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TOP 500 REZENSENTam 7. Oktober 2012
Wir schreiben das Jahr 1960. Die zwölfjährige Lilith, Tochter einer Deutschen und eines Argentiniers, ist mit ihrer Familie auf dem Weg von Buenos Aires nach Patagonien. Dort wollen die Eltern die Pension übernehmen, die die Großmutter mütterlicherseits bis zu ihrem Tode geführt hatte.

Ebenfalls auf dem Weg nach Süden ist José, der wieder mal auf der Flucht vor den Nazijägern des Mossad ist. José ist Josef Mengele, der ehemalige Lagerarzt von Ausschwitz, der dort seine Forschungen zur Reinerhaltung der arischen Rasse unter anderem durch Versuche an Zwillingen und Zwergwüchsigen betrieben hatte und dabei seine sadistischen und pädophilen Neigungen an Tausenden von Opfern ausleben konnte.

Durch einen Zufall kreuzen sich beider Wege, und José setzt die Reise gemeinsam mit der Familie fort. Es gelingt ihm, sich das Vertrauen der Eltern zu erschleichen, und mietet sich schließlich sogar als erster Gast in deren Pension ein. Das gibt ihm alle Möglichkeiten, dem Objekt seiner Neigungen, der blonden, kleinwüchsigen Lilith, nahe zu sein. Mehr sollte über die Handlung an dieser Stelle nicht verraten werden.

Lucía Puenzo ist es gelungen, die erstaunlich wenigen Fakten, die man über Mengeles südamerikanische Zeit kennt – immerhin hat er dort 30 Jahre gelebt, zeitweise unter seinem richtigen Namen, und wurde nie verhaftet! – und die Legenden, die sich um ihn gebildet haben, zu einer dramatischen Geschichte zu verdichten. Man wird daran erinnert, wie effizient das Netzwerk der Exilnazis in Südamerika geknüpft war (oder ist?), und dass außer dem israelischen Geheimdienst offenbar niemand großes Interesse hatte, Mengele zu finden und vor Gericht zu stellen, vor allem nicht der BND, der den Feind ja schon immer eher links gewittert hat.

Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter, denn es gewährt einen tiefen Einblick in den Kopf eines Psychopathen. Vor allem die Szenen, in denen José mit der kleinen Lilith alleine ist, sind beängstigend, wobei der Roman am Ende sogar einiges offen lässt.

Ebenfalls ungeklärt blieb für mich das Geheimnis von Wakolda, der Puppe, die Lilith auf der Reise von einem Indianermädchen eintauscht. Vielleicht ein Amulett, das Lilith vor dem Schlimmsten bewahrt hat? Es bleibt ein bisschen enttäuschend, dass man über den Namensgeber des Romans so wenig erfährt.

Der Stil des Romans ist recht sprunghaft. Die Erzählperson wechselt ständig, manchmal mitten im Absatz, was den Fluss der Lektüre häufig stört. Andererseits ist die Wortwahl durchweg sachlich und unaufgeregt, was für meinen Geschmack die situationsbedingte Spannung eher steigert.

Erfreulicherweise plant Lucía Puenzo , die sich ja auch als Regisseurin einen Namen gemacht hat, den Roman zu verfilmen. Wenn der Film so gut wird wie ihr erster, XXY, der vom Heranwachsen eines intersexuellen Kindes handelt, darf man sich schon freuen.
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am 27. Dezember 2012
"Wakolda" ist mir durch ein Zufall in die Hände geraten. Eine Buchhändlerin meinte, dass ich dieses Buch mal lesen sollte und warnte mich gleichzeitig davor, dass es keine leichte Kost sei. Auf diese Weise wurde ich auf ein Roman aufmerksam, welches mich im ersten Moment weder vom Titel noch vom Cover her wirklich zusagte.

Die Rahmenhandlung von "Wakolda" ließt sich im Covertext wie folgt: " Eine argentinische Familie ... und ein alleinreisender Deutscher ... geraten in der Einöde Patagoniens in ein Unwetter. Während der gemeinsam verbrachten Sturmnacht erregt die Kleinwüchsigkeit von Lilith, der 12-jährigen Tochter der Familie, die Aufmerksamkeit des Ausländers, der sich José nenne. Nach der Ankunft in Bariloche quartiert sich der Fremde bei der Familie als Untermieter ein und verspricht, das Mädchen zu behandeln. ... Doch die seltsamen Skizzen in seinem Zimmer lassen keinen Zweifel zu: José und Josef Mengele, der KZ-Arzt von Auschwitz, sind ein und dieselbe Person..."

Die Vorwarnung der Buchhändlerin sollten sich bereits auf den ersten Seiten bestätigten, auf dem ein ärztliches Experiment an Kindern geschildert wird. Es wird durch die Autorin eine angespannte Atmosphäre erzeugt, die sich durch das gesamte Werk zieht und den Leser vereinnahmt. Der Leser will förmlich die argentinische Familie vor dem Menschen José warnen und kann dennoch nur unbeteiligter Zuschauer des Dramas sein.

Insgesamt bewerte ich das "Wakolda" mit vier von fünf möglichen Sternen. Einen Stern habe ich abgezogen, weil mir zum einen ein Anhang fehlt, wo u.a. ein Abriß zum Leben des Josef Mengele abgedruckt hätte werden können. Zum anderen wurde im Text ein Auszug eines italienischen Liedes abgedruckt, welches ich leider nicht lesen konnte da ich des italienischen nicht mächtig bin. Trotz des Abzuges ein lesenswertes und erschreckendes Buch, dessen Interpretationsebenen sehr vielschichtig sind und dazu auffordern es mehr als einmal zu lesen.
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am 13. Dezember 2013
Wie die Autorin hier mit einem ganz bösen Kapitel deutscher Geschichte jongliert, ist faszinierend. Der arrogante NS-Verbrecher Josef Mengele, der immer noch meint, er könne mit seinen menschenverachtenden medizinischen Experimenten weitermachen und sich in Argentinien sein Privat-KZ einrichten, wird hier ganz spielerisch und nüchtern auf die Seiten gebannt. Ein Buch, das man leicht und schnell lesen kann, aber nicht leicht vergisst!
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am 9. März 2013
Inhaltlich und stilistisch hochwertiges Buch, durchaus spannend geschrieben. Auch Freunde anspruchsvollerer Literatur werden nicht enttäuscht sein. Im Hintergrund ein kleines Stück Auseinandersetzung mit der schwärzesten Zeit der deutschen Geschichte gibt dem Buch den nötigen Tiefgang. Kaufen und Lesen!!!
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am 9. September 2014
Eine Story, die mir zumindest Gänsehaut gegeben hat.... Bösartig, verschroben, anders! Tolle Lektüre für die, die's nicht einfach und seicht mögen!
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am 27. September 2013
Schwere Kost, gut geschrieben, spannend von Anfang bis zum Ende!!! Den Film guck ich mir jetzt auch an!!! bin ganz gespannt!!!
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