Hier klicken Jetzt informieren b2s Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16 Jeans Store

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
4
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:14,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 5. Dezember 2013
Der Mittelalterhistoriker Johannes Fried hat mit "Karl der Große - Gewalt und Glaube", eine herausragende Biografie vorgelegt. Aber Fried kann auf fast keiner Seite seine Gelehrsamkeit unterdrücken, und so liest der Durchschnittsleser diese nur mühsam und angestrengt.
Anders die Biografie der Journalistin Karin Schneider-Ferber: Ganz Theiss-Buch fallen zunächst die vielen hervorragenden Fotos und großformatigen Karten auf. Die Texte sind nicht überfrachtet mit wissenschaftlichen Begriffen, können leicht und zügig gelesen werden. Trotzdem blieb mir nach der Lektüre von Schneider-Ferber mehr im Gedächtnis hängen als nach Fried, und darauf kommt es doch an. Einschübe mit interessanten Exkursen lockern den Text weiter auf. Und ich denke auch, mehr muss man über Karl auch nicht wissen. Ich habe nicht den Eindruck, dass Schneider-Ferber etwas Wichtiges oder Interessantes ausgelassen hat. Ich fühle mich bestens informiert und bin froh, mir das Buch von Schneider-Ferber gekauft zu haben.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Als vorbildlicher Herrscher blieb Karl präsent, aber seine Personlichlkeit verscwand hinter dem Mythos."“
(Karin Schneider-Ferber M. A.)

Von Karin Schneider-Ferberhatte timediver® bisher lediglich den Band "Heinrich in Canossa gedemütigt!" gelesen, der bereits im Jahre 2010 in der Reihe "Wendepunkte der Geschichte" erschienen war. Von daher war es mir von vorneherein klar, dass es sich bei dem - ebenfalls im Stuttgarter Konrad Theiss Verlag erschienenen - großformatige Band "Karl der Große" ebenfalls um eine journalistische und eher populärwissenschaftliche Darstellung handelt....

....als um eine Biographie. Was sich jedoch keinesfalls als Nachteil erweist gleichwohl der Untertitel und das Cover des Bandes zunächst einmal recht fragwürdig wirken. Die Abbildung, der (auf dem „Parvis Notre-Dame - place Jean-Paul-II in Paris) aufgestellten "Statue de Charlemagne" des Bildhauers Louis Rochet (1813-1878) zeigt den Herrscher und einen, die Zügel seines Pferdes führenden Paladin als bärtige und langhaarige Germanenkrieger, die der Völkerwanderungszeit der Spätantike entsprungen sein könnten. Die anachronistische Krönung ist jedoch die Krone auf dem Haupt seiner Majestät, ein Kleinod welches erst Jahrhunderte nach dessen Tod gefertigt werden sollte. "Der mächtigste Herrscher des Mittelalters" wirkt als Untertitel ebenso plakativ und einer Hinterfragung würdig, denn das sogenannte Mittelalter dauerte etwa 1000 Jahre. Ein Zeitraum der länger ist, als vom ersten "Kreuzzug" bis heute. Die für das Hochmittelalter typischen Strukturen waren zur Zeit Karls des Großen noch gar nicht vorhanden, so dass man ihn vielleicht als mächtigsten Herrscher des Frühmittelalters bezeichnen könnte.

Schneider-Ferber beginnt ihre "Reportage" zunächst geschickt mit einem Prolog, der den letzten Winter des 65jährigen Kaisers in seiner Aachener Pfalz beschreibt, um dann die bedeutendsten Artefakte vorstellen, die heute mit seiner Person in Verbindung gebracht werden. Ihre anschließenden in fünf Kapitel gegliederte Chronologie beginnt die Autorin nicht etwa erst mit der Geburt Karls, der noch als Sohn des fränkischen Majordomus Pippin III. das Licht der Welt erblickte, sondern mit einem Rückblick auf das Erbe der Väter. Am Anfang steht jedoch (noch) nicht die ehrgeizige Familie der Pippiniden, die mit Karl zu den Karolingern werden sollten, sondern die katholische Taufe des Merowingers Chlodwig I. Obwohl es für das genaue Datum dieses folgenschwere Ereignis keine zuverlässige Quelle, datiert es die Autorin kurzerhand auf den 25. Dezember 496. Nach einigen Episoden aus der Merowingerzeit, wie dem gewaltsamen Tod der austrasischen Königin Brunichilde, widmet sich die Autorin den Verdiensten von Karls Vorfahren, die nach manchem „Klostertod“ zum Triumph der Emporkömmlinge führen sollte.

Kapitel zwei hat mit "Krieg, Blut und Tränen" Karl als brutalen und skrupellosen Kriegsherrn zum Thema, der durch seine Hochrüstung eine neue Elite von hochgerüsteten, spezialisierten und ihm treu ergebenen Kriegern schaffen konnte, die ihm für seine christlich legitimierten Eroberungs- und Raubzüge in Sachsen, Italien, Spanien und gegen die Awaren zur Verfügung standen. Wohltuend ist die kritische Hinterfragung des in der NS-Zeit gepflegten Mythos von "„Karl als Sachsenschlächter", für welche die Quellenlage eingehend untersucht wird. Daneben ist auch das Essay mit der Fragestellung, ob der Sachsenkrieg Karls ein Religionskrieg oder ein bloßer Grenzkonflikt gewesen sei von besonderem Interesse. Unter anderem wird hierbei festgestellt, dass die Konfiskation des sächsischen Landbesitzes und die Deportation der Führungsschicht dazu dienten, neu errichtete Bistümer und Pfarreien auszustatten! Der Lohn all dieser „frommen“ Mühen bestand schließlich in der Erlangung der Kaiserkrone, ein Vorgang der beim in Byzanz sitzenden Imperator zu Verschnupfung führte, wie die Autorin anmerkt.

Nach dem sich Kapitel vier mit der Rolle Karls als Familienvater, Landesherr, "Frauenschwarm" und "Bildungsexperte" befasst hat, widmet sich das letzte der Frage, ob mit Karls Tod eine Ära zu Ende gegangen war und seiner Darstellung in der Kunst, sowie Napoleon Bonaparte, der mit seiner Selbstkrönung am 2. Dezember 1804 an fränkisch-römische Kaisertum anzuknüpfen versuchte und damit auch die Usurpation der Karolinger wiederholte.

Eine Reihe von farblich abgesetzte Essays, wie zu den Langobarden, den Herrschern mit langem Haar, dem Arianismus, Kaiserin Irene, dem "Oberlehrer der Nation" [O-Ton Schneider-Ferber] Alkuin von York bieten zusätzliche Informationen und betten das Geschehen in einen weiterreichenden historischen Kontext ein, während hochmittelalterliche Buchmalereien und noch später entstandene Großgemälde durchaus künstlerisch sind, jedoch ebenso anachronistisch.

Neben einem abschließenden Register und einem Literaturverzeichnis, sind die Quellen (allen voran die unvermeidliche "Vita Karoli Magni" von Einhard) mit sechs und die Endnoten mit acht an ihrer Zahl recht spärlich. Die leicht lesbare und anschauliche Abhandlung verdient jedoch, nicht zuletzt aufgrund ihrer oftmals Schmunzeln erregenden Ausdrucksform, noch eine Bewertung mit 4 Amazonsternen.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2014
Das Buch von Frau Scheider- Ferber ist informativ und sachgerecht geschriebn. Dabei liest es sich kurzweilig und spannend und ist auch für den Laien gut verständlich. Es ist eine umfassende Biogaphie über Karl den Großen, die es sich lohnt zu lesen.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2014
Ein sehr gutes und verständlich geschriebenes Buch. Man erhält einen sehr guten Einblick in die Zeit Karl des Großen und das Mittelalter auch ohne historische Vorkenntnisse zu besitzen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
8,95 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken