Ansbach stößt.

Frau Weigand wechselt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch die Geschichte eine gewisse Frische bekommt. Trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen läßt sich der Roman flüssig lesen, so dass man ihn gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ein gelungener, einfühlsamer Roman über eine starke Frau, die versucht mit den Regeln ihrer Zeit zu brechen.
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