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am 18. Mai 2005
Der Autor diese Buches hat den 2. Weltkrieg überlebt. Die meisten seiner Kameraden allerdings nicht (lediglich einer aus der Anfangszeit hat ebenfalls überlebt). Günter K. Koschorrek kam Ende 1942 als Mannschaftsersatz zur 24. Panzerdivision im Raum Stalingrad. Mit viel Glück konnte er sich (zusammen mit anderen Soldaten) der Einkesselung entziehen. Danach war er bis Kriegsende im Einsatz (unterbrochen lediglich durch Lazaretaufenthalte, eine Divisionsneuaufstellung, weitere Ausbildung und Urlaubzeiten). Die meiste Zeit davon im Süden der Ostfront, später dann auch an der Weichsel und in Deutschland. Koschorrek zeichnet ein ungeschminktes Bild des Krieges, wie er ihn ein einfacher Soldat erlebt hat. Sein Bericht bringt einen ziemlichen Erkenntnisgewinn über die Wirklichkeit des 2.Weltkrieges, wie sie sich den deutschen Soldaten darstellte. Ich will es bei diesen knappen Hinweisen belassen, denn mir geht es nicht darum, hier eine komplette Inhaltsbeschreibung vorzulegen. Ich empfehle dieses Buch allen denjenigen, die Interesse an militärhistorischer Literatur haben bzw. die etwas über die deutsche Wehrmacht erfahren möchten.
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am 26. September 2012
Diesem Buch gelingt auf ganz einmalige Weise ein Spagat, den es nur selten zu lesen gibt. Auf der einen Seite ist es ein hochspannender Tatsachenbericht in trockener, tagebuchartiger Sprache, der schon im Vorwort des Verfassers den Leser in den Bann reißt. Gleichzeitig regt es zum Nachdenken an - und zwar mehr, als viele Geschichtsbücher es tun könnten.

Wer die vielzitierten und -gedruckten "Verlorenen Siege" der deutschen Generalität nach dem Krieg gelesen hat, erfährt hier zum ersten Mal, was damit gemeint ist. Günter Koschorrek beschreibt hautnah, wie er sich und seine jungen Kameraden ab Winter 1942 Tag für Tag der mehrfach überlegenen Streitkräfte der Roten Armee entgegenstellen musste, abseits eines erkennbaren Führungskonzepts, nur zum Aushalten verdammt, eine Angriffswelle nach der anderen abschlagend, aus Schlammlöchern immer wieder in Gegenstößen mit keuchender Lunge den Gegner zurückgeschlagen, bloß um schließlich doch die Stellung irgendwann einmal zu räumen oder sogar von Panzern überrollt zu werden und mit nichts anderem in der Hand, als der Pistole um sein Leben zu rennen, sich tagelang durch das Hinterland zu schlagen, um später an der nächsten Verteidigungslinie eingesetzt zu werden.

Besonders eindrucksvoll sind dabei immer wieder Koschorreks Beschreibungen, wie er versucht mit diesen Situationen und dem Tod und Verletzungen seiner zahlreichen Kameraden umzugehen; Gründe zu finden, sich zu motivieren und sich dann an ganz einfachen Dingen festhält, um den gesunden Menschenverstand zu behalten: das Essen und der Kaffee, sich wenn immer es ging gesund zu halten, sich auf seine Aufgabe als MG-Schütze soweit zu spezialiseren, wie es nur möglich war und alles daran zu setzen, einfach nur das Bisschen stärker zu sein, als der Feind, um auch beim nächsten Mal zu überleben. Durch seine direkte und wertefreie Erzählsprache der Ereignisse kann Koschorrek auf ganz einmalige Weise über viele grausame und brutale Erlebnisse berichten, ohne dass jemals ein Anflug von Vorwurf oder Pathos mitklingt. Das Geschehene spricht völlig für sich selbst. Auch wenn Teile seiner Fronterfahrungen fast schon filmreif sind (das geschenkte Feuerzeug das ihn vor einem Brustschuss rettet, die weinende Russin die den Tod der Kameraden voraussieht, der junge Russe, der ihm zur Flucht die Stiefel schenkt) so nimmt man dem Autor zu jedem Zeitpunkt seine Handlungen ab und fragt sich irgendwann einmal, was ein Mensch alles auszuhalten vermag, noch dazu in so jungen Jahren. Dies wird vor allem gegen Ende des Buches sehr nervenaufreibend, als Koschorrek trotz seiner zahlreichen Gefechte und Verwundungen so lange Zeit - in einer der gefährlichsten Infantriegattungen - überlebt hat, bloß um in den letzten Kriegsmonaten durch eine Laune eines unerfahrenen Kommandierenden, völlig vergessen auf ein letztes Himmelfahrtskommando geschickt wird.

Weil Koschorrek darauf verzichtet, das Erlebte in einen politischen oder wertenden Kontext zu ziehen, stellt sich irgendwann zwangsläufig beim Leser die Frage, wie es denn überhaupt zu so solchen Missständen kommen konnte: Hier ist nichts zu lesen von der technischen Überlegenheit der Wehrmacht. Stattdessen stellt man sich die Frage, warum Tausende von Deutschen auf diese Weise geopfert wurden, weil keine Panzer zur Verfügung standen oder weil die russischen Kampfflieger nach gut Willen angreifen konnten. Warum man den stundenlangen Artilleriebombardments nicht mehr entgegenzusetzen hatte, als tief gegrabene Schützengräben, in denen beim Anrollen der Panzermassen die Soldaten herauskrochen und unter Einsatz ihrer letzten Kräfte ausgehungert um ihr Leben kämpften. Das Buch fasst diese Geschichte auf einmalige Weise in Bilder und vermittelt damit etwas, was eben auch in den "Verlorenen Siegen" steht: das völlige Misslingen der deutschen Logistik im Feindesland, seinen Soldaten auch nur Notwendigste an materialler und personeller Unterstützung zukommen zu lassen. Und übergeordnet das völlige Fehlen seitens der militärischen Führung nach '41 ein Kriegskonzept vorzulegen, und stattdessen "dauerhaftes Operieren" auf den Rücken des einfachen Landers: mit einzelnen, verlassenen Soldatengruppen riesige Frontlöcher zu stopfen, Alarmeinheiten pausenlos von einem Brennpunkt zum anderen zu verschieben, bloß dass die vielleicht mit Klappspaten und Bajonett verteidigte Front an anderer Stelle wieder von anrollenden Panzermassen überrollt wird. Auch wird deutlich, wie hilflos die Soldaten dem eiskalten Anrennenlassen der sowjetischen Menschenmassen zuschauen mussten und jeden Tag mit einer zahlenmäßig unfassbaren Überlegenheit an Waffen und Technologie des Gegners konfrontiert wurden. So wird alleine durch die Beschreibungen Koschorreks klar, wie die in Taktik und Führung bis dato so erfolgreiche Generalität nach '41 ihre eigenen Landsleute - junge Menschen wie Koschorrek - an der Ostfront eigentlich hat ausbluten und im Stich gelassen hat.

Nach dem Lesen dieses Buches habe ich als junger Mann jedenfalls tiefen Respekt vor den Leistungen des Autors. Nicht, weil und wie er als Soldat gekämpft hat, sondern wie er versucht hat ein Mensch zu bleiben in einem schier unfassbaren Schicksal in so jungen Jahren; und wie er es mit Mut, Ausdauer und Glück geschafft hat, dem Tod letzten Endes doch zu entkommen. Und man will sich gar nicht vorstellen, wie viele tausende andere Soldaten - unsere Großeltern oder Urgroßeltern - diese endzeitliche Mischung aus Todesangst und Hass erlebten, dabei das Glück hatten zu überleben, aber im Nachkriegsdeutschland den Rest ihres Lebens mit diesem Schmerz lebten.

Hier kommt dann auch, wenn man so will, die einzige Wertung des Autors zu Tage: Der Titel sagt, dass sich diese Zeit leider nicht verdrängen lässt.

Kurzum: ein Buch, das ganz leicht 5 Sterne verdient, nicht weil es ein literarisches Meisterwerk ist, sondern weil es versteht, ein Stück deutscher Geschichte zu erzählen und mit ihr umzugehen.
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am 21. April 2017
Günter Koschorrek hat einige der blutigsten Schlachten des zweiten Weltkrieges am eigenen Leib erfahren. Er hat seine Erlebnisse in seinem Tagebuch dokumentiert und schildert diese in seinem Buch. Als schwerer MG-Schütze war er an vorderster Front an den Kämpfen beteiligt und der enorme Blutzoll auf beiden Seiten geht nicht nur ihm, sondern auch dem Leser sehr nahe. Er war gezwungen Dinge zu tun, die wir uns heutzutage kaum mehr vorstellen können.

Wer wissen möchte, wie der blutigste Krieg der Menschheitsgeschichte von einem einfachen Soldaten überstanden wurde und welche psychischen Narben er hinterlassen hat, dem empfehle ich dieses Buch.
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am 5. November 2009
Das von Günter K. Koschorrek geschriebene Buch "Vergiss die Zeit der Dornen nicht" handelt von seinen selbst erlebten Erinnerungen an den Ostfeldzug der dt. Wehrmacht im 2.Weltkrieg.
Er schildert in authentischer Art und Weise anhand von Tagebuchaufzeichnungen aus seiner Sicht das Erlebte im Rahmen seiner Einheit der 24.PzDiv.
Dabei ist sein Schreibstil sehr eingänglich und leicht zu lesen.

Durch den leicht verständlichen Schreibstil liest sich das Buch wunderbar flüssig und begeistert durch die Bank von Anfang bis zum Ende.
Allgemein kann ich sagen dass G.K. Koschorrek nicht ganz so brutal die Kampfhandlungen umreisst wie etwa Sepp Allerberger in seiner ebenfalls sehr gelungenen Autobiographie: "Der Wehrmachtsscharfschütze Sepp Allerberger"

Dennoch ist das Buch äusserst eindringlich und beschreibt in nicht geschönter Weise die Erlebnisse des einfachen dt. Landsers im 2ten Weltkrieg:
Verwundung, Tod, Panzerschlachten, Nahkampf, Explosionen, Angst, Verzweiflung...

Bitte beachten!!! :

Es handelt sich bei dem Autor nicht um einen Offizier oder Wissenschaftler respektive WK2 Historiker, deswegen können einige spezifische Daten bzw. Bezeichnungen leicht verfälscht oder der Einfachheit halber für die Breite Leserschaft geeigneter ausgewählt worden sein.
Dieses Buch wurde von einem ganz normalen "Landser" (Militärjargon für einen einfachen Mannschaftsdienstgrad) nach seinen eigenen Erinnerungen und pers. erstellten Tagebucheinträgen geschrieben.
Es ist die Absicht des Autors aus der untersten militärischen Sichtweise, eben der eines Gefreiten das Grauen und die Pflichten eines dt. Soldaten an der Ostfront zu beschreiben.

Kurz :

- Es wird alles sehr authentisch beschrieben und selbst Romanveteranen im Bereich Ostfeldzug/ Stalingrad werden bestimmt nicht enttäuscht.
- Ich habe dieses Meisterwerk innerhalb 2 Wochen durchgelesen und es hat sich zu keiner Zeit eine Langeweile oder Eintönigkeit innerhalb des 476 seitigen Buches eingestellt.
- Grundsätzlich ist das Buch empfehlenswert für alle am 2ten Weltkrieg interressierte.
- Für Jung und Alt geeignet
- Kaufen !!!
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am 11. Mai 2008
Hammerharter Erlebnisbericht.Der Autor beschreibt seine persönlichen Kriegserlebnisse von 1942 bis 1945. Die ganz großen Siege sind vorbei. Im Osten tobt der Kampf ums Überleben. Flüssig geschrieben aus der Sicht des soldaten ganz vorne. Unbedingt Lesenswert.
Historisch interessant- der Autor war bei der Rückeroberung von Nemmersdorf dabei. Leider wird dieses Erlebnis nur kurz angesprochen, zu schrecklich war das Erlebte. Wenn ich bedenke das in den neueren Diskussionen (z.b. ZDF History,WIKEPEDIA) Nemmersdorf immer mehr verharmlost wird, so wäre es interessant gewesen wenn der Autor hier seine Erlebnisse präzisiert und damit der Nachwelt erhalten hätte.
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am 2. Juni 2016
Gnadenlos fesselnd hervorragend geschrieben ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Wirklich super spannend und auch sehr mitfühlend interpretiert man fühlte sich wenn man dabei gewesen wäre
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TOP 50 REZENSENTam 1. Februar 2014
In dem vorliegenden Buch schildert der Autor auf Grundlage seiner Tagebucheinträge seine Erfahrungen als einfacher Frontsoldat im Zweiten Weltkrieg, in dem er fast ausschließlich an der Ostfront eingesetzt war. Nach der Ausbildung wurde der Autor im Raum Stalingrad stationiert und entkam nur knapp der Einkesselung. Bis auf kurze Unterbrechungen musste Koschorrek die endlosen Rückzugkämpfe an der Ostfront bis zum Kriegsende erleiden. Die Schilderungen sind sachlich und objektiv gehalten, aber dennoch hat mich dieses Buch tief bewegt. Die unendlichen Leiden, die Angst, die Verzweiflung, der Hunger und die Brutalität des Kriegsalltags sind zutiefst erschütternd. Im Grunde ist es kaum vorstellbar, wie ein Mensch so viel Grausamkeit, Entbehrungen, den Tod von Kameraden und eigene Verwundungen erdulden kann und dennoch gab es im Zweiten Weltkrieg millionenfach das gleiche Schicksal an allen Fronten und auf allen Seiten. Nach anfänglicher Begeisterung und Neugierde wird schnell eine absolute Desillusionierung sichtbar, bei der deutlich wird, das der einfache Soldat nicht für größenwahnsinnige NS-Ziele kämpfte sondern für das eigene Überleben und das seiner Kameraden. Diese gegenseitige Hilfsbereitschaft, aber auch einzelne Fälle, in denen es zu friedlichen Begegnungen mit "dem Feind" kam, sind beeindruckend und machen Mut. Umso schockierender ist die Schilderung vieler unglaublich brutaler Verbrechen auf beiden Seiten. Insgesamt war dies eines der bewegendsten Bücher, die ich je gelesen haben und kann es jedem der sich für diese Zeit interessiert uneingechränkt empfehlen. Vor allem auch denjenigen, die dieser kranken und menschenverachtenden NS-Ideologie auch heute noch nachhängen. Vielleicht kommt manch einer bei der Lektüre dieses Buches doch zur Besinnung, falls der Hass noch nicht den letzten Rest Menschlichkeit ausgelöscht hat.
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am 15. Juli 2017
Für mich das beste Buch aus der Reihe von Kriegserzählungen.
Sehr zu empfehlen, Daumen hoch für diese tolle Erzählung einfach Klasse
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am 21. März 2015
Nachdem ich "Saat im Sturm" gelesen hatte, wollte ich es aufgrund der vielen guten Rezessionen mit diesem Buch weiter probieren.
Zur Vorgeschichte. Ich bin kein Nazi und verherrliche auch nicht den Krieg, um Gottes willen. Nur, mein Opa war noch im Krieg in Russland. Im Januar 1943 ist er in Rshew in russische Kriegsgefangenschaft geraten. Überlebt hat er den Krieg und die Gefangenschaft. Aus diesem Grund konnte er mir aus dieser Zeit erzählen. Das Leben der einfachen Soldaten, die mörderischen Kämpfe mit den Russen und auch die Qualen der Läuse zB., die die Lanzer plagten.
In diesem Buch finden sich viele parallelen zu seinen Erzählungen. Ob der Umgang mit der russischen Bevölkerung in dem besetzten Gebiet, den Mangelerscheinungen und auch der Brutalität einzelner Menschen, ob Freund oder Feind. Wie ich finde ein sehr lesenswertes, einfach geschriebenes Buch mit Tiefgang. Rund 70 Jahre nach diesem fürchterlichen Krieg wird seitens der Medien und deren Vertreter teilweise bewußt falsch über manche Gegebenheiten berichtet. Nicht alle Wehrmachtssoldaten waren Verbrecher und "Dreckschweine". Der größte Teil wurde von einem unmenschlichem Regime zum Töten verheizt. Soldat sein heißt nun mal, Befehle auszuführen oder vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden oder gleich standrechtlich erschossen zu werden. Das gilt für die Deutschen genauso wie für die ehemaligen Kriegsgegner.
All diese Aspekte bringt in diesem Buch Herr Koschorrek gut herüber.
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am 22. Mai 2007
Für Interessierte des Zweiten WK ist dieses Buch ein Muss.Anders als bei anderen Büchern der Materie erlebt man hier hautnah das Leben eines Landsers.Vom euphorischen Einzug an die Ostfront(ist jedenfalls besser als die Schikanen bei der Ausbildung)(Gedanken des Autors) über das Entkommen aus dem Kessel von Stalingrad,Einsatz in Italien(Partisanenbekämpfung)Rückkehr zur Ostfront und der ständige Rückzug über Rumänien,Ostpreussen und dem Reich bis zur Kapitulation ist hier alles dabei.Verluste von liebgewonnen Freunden,Vorgesetzten und russischen Einwohnern gehören ebenso dazu,wie schicksalshafte Begegnungen mit einem jungen russischen Soldaten,der dem Autor seine Stiefel schenkt und damit die Flucht vor der nahenden russischen Armee.Dieses Buch ist spannend und lehrreich,weder pathosbehaftet noch unschuldig,einfach die Realität dieses und anderer Soldaten.
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