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am 29. November 2012
Everlasting... immerwährend ein Traum :)!
Die Geschichte um Finn und seine Welt ist einfach wunderschön erzählt!
Anfangs muss man sich zwar etwas konzentrieren um die vielen Infos zu verabeiten und um sich in die Geschichte an sich einzufinden, doch schon nach ein paar Seiten eröffnet sich allerding eine Handlung die einen gewissen Zauber versprüht und schwer aus der Hand zu legen ist! Der Schreibstil hat Charme und ist wirklich sehr gelungen. Ich habe schon einige Zeitreise Romane gelesen, aber noch nicht in dieser Form. Die Erzählweise in der dritten Person finde ich grandios und im letzten Drittel führt dieser zu einem rießengroßen "WOW" - Effekt! Chapeau vor der Autorin, welche ihre Arbeit hier echt wahnsinnig gut gemacht hat!
Man sollte bei Everlasting keine spannungsgeladene Action erwarten, sonderen eher ein Buch zum entspannen und eintauchen in eine ferne Zukunft, welche ich mir durchaus so vorstellen kann.
Der Schluss lässt etwas Freiraum für Spekulationen über einen eventuellen 2. Band, aber an sich ist die Geschichte abgeschlossen! Everlasting ist in meiner langen Liste von Lieblingsbüchern ganz vorne mit dabei.

FAZIT: Witzig, clever und vieeeel Gefühl = Everlasting!
Absolute Kaufempfehlung!!!
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am 3. August 2012
Der 26-jährige Historiker Finn Nordstrom lebt als Historiker in der Zukunft. Als er den Auftrag bekommt das Tagebuch einer Dreizehnjährigen aus dem Jahr 2003 zu übersetzen, ist er erst nicht begeistert. Doch langsam hat er das Gefühl, dass er sich dem Mädchen annähert. Noch dazu soll er einige Male in die Vergangenheit reisen (also in unsere jetzige Zeit) und dort mit dem Mädchen in Kontakt treten. Und tatsächlich verliebt er sich langsam in sie, doch welches Ziel verfolgen seine Chefs mit den gezielten Zeitreisen? Und beide trennen mehrere Jahrhunderte...

Dystopien gibt es in letzter Zeit viele auf dem Markt, v.a. im Jugendbuchgenre. Auch mit 'Everlasting' legt die Autorin in gewisser Weise eine Dystopie vor, wobei man dieses Buch auch zur Science-fiction zählen könnte. Dennoch sticht 'Everlasting' positiv aus der Masse hervor.

Super gefallen hat mir die Idee, einen Science fiction-Roman für Mädchen und junge Frauen zu schreiben. Auch die Idee hinter der Geschichte finde ich sehr innovativ.

Durch den Spannungsbogen, den die Autorin aufbaut, fiebert man als Leser mit den Hauptpersonen mit. Man merkt von Anfang an, dass womöglich nicht alle ehrlich sind zu Finn bzw. dass ihm etwas verheimlicht wird, aber man weiß nicht was.

Ebenso positiv fand ich die Charaktere. Diese erscheinen als sehr glaubhaft und alles andere als klischeehaft. Außerdem handelt es sich hierbei nicht mehr um Teenies, sondern v.a. Finn ist mit seinen 26 Jahren ja schon erwachsen.

Störend fand ich den Anfang der Geschichte. Ich hatte wirklich Mühe mich ins Geschehen einzufinden, weil anfangs doch sehr viele Sci fi-mäßige fremdsprachige Begriffe genannt wurden, mit denen ich nichts anfangen konnte. Das verwirrt am Anfang sehr, wird im Laufe des Geschehens dann allerdings besser. Auch Finns ständige Worterklärungen zu ausgestorbenen historischen Wörtern haben mich sehr genervt, sodass ich sie bald überlesen habe.

Fazit: 'Everlasting' ist ein schöner Zeitreiseroman für alle jugendlichen Leserinnen oder junge Frauen. Idee und Charaktere sowie die sprachliche Gestaltung sind sehr gut umgesetzt und der Roman liest sich spannend und interessant. Von mir gibt's 4,5 (aufgerundet auf 5) Sterne!
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Juli 2012
Also, zum Inhalt wurde hier schon von anderen Rezensenten viel geschrieben, deshalb fasse ich mich kurz: Hauptprotagonist ist der junge Finn, der im Jahre 2264 lebt, die mittlerweile ausgestorbene deutsche Sprache beherrscht und die 250 Jahre alten Tagebüchern eines Teenagers übersetzen soll. Für diesen Auftrag wird er in die Vergangenheit geschickt; dort trifft er die Verfasserin der Tagebücher und verliebt sich unsterblich in sie. Nun wird es spannend, denn über kurz oder lang muss er sich entscheiden: Bei seiner großen Liebe in der Vergangenheit zu bleiben, wohl wissend, dass diese Menschen dieser Zeit dem Untergang geweiht sein werden - oder zurück nach Hause in die Zukunft?

Mein Fazit: Die ersten Seiten holprig, doch dann sehr schön und kurzweilig zu lesen, an manchen Stellen auch mit trockenen Humor, der mich zum Schmunzeln brachte. Am Schluss der Lektürehabe ich das Buch regelrecht verschlungen. Zeitreise-Romane sind ja im Moment hipp, sie haben die Vampire abgelöst, doch "Everlasting" hebt sich eindeutig positiv ab.

Warum dann nur 4 Sterne und keine 5? Nun, wie bereits angdeutet, fand ich den Anfang eher holprig... Er war nicht unbedingt langweilig, aber es dauerte eine Weile, mit den Protagonisten Finn und seiner Gefährtign Rouge warm zu werden. Finn war einigermaße okay, doch Rouge war irgendwie furchtbar profillos und unerträglich arrogant. Soviel zur Handlung.
Beim Schreibstil fiel mir übermäßige Gebrauch von Anglizismen auf, die auch selbst bei den imaginären Erfindungen immer verwendet wurden. Im Hinblick darauf, dass sich in diesem Buch viel um die "tote Sprache" Deutsch dreht, müsste es doch besonders für die zahlreichen Erfindungen auch die entsprechend deutsche Synonyme geben ;-) . Hier sind wir auch schon bei der Logik, auch hier gab es ein paar Ungereimtheiten: Wie gesagt, geht es in dem Buch um die Zeit von 2264. Aufgrund der zurückliegenden Kataststrophe "Dark Summer" (hierfür gab's offensichtlich auch kein adäquates deutsches Wort) ist die deutsche Sprache ausgestorben , während die anderen europäische Sprachen alle überlebt haben... Das ist deshalb unlogisch, weil laut Buch die anderen europäischen Sprachen überlebt haben. Doch selbst wenn es so wäre, dass nur eine Nation aus der Landkarte verschwindet, dann gibt es immerhin in anderen Ländern Leute, die diese Sprache beherrschen.

Und noch ein kleiner Schönheitsfehler: Im Jahre 2003 waren Leggings definitiv nicht modern. Sie waren Anfang der Neunziger, sowie dann 20 Jahre später wieder hipp, aber im Jahre 2003 nicht, aber was soll's, wie gesagt ein kleiner Schönheitsfehler.

Ansonsten kann ich mich den positiven Meinungen hier anschließen. Wie in einer anderen Rezension aufgeschnappt, wird es wirklich richtig spannend, sobald die Tagebücher entdeckt wurden und sich der Hauptprotagonist an die Arbeit macht. Dann wird es erst lesenswert. :-)
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am 9. Februar 2014
Es fällt mir relativ schwer dieses Buch zu bewerten. Einerseits finde ich die Idee klasse, das Zukunftsszenario, dass sich die Autorin ausgedacht hat ist interessant und detailliert beschrieben, und auch die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Dennoch wollte der Funke bei mir einfach nicht richtig überspringen. Auch wenn es sich hier größtenteils um eine Liebesgeschichte handelt, so blieben die Emotionen meistens auf der Strecke. Der Fakt, dass Finn immer wieder einfach so auftaucht, um anschließend wieder für mehrere Jahre zu verschwinden wird weder von Eliana, noch ihrer Familie in Frage gestellt. Ich als Leser hätte mir da viel mehr “Drama” gewünscht, denn das Konfliktpotenzial wäre an dieser Stelle definitiv vorhanden gewesen. Gleichzeitig werden eher unwichtige Stellen bis ins kleinste Detail beschrieben, während andere wichtige Szenen mit nur wenigen Sätzen abgehandelt werden und daraus resultierende Frage einfach offen bleiben.
Das Ende finde ich im Gegensatz einiger anderen Rezensenten in Ordnung, auch wenn darüber hinaus noch immer einige Fragen offen sind und ich sie mir mit Hilfe meiner Phantasie wohl selbst beantworten muss.

Fazit
Eine Geschichte mit einer interessanten Idee, bei der es leider an der Umsetzung hapert. Dennoch hat mich das Buch nicht komplett enttäuscht und an einigen Stellen doch relativ gut unterhalten. Ich bewerte die Geschichte insgesamt mit 2,5 Sternen und vergebe zusätzlich für das schöne Buchcover weitere 0,5 Sterne – macht zusammen:

3 STERNE
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am 29. August 2012
Vorab: ich bin hin- und hergerissen, ob ich 3 oder 4 Sterne vergeben soll. 3 erscheinen mir zu wenig, 4 wiederum zuviel. Zuerst aber zum Inhalt:

Das Buch beginnt aus heutiger Sicht über 250 Jahre in der Zukunft. Hauptperson ist Finn, ein junger Mann, der Historiker ist und unter anderem auch mit der toten Deutschen Sprache vertraut ist. In der Gesellschaft, in der er lebt und die er kennt, ist die "Ich"-Form nicht mehr existent, es wird nur noch in der dritten Person singular über sich selbst gesprochen. (Was beim Einstieg erstmal sehr gewöhnungsbedürftig ist.)
Finn wird damit beauftragt, ein Tagebuch/-bücher eines jungen Mädchens, das in Deutsch und in Handschrift verfasst ist, zu übersetzen. Zeitgleich soll er ein neues Spiel testen, das im Jahr 2003 (oder 2001?) bis 2011 "spielt" und sehr real wirkt. Er findet durch Situationen, die sehr mit dem jungen Mädchen aus seinem Tagebuch verwoben zu sein scheinen, heraus, dass es sich nicht um ein Spiel, sondern um Zeitreisen handelt. So macht er sich (zunächst unbewusst) auf die Suche nach der Liebe und seinem eigenen "Ich".

Soweit einigermaßen der Inhalt.

Was mich positiv zu diesem Buch stimmt und eigentlich 4 Sterne wert wäre, ist die Geschichte, die anfangs etwas schwierig zu "konsumieren" ist, auch wegen der Sprachgestaltung und der surrealen Welt, die mich dann aber mehr und mehr eingenommen hat, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die zarte Liebesgeschichte, die sich entwickelt, die Personen, um die es sich handelt, sind so liebevoll gestaltet, dass es eine Freude war, das Buch zu lesen. Der Spannungsbogen konnte auch durchweg gehalten werden. Das Buch hat ein offenes Ende - und doch auch wieder nicht. Es ist so offen, dass man sich das Ende zwar selbst gestalten kann, aber auch wieder so geschlossen, dass man weiß, "es ist alles in Ordnung". Anders kann ich es nicht beschreiben, ohne nicht zuviel zu verraten.

Was mich eher 3 Sterne vergeben lässt, ist das Gefühl, dass die Autorin an den Stellen, an denen sie selbst keine Antworten auf die Fragen wusste, einfach nicht näher darauf eingegangen ist. So tauchen zum Beispiel von der Hauptperson selbst die Fragen auf, warum man aus der Vergangenheit nichts in die Zukunft mitnehmen kann, aber umgekehrt ist das möglich.

Dann finde ich für mich einen logischen Bruch darin, dass am Anfang der Hauptperson erzählt wird, man könne die Zukunft durch Änderungen in der Vergangenheit nicht ändern, weil sich aus mathematischen und physikalischen Gesetzen nichts mehr ändern ließe. Am Ende wird von den gleichen Personen jedoch gesagt, man habe Angst gehabt, die Hauptperson hätte durch Fehlverhalten die Vergangenheit ändern, und damit die eigene Welt abspalten können. Was ja nichts anderes gewesen wäre, als die eigene Zukunft bzw. Gegenwart zu ändern.

Zweitens wird mir nicht genug auf den gesellschaftlichen Umstand, dass keine Liebe zwischen Männern und Frauen herrscht, eingegangen. Es wird - so verstehe ich das - so erklärt, dass allein dadurch, dass die Ich-Form aus dem Sprachschatz gestrichen wurde, die Unpersönlichkeit so groß wird, dass eine gewisse Distanz zwischen den Menschen herrscht und so gar keine Liebe aufkommen kann. Zwischen Eltern und Kindern jedoch sei das bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres jedoch nicht so, also Liebe sei da. Diese Erklärung scheint mir ein bisschen zu dünn. Diese Frage begleitete mich tatsächlich durch das ganze Buch und hat mich etwas gestört. Auch dass allein durch Finn und seine entdeckte Liebe die "Ansteckung" an seine Mitmenschen vollzogen werden konnte, möchte ich nicht so einfach hinnehmen. In seiner existierenden Gesellschaft gibt es eine weitere kleine Gesellschaftsform, die sich von seiner abgekanzelt hat und die Ichform noch ausleben und auch die Liebe empfinden kann. Warum wurden seine Mitmenschen nicht durch sie angesteckt? Weil kein Kontakt da war? So abgeschottet lebte diese Gesellschaftsform auch wiederum nicht, dass das über Jahrhunderte hinweg so getrennt parallel in sich geschlossen und homogen bleiben konnte.

Es wird auch geschrieben, es gäbe zwar Sex, aber keine Leidenschaft. Wie das funktioniert, soll mir bitte jemand erklären. Bei einer Frau ist das noch vorstellbar. Aber bei einem Mann? Die Hormone wurden jedenfalls nicht entfernt oder gekürzt. Schwer vorstellbar, dass sich "hormongesteuerte" Männer allein durch Streichung der Ich-Form aus dem Sprachschatz von leidenschaftlichem Sex abhalten lassen. Der Versuch, das allein damit zu erklären, ist für mich als Leser klar gescheitert. (Oder ich habe etwas falsch interpretiert, man darf mich gerne korrigieren.)

Weiterhin wurde die Sprache in der 3. Person singular nicht konsequent eingehalten. Und zwar nicht als kurzer Schreibfehler, sondern - glaube ich - Denkfehler. So sagen die Menschen in der Zukunft z.B. oft "Verstehe" oder "Weiß nicht". Das sind verschluckte "Ich"-Sätze: Ich verstehe. Ich weiß nicht. Das ist jetzt zwar kein grober Fehler, auch kein Fehler, der störend im Buch wirkt, aber er war doch so präsent, dass er mir aufgefallen ist.

Alles im allem finde ich das Buch sehr kontrovers. Ich kann diejenigen verstehen, die 5 Sterne vergeben als auch diejenigen, die weniger Sterne vergeben. Ich bin ja selbst, wie oben geschrieben, hin- und hergerissen.
Es ist auf jeden Fall lesenswert. Allerdings finde ich, dass das Buch eher ein Frauenroman ist. Die Männer in meiner Umgebung würden es eher nicht lesen, weil die technische Seite, die physikalischen Gedankenspiele, die Fiktion einfach zu oberflächlich gehalten sind. Im Vordergrund stehen Finn und seine Selbstfindung, die Entdeckung seines "Ichs".

Daher dann doch eher meine 3 Sterne mit Pfeil nach oben.
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am 20. Juli 2014
Kurzer Inhaltsüberblick:

Wir werden in das Jahr 2264 versetzt, in dem unser Held Finn Nordstrom ist Historiker und Sprachwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf Deutsch. Und zwar das Deutsch, wie wir es kennen am Ende des 20. und Beginn des 21. jahrhunderts. In den 2020er Jahren kommt es zu einer weltumfassenden Katastrophe, die rückblickend als die Epoche des “Dark Winter” in die Geschichte eingeht. In Finns Zeit ist die Katastrophe überwunden, aber es wurden Strukturen und eine Gesellschaft geschaffen, die über kurz und lang weitere Probleme für die Bevölkerung bedeuten würden. Es gibt nämlich zum einen nicht mehr sowas wie Liebe oder Verliebtsein, die Partner werden mehr oder minder zugeteilt und man kommt aus Vernunftgründen zusammen und bekommt Kinder aus rein pragmatischen Gründen, weil nämlich b) die Geburtenrate stark zurückgegangen ist.

In dieser Zeit bekommt Finn zwei Aufträge, zum einen soll er die Tagebücher eines Mädchens beginnend mit dem Jahr 2003 übersetzen (sein Forschungsbereich sozusagen) und zum anderen darf er ein Reality-Spiel testen, welches in der selben zeit angesiedelt ist.

Meine Meinung:

Mehr werde ich nicht verraten und muss man glaube ich auch gar nicht dazu sagen. In dem Roman geht es um Liebe und welche Opfer man dafür bringen möchte. Aber so dramatisch würde ich es gar nicht sehen. „Everlasting“ ist die mit Abstand witzigste Liebesgeschichte, die ich mit meinen 27 Jahren lesen durfte. Selbst am Ende habe ich das Buch mit einem Schmunzeln geschlossen. Ein wirklich herzliches, süßes, romantisches, kitschiges und humorvolles Buch.

Was allerdings auch gar nicht verwunderlich ist. Ich durfte die Autorin zur Leseflut anlässlich der Buchmesse 2012 bestaunen und ich glaube auf sie treffen dieselben Eigenschaften zu wie auf das Buch. Wirklich urkomisch, charmant, witzig. Aus dem Grund mussten meine Begleiterinnen und ich auch alle das Buch kaufen, da gabs nix von wegen „leihst du mir es mal aus“. Es war ein Schmuckstück, welches jede von uns ihr eigen nennen wollte.

Was gab es noch für Highlights? Sehr großartig fand ich den Humor von E’s Tagebüchern und mit großer Spannung habe ich die Weiterentwicklung des Mädchens erwartet. Und dabei war ich ja nicht die einzige, denn unser Held Finn hat sie schließlich ebenfalls verschlungen und sich klammheimlich in ein Mädchen verliebt welches nicht nur seit über 200 Jahren tot ist, sondern zu Beginn ihrer Tagebucheinträge erst 13 Jahre alt war. Darin ist ja bereits die Tragik, aber auch der wichtige jugendliche Humor enthalten. Gewürzt wird die Story noch mit den Wortschöpfungen, den Erfindungen und Namen aus dem Jahre 2264.

Tja, lange fragt man sich auch, warum ein Experte für Alte Sprachen (des 21. Jahrhunderts) so viel Zeit auf die Übersetzung eines Tagebuchs aus dem Jahre 2003 verwenden soll. Was hat es mit dem Reality-Spiel auf sich, welches sich unglaublich real und verstörend anfühlt. Wie schwer wiegt der Verlust der Liebe in einer Zeit, in der die Menschheit eine umwälzende Katastrophe überwunden hat, aber irgendwie nicht glücklich ist. Und die wichtigste aller Fragen: Was passiert, wenn man sich ein junger Wissenschaftler im Jahre 2264 in ein Mädchen aus der Vergangenheit verliebt? Man wird beim Lesen wirklich mit so einigen Fragen konfrontiert und die Auflösung macht das Buch noch sympathischer!
Einfach lesen, ich lege jedem das Buch wärmstens ans Herzen!
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am 20. November 2012
Erschienen ist dieser Zeitreiseroman am 9.März 2012. Mit “Everlasting - Der Mann der aus der Zeit fiel” bringt der Wunderlich - Verlag das neueste Buch der Autorin Holly-Jane Rahlens in den deutschen Handel. Der Leser wird direkt ins Jahr 2264 geschickt und begleitet den Protagonisten Finn Nordstorm durch Berlin – in der Zukunft und der Vergangenheit.
Die Welt im Jahre 2264 ist nicht mehr so bevölkert, wie vor dem “Dark Winter”. Eine neue Sprache, neue Lebensweisen und Arten des Lebens spielen sich nun in der deutschen Hauptstadt ab. Finn Nordstorm ist zwar für sein Zeitalter noch nicht Erwachsen, aber ein gefragter Meister in dem Fach “Historie Deutschland”. Er wird immer heran gezogen, wenn alte Dokumente gefunden werden, welche in Deutsch verfasst sind und seine Übersetzungen benötigen. Genauso passiert es, als eine Kiste mit Tagebüchern unbekannter Herkunft entdeckt wird. Finn findet heraus, dass sie einem Mädchen namens Eliana gehören, die sie schrieb als sie dreizehn wurde.

Immer mehr verliert er sich in ihren kindlichen Erklärungen, sowie witzigen Ausdrücken und Benennungen eigenartiger Gegenstände, welche für das 20. Jahrhundert normal waren, für Finn aber mehr als befremdlich erscheinen. Zusammen mit seiner Freundin Rouge soll er nun ein neues Spiel testen, für welches seine wissenschaftlichen Erforschungen, laut seines Arbeitgebers von großem Nutzen sind. Vollkommen fasziniert von den ganzen Details in der Spielewelt des Berlin im 20. Jahrhundert, kehren Finn und Rouge zurück. Nun sehnt er sich nicht nur nach den Tagebüchern von Eliana, sondern auch nach dem nächsten Termin um in das Spiel zu gelangen.

Finn erfreut gerade, dass Eliana breites 14 Jahre ist und sich auf dem Weg zu einem Buchladen befindet, als der nächste Termin bekannt gegeben wird. In der Spielewelt angekommen, sucht Finn nach eben diesem Laden. Überwältigt von der Reichhaltigkeit an Büchern und Detailtreue, begegnet er einer Frau und deren beiden Töchter, die sich als Madeline und Eliana vorstellen. Finn kann nicht glauben, dass er mitten in der Situation steckt, welche er erst in Elianas Tagebüchern lesen konnte. Sein Aufenthalt wärt nur kurz und zuhause angekommen stürzt er gleich zu den Tagebüchern … wo er seinen Namen vorfindet, in jener Begegnung …

„Everlasting“ ist wortgewandt, temporeich und packend, dies alles fiel mir ein als ich “Everlasting - Der Mann der aus der Zeit fiel” beendet hatte. Der Einstieg in das Buch war jedoch alles andere als einfach, viel neue Orte, komische Namen und Gespräche prägen das Buch. Wer aber dran bleibt, wird sich in einem sehr einfühlenden und fesselnden Buch wieder finden. Nachdem die Welt unter dem “Dark Winter” gelitten hatte, entwickelt sich eine neue, sehr gefühllose Welt, weniger Kinder werden geboren und alle sehen die Liebe und die Fortpflanzung als einen Akt des müssens an.
Finn ist ein toller Protagonist, anders als seine Umgebung, ständig hatte ich das Gefühl, das Finn dort nicht so richtig hin gehört und lieber in einer anderen leben möchte. Als dann das Angebot zu dem Spiel kam, war Finn in seinem Element.

Die Vergangenheit fesselt ihn und auch wenn er nur immer kleine Ausschnitte findet oder sich, wie in Elianas Buch, in einen Text verstecken kann, dann lebt er förmlich auf. In Elianas Tagebüchern befinden sich, für uns, alltägliche Mädchenprobleme, wie Schule, Klamotten und vor allem Jungsgeschichten. Als sich die Gegebenheiten wandeln und Finn die Begegnung mit Eliana selbst lesen kann, merkt man, wie immer mehr Tempo in das gesamte Geschehen hinein kommt und wie Finn immer mehr Gefühle entwickelt. Für mich war Eliana zu sehr im Hintergrund, da sie meist nur in ihren Tagebucheinträgen zu Wort kommt, aber Finn ist dafür um so präsenter und führt die Rolle des Protagonisten perfekt aus. Die Welten, unsere, so wie wir sie kennen, und die des 24. Jahrhundert wurden von der Autorin Holly-Jane Rahlens so bildgewaltig aufgeschrieben und detailreich erklärt, dass sie sich in dem Kopf des Lesers aufbauen. Natürlich findet hier auch der Einband seine Erwähnung, denn das Cover wird von vielen Lesern als überaus kitschig empfunden, wohingegen ich entgegnen muss, das es mich sehr an Eliana erinnert und ihre ersten Tagebucheinträge.

Vor allem der Flakon von dem Parfüm „Everlasting“ passt perfekt in die Coveraufstellung, und bei der Schriftsetzung hatte ich immer das Gefühl das die Designer einen Hinweis auf die Zeitzonen zwischen den Welten geben wollten, weswegen sie den Titel und den Namen der Autorin kreisrund um den Flakon platziert haben. Danke an den Verlag für diese tolle Reise mit Finn und Eliana, und ich hoffe auf weitere so tolle Romane von der Autorin Holly-Jane Rahlens.
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Kurzbeschreibung

Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft ...

Eigene Meinung

In Finns Welt gibt es keine Liebe - etwas was in unserem Jahrhundert unvorstellbar ist. Doch als er anfängt die Tagebücher eines Mädchens des 20. Jahrhunderts zu übersetzen, gerät er mehr und mehr in ihren Bann. Als er sie schließlich in der Vergangenheit antrifft, bezaubert sie ihn ebenso wie in ihren Tagebüchern.

Im Grunde spielt das Buch mehr in der ,,Vergangenheit'' und ich weiß nicht ob das noch als Dystophie durchgeht, aber gut. Man lernt Eliana kennen und ebenso wie Finn, ist sie mir nicht unsympathisch gewesen, im Gegenteil. Sie ist ein ganz normales Mädchen, hat gewöhnliche Alltagssorgen und wirkt wirklich sehr real. Man begleitet sie von ihrem 13 Lebensjahr an, denn an jenem 13. Geburtstag fing sie mit dem Schreiben der Tagebücher an. Von da an erfährt man viel über ihre Welt und ihr Leben. Das ist wirklich spannend, denn wann bekommt man schon mal Einblick in die Sichtweise eines anderen Menschen und seinen Alltag?

In Finns Welt redet jeder von sich in der 3. Person und das war lange Zeit sehr verwirrend und hat auch ein bisschen genervt, weil es so ungewohnt ist und ich manchmal nicht ganz folgen konnte und anfangs noch dachte es wird über jemand anderen geredet und nicht über die eigene Person. Aber schlussendlich habe ich mich daran gewöhnt und es ist Teil der dystophischen Welt in der er lebt und im Grunde das was diese Welt ausmacht, denn um das eine zu vermeiden, mussten sie andere Dinge aufgeben!

Unsere Zeit als Vergangenheit zu betrachten ist sehr interessant, denn man bekommt sie von einen ganz anderen Standpunkt zu sehen. Die Geschehnisse, die schlussendlich immer zu den neuen Welten führen sind wirklich erschreckend und so auch hier.

Die Liebesgeschichte ist wirklich zuckersüß, allerdings auch ein klein wenig unrealistisch, hinsichtlich darauf, wie oft Eliana Finn gesehen hat, aber für eine Romantikerin ist es genau das Richtige!

Dieses Buch ist wirklich etwas besonderes. Eine ganz andere Art von Dystophie, die wirklich hervorsticht. Tiefgründig und auf reale Probleme bezogen, welche die Folgen Finns Welt deutlich nachvollziehbar erscheinen lassen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich liebe es einfach, denn Cover und Geschichte sind einfach perfekt und ich kann es wirklich nur empfehlen!
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am 26. Juli 2012
Finn lebt in einer Zeit, in der es keine Gefühle und keine Liebe gibt. Das Individuum existiert auch nicht mehr so, wie es einmal war. Er ist Wissenschaftler und beschäftigt sich mit der toten Sprache Deutsch. Nun erhält er den Auftrag Tagebücher zu übersetzen, die aus dem 21. Jahrhundert stammen. Zunächst kann sich Finn mit der Aufgabe nur schwer anfreunden, doch je mehr er liest und übersetzt, desto interessanter wird das Ganze für ihn. Schließlich soll er auch noch mit Hilfe eines Spiels in ebenjene Zeit zurückversetzt werden, in der die Tagebücher geschrieben wurden. Je öfter Finn in diesem Spiel ist, desto mehr Zweifel hat er, was die Zeit, in der er lebt angeht. Vor allem aber ist er immer faszinierter von dem jungen Mädchen, das die Tagebücher verfasst hat.

Zunächst ist es gar nicht so einfach in das Buch hineinzufinden, da es schon etwas befremdlich wirkt, wenn Personen von sich selber in der dritten Person sprechen. Nach einigen Seiten aber hat man sich dann daran gewöhnt und kann dem Geschehen leicht folgen. Trotzdem bleibt die Zeit, in der Finn lebt, unwirklich, da man sich einfach nicht vorstellen kann und will, dass es vielleicht einmal soweit kommt, dass keine Liebe und keine Gefühle mehr vorhanden sind.

Man ist schon froh, als es darum geht, das Finn in dem Spiel ins 21. Jahrhundert zurückversetzt wird. Endlich erkennt man gewohnte Verhaltens- und Sprachmuster wieder. Und es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich Finn in der Zeit zurechtfindet. Sicherlich hat er vor allem zu Beginn enorme Schwierigkeiten, vor allem mit der ersten Person, aber er findet sich doch relativ schnell ein und fällt bald kaum noch auf.

Eine schöne, romantische Geschichte, die zwei Menschen zusammenbringt, die sich eigentlich niemals hätten begegnen können. Der Leser wird eingeladen zu träumen und sich einfach der Geschichte hinzugeben. Wer nicht immer alles hinterfragen muss, sondern so hinnimmt, wie es geschrieben steht, wird wirklich Freude an diesem Buch haben!
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am 31. Mai 2012
Berlin im Jahr 2264, wir lernen den jungen Historiker Finn Nordstrom kennen. Er ist spezialisiert auf die ausgestorbene Sprache deutsch und kann Handschriften lesen. Er bekommt den Auftrag die aus dem Jahre 2003 stammenden Tagebücher einen jungen Mädchens zu übersetzen. Anfangs hält er nicht viel von dieser Aufgabe, jedoch schnell ist er von der Art und Schreibweise des jungen Mädchens gefangen. Und dann bekommt er die Möglichkeit in einer Art Spiel in das Berlin um 2003 zurückzureisen. Finn lässt sich auf das "Spiel" ein und trifft Eliana - das Mädchen aus den Tagebüchern. Und etwas passiert mit Finn, er empfindet Gefühle für Eliana, den Gefühle sind im Jahr 2264 nicht mehr vorhanden. Und bald wird Finn vor die Frage gestellt - Liebe oder Zukunft?

Die Geschichte um den Zeitreisenden Finn und Eliana, das Mädchen aus dem Jahr 2003 hat mich sehr fasziniert und begeistert. Wir lernen viele wissenschaftlichen Neuerungen im Jahr 2264 kennen und man muss sich an eine andere Umgangsform gewöhnen, was für mich total spannend war und das Lesen für mich nicht erschwert hat.
Finn und Eliana sind mir ab der ersten Seite sehr sympathisch und ich habe sie gern bei ihrem Kennenlernen und ihrer Entwicklung begleitet. Während des Lesen tauchen immer wieder kleine Puzzlestücke auf, die am Ende zur Auflösung vieler Geheimnisse beitragen.
Für mich war die Geschichte von Anfang bis Ende sehr spannend und gerade im letzten Teil konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch nach dem Ende der Geschichte sind für mich noch einige Fragen offen und ich hoffe auf eine Fortsetzung!

Fazit: Ein faszinierendes Buch das eine romantische Geschichte mit den Gefahren der immer fortschreitenden Technisierungen unserer Gesellschaft toll in Einklang bringt.
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