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Kundenrezensionen

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am 14. März 2010
Der Autor -- unterstützt von einer Mitautorin -- macht sich daran, nach dem Vorbild des exzellenten, überaus lesenswerten Bandes »Who is who im alten Ägypten« (im Original und deutsch jeweils in denselben Verlagen erschienen) einhundert Biografien zu Gestalten des alten Roms zusammenzustellen. Das Ergebnis ist ein tosender Rohrkrepierer.
Zwar hat der Band in Rezensionen verschiedene sehr zustimmende Beurteilungen erfahren (wie das heute so manche mißlungenen Bücher erleben), doch immerhin glücklicherweise auch einzelne vernichtende -- was zeigt, daß es doch noch Leute gibt, die nicht triviales Klischeewissen zur Grundlage einer Kritik machen.
Auf seiner Homepage verrät der Autor: »I've been interested in the ancient world since my parents purchased me a set of little plastic hoplites at some point in the late 1960s.« Obwohl M. seither auch Geschichte studiert hat, läßt er durch dieses Buch (und nicht nur durch dieses) weiterhin bunte Plastikmännchen (dazu kommen aber auch noch Plastikweibchen) wandern und dabei einen historisch-beurteilenden Zugang zu seinem Gegenstand und den Quellen vermissen. Dazu paßt gleich, daß ein gutes Dutzend sog. Biografien mythischen Figuren Roms gewidmet sind (wie wenn man hier Siegfried zu einer Gestalt der deutschen Geschichte machte), dazu paßt auch, daß nicht Romulus Augustulus der letzte römische Kaiser war (auch nicht Westroms). Aber das ist eher noch harmlos: Alle von der Wissenschaft ausgemerzten Plattheiten sind versammelt, alle Klischees werden unhinterfragt bedient: Die Geschichte der Menschen Roms wird so zu einem außerirdischen, unhistorischen Gemenge an Machenschaften und Intrigen, hinter denen keinerlei historische Kräfte wirken. Der eine wandert zufällig nach links, der andere nach rechts, dann wieder umgekehrt, über die Gründe des einen wie des anderen wird allenfalls spekuliert -- und wenn, dann nach allen Regeln dieser Kunst. Natürlich spielen, ob es paßt oder nicht, wie es zu Römern gehört, Lüsternheit oder Mißgunst eine Rolle, und gern verrät der Autor dabei, wie nicht nur ein berühmter römischer Dichter angeblich gewichst hat.
Am Rande sei vermerkt, daß ein Vergleich des englischen Originals mit der deutschen Ausgabe ergibt, daß in dieser immerhin eine Menge an Unsinn in Einzelheiten korrigiert wurde (im Original ist etwa der Historiker Livius ein Dichter, ein Kaiser hat innerhalb weniger Zeilen zwei verschiedene Väter).
Das Buch ist opulent mit Bildern ausgestattet: Nur haben die wenigsten irgendeinen Bezug, etwa vierzig von über zweihundert Abbildungen sind -- für sich betrachtet teils durchaus mit eigenem Wert -- der Malerei der letzten Jahrhunderte entnommen: Authentizität spielt eben keine rechte Rolle, wie das auch eine Fülle anderer Abbildungen dokumentiert.
Es ist gut, daß Leute Bücher schreiben können, wenn sie Lust dazu haben. Und wenn mißratene Bücher dann in einem Groschenroman-Verlag erscheinen, weiß jeder, was ihn erwartet, und es möge ihm gefallen. Hier hat als erstes das Lektorat des renommierten Verlages Thames & Hudson versagt: Denn es wird gefährlich, wenn arglose Leser -- vielleicht sogar Studenten beim Studium -- solches, wie hier geboten, für seriöses Wissen halten.
Cave hunc librum -- hüte dich vor diesem Buch!
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Was für ein Buch! Dieser Eindruck drängte sich der Rezensentin schon während des ersten Viertels der Lektüre auf. Denn besser kann man die römische Geschichte wohl kaum nacherzählen als durch solch lebendige und vielseitige Lebensbilder. Basisinformationen werden stets zu Beginn der Kapitel über die einzelnen Epochen geboten, sodass dem Leser ein geschichtlicher Rahmen zur Verfügung steht, in den er die einzelnen Kurzbiografien einordnen kann.
Und diese sind derart abwechslungsreich gehalten, dass auch der an Geschichte nicht sonderlich Interessierte Freude an der Lektüre haben könnte, wenngleich er nicht unbedingt zur Zielgruppe zählt. Diese umfasst vor allem Laien, die einen Einblick in und Überblick über die römische Geschichte und vor allem in individuelle Lebenswelten erhalten möchten.

Aufgenommen wurden Personen, die in irgendeiner Weise Zeugnisse hinterlassen haben, auch solche, deren Existenz als eher unsicher gilt: Gibt es einen Altar oder ein Denkmal, so haben sie ein Anrecht, ins "Who is who" aufgenommen zu werden, vor allem, wenn sie die römische Denkweise prägten oder dem heutigen Leser veranschaulichen können wie etwa Lucretia als eine Frau mit den bei einer römischen Matrone erwünschten Tugenden. Sie können unbedeutend sein wie die gallische Verputzerfrau Blandina Martiola - der Nachruf ihres Mannes auf sie spricht Bände -.; oder Hilarion von Oxyrhynchos, der per Brief seiner womöglich schwangeren Frau ganz zeittypisch den Auftrag gibt, ein Mädchen nach der Geburt auszusetzen, einen Jungen jedoch zu behalten; oder auch eine (weibliche!) Gladiatorin. Die wichtigsten Machthaber, Kaiser selbstverständlich eingeschlossen, dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie bedeutende Heerführer, etwa Agrippa, Kulturschaffende und Wissenschaftler, darunter zahlreiche Schriftsteller und Historiker, aber auch Architekten und Ingenieure.
Bezaubernd kurzweilig trotz des hohen Informationsgehalts, möglichst mit Zitaten und häufig auch mit Abbildungen versehen, werden die hundert Protagonisten vorgestellt. Erfreulich, nicht nur im Sinne der "Political Correctness", ist die Heraushebung des Einflusses von Frauen, freilich zumeist der Oberschicht, auf Politik und Kultur. Wenn man vom einen oder anderen Druckfehler absieht, wäre dies ein wahrlich perfektes Werk.

Geschichte zum Miterleben, zum Anfassen; historische Persönlichkeiten vom einfachen Soldaten oder Handwerker über den Karriere machenden freigelassenen Sklaven bis hin zu Figuren auf dem Gipfel der Macht; kurze Zusammenfassungen der römischen Geschichte: Dieses Buch bietet einen so informativen wie kurzweiligen und differenzierten Einblick in das alte Rom von den Anfängen bis zum Zerfall.
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Cicero, Caesar, Nero, Marc Aurel ... wer kennt sie nicht. Irgendwann haben wir von ihnen früher im Latein- oder Geschichtsunterricht gehört. Doch das ist lange her. Wir wissen noch, dass es hervorragende Persönlichkeiten im alten Rom waren. Schon immer wollten wir einmal verschüttete Schulkenntnisse auffrischen. Jetzt gibt es mit "Who is who im alten Rom" eine wunderbare Gelegenheit dazu.

Der exzellente Bild-Text-Band aus dem Verlag Philipp von Zabern stellt Zeitzeugen aus der fast 1500jährigen Geschichte des alten Roms vor. Die beiden Autoren Philip Matyszak und Joanne Berry haben dafür 100 Persönlichkeiten aus allen Epochen und Gesellschaftsschichten ausgewählt. Ihre Lebensgeschichten und Schicksale reichen von der mythischen Gründung Roms durch Romulus und Remus bis hin zu den letzten Tagen des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus.

Die Lebensbilder des Buches wurden nach verschiedenen Kriterien ausgewählt. So musste es sich um römische Bürger handeln und die Betreffenden mussten von ihrem Leben irgendein Zeugnis hinterlassen haben. Das Ergebnis ist eine Auswahl von Kaisern, Sklaven, Mätressen, Unterhaltungskünstlern, Arbeitern, Handwerkern, Soldaten und Poeten, von Männern wie Frauen jeden Alters und jeder sozialen Schicht.

Dabei gilt die Aufmerksamkeit auch "Nebendarstellern", die in der Geschichte quasi nur einen flüchtigen Auftritt hatten. So wird neben dem allseits bekannten Cicero, der mit seiner Redekunst der größte lateinische Redner war, auch mit der vestalischen Jungfrau Clodia Laeta, die lebendig begraben wurde, bekannt gemacht.

Die Biografien sind in sechs historische Epochen unterteilt, dabei reicht die Zeitspanne von 753 v.Chr. bis 476 n.Chr. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Phasen, in denen Rom eine seiner vielen wesentlichen Veränderungen durchmachte, z. B. vom Königtum zur Republik oder von der Republik zum Kaiserreich.

Die 100 Lebensberichte versuchen zu erklären, was es vor zweitausend Jahren bedeutete, ein Römer zu sein. So entsteht das vielschichtige Porträt eines Volkes und einer Weltmacht.

Neben den informativen Texten, die mit zahlreichen Originalzitaten angereichert sind, beleuchten über 200 hochwertige Abbildungen das Spektrum dieser Biografien und gestatten so einen lebendigen Blick auf das römische Weltreich. Eine Liste der römischen Kaiser, ein Quellenverzeichnis der Zitate sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis bieten die Möglichkeit, sich intensiver mit dem Geschichtsstoff zu beschäftigen. Nicht zuletzt besticht der Bild-Text-Band durch seine hohe Druckqualität und ausgezeichnete Aufmachung. "Who is who im alten Rom" - ein Geschichtsbuch der Extraklasse.

Manfred Orlick
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am 13. September 2013
Zunächst mal: mit einem "Who is Who" im eigentlichen Wortsinn (Personenenzyklopädie) hat dieses Buch nichts zu tun. Der Inhalt ist - zumindest grob - chronologisch aufgebaut und Informationen zu einzelnen Persönlichkeiten muss man sich meist nach einer Recherche in einem Register am Ende des Buches an verschiedenen Stellen selbst zusammen suchen.

Als ich auf dieses Buch gestoßen bin, war ich zunächst begeistert - endlich ein Nachschlagewerk mit Kurzbiographien der größten Persönlichkeiten der römischen Antike! Aber dem ist nicht so.

Der Inhalt des Buches konzentriert sich vielmehr auf eine recht überschaubare Zahl offenbar willkürlich vom Autor ausgewählter Personen. So wird beispielsweise Hadrian, zweifellos einer der bedeutendsten römischen Herrscher überhaupt, lediglich am Rande einiger Biographien erwähnt, während der Autor dem Liebhaber desselben Kaisers, Antinoos, gleich ein ganzes Kapitel widmet. Auch Titus, Eroberer Jerusalems, ist in diesem Buch nur eine unbedeutende Randfigur, genauso wie Marcus Antonius. Die Liste ließe sich noch lange fortführen. Hier stimmt einfach die historische Gewichtung nicht, die man von einem Werk, das sich als "Who is Who" bezeichnet, erwarten würde. Seitenlange Berichte über wirkliche Randfiguren der Geschichte wie beispielsweise die Konkubine des Kaisers Vespasian wirken dagegen geradezu lächerlich und wären m.E. im "Wissenschaftsteil" einer Boulevardzeitung besser aufgehoben.

Zudem ist es in der Tat so, dass viele Abbildungen in dem Buch lediglich als Seitenfüller dienen und mit den an gleicher Stelle beschriebenen Persönlichkeiten rein überhaupt nichts zu tun haben.

Wer dieses Werk als reine Unterhaltungsliteratur betrachtet und sich bislang noch nicht viel mit römischer Geschichte beschäftigt hat, kann mit dem Kauf dieses Buches eigentlich nicht viel falsch machen. Wer jedoch wie ich den Fehler macht, hier ein umfassendes Nachschlagewerk ("Who is Who") mit Informationen zu den bedeutendsten Römern der Geschichte zu erwarten, wird zwangsläufig enttäuscht sein.
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am 27. November 2014
Ich finde die bestehenden Rezensionen recht kleinlich. Das Buch erhebt sicher nicht den Anspruch von Wissenschaftlichkeit. Es schildert aber in kurzer, verständlicher Form Biographien von Personen, die z. T. durchaus als Randfiguren der römischen Geschichte verstehen werden dürfen. Wenn die anderen Rezensenten Männer wie Hadrian oder vespasian vermissen, so sei gesagt, dass man über diese in anderen Werken schon genug lesen kann. Die hier bearbeiteten Personen wie z. B. Pomponius Atticus oder Tiro sind Randfiguren, aber interessant und eher selten thematisiert.
Ich jedenfalls habe dieses Buch mit Gewinn gelesen und werde es im Bedarfsfall gern wieder zur Hand nehmen.
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