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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
Die großen Entdecker: Abenteuerliche Reisen ins Unbekannte
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:15,48 €+ 5,89 € Versandkosten

am 9. Januar 2013
liest mein Mann , aber er ist sehr begeistert von der Bandbreite der Entdecker, außerdem sind auch mal ein paar uns Unbekannte enthalten
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 24. Januar 2010
In seinem bereits im August 2006 veröffentlichen Buch präsentiert der Autor und Reporter der Tageszeitung "Die Welt" seine Auswahl großer Entdecker und ihre abenteuerlichen Reisen ins Unbekannte. Nach einer kurzen Einleitung, in der er Fragen stellt wie "Hatten die Entdecker anderer Erdteile bereits Karten?", "Woher wussten von den Quellen des Nils in den Mondbergen im Herzen Afrikas?" oder "Woher kamen die Christen, die hinter den höchsten Gebirgen Zentralasiens wohnten?", stellt er 13 bedeutende Entdecker aus der Zeit des Mittelalters bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vor.....

Den Anfang macht der Wikinger Leif Erksson (um 978 - um 1020), der als erster Europäer den Boden betrat, der damals noch nicht als "amerikanisch" bezeichnet wurde. Auf Insel Neufundland, die er als "Vinland" bezeichnete, ließ er eine Siedlung errichten, die heute bei L'Anse aux Meadows rekonstruiert wurde. Sein Bruder Thorvald machte als erster Europäer mit den Ureinwohnern Bekanntschaft, die er abfällig als Skrälinger (Schwächlinge) bezeichnete. Der flämische Franziskaner-Minorit Wilhelm von Rubruk (um 1215 - um 1295) wurde nach seiner Teilnahme am 6. Kreuzzug vom französischen König Ludwig IX. Dem "Heiligen" und Papst Innozenz IV. 5000 Kilometer nach Osten in die Hauptstadt des Mongolenreiches, nach Karakorum geschickt. Auf seinem Weg zum Großkhan traf er zum ersten Mal auf Götzendiener, wie er die Buddhisten nannte und auf nestorianische Christen. Peter Berling hat ihm als sein alter Ego in seiner Pentalogie um die "Kinder des Gral" ein Denkmal gesetzt. Mit 120.000 Kilometern bewältigte der im maghrebinischen Tanger geborene Ibn Battuta (1304 - 1369) in 29 Jahren eine gewaltige Reise von (dem heute im Staat Mali gelegenen) Timbuktu über Kilwa (Tansania) bis nach Peking und zurück. Das Reisen war für ihn zum Sinn des Lebens geworden. Spätestens seit der "Terra X" - Sendung "Gigant der Meere" am 1. Oktober 2006 dürften auch in Deutschland die Expeditionen des chinesischen Admirals Zheng He (1371- 1433) bekannt geworden sein, der im Auftrag des Ming-Kaisers Zhu Di mit einer gewaltigen Flotte im Jahre 1421 die ostafrikanische Küste erreichte. Der Autor Gavin Menzies, ein ehemaliger U-Boot-Kommandant der US-Marine stellte die These auf, dass Zheng He bei seiner sechsten Fahrt von Kalkutta aus die Heimreise angetreten hat, während drei Abteilungen seiner Flotte bis zu den Kapverdischen Inseln und von dort bis nach Nord- und Südamerika vorgestoßen sind, um schließlich die später als Kap Horn bezeichnete Südspitze des Kontinents zu passieren und durch die spätere Magellanstrasse in den Pazifik gelangen. Die Geschwader von Zhou Man und Hang Bao hätten sich dann getrennt und seien an der Küste des heutigen Chile und Perus, bzw. bis nach Kalifornien gesegelt, um dann auch noch Neuseeland und Australien zu entdecken und als erste Weltumsegler in ihre Heimat zurückzukehren. In diesem Zusammenhang wird einmal mehr die Karte des osmanischen Admiral Piri Reis abgebildet, die bereits 1513 die Ostküste Südamerikas zeigte.

Die (Wieder)Entdeckung Amerikas durch den in spanischen Diensten stehende Christoph Kolumbus (1451 - 1501) markiert für manche Historiker den Beginn der Neuzeit. Nach dem Abschluss der spanischen Reconquista, die mit kampflosen Übergabe der Alhambra in Granada endete, fanden folgten arbeitslos gewordene Kämpfer des christlichen Spaniens dem Lockruf des Goldes in die eine "Neue Welt". Francisco Pizarro (um 1478 - 1541) ging durch seine Eroberung des Inkareiches als einer der wichtigsten, aber auch brutalsten Conquistadores in die Geschichte ein. Anders als sein guter Freund Fernão de Magalhães, der im Dienste Spaniens zu einer Weltumseglung aufbrach, unternahm sein Landsmann, der portugiesische Admiral Francisco Serrao (um 1480 - 1521) ein Wettrennen zu den Gewürzinseln, die er im heutigen Indonesien fand. Zusammen mit seiner Geschichte, wird auch jene Magellans erzählt.

James Cook (1728 - 1779) machte sich um die Erforschung des Pazifiks verdient und sah als erster Europäer die kolossalen Moai auf den Osterinseln. Eine Entdeckungsreise ganz anderer Art machte der Universalgelehrte und Bergbauingenieur Alexander von Humboldt (1769 - 1859), der die Natur Südamerikas und der Kanaren erforschte. Meriwether Lewis (1774 - 1809) und William Clark (1770 - 1838) folgten von St. Louis an den Missouri flußaufwärts, überquerten die Rocky Mountains und gelangten schließlich zum Fort Clatsop an der Pazifikküste. Der Hamburger Heinrich Barth reiste in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts vom osmanisch kontrollierten Tripolis im heutigen Libyen durch die Sahara bis nach Timbuktu und 'entdeckte' auf dem Rückweg den Tschad-See. Als weiterer Erforscher des "Schwarzen Kontinents" ging Henry Morton Stanley (1841 - 1904) ein, der u. a. auf der Suche nach dem verschollenen Forscher David Livingstone Afrika mehrmals von Ost nach West und umgekehrt durchquerte und dabei den Viktoria-See entdeckte und den Tanganjika-See und den Kongo befuhr.

Alle zwölf Beiträge weisen neben einem spannenden Text jeweils auch eine Landkarte mit den Reiserouten und eine kurze Biographie des Entdeckers vor. Zahlreiche weitere Abbildungen und Fotos und eine Literaturliste runden das Gesamtbild des 191seitigen Bandes ab.

Auch ohne den umstrittenen Marco Polo, der lediglich am Rande erwähnt wird, gibt es 5 Amazonsterne.
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