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am 27. Februar 2012
Maja Nielsen ist 1964 geboren und Mutter zweier Kinder. Sie studierte Schauspiel in Hamburg, hat sich aber inzwischen dem Schreiben interessanter Kinderbücher mit auch entsprechenden Hörbuchfassungen für Leute ab 8 gewidmet und dafür bereits viele Preise bekommen, u.a. Nominierungen zum Wissenschaftsbuch des Jahres sowie Kinder- und Jugendsachbuchpreis 2008 für die Sachbuchreihe Abenteuer & Wissen.

Aus dieser Reihe erschien 2007 dieser sehr spannend geschriebene Bericht über die Entdeckungsversuche der Nilquellen. Dass diese Suche bis heute nicht an ihr Ende kam, liegt natürlich an den allzu vielen zuführenden Flüssen, die dann auch noch in Seen und wieder aus diesen heraus führen. Damit wird uns Heutigen klar, dass David Livingstone, der 1813 geborene schottische Arzt und Missionar, nach Entdeckung der Viktoriafälle bei der berühmten West-Ost-Durchquerung des Schwarzen Kontinents 1853-56 in seiner danach seit 1866 unternommenen Suche dieser Nilquelle scheitern muss. Und das Anrührende an dieser Story: Henry Morton Stanley, amerikanischer Journalist, macht sich auftragsgemäß Anfang 1871 auf die Suche nach dem im zentralafrikanischen Sumpf vermissten Livingstone und findet ihn schließlich tatsächlich lebend nach 10 Monaten in Udschidschi am nördlichen Rand des Tanganjika-Sees. Der harte Stanley wird durch den weichen väterlichen Livingstone ein anderer Mensch, er überbringt 1872 Livingstones Aufzeichungen dessen Sohn Tom nach England und forscht selbst noch über Jahre nach der Nilquelle entlang des Lualaba, der aber über den Kongo in den Atlantik mündet.

Die moderne Wiederholung der Nilquellensuche wird in ebenfalls packenden Zwischenkapiteln geschildert: der 1961 in Kenia geborene Engländer Neil McGrigor macht auf sich aufmerksam durch so ausgefallene Abenteuer wie z.B. eine sehr schnelle Rennboot-Umrundung Großbritaniens oder die Erforschung der zweitgrößten Höhle der Welt, der Majilis-Al-Jinn-Höhle in Oman. McGrigor versucht also kurzerhand, flussaufwärts den Nil zu erkunden, die Katarakte mit eingebautem Flugapparat überwindend. Der erste Versuch 2005 scheitert u.a. wegen Rebellen-Aufständen mit Beinbruch, aber einige Monate danach macht er an der Stelle weiter und findet mit den beiden Neuseeländern Cam McLeay und Garth McIntyre die zumindest am weitesten von der Mündung entfernte Quelle des Nil im Nyungwe-Nationalpark.

Der Band wird aufgelockert durch historische und aktuelle Fotos, Karten und Worterklärungen, Steckbriefe der Forscher, am Ende gibt es wie immer in dieser Sachbuchreihe eine Chronik, Buch-, Film- und Internet-Tipps und Hinweise zu interessanten Museen zum Thema. (27.2.12)
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