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Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen
10
Alles was du brauchst (Quartbuch)
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:29,50 €+ 3,00 € Versandkosten


am 26. Februar 2003
Eine Übung bei vielen "Kreatives Schreiben"-Workshops besteht darin, sämtliche Adjektive und Adverbien zu streichen, um zu überprüfen, ob der Text trotzdem noch zu seiner Aussage, seiner Handlung kommt. A.L. Kennedy war in dem anderen Workshop.
Die nunmehr neunzehnjährige Mary Lamb wurde im Kleinkindesalter zu den "Onkels" gebracht, dem Mutterbruder Bryn und seinem Lebensgefährten Morgan, die in einem walisischen Nest ein beschauliches, überaus achtsames Leben führen, all ihre Liebe und ihr Wissen dem Mädchen vermitteln, das nie wieder von der Mutter hörte, und von ihrem Vater glaubt, er sei tot. Eben jener Vater aber, der bekannte Schriftsteller Nathan Staples, lebt auf Foal Island, in einer Art Künstlerkolonie. Nathan und die anderen fünf Schriftstellereremiten bieten Mary ein Stipendium an, denn Mary gilt als begabt. Sie trennt sich von den Onkels und der zarten, tastenden Liebe zu Jonathan, genannt Jonno, zieht auf die herbe, etwas wilde Insel, um ausgerechnet bei ihrem Vater in die Lehre zu gehen. Ohne zu wissen, wer sich wirklich hinter dem einsamen, aufbrausenden, nur beim Schreiben die richtigen Worte findenden Mittvierziger verbirgt.
Kennedy begnügt sich mit einer Handvoll Figuren, aber bei diesen wenigen schlägt sie mit voller Wucht zu. Da sind die beiden Onkels, Nathans versoffener Lektor Jack D. Grace, Joe, der einzige Schriftsteller auf der Insel, der nicht mehr schreibt, sich dafür um die anderen kümmert, Richard mit seiner promisken Ehefrau Lynda, das Paar, das sich wie zwei Enden eines Gummiseils ständig voneinander entfernt, um heftig wieder aufeinander zuzukommen, Louis, der hedonistische Historiker, Ruth, die dickliche, einsame Autorin, die seit einem Haibiß von nichts anderem mehr reden kann. Sogar Eckless, Nathans Hund, wird zur aktiven Persönlichkeit.
Das Buch handelt in erster Linie vom Schreiben, genauer gesagt von der Bedeutung und Anordnung der Worte, und konsequenterweise wird jede Szene, jeder Dialog um das Gedankenkostüm jeweils eines Beteiligten ergänzt, in der Hauptsache Mary und Nathan. Die beiden nähern sich an, Mary gelingt es, Nathans Panzer zu durchbrechen, aber das hindert natürlich niemanden daran, jedwedem sich bietenden Mißverständnis zu erliegen, Porzellan zu zerbrechen, dem Schritt aufeinander zu wieder den gegenteiligen folgen zu lassen. Aber "Alles was Du willst" ist viel, viel mehr als die Geschichte von Vater und Kind, die zueinander finden, weitaus mehr als eine Abhandlung über den Weg zum wirklichen Schriftstellersein, es ist ein extrem eloquentes, eindringliches, sehr nahes, einfach toll geschriebenes Buch über Freundschaft, Liebe, Träume, Wünsche, Tod, Achtsamkeit und Ehrlichkeit.
Bemerkenswert ist die dramatische Tiefe, die Kennedy jedem noch so kleinen Ereignis zu geben in der Lage ist, vor allem aber ihre Diktion, ihre sprachliche Größe, ihre Fähigkeit, immer jene Worte zu wählen, die einem beim Lesen als die einzig möglichen, richtigen vorkommen. Fantastisch. Was für ein Buch. Völlig unmöglich, den Eindruck in angemessene Worte zu fassen.
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am 8. Januar 2003
A.L. Kennedy wechselt zwischen poetischer, fast schon schmerzender Zartheit und rüpelhafter Unflätigkeit. Die schonungslose, brutale Ehrlichkeit ihrer Prosa machen dieses Buch fast zu großer Literatur. Ja, wenn der Roman nicht so konstruiert wäre.
Eine junge Schriftstellerin verbringt 7 Jahre auf einer kleinen Insel, auf der nur eine Handvoll Schriftsteller leben. Sie glaubt, ihr Vater wäre tot. In Wirklichkeit ist er ihr Mentor, der sich allerdings die ganze Zeit nicht zu erkennen gibt. Auf diesem Grundkonflikt baut der gesamte Roman auf. Um diesem Konflikt herzustellen, mußte Kennedy sich eine noch haarsträubendere Vorgeschichte einfallen lassen. Die Mutter verläßt den Vater und verbietet ihm sein Kind in Zukunft zu sehen. Kurz darauf verläßt sie ihr Kind und läßt es bei ihrem schwulen Bruder und seinem Lebensgefährten zurück. Die beiden erziehen das Kind, welches wie der Vater zu schreiben beginnt, schließlich ein Stipendium kriegt und auf die Insel eingeladen wird, auf der ihr unbekannter Vater lebt.
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am 7. März 2014
Ich habe "Paradies" von A. L. Kennedy gelesen. Mit großer Begeisterung! Danach habe ich "Alles was du brauchst" (bei dem im Titel übrigens ein Rechtschreibfehler ist: "Alles, was du brauchst" müsste es korrekt heißen). Und jetzt muss ich sagen: Geld zum Fenster raus geschmissen.
Was mir schon auf die Nerven geht: die vielen Typo-Änderungen. Mal kursiv, mal ein anderer Schnitt ... allein das ist schon anstrengend, zu lesen.
Dann die Story als solche. Bis das Ganze mal zum Rollen kommt ... oh Gott. Schon am Anfang der unendliche und banale Dialog zwischen Mary und ihrem Verehrerer. Zum Gähnen!
Die Sprache dieses Buches ist prätentiös, kompliziert und genau das Gegenteil von einem Lesegenuss!
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am 17. April 2012
für alle die schreiben und alle die Spaß an Geschichten haben ein muss. Berührend, spannend, humorvoll, guter englischer Humor, Super Buch
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am 14. Oktober 2009
Mir ist beim besten Willen nicht klar, was die meisten an dem Buch begeistert. Die Story ist zum größten Teil derart an den Haaren herbeigezogen (den Vergleich mit Rosemarie Pilcher fand ich sehr treffend), die Charaktere sind entweder uninteressant (Mary), oder nicht kohärent (Nathan). Das wäre noch nicht das schlimmste, denn das setting (die meiste Zeit auf einer walisischen Insel spielend, in der sieben Literaten versuchen, ihre Sprache und sich selbst zu finden) hat schon was.
Aber die Autorin ist leider sehr geschwätzig. Ihre Sprache trieft von Adjektiven, Adverben und nur teilweise originellen Vergleichen (die z.B. in der ZEIT lobend erwähnt waren). Das Buch wäre vmtl. besser geworden, wenn es höchstens halb so lang gewesen wäre und Kennedy vor dem Schreiben dazu verdonnert worden wäre alle Hemigway short stories auf einmal zu lesen (das hätte vielleicht zu einer von mir so oft ersehnten Reduziertheit geführt), denn eines kann sie durchaus: Den Leser bei der Stange halten (auch wenn mich das Buch die meiste Zeit über genervt hat und ich des öfteren versucht war es in die Ecke zu schleudern, so war ich dennoch gespannt wie es weitergeht). Das jedoch zur großen und modernen Literatur zu krönen ist wirklich ein schlechter Scherz. Aber unterhalten, das kann die Autorin ganz gut.
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am 25. Juni 2007
Kann man schreiben lernen? Einige sagen: ja, andere behaupten, nur Menschen, die das Unglück in sich tragen, schreiben. Mary Lamb scheint am Ziel ihrer Wünsch angelangt zu sein, als sie ein Stipendium gewinnt, um auf einer Insel in einer Art Künstlerkolonie das Schreiben zu vervollkommnen. Zwar muß sie sich den Respekt hart erarbeiten, aber sie ist stur genug, sich nicht abweisen zu lassen. Daß sie dabei ausgerechnet auf ihren Vater trifft, stand in der Ausschreibung nicht drin, vielleicht hätte sie dann gezögert.

Wie A. L. Kennedy ihre beiden Protagonisten sich auf der Suche nach menschlicher Nähe unter dem Deckmantel des schriftstellerischen Ausdrucks umkreisen läßt, besitzt Kraft und Poesie. Wer sich hier von wessen Schatten zu befreien sucht, bleibt lange Zeit im Ungewissen. Ob dies überhaupt möglich ist, eine Frage, die der Leser beantworten muß.
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am 26. März 2005
Ein schönes, aber schwer zu beschreibendes Buch. Im Mittelpunkt steht die Beziehung des Schriftstellers Nathan zu seiner Tochter, die er als Mentor unter seine Fittiche nimmt, die aber nicht weiß, dass er ihr Vater ist. Die Handlung spielt zum großen Teil auf einer abgelegenen walisischen Insel, auf die sich eine Handvoll Schriftsteller zurückgezogen haben, um... nunja, im Wesentlichen, um in regelmäßigen Abständen Selbstmordversuche zu unternehmen und sich evtl. gegenseitig zu inspirieren. Natürlich geht es ums Schreiben, aber auch um Familie, um Liebe und Schmerz. All das schreibt Kennedy in einer packenden, sehr dichten Prosa. Ein Buch wie ein Rausch. Warum nur vier Sterne? Weil mir persönlich einige Dinge und "Abgründe" eine Spur zu drastisch sind, dem Buch ab und zu einen abseitigen Beigeschmack geben, der, finde ich, nicht nötig gewesen wäre. Ist aber eine rein persönliche Geschmacksfrage. Ansonsten uneingeschränkte Empfehlung.
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am 8. März 2004
Dieses Buch ist nicht schnell zu lesen. Es ist ein langsames, sehr in die Tiefe gehendes Werk. Die Hauptpersonen werden in allen Facetten beleuchtet, jeder Handgriff, jeder Blick, jeder Gedanke wird seziert, gedeutet und hinterfragt. Jede noch so kleine Tätigkeit wird ins Bedeutungsvolle gehoben. So intensiv das Buch auch ist, hat es doch zeitweise etwas Überwindung gekostet, weiterzulesen. Die Handlung sickert vor sich hin, hält zwar das Interesse aufrecht, doch wird es streckenweise ziemlich zäh. Dennoch ist es durchaus wert, sich der Sprache der talentierten Autorin A.L. Kennedy hinzugeben.
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am 8. Mai 2003
...eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man hat das Gefühl einem anderen Menschen in die Seele zu schauen, und -vielleicht- sich selbst zu entdecken.
Ein Buch, das man beim Lesen immer wieder einmal zuklappt, bei dem man die Augen schließt und sich treiben lässt. Es soll nicht enden, aber wissen wie es weitergeht, mit dieser verzweifelten Geschichte voller Liebe, will man doch.....
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am 15. Dezember 2002
Durch Zufall ist mir A.L. Kennedys Buch in die Hände gefallen. Ich kannte sie vorher nicht aber nach der Lektüre der ersten Seite (ich sage nur: Persische Augenschalen!) musste ich ihr neuestes Werk einfach kaufen. Seither sitze ich hier und lese und lese und lese ... Ein Buch zum Staunen und zum Geniessen (trotz der manchmal etwas unappetitlichen Beschreibungen), ein Buch voller skurriler und absonderlicher Einfälle und mit einer sprachlichen Ausdruckskraft wie man sie möglichst vielen Autoren wünschen würde. A.L. Kennedy gehört neben David Foster Wallace zu meinen ganz persönlichen literarischen Endeckungen des Jahres 2002...
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