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am 31. März 2005
Das letzte noch fehlende Puzzlestück ist da! Das Bindeglied zwischen der "Prequel Trilogy" und der "Original Trilogy". Wie es George Lucas gelungen ist, den Höhepunkt der Star Wars Saga,den mehr als tragischen Fall Anakin Skywalkers zur dunklen Seite der Macht, visuell umzusetzen, kann ich an dieser Stelle noch nicht beurteilen. Doch der Roman von Matthew Stover, auf der Grundlage des Originaldrehbuches verfasst, übertrifft meine sämtlichen Erwartungen um Längen und hat während des Lesens bei mir für Gänsehaut, Wut und Tränen gesorgt. Es ist einfach schlimm mitanzusehen, wie Anakin Skywalker in die Fallen des Imperators tappt, dabei Freundee und Liebe verrät und immer noch glaubt, Gutes zu tun. Der "allwissende Autor" erzählt die Kämpfe der Hauptbeteiligten- und jede Hauptperson hat in diesem Teil der Saga unglaubliche innere und äußere Kämpfe auszufechten derart geschickt, dass man ihre Handlungen versteht und letztendlich sogar für einen Anakin Skywalker letztendlich Mitleid oder Verständnis aufbringen kann. Ich finde, dieser Roman MUSS einfach in jeder Star Wars- Sammlung stehen und ist mit Abstand das Beste, was ich an fiktionaler Literatur zu Star Wars- sei es nun "Original" oder dem in meinen Augen teilweise unsäglichen "Expanded Universe" finden konnte. Besser hätte man den Wendepunkt der Saga literarisch nicht umsetzen können. Danke, Matthew Stover!
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am 29. Mai 2017
Zuerst zum Cover: Was ich bei den Vorgängerbänden super finde, habe ich auch dieses Mal nicht zu bemänglen. Da die dritte Episode meine Lieblingsepisode ist, bin ich umso glücklicher, dass das Buch meine Lieblingsfarbe, Blau, bekommen hat. Als Icon haben wir dieses Mal eine Karitkatur von General Grievous, was auch sehr zum Buch passt.
Nun zum Inhalt: Unabhängig von der Buchreihe, finde ich es super, dass alle Bücher von verschiedenen Autoren geschrieben werden. So kann man immer wieder unterschiedliche Schreibstile bewundern und sich aufs neue an der Welt von Star Wars erfreuen. Ich finde den Schreibstil dieses Bandes nun von den dreien am Besten. Es hat einfach Spaß gemacht, dieses herrliche Werk SciFi zu lesen. Dieses Mal tauchen wir in den Kampf der Jedi gegen die Sith ein. Denn der Krieg tobt und mittendrin hat Anakin schlimme Träume, die auf das baldige Sterben seiner großen Liebe Padmé hindeuten. Um das zu verhindern wird er schließlich auf die dunkle Seite gezogen und Padmé stirbt genau deswegen. Am Ende des Buches erhebt sich Darth Vader und macht die Galaxie unsicher. Was ich absolut super finde, ist der Blick aus dem Sternenkreuzer auf den sich im Bau befindenden Todesstern. Damit endet das Buch. Die Charaktere waren klasse beschrieben und man kann sich besonders gut in Anakin hineinversetzen. Ich habe die Geschichte, trotz des tragischen Endes für die Liebe, sehr genossen. Das Buch ist wirklich super geschrieben und gefällt mir am Besten aus der Reihe. Zumindest bis jetzt.
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am 24. Juli 2017
Ich liebe „Star Wars“ (und ich weiß nicht, wie viele Rezensionen ich schon mit diesem Satz angefangen habe). Mein Herz gehörte immer den Episoden I und II, weil ich Padmé bewundere, ganz vernarrt in Anakin bin und Obi Wan mich fasziniert. Ich liebe die Effekte der Filme, das Konzept, die Figuren. Umso grausamer empfinde ich „Episode III: Die Rache der Sith“. Denn obwohl man weiß, wie die Geschichte ausgehen muss, blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich an den Wandel von Anakin Skywalker zu Darth Vader denke. All der Krieg, all die Dunkelheit und Zerstörung – ja, die Vernichtung der Jedi. Die Geschichte ist einfach furchtbar, aber sie gehört dazu, sie muss so ablaufen. Beim Film breche ich jedes Mal nach spätestens einer Stunde in Tränen aus und diese versiegen nicht mehr. Nachdem ich die Hörbücher zu Episode I und II gehört hatte, überlegte ich lang, ob ich mich auch der verhassten Episode III zuwenden sollte. Ich konnte nicht anders.
Meine Erwartungen waren gering, da ich den Film so schrecklich finde. Würde ich es aushalten, 14 Stunden lang zu hören, wie Anakin sich der dunklen Seite der Macht zuwendet und damit alles zerstört – ohne zu weinen?! Ich hielt es aus. Denn das Hörbuch ist wie auch die ersten beiden absolut gelungen! Der Sprecher Philipp Moog, der den Charakter Obi-Wan auch synchronisiert, ist unglaublich überzeugend und haucht der Geschichte Leben und Emotionen ein! Ich habe nicht geweint, aber gelitten. Leider ist der Stil des Autors etwas ruppig, aber Moog macht das alles wett und deswegen wird „Die Rache der Sith“ ein unwiderstehliches Star Wars Abenteuer!

Klappentext
Die Dunkle Seite wird stärker, überall in der Galaxis herrscht Krieg. Während der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi auf den Planeten Utapau reist, um den berüchtigten General Grievous zu töten, fürchtet Anakin um das Leben seiner geheimen Liebe Senatorin Padmé Amidala. Er wird von fürchterlichen Visionen gequält, in denen Padmé stirbt. Um sie zu retten, begibt er sich auf einen gefährlichen Pfad und bestimmt damit sein Schicksal und das des altehrwürdigen Ordens der Jedi. Darth Sidious erkennt Anakins Schwäche und schafft einen neuen Sith Lord, größer und mächtiger als alle vor ihm: Darth Vader.

Meinung
Greift ihr zu diesem Hörbuch, muss euch bewusst sein, dass es eine epische Länge besitzt. Vierzehn Stunden empfinde ich als enorm! Sicher, der Film ist auch nicht gerade kurz, aber die Dauer des Hörbuches lässt schon vermuten, dass manche Stellen etwas gezogen sind. Das trifft aber nur in Teilen zu. Zu keinem Zeitpunkt empfand ich das Hörbuch als langweilig, manchmal aber doch als etwas in die Länge gezogen. Außerdem ist die Verteilung etwas merkwürdig. Es dauert ewig - mehrere Stunden – bis Anakin und Obi Wan nach Coruscant zurückkehren, nachdem sie Count Doku eliminiert haben. Dieser erste Kampf ist episch und wird bis ins kleinste Detail geschildert. Aber genau hier beginnt eben auch Anakins Weg zur dunklen Seite der Macht und deswegen ist er so wichtig und auch ausführlich geschildert. Es wird viel Zeit auf die Entwicklung der Charaktere verwendet. Man gewinnt eine unglaubliche Innensicht der Figuren und wird Teil ihres Gefühlschaos. Hört man sich das Hörbuch an, versteht man die Entwicklungen dieser Geschichte, auch des Films, so viel besser! Man kann die Entscheidungen verstehen, man erkennt die Logik der Handlung.
Dennoch hat es mich überrascht, dass das Ende relativ abgekürzt ist. Nicht einmal das letzte Drittel des Hörbuchs agiert nicht mehr Anakin, sondern Darth Vader. Das ist ein Wechsel, den ich als überaus positiv hervorheben muss. Ich dachte, ich komme mit diesem Wandel nicht zurecht. Aber Matthew Stover, der Autor des Buches, schafft es gut, Anakin Skywalker auszulöschen und an seine Stelle eine völlig andere Figur zu setzen – Darth Vader. Diese beiden Figuren haben nichts mehr gemein und das erleichtert dem Hörer das Verstehen, aber auch diese Entwicklung. Insgesamt muss man aber sagen, dass der Schreibstil von Stover etwas eigen ist. Sehr oft, vor allem zu Beginn, werden Kapitel eingeleitete mit „Dies ist….“ und dann „Anakin Skywalker, Obi Wan Keboni, Padmé Amidala" oder sonst jemand. Dann wird eine Art Innensicht präsentiert, die zwar verdeutlicht, wie sich der Charakter fühlt, der in einer Art Hörfluss aber deplatziert wirkt. Der Schreibstil gefiel mir nicht so gut, obwohl viele Kampfszenen toll geschildert sind und auch die romantischen Szenen zwischen Anakin und Padmé gut geschrieben sind. Wer aber wirklich für die hervorgerufenen Emotionen verantwortlich ist, ist der Sprecher Philipp Moog. Er ist wahnsinnig gut und hat sich über die ersten beiden Hörbücher wirklich noch einmal entwickelt. Seine Stimme trägt die Handlung, vertont sie authentisch und schenkt ihr Lebendigkeit. Sein Ton ist immer angenehm, sein Tempo angemessen, seine Betonung absolut genial. So spricht er zum Beispiel Dark Sidious so düster wie es sich gehört, Meister Yoda humorvoll und gerecht und auch General Grievous ist toll interpretiert. Selbst an Padmé hat er gearbeitet. Dass er Obi Wan Kenobi noch mit Abstand am besten spricht, ist keine Frage, denn für diese Figur scheint er ein besonderes Gespür zu haben. Aber auch jeder andere Charakter ist einfach toll dargestellt.
Hört man das Hörbuch, kennt man im Normalfall die Geschichte. Daher ist es auch nicht stark zu kritisieren, dass Vieles schon schnell vorweggenommen wird. Innerhalb der ersten Szenen ist klar, dass der oberste Kanzler der Sith-Lord ist. Das fand ich etwas schade, nimmt der Handlung aber nicht ihre Spannung. Diese kommt vor allem zum Ende hin. Das Tempo wird noch einmal enorm angezogen und die Spannung steigt. Ich konnte kaum noch aufhören, an die Geschichte zu denken. Denn durch ihre Intensität und auch durch ihre Länge zieht sie den Hörer in eine Art Sog. Man kann der Geschichte nicht entkommen, man ist Teil dieses Universums. Deswegen denkt man auch oft „Nein! Tu das nicht!“, oder auch „Hättest du das jetzt nicht gemacht, hätte alles anders ausgehen können“. Aber natürlich geschieht alles genauso fatal, wie es sein muss, damit das Imperium entstehen kann.
Die Charaktere sind einfach großartig! Allen voran Obi Wan, der neben Anakin die wichtigste Figur ist. Die Beziehung der beiden Freunde wird so wunderbar gezeichnet, so verständlich dargestellt. Man gewinnt ein völlig neues Gefühl für die beiden Charaktere und das habe ich sehr genossen. Außerdem ist der Umgang unter den beiden wirklich humorvoll. Ich musste des Öfteren über Obi Wan schmunzeln und wünschte mir, meine Weltsicht wäre der seinen etwas ähnlicher. Auch die anderen Charaktere gefielen mir gut. Anakin ist ein herzensguter Jedi, doch er handelt nach den falschen Idealen und lässt sich meisterhaft manipulieren. Diese Manipulation wird toll aufgezeigt und man hasst Palpatine nur noch mehr.
Die Szenen sind gut dargestellt, die Kämpfe rasant und spannend. Alles verläuft sehr authentisch und da sich mit den verschiedensten Figuren aus allen Lagern befasst wird, gewinnt man einen gelungenen Gesamteindruck der Lage und kann die Entwicklung verstehen. Großartig!

Fazit
Obwohl ich Angst vor diesem Hörbuch und seiner Geschichte hatte, bin ich so froh, sie gehört zu haben! Philipp Moog ist wirklich der beste Sprecher für dieses Buch, den man sich nur wünschen kann. Er überzeugt auf allen Ebenen und bereinigt so auch den etwas unschönen Stil des Autors. Die Charaktere sind so lebendig und authentisch dargestellt, die Handlung ist groß, wird aber enger gezogen und gewinnt an Spannung. Freundschaft, Liebe und Verrat sind wichtige Themen der Geschichte. Nach dem Hören kann ich die Geschichte nun viel besser verstehen und besser einordnen. Nie hätte ich es gedacht, aber das Hörbuch ist absolut gelungen. Nur wegen merkwürdiger Formulierungen und Langatmigkeit muss ich einen halben Punkt abziehen und komme zu 4,5 Spitzenschuhen. Und ich muss sagen, dass ich sehr traurig bin, die ersten drei Episoden abgeschlossen zu haben und keine neuen Jedi-Abenteuer, gelesen von Philipp Moog, mehr hören zu können.

geschichtentaenzer.blogspot.de
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am 8. März 2011
Buchverfilmungen sind immer eine problematische Sache. Begeisterte Fan der Bücher begegnen den "Filmen zum Buch" nicht selten mit Ablehnung, oftmals weil die Charaktere in den Büchern nicht der eigenen Vorstellungskraft entsprechen, Szenen geändert oder weggelassen wurden oder eben nicht die im Buch erzeugte Atmosphäre erreicht wird. Genauso problematisch ist allerdings auch die andere Seite: Romane zu erfolgreichen Kinofilmen erfreuen sich ebenfalls oft keiner großen Beliebtheit. Oft fassen sie den Inhalt des Films nur grob zusammen, ohne dabei auf die auf dem Kinoschirm erlebten Emotionen genauer einzugehen oder diese in ihrer Komplexität wiedergeben zu können. Und allgemein bieten sie wenig Neues... da man die Handlung des Films schon kennt, kann man von nichts, was im Buch geschildert wird noch überrascht werden und die Spannung geht verloren.

Star Wars-Bücher bilden hier kaum eine Ausnahme. Die Romanfassung der alten Filme waren generell eher kurz und oberflächlich und litten zudem unter einer grausigen deutschen Übersetzung. Bei den neueren Filmen der Prequel-Trilogie leisteten Terry Brooks und R.A. Salvatore zwar solide Arbeit, boten allerdings wenig mehr als ein paar neue, eingefügte Szene, die Star Wars-Fans bereits aus den "Deleted Scenes" der DVD-Fassung bekannt waren (einmal abgesehen vielleicht von der Schilderung der Entführung von Shmi Skywalker in "Angriff der Klonkrieger"). Und als ich mir die Roman-Fassung zu "Die Rache der Sith" zulegte, ging ich davon aus, dass es sich mit diesem Werk nicht anders verhalten würde.

Noch nie habe ich mich so geirrt. Matthew Stover, der Star Wars-Fans bereits durch sein Mitwirken an der "Das Erbe der Jedi-Ritter"-Serie und dem brillianten Klonkriegsroman "Shatterpoint"/"Mace Windu und die Armee der Klone" bekannt ist, hat hier etwas geschafft, das nur wenige Autoren von sich behaupten können: Er hat einen guten Film in einen grandiosen und überwältigend gut geschriebenen Roman verwandelt. Während sich die Filmfassung bewusst an das gängige Star Wars-Genre der märchenhaften Space Opera hält, wird Stovers Rman-Fassung zu etwas gänzlich anderem: Es wird zu einem epischen Meisterwerk, zu einer großen Tragödie, die in der Tradition großer antiker Heldensagen steht, zu einer gewaltigen Metapher. Hier, auf den Seiten dieses Buches, erfüllt die Idee, die im Kopf von George Lucas entstand und die dieser in zwei Stunden Film pressen musste, ihr wahres, großartiges Potential. Wer auch immer über die neue Prequel-Trilogie (teilweise zurecht) geflucht haben mag, dieses Buch entschädigt für alles.

Die Story dürfte weitestgehend bekannt sein: Der Klonkrieg tobt in der Galaxis und kein Ende ist in sich. Der finstere Sith-Lord Count Dooku hat unterstützt von seinem Droidengeneral Grievous Coruscant angegriffen und den Obersten Kanzler Palpatine entführt. Als Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi den gefangenen Kanzler retten und Dooku von Anakin getötet wird, scheint das Ende des Krieges jedoch nahe zu sein. Doch in Wahrheit läuft alles nach Plan, für den finsteren Darth Sidious, der im Hintergrund alle Fäden des Krieges in der Hand hält und zu seinem letzten Schlag gegen die Jedi und die Republik ausholt. Besonderer Druck lastet auf Anakin Skywalker, dessen verbotene Liebe zu Padme Amidala ihn in die Verzweiflung treibt, da er in seinen Visionen sieht, wie sie bei der Geburt ihres gemeinsamen Kindes ums Leben kommt. Hin und her gerissen zwischen seiner Loyalität dem Jedi-Orden und Obi-Wan gegenüber und seiner Freundschaft zum immer mehr Macht anhäufenden Kanzler Palpatine, verliert Anakin mehr und mehr den Überblick: Einst klare Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Doch nur die Dunkle Seite scheint ihm die Macht verleihen zu können, Padme vor dem Tod zu bewahren...

Was macht aber dieses Buch nun zu einem solche besonderen Werk? Kurz gesagt: Es ist Stovers einzigartiger Erzählstil. Voll von Metaphern und Symboliken, oft im auktorialen Erzählstil gehalten und doch unglaublich dicht an den Charakteren und ihren Emotionen bleibend, die Geschichte immer wieder durchbrochen von kleinen wunderbar passenden Versen über die Dunkelheit. An entsprechenden Stellen ist Palpatine etwa nicht einfach nur Palpatine, sondern wird in Stovers Worten zu einem finsteren Schatten, der das Licht der Galaxis konsumiert, während Yoda zum Avatar des Lichts wird. Anakins Furcht und Wut wird anhand einer unglaublich treffenden, immer wiederkehrenden und bezeichnenden Metapher über den Kampf mit einem Drachen und sterbenden Sternen vermittelt. Und dies sind nur zwei der stilistischen Meisterwerke, die Stover ins Feld führt, um auf seine erstaunliche Art und Weise diese Geschichte zu erzählen, die so zahlreiche Aspekte aus Psychologie, Philosophie und Politik enthält...

Neben diesen Aspekten sind die Charaktere unglaublich gut dargestellt. Anders als im Film, der oftmals kritisiert wurde, da er Anakin Skywalkers Fall sehr abrupt und schnell darstellt, wird im Buch vollkommen deutlich, welche Faktoren Anakin schließlich dazu veranlassten, sich den Sith anzuschließen und Darth Vader zu werden. Vieles was im Film lediglich angedeutet wird, wie die Bedeutung des Meister-Ranges, dessen Verwehrung Anakin ungemein bestürzt, wird hier ausführlich diskutiert und zentrale Szenen, wie die Todesszene Count Dookus und Anakins Beteiligung daran, erhalten unglaubliche emotionale Tiefe, die dem Film in weiten Teilen fehlt. Stover schreckt nicht davon zurück, sehr intensiv auf Anakins inneres Gefühlsleben einzugehen, da eben genau jenes Innenleben letztendlich das entscheidende an der gesamten Handlung des Films/Romans ist. Und auch andere Personen bleiben nicht unbeleuchtet: Obi-Wan, Yoda, Dooku, Mace Windu (mit dem sich Stover bereits in "Mace Windu und die Armee der Klone" intensiv befasst hat), ja sogar C-3PO - allesamt werden sie glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt, ihre Gefühlswelt und Motivation beleuchtet (besonders in Bezug auf Dooku ist das unglaublich aufschlussreich!)

Am beeindruckensten indes gestalten sich die Dialoge zwischen Palpatine und Anakin und der Prozess der Verführung, der ihnen zugrunde liegt. Stover fügt mehrere weitere, nicht im Film zu sehene Gespräche zwischen Anakin und Palpatine an, die den Film wohl um eine ganze Stunde verlängert hätten. Im Verlauf diser Kapitel wird erst deutlich, wie es Palpatine durch unglaublich geschickte Manipulation und geschickte Nutzung von Wahrheiten und Halbwahrheiten gelang, Anakin von den Jedi abzubringen. Verdammt, stellenweise hatte Palpatine selbst mich als Leser von der Falschheit, Unaufrichtigkeit und Machtgier der Jedi überzeugt, so gut sind die Beweise und Argumente, die Stover ihn hier äußern lässt.

Und auch weitere Aspekte wurden ergänzt: Wichtige Aspekte, die aus dem Film überwiegend aus Zeitgründen gestrichen wurden: Das angedeutete Gespräch zwischen Yoda und dem Geist von Qui-Gon Jinn findet in voller Länge statt und die politischen Aktivitäten Palpatines und der Widerstand seitens Padme, Mon Mothma und Bail Organa, die schließlich in der Formierung der Rebellen-Allianz münden wird, werden deutlich hervorgehoben.

So ausführlich weite und entscheidende Teile des Romans auch gehalten sind - Stover nimmt sich das Recht heraus, Schwerpunkte zu legen. Und sein Schwerpunkt liegt deutlich auf Anfang und Mitte der Geschichte. Die erste Schlacht füllt ein ganzes Drittel des Buches, das Stover nutzt, um die Hauptfiguren ausführlich einzuführen und die Grundsteine für den Rest zu legen. Das zweite Drittel konzentriert sich auf Anakins Verführung. Der letzte Teil ist daher recht voll: Zentrale Elemente des Films wie die Order 66 werden nur kurz angeschnitten und so wirkt dieses letzte Drittel stellenweise etwas gehetzt und überfrachtet. Dies trübt den Gesamteindruck allerdings kaum...

Alles in allem ein unglaubliches Meisterwerk, das zeigt, dass der Filmroman nicht tot ist und man durchaus auch innerhalb eines so festen Rahmens viel Platz für große Kreativität verfügt. "Die Rache der Sith" ist nicht einfach nur ein Star Wars-Roman. Es ist DER Star Wars-Roman, der alles beinhaltet, was Fans an Star Wars lieben und der für mich mit Abstand das beste aller bisher von mir gelesenen Star Wars-Büchern ist. Matthew Stover hat mit dieser Meisterleistung seine Brillianz als Autor bewiesen und ich freue mich bereits jetzt auf weitere Veröffentlichungen im Star Wars-Universum.

Insgesamt volle 5 von 5 stetig dunkler werdende Galaxien.
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am 21. Oktober 2017
MEINE MEINUNG

Erster Eindruck - Tiefe Einblicke in Psyche der Charaktere

Obwohl Episode III ebenfalls vom Obi-Wan Synchronsprecher Philipp Moog, der auch schon die vorangehenden Hörbücher zu Episode I und II gesprochen hat, gesprochen wird, wirkte dieses Hörbuch erstmal sehr anders auf mich, was sicher hauptsächlich am anderen Autoren lag. Die Erzählweise unterschied sich zu den vorangehenden STAR WARS Hörbüchern, da andere Perspektiven eingenommen wurden und sehr viel auf die Psyche der einzelnen Charaktere eingegangen wurde, was einem als Hörer einen tieferen Einblick in diese gab. Daher gefiel mir diese Art sehr gut. Schon immer fand ich, dass die große Stärke der STAR WARS Hörbücher bei der Ausarbeitung der Charaktere liegt, da Actionszenen, die in den Filmen viel ausmachen, im Hörbuch nunmal nicht wirklich wirken. Daher gefiel es mir sehr gut, dass dieses Hörbuch sich dessen so stark bewusst zu sein schien und großartig damit arbeitete.
Jetzt, nachdem ich dieses Hörbuch beendet habe, habe ich das Gefühl, dass jeder Charakter darin von allen Seiten ausgeleuchtet wurde und ich ein sehr viel tieferes Verständnis von ihnen habe. Auch in die Köpfe der Bösewichte wurde tief eingedrungen, was ich sehr interessant fand.

Sehr nah am Film gehalten

Etwas das mir in der letzten Episode sehr negativ aufgefallen ist, waren die vielen zusätzlichen Szenen, die dem Hörbuch hinzugefügt worden waren. Glücklicherweise war das hier nicht der Fall. Die zusätzlichen Szenen dienten stets der Charakteranalyse und gefielen mir deshalb äußerst gut.
Das Hörbuch traut sich, Filmszenen klarer zu deuten, als das im Film der Fall ist, und gibt vieles der Gedanken der Charaktere preis, die man im Film nur erahnen oder vermuten kann.

Anakin und Obi-Wan

Die intensivste Beziehung durchlaufen in Episode III selbstverständlich Anakin und Obi-Wan. Anfangs fand ich es etwas schwierig, zwischen den beiden zu unterscheiden, wenn sie sich miteinander unterhielten, da Anakin inzwischen erwachsen geworden ist, und der Sprecher ihn dahermit einer tieferen Stimme gesprochen hat, die sich fast genauso anhörte wie die Stimme, die er für Obi-Wan benutzte. Allerdings konnte ich nach den vielen Stunden des Hörbuches irgendwann auch die Feinheiten in den Unterschieden heraushören.
Zu Beginn der Episode war es pure Unterhaltung, Anakin und Obi-Wans Schlagabtauschen zuzuhören. Die beiden haben solch eine sprühende Chemie, dass ihre Szenen sehr viel Spaß machten.
Obi-Wan und Anakins Bindung ist so tief und aufeinander abgestimmt, dass es noch tragischer ist, wie sich das ganze innerhalb dieser Episode wendet und wie es schließlich endet.
Wenn ich jetzt zurückdenke, ist es wirklich eine enorme Entwicklung, die ihre Beziehung in diesem Teil durchmacht. Es war unglaublich intensiv, zuzuhören wie ihre Dynamik immer mehr verrutscht und schließlich in dem finalen Kampf endet.

Anakin und sein Weg zur dunklen Seite

Ein Schlüsselereignis in Anakins Weg zur dunklen Seite ist ganz klar der Kampf von ihm und Obi-Wan gegen Count Dooku. Dieser kam mir unglaublich gut geschrieben vor und wurde episch, dramatisch und äußerst spannend von Philipp Moog gesprochen. Es war ein sehr intensives Hörerlebnis und ich habe gebannt gelauscht. Ich fand es extrem toll, dass Dookus Charakter so erschöpfend ausgeleuchtet worden war, da das einen totalen Perspektivwechsel im Vergleich zum Film darstellte, und es einem als Hörer die Möglichkeit gab, die Szene von der anderen Seite zu sehen.

Ich fand es nahezu beunruhigend wie gut Philipp Moog den Kanzler teilweise spricht, da es so extrem nah am Original war. Mein Hass für den Kanzler, welcher schon immer grenzenlos war, wurde durch dieses Hörbuch nochmal auf die Spitze getrieben, - er war geradezu greifbar. (Was mich stets selbst wütend macht, da das genau das wäre, was der Kanzler wollen würde.)

Anakins Zerrissenheit wird sehr deutlich und das ganze Hörbuch hindurch stark thematisiert.
Es war faszinierend, auf was für einem dünnen Grad sich Anakins Gedanken die meiste Zeit dieser Episode befanden. Sie pendelten stets zwischen, gerade noch nachvollziehbar und vollkommen ungreifbar. Anakin befand sich extrem spürbar während der meisten Zeit von Episode III an einer Klippe, an einem Abhang, und war gerade noch greifbar aber auch schon halb verloren. Das wurde äußerst gut in diesem Hörbuch ausgearbeitet.
Teilweise ist Anakin so aufbrausend und zornig, dass er unendlich weit weg und bereits verloren scheint. Und dann reflektiert er sich wieder selbst und ist greifbar und tut einem leid, da sein Schicksal so furchtbar tragisch ist.

Es ist so traurig mitanzuhören, wie Anakin erst noch Widerstand gegen die Überzeugungsversuche des Kanzlers startet, doch vollkommen verloren ist, sobald die Möglichkeit besteht, Padme retten zu können.

Was mich störte

General Grievous war extrem anstrengend durch seine hustende, heißere und zornige Stimme. Seine Szenen fielen mir stets unschön auf und gefielen mir gar nicht. Dennoch fand ich es interessant, dass versucht wurde, auch ihn tiefgründiger zu beleuchten.

Die Metaphern die verwendet wurden, waren teilweise etwas zu abstrakt und wirkten dadurch ziemlich seltsam und viel zu weit hergeholt.

Anakin und Padme konnte ich in dieser Episode noch viel weniger abgewinnen als in Episode II. Vielleicht liegt es auch daran, dass Padme von Moog extrem zerbrechlich gesprochen wird, jedoch stört mich am meisten der übertriebene Kitsch zwischen den beiden. Sie werden als so extrem voneinander abhängig dargestellt, dass es vollkommen überzogen und ungesund wirkt, wie sie sich selbst stets so komplett zurückstellen, weil ihre Leben ja ohneeinander keinen Sinn hätten. Vor allem Anakins Liebe zu Padme wird in dieser Episode extrem zweifelhaft dargestellt, was aber wohl auch Absicht war. In ihren gemeinsamen Szenen sind mir beide nie sympathisch.

Den Kampf zwischen Obi-Wan und General Grievous empfand ich als nicht so spannend, da größere Kampfszenen stets schwer in Hörbüchern nachzuvollziehen sind. Es wirkte sehr abgehakt und ich verlor sehr schnell den Durchblick über den Kampf beim Zuhören. Es wird zu viel Zeit auf belangloses, wie Obi-Wans Beziehung zu dem Drachenross, verwendet, vor allem da es am Ende wirklich wichtigeres als dies gibt.

Ich habe nicht verstanden, warum der Kampf zwischen dem Kanzler und Mace Windu als sogenannte 'Aufnahme' wiedergegeben wurde und jeweils nur die Namen der beiden am Anfang genannt wurden, und was sie sagten danach. Das wirkte extrem holprig und unnötig - vor allem da die ganze Szene im Anschluss nochmal 'normal' vorgetragen wurde.

Der Wendepunkt, ab dem Anakin innerlich zu Darth Vader wird, ist für mich im Hörbuch leider nicht wirklich greifbar geworden. Das Abschlachten der Jedi-Jünglinge war der extreme Wendepunkt für mich im Film, doch das wird im Hörbuch nur nebensächlich erwähnt. Hier hätte man finde ich noch viel mehr rausholen können und Anakins Wende viel mehr thematisieren können.

FAZIT

Dieses Hörbuch bietet den Abschluss der STAR WARS Hörbücher für mich, da ich nun alle durchgehört habe. Ich muss sagen, dass mir dieses mit am besten von allen gefallen hat.
Das liegt vor allem daran, dass das Episode III Hörbuch es bestens verstand, die große Stärke der Bücher und Hörbücher einzusetzen und auszubauen: die Charakteranalyse. Kampfszenen wirken einfach nicht episch wenn man sie nur liest oder hört, doch man kann in der Buchform sehr viel tiefer in die Gedanken der Charaktere eindringen und das tat dieses Hörbuch zur Genüge. Insofern empfand ich Episode III als äußerst tiefgründig, was natürlich gerade bei den Ereignissen in dieser Episode extrem interessant ist. Anakins Weg zur dunklen Seite wurde von allen Seiten ausgeleuchtet. Seine innere Zerrissenheit war deutlich spürbar und wenn man den Ausgang von Episode III kennt, lag stets eine große Tragik über allem was passierte. Es ist einfach so frustrierend, wie unausweichlich das Ende bereits während der ganzen Episode ist.
Obi-Wan und Anakin waren zu einem großen Teil des Hörbuchs unglaublich unterhaltsam und amüsant, was sehr viel Spaß beim Hören machte.
Die Handlung in dieser Episode spitzt sich immer mehr zu, alles wird immer angespannter, vor allem Anakin als Charakter. Dennoch besitzt er auch immer mal wieder vereinzelte Lichtblicke, die seinen Fall noch dramatischer machen.
Die zusätzlichen Szenen in dieser Episode wirken, im Gegensatz zu Episode II, überhaupt nicht störend, da sie alles nur noch mehr verdichten und wunderbar in die Originalhandlung eingewoben sind, sodass erstmal gar nicht auffällt, dass sie neu hinzugefügt wurden.
Die Endszenen sind allesamt episch und unglaublich tragisch.
Es ist wirklich faszinierend, wie ein einzelner Sprecher so viele unterschiedliche Charaktere und Emotionen verkörpern kann, und es dem Hörer ermöglicht, dass alles zu fühlen und sich vorzustellen. Philipp Moog hat mich durch die ganze neue Trilogie hindurch stets begeistert und immer Top-Arbeit geleistet, doch mit seinem finalen STAR WARS Hörbuch Episode III hat er sich nochmal selbst übertroffen.

MEINE BEWERTUNG IN STERNEN

Ich verleihe diesem Hörbuch 5 von 5 Sternen.
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am 30. April 2006
Ich kann jedem star Wars dieses Buch nur empfehlen!

es ist fantastisch! Ich wÚrde sogar sagen besser als der Film!

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich erst die ganze Geschichte verstanden1 Hier wird viel besser erlÚutet WARUM anakin zu Vader wurde! Ich war am anfang etwas skeptisch da die ersten seiten detalliert von den Weltraumschlachten berichten. Das fand ich persönlich nicht so interessant. Doch nachdem ich die ersten seite gelesen hatte und das buch mit der Haupthandlung anfing konnte ich mich nicht mehr los reißen! Ich hatte es in einer woche gelesen und das buch ist ziemlich dick! Es ist so fantastisch geschrieben , aus den verschieden perspektiven der Personen so dass man am ende die haltungen der verschiedenen personen verstehen kann. Auch wenn manche menschen glauben das die emotionalitÚt der geschichte in dem buch nicht rÚber gebracht werden kann, muss ich sagen das ist nicht wahr!

Ich finde das buch noch viel emotionaler und mitreißender als den film! Der film gut, sehr gut aber das buch ist besser!

Ich kann ihnen nur raten, das buch zu lesen, danach können sie sich als Star wars Versteher bezeichnen!
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am 8. November 2016
Im Grunde ist Matthew Stover's Arbeit ganz ordentlich - bis auf ein störendes Artefakt! Anakins dunkle Seite wird durch einen Drachen symbolisiert, was nicht nur störend und nervig ist, sondern auch völlig deplatziert, da diese Metapher mit George Lucas' filmischer Vision rein gar nichts zu tun hat, und eher zu einem klassischen Fantasy-Roman gehört als ins Star Wars-Universum.
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am 7. Juni 2005
Für gewöhnlich ist bei Romanadaptionen von Filmen meist keine allzu hohe Qualität zu erwarten, schlimmstenfalls sind sie kurz und meist schlecht übersetzt wie die Bücher zur klassischen Trilogie oder folgen strikt dem Drehbuch, wobei mit etwas Glück noch einige geschnittene Szenen enthalten sind, wie in den Werken zu Episode 1 und 2. Matthew Stovers Romanfassung von Episode 3 stellt all das in Frage und avanciert zur besten Romanfassung eines Star Wars-Films die es je gab, denn er presst das Drehbuch nicht bloß in Buchform, sondern weitet die Erzählung des Films aus und schafft so eine dichte Atmosphäre, die der Film stellenweise missen ließ.

Fast könnte man Stover vorwerfen, er würde wenig Treue zum Drehbuch beweisen, wenn er die eröffnende Raumschlacht zur Kulisse degradiert, so manche "Action-Szenen" streicht und das meiste Gewicht auf die erste Hälfte des Films und damit Anakins Verführung legt, wodurch das Ende etwas kürzer wirkt. Doch Stovers Leistung besteht darin, über das Drehbuch hinaus zu gehen und Szenen nicht nur durch eigene Hinzufügungen zu erweitern sondern zu vertiefen. Dank dieser Vorgehensweise erscheint Anakins Fall und Verführung durch den Kanzler erheblich glaubwürdiger, genauso wie Count Dookus Unwissen über die wahren Absichten seines Meisters. Was man im Film nicht erfährt oder anders versteht, wird in Stovers Roman offenbar, Count Dookus Entführung des Kanzlers war ein kalkulierter Schachzug, durch den sich der Graf selbst in die Hände der Republik begeben und alle Schuld an den Verbrechen der Separatisten dem sinistren General Grievous in die Schuhe schieben wollte. Zugleich ist der Graf willens seine Verbündeten im Rat der Separatisten zu verraten, denn genauso wie Palpatine verabscheut er in Wirklichkeit die Nichtmenschen und plant die Errichtung eines Imperiums der Menschen, mit einem neuen Orden der Machtbenutzer.

Auch die Beziehung Palpatine-Anakin erscheint in Stovers Buch in einem neuen Licht, zeigt sich durch die zusätzlichen Dialoge doch viel mehr, wie Palpatine versucht Anakins Jedi-Prinzipien zu relativieren und einzureden, dass auch die Jedi nur nach Macht streben. Sein innerer Konflikt wird umso deutlicher, denn Anakin ist hin und her gerissen zwischen den Jedi, seinen Ambitionen, der Liebe zu Padme und seiner Loyalität gegenüber Palpatine. Aufgrund seiner inneren Unsicherheit weigert sich der Rat jedoch ihm den Rang eines Meisters und damit Zugang zu den Holocronen des Ordens zu gewähren, in welchen er womöglich die Weisheit finden könnte, um Padme zu retten. Trotz seiner Macht und Palpatines Fürsprache steht er alleine und fühlt sich immer mehr isoliert, als der Rat von ihm verlangt sich gegen Palpatine zu stellen, doch dieser bietet ihm schließlich die Möglichkeit Padme zu retten und die dunkle Saat geht auf. Aus dem Film geschnitten wurden vor allem die Szenen, in denen sich die künftigen Führer der Rebellen-Allianz zu formieren begannen, wobei Stover deren Bestrebungen eine ganz neue Ambition verleiht. Fang Zarr, Mon Mothma, Bail Organa und Padme Amidala treffen sich bereits heimlich und versuchen Palpatines Politik eine Mäßigung aufzuzwingen oder gar zu beenden. Dabei ziehen sie auch seine Verhaftung und ein Bündnis mit dem Jedi-Rat in Betracht, wobei genau das mit Palpatines inszenierter "Jedi-Rebellion" jedoch Grund genug sein wird, manche der oppositionellen Senatoren aus dem Weg zu räumen.

Vermisst man in anderen offiziellen Romanadaptionen auch Bezüge auf das jeweilige Erweiterte Universum, Matthew Stover scheut sich nicht, auch einen Gezug zur Klonkriegs-Timeline herzustellen, indem er auf Ereignisse aus den Comics und Romanen dieser Ära eingeht oder mit Lieutenant Commander Lorth Needa von der RSS Integrity einen Charakter der klassischen Trilogie auftreten lässt. Zugleich bildet das Buch mit James Lucenos "Labyrinth des Bösen" und "Dunkler Lord - Der Aufstieg des Darth Vader" eine eigene Trilogie zur Geburt des Imperiums und Darth Vaders. Erzählerisch zeichnet sich "Die Rache der Sith" durch Stovers typischen unkonventionellen Stil aus, der diesmal hintergründig an einen Holo Netz-Bericht angelehnt, auch tiefe Einblicke in die Überzeugungen und Ansichten der Protagonisten gewährt. Durch seine überragende Charakterisierung Anakin Skywalkers etwa gelingt es Stover dem Film eine völlig neue Dimension zu geben und Anakins Fall im Gegensatz zum Film auch glaubwürdiger zu vermitteln.

Fazit:
Für Star Wars-Fans unverzichtbar.
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am 31. März 2005
bezüglich der Story von Episode III, die in diesem Buch so spannend erzählt wird, wie schon lange kein Star Wars Buch mehr (Expanded Universe eingeschlossen). Ich will nicht zu viel Vorwegnehmen - aber für mich, der schon seit 22 Jahren Star Wars Fan ist, schliesst sich endlich der Kreis. Jedes Puzzlestück fügt sich an seinen Platz - das Bildnis ist komplett. Meine Emotionen während des Lesens waren die folgenden: stockender Atem, lange geöfneter Mund einhergehend damit, dass ich bestimmte Textabschnitte wiederholt lesen musste, da mich die Erkenntnis ihrer Bedeutungen schlicht umgehauen haben, sprachlosigkeit, und am Ende des buches: Tränen in den Augen.
Es wird in diesem Buch viel erklärt, zum Beispiel das Auflösen des Körpers eines Jedi und das wiedererscheinen als Geist (in Form der Stimme Qui gon Jinn's), es wird gezeigt werden durch welche Hölle Anakin Skywalker geht, und letztlich entscheidet er sich so, wie sich wohl fast jeder von uns entschieden hätte - das Resultat endet in einem Fiasko - um es schön im Englischen zu sagen, "Anakin's private Hell". Er will helfen, er will seinen Freunden loyal sein doch er steht zwischen den Stühlen - und als er sich schliesslich entscheidet fällt der Orden der Jedi und noch schlimmeres......
Man kann sagen was man will - George Lucas ist neben Peter Jackson der genialste Filmemacher auf Erden. Mit Episode III wird er sich ein unvergleichliches Denkmal setzen und wenn der Film es nur in einem Bruchteil versteht, die Emotionen seiner Charaktere rüberzubringen wie das Buch es tut, wird er bombastisch werden, und er wird alle Rekorde brechen. Schade das ich nur 5 Sterne vergeben kann!!!
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am 8. Mai 2005
das buch hat mich von der ersten seite an gefesselt. 6 stunden danach habe ich es ausgelesen - die rache der sith hat mich einfach nicht losgelassen, dieses buch ist wirklich erstaunlich!
da ist zuerst einmal tatsächlich der einzigartige schreibstil des autors zu erwähnen - er schafft es diese geschichte mit klarerweise visuell gedachten eyecatchern (schließlich soll ja ein film daraus werden...) literarisch aufleben zu lassen und UNGLAUBLICH viel tiefgang zu vermitteln!! man kann sich direkt in anakin hineinversetzen, der zum spielstein der 'guten' und 'bösen' geworden ist, ein werkzeug, ein spielball des schicksals, der im grunde nichts anderes wollte, als mit seiner frau padmé ein normales leben zu führen...
über die story an sich lässt sich auch nur positives zu sagen; alle puzzlesteine fügen sich zusammen, das hin- und herwanken anakins ist erstaunlich glaubwürdig dargestellt ohne anakin allzu sehr als naiven, leichtgläubigen und machtsüchtigen menschen darzustellen. kanzler palpatine übertrifft sich selbst, die politischen intrigen sind einfach nur faszinierend - hierbei muss man allgemein den erstaunlich tiefgehenden intellektuellen bis teilweise sogar philosophischen charakter herausheben, gemischt mit den minder beeindruckenden, hochwertigen und auch nicht zu kurz geratenen actionszenen ist die rache der sith, wenn george lucas den film nicht total verbockt hat, sicherlich der beste der neuen teile!!
Fazit: man muss dieses buch als star-wars-kenner einfach gelesen haben - selbst wenn man vielleicht schon den film dazu gesehen haben sollte, bleibt dieses buch dennoch mit sicherheit ein einzigartiges erlebnis!!
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