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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
56
3,8 von 5 Sternen
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am 28. Dezember 2013
Mitten in einem heißen Sommer wird auf einem Hof eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Kommissarin Reitmeier beginnt zu ermitteln, ahnt jedoch nicht, dass ein Serienmörder am Werk ist, der es auf Übergewichtige abgesehen hat.

Dem Autor ist es gelungen, mit einem gut lesbaren Schreibstil und einem interessanten Ermittlerteam eine glaubhafte Mordserie zu konstruieren. Durch mehrere Handlungsstränge wird zudem nicht nur eine Geschichte erzählt.

Allerdings werden aus meiner Sicht viel zu viele Personen miteingebracht, so dass man schnell den Überblick verliert, wer den mit wem in einem Zusammenhang steht. Auch geht durch die vielen Nebenhandlungen zwischendurch auch die Spannung etwas verloren.

Der Titel jedoch ist ausgesprochen gut gewählt und passt hervorragend zum Täter und seinen Beweggründen.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, allerdings halte ich eher die Bezeichnung Thriller für nicht zutreffend. Aus meiner Sicht ist es eher ein Kriminalroman, der einen interessanten Fall mit zum Teil spannenden Ermittlungen bietet.
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am 1. Juli 2015
Hauptkommissarin Kristina Reitmeier hat es diesmal erwischt ,nach wiederholtem Rasen ist der Führerschein für drei Monate futsch.
Daniel Wolf, seines Zeichens Polizeianwärter - zur Zeit beurlaubt- wird ihr als Fahrer zur Verfügung gestellt.Das ungleiche Team hat einige Schwierigkeiten,was die Zusammenarbeit betrifft.
Kristina muß in einem Mordfall ermitteln,ein übergewichtiger Mann wurde ermordet,sein Bauchfett wurde herausgeschnitten.Bevor die Ermittlung zum Erfolg führt ,passieren weitere Morde,immer sind es stark übergewichtige Menschen.
Daniel fühlt sich mit seiner Rolle als Fahrer nicht ausgelastet und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln,was ihn öfter in große Gefahr bringt.
Bis zur Lösung des Falles hatte das Buch einige (unnötige) Längen zu überwinden.
Das Ende war für mich nicht in vollem Umfang nachvollziehbar.
Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen.

Buchtitel: Die Kälte in dir
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am 13. September 2015
Ich nehme mal mein Fazit ein wenig vorweg: Die Kälte in dir ist ein sehr gut konstruierter Polizeikrimi; leicht zu lesen und sehr unterhaltsam. Besonders die Idee, die hinter der Geschichte bzw. den Morden steckt, hat mir imponiert. Sie ist neu, spannend und sehr intelligent. Das macht mir, (ich habe in meiner Masterarbeit über Polizeikrimis geschrieben) wieder richtig Lust an diesem Genre.

Oliver Kern demonstriert subtil, dass er sehr genau verstanden hat, wie man Spannung aufbaut, den Leser zu keiner Zeit langweilt und die Geschichte nicht vorhersehbar werden lässt.
Gleichzeitig ist es aber auch der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Polizeikrimis. Im Mittelpunkt Oberkommissarin Kristina Reitmeier.Sie entspricht insofern dem Stereotyp, als dass auch sie eine Ermittlerin mit Dämonen ist. Gleichzeitig ist sie aber auch so eigenwillig, dass ich sie als Charakter interessant und unterhaltsam finde. Ihr Gegenpart, Polizei-Psychologiestudent Daniel, ist ebenfalls leicht norotisch und geheimnisvoll. Dennoch bietet er auch andere Facetten als Kristina, so dass die Perspektivwechsel im Roman bereichernd sind.
Da Die Kälte in dir ein Reihenauftakt ist, müssen auch einige Nebenfiguren eingeführt werden. Oliver Kern gelingt es, gerade so viel zu beschreiben, dass man den Überblick behält, alle fürs erste wesentlichen Informationen zu Figuren und Schauplätzen erhält und trotzdem nichts vermisst.

Es gibt Stimmen, die bemängeln, dass Kern manchmal zu ausführlich beschreibt. Ich kann dazu nur sagen: Ich bin Fan von seinem Schreibstil. Ich mag die Wortwahl, wie er Gefühle, Situationen und Menschen beschreibt. Ich fühle mich so als Teil der Geschichte.

Einen Kritikpunkt gibt es jedoch. Während es wie gewohnt für einen solchen Krimi einen spannenden Showdown gibt, ist dieser jedoch nicht das Ende des Buch. Danach folgen noch einige Seiten, die auf die folgenden Bände der Reihe vorbereiten sollen. Mir war das etwas zu lang. Nach der Auflösug des Falls hätte ich gerne den Roman einfach zu geklappt und noch weiter über die Geschichte nachgedacht. Das wurde mir durch den „Epilog“ leider genommen.

FAZIT Oliver Kern beweist für mich, dass deutsche Autoren sich im Genre des Krimis nicht hinter den bekannten Skandinaviern verstecken müssen. Im Gegenteil: Kern bringt mit seinen Ideen für die Fälle frischen Wind mit. Wer also nach einem neuen Krimi-Autoren sucht, der sollte sich Oliver Kern dringend einmal näher ansehen.
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am 27. Dezember 2013
==Inhalt==

Es ist Sommer und eine unsägliche Hitzewelle zieht über Süddeutschland. Doch dies ist nicht das einzige, das Kristina Reitmeier quält.
Die Beamten der Kripo Waiblingen hat gerade ihren Führerschein wegen einer wiederholten Tempoüberschreitung abgeben müssen. Dabei liebt sie nichts so sehr wie das Autofahren, nur im Auto fühlt sie sich frei. Dazu kommt noch, dass ihr Partner ab nächste Woche in den Urlaub geht. Wie soll sie also ihren Job machen ohne mobil zu sein?

Doch als wäre das noch nicht genug, gibt es einen Mordfall. Eine schon halb verweste Leiche wird weiter außerhalb im Garten der Villa eines wohlhabenden Pensionärs gefunden. Von dem Besitzer Egon Osswald fehlt jede Spur. Schnell wird klar, dass es seine Leiche ist, die im Garten liegt.
Der Schädel ist gespalten, dies ist die Todesursache, doch auch noch nach seinem Tod wurde am Körper herum geschnitten. Mittels einer Gartenschere wurde ein Stück Fettgewebe entfernt, was hat es damit auf sich?

Daniel Wolf ist unbefristet beurlaubt wegen einer internen Ermittlung gegen ihn und hat gerade eine Frau bei sich, als sein Telefon klingelt. Sein Chef ist am Apparat und bietet ihn einen Job bis zu seiner Anhörung an. Er soll Kristina fahren, sich jedoch aus jeglichen Ermittlungen heraushalten.
Daniel sagt zu, doch ihm fällt es zunehmen schwerer sich herauszuhalten, ist Kristina sogar teilweise voraus.
Langsam mehren sich die Leichen und der Kripo wird bewusst, dass sie es hier mit einem Serientäter zu tun haben, als dann auch noch Kristinas Partner, der eigentlich im Urlaub sein sollte zu seinem Opfer wird, rennt die Zeit.

Doch der Täter scheint ihnen stets einen Schritt voraus zu sein. Was will er und was hat es mit dem Fett auf sich???

==Meine Meinung==

Eigentlich schon witzig, dass man im Winter ein Buch liest, in dem extreme Hitze vorherrscht, dennoch kann man es sich nur zu gut vorstellen und fühlt sich schon nach den ersten Seiten in die Geschichte hineinversetzt.
Der Autor vermag es gut ausschmückend die Umgebung und seine Figuren zu beschreiben. Wobei sich die Persönlichkeiten erst nach und nach heraus formen.

Kristina Reitmeier lernen wir wirklich von ihrer schlechtesten Seite kennen, zumindest am Anfang, eine rabiate Frau, mit der viele nichts anfangen können, die stets ihren Kopf durchsetzen möchte und wirklich sehr schlecht gelaunt ist.

Die besten Voraussetzungen um jemanden nicht zu mögen. Oder sich nicht sicher zu sein, wie man zu der Protagonistin steht. Genau so ging es mir am Anfang, ich wusste nicht so recht, ob ich sie mögen oder überhaupt mit ihr warm werden würde, ich wusste aber auch, dass es mit ihr wohl nicht langweilig werden würde, dafür ist sie eine viel zu interessante Person.

Folgt man der Geschichte nun weiter, erfährt man viele private Dinge über sie, Tragödien, Inspirationen, Rückschläge. Das Negative scheint in ihrem Leben überhand zu nehmen und doch scheint sie eine weitestgehende Persönlichkeit zu sein, die engagiert ist und innerhalb ihres Präsidiums sogar ein paar Freunde hat.

Nur eine Sache wird nicht beleuchtet und auch nicht im Verlauf aufgeklärt, ein Trauma, das wohl in späteren Bänden angesprochen werden wird. Kristina hält es nicht in künstlich gekühlten Räumen aus oder in Autos, deren Klimaanlage angeschaltet wird. Dies fällt natürlich angesichts der herrschenden Hitze enorm auf und macht den Leser neugierig.

Bei Daniel Wolf liegt die Geschichte etwas anders. Er ist von Anfang an der Typ Mann, der irgendwie sympathisch wirkt, obwohl er eigentlich nur Mist baut. Auch er hat eine schlimme Vorgeschichte, die mit seiner eigenen Suspendierung zu tun hat, hier aber nicht verraten wird
. Obwohl er sich eigentlich völlig aus den Ermittlungen heraushalten sollte, gerät er von einer Klemme in die nächste, muss hart einstecken und lernt dennoch nicht daraus. Das einzige, dass man ihm zu Gute halten kann, ist dass er die Ermittlung voran bringt, wenn auch auf gefährliche und unkonventionelle Art und Weise.

Die Geschichte selber ist gut durchdacht, die Idee ist auf jedenfall neu, zumindest habe ich ähnliches noch nicht gelesen. Mir stellt sich jedoch die Frage, wie gut der Autor in medizinischen Fragen recherchiert hat. Einige Details erscheinen mir nicht sehr realistisch, eher sehr übertrieben. Dies schmälert irgendwie ein wenig die Authentizität.

Desweiteren sind die Ermittlungen selber manchmal ein wenig zu sprunghaft. Wenn Indizien fehlen, bringen spontane Einfälle alles voran ohne wirklich Hinweisen folgen zu können. Natürlich muss man immer zweispurig denken, aber auf Grund eines Verdachtes alle Ermittlungen in eine Richtung zu lenken wirkt nicht sehr echt, auch wenn der Fall gelöst wird. Ermittlungen können nicht nur auf Ideen und Instinkten beruhen. Zwar gibt es hier auf Hinweise, aber die sind rar gesät.

Ebenso schwer zu glauben ist die Tatsache, dass Daniel Wolf wiederholt auf eigene Faust ermittelt ohne Konsequenzen erwarten zu müssen. Da er nicht wirklich mit dem Fall betraut wurde, müsste man nicht fürchten, dass es vor Gericht Schwierigkeiten geben könnte, wenn man erklären müsste, dass ein eigentlich suspendierter Beamter, der dazu noch in Ausbildung ist für die Lösung verantwortlich ist? Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, dennoch glaube ich fest daran, dass das Probleme verursachen würde.

Die Auflösung des Ganzen wiederum hat mir sehr gut gefallen, sie beruht dieses Mal auf Indizien und bringt dazu noch eine gehörige Portion Spannung mit. Desweiteren werden Details zum Schluss noch einmal zusammengefasst und wir erleben Beamte nach einem Fall. Wir sehen, dass das Leben nach einem schweren Fall nicht einfach so weiter geht, sondern Zeit braucht um verarbeitet zu werden. Dies macht die Personen wieder menschlich und sympathisch.
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am 11. April 2014
Zum Inhalt:
Eine Hitzewelle lähmt ganz Deutschland und eine brutal zugerichtete Leiche im Garten einer abgelegenen Villa in der Nähe Stuttgarts wirft viele Fragen bei den zuständigen Ermittlern auf. Der Fall wird Kristina Reitmeier, Kriminaloberkommissarin beim Dezernat für Gewaltverbrechen, und ihrem Ermittlerteam übertragen. Ausgerechnet jetzt muss Kristina allerdings ihren Führerschein abgeben. Kurzerhand wird ihr Daniel Wolf, suspendierter Kommissaranwärter, als Fahrer zugeteilt. Als weitere Leichen gefunden werden, wird schnell klar, dass es sich um einen Serienmörder handeln muss und dieser eine ungewöhnliche Vorliebe für übergewichtige Opfer hegt.

Gestaltung, Stil, Leseeindruck:
Sowohl Cover als auch Titel suggerieren dem geneigten Thriller-Fan eine spannende Lektüre und ich persönlich bin nicht enttäuscht worden. Die ungewöhnlichen und brutalen Morde gepaart mit einem äußerst eigenwilligem Ermittlerduo sind ein Garant für Spannung und Unterhaltung auf gutem Niveau. Der Leser durchlebt - bezogen auf die Ermittlungen - eine rasante (manchmal aber auch etwas holprige) Achterbahnfahrt und lange ist völlig unklar wie diese Fahrt enden wird. Wie ich finde, ein wichtiges Kriterium für einen guten Thriller oder Krimi.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich aber alle durchweg interessant. Es hat allerdings ein wenig gedauert bis ich mit Kristina warm geworden bin. Mit ihr hat der Autor eine schwierige Protagonistin geschaffen und ich bin gespannt wie sie sich noch entwickeln wird (ein weiterer Fall ist laut Danksagung im Buch bereits in Arbeit). Ihr jüngerer Kollege Daniel hingegen ist durchaus ein Sympathieträger, wenngleich er für meinen Geschmack die Dinge ein wenig zu impulsiv und hastig angeht. Ein sehr interessanter Charakter ist der Chef der Kriminaltechnik - Sampo Hietaniemi. In seiner Rolle steckt noch viel Potenzial, welches sich Oliver Kern in Zukunft hoffentlich noch intensiver zunutze machen wird.

Der Stil des Autors ist sehr flüssig und hat mir gut gefallen. "Die Kälte in dir" ist mein erstes Buch von Oliver Kern und wird wohl sicher nicht mein letztes sein. Der Autor hat sich Zeit für die Entwicklung der Charaktere und auch der Geschichte gelassen, dennoch hat er den Spannungsbogen aufrecht halten können und den Leser dabei lange im Dunkeln gelassen. Die Ermittlerarbeit selbst kam mir zuweilen ein wenig konfus und unkoordiniert vor, hier hat die Geschichte für meinen Geschmack leider etwas an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Sehr gut gefallen hat mir wiederum die Art und Weise wie der Autor konstant kleine Puzzleteilchen, Querverbindungen und damit Aha-Effekte eingestreut hat. Die Idee des Mordmotivs (welches ich natürlich nicht verrate) finde ich durchaus gelungen und einzigartig.

Fazit:
Für mich ist "Die Kälte in dir" ein spannender und flüssig zu lesender Thriller (mit starker Tendenz zum Krimi), der mich durchweg gut unterhalten hat. Eigenwillige aber noch nicht ganz ausgereifte Charaktere mit viel Potenzial bilden eine solide Basis für weitere Fälle rund um Kristina Reitmeier. Ich freue mich auf weitere Bücher von Oliver Kern und gebe für den Serienauftakt fundierte 4 Sterne.
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am 2. Januar 2014
Der Sommer hat Stuttgart fest in seinem Griff und lässt die ganze Umgebung gnadenlos schwitzen. Natürlich hat auch die Polizei mit der Schwüle zu kämpfen, deren Reserven sowieso schon auf Sparflamme laufen, da viele Kollegen den verdienten Urlaub angetreten haben. Für die „Soko Hitze“, welche sich mit einem Serientäter befassen muss, der es vordergründig auf das Bauchfett seiner Opfer abgesehen hat, bekommt die Kommissarin Kristina Reitmeier deshalb Unterstützung aus der Landeshauptstadt und muss ihre Führung murrend abgeben. Dabei ist die gebürtige Münchnerin gerade sowieso etwas angefressen, weil sie ihren Führerschein wegen erneuter Raserei für drei Monate abgeben muss und damit ein Stück Freiheit einbüßt. In ihren Augen ist es wie Hohn, dass der eigentlich suspendierte Daniel Wolf den Chauffeur für sie spielen soll, zumal der noch in Ausbildung stehende Kollege einen Alleingang nach dem anderen wagt und damit die ganzen Ermittlungen und sein eigenes Leben in Gefahr bringt.

Oliver Kern hat mich mit dem ungewöhnlichen Motiv seines Täters und der verheißungsvollen Überschrift „Des Wahnsinns fette Beute“ sofort für sich einnehmen können. Es ist schließlich nicht mehr so leicht eingefleischte Thriller-Fans zu erstaunen, doch die Entnahme des Bauchfetts als eine Art Souvenir und gleichzeitig Lebenselixier war eine dicke Überraschung. Eben dieser Punkt ist aber auch an Kritik geknüpft, denn durch das Motiv, welches sich nur schwierig in die Realität eingliedern lässt, wirkte der ganze Tathergang etwas konstruiert und erinnerte an einen futuristischen Frankenstein, der im dunklen Keller an Lipiden herumtüftelt. Doch für den Autor war dieser Handlungsstrang nicht genug, denn er lässt die Protagonisten auch noch in die Fänge der russischen (Müll-) Mafia geraten, was für das friedliche Schwabenland leider an Glaubwürdigkeit verlor und mich die ohnehin schon verzweigte Story nicht erreichte.

Es bleibt abzuwarten, ob und inwieweit das berufliche Pärchen in weiteren Fällen noch harmoniert, sofern sie für ihre Regelwidrigkeiten nicht allzu hart bestraft werden. Die häufigen Einsätze auf eigene Faust sind zwar gut für die Spannung, aber ohne jegliche Absicherung leider ziemlich dämlich, sofern man an seinem Leben hängt. Insgesamt waren Daniel und Kristina aber ein solides Duo, wenngleich sie sich angewöhnen sollten ein Telefonat zeitnah anzunehmen, das würde viel Ärger ersparen.

Das Finale erinnerte mich dann unweigerlich an „Shining“, wobei die Dramatik die durch die Einkesselung der Protagonisten aufgebaut wurde auch hier für meinen Geschmack zu überspitzt war, aber seinen Effekt nicht verfehlte. Wenigstens war der Schreibstil dagegen gleichbleibend gut und angenehm zu lesen, sodass im Wusel der vielen Rückschläge im Präsidium dort der Ruhepol lag. „Die Kälte in dir“ würde ich auf Grund des Fokus auf die Ermittlungsarbeit eher als eine Mischung von Krimi und Thriller bezeichnen – und nun ran an den (Bauch-) Speck.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Dezember 2013
... ist ein Film von Peter Greenaway von 1987, der mir sehr gefallen hat: der Bauch eines Architekten - und weitere Bäuche - spielen aber auch eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Krimi, der den Auftakt einer neuen, in und um Stuttgart angesiedelten Krimireihe um die eigenwillige Kommissarin Kristina Reitmeier markiert.

Ein fieser, alter, reicher und dicker Mann ist tot - ermordet, wie es sich herausstellt. Nun, er hatte viele Feinde, es könnten ihm so Einige nach dem Leben getrachtet haben. Und dann gibt es weitere Leichen... vor allem, aber nicht nur Dicke, die eindeutig dieselbe Handschrift tragen. Wer steckt dahinter...

Kristina und ihr eigentlich suspendierter Kollege Daniel ermitteln fieberhaft und jeweils überaus eigenständig, behindert durch Unwegsamkeiten wie die Russenmafia, Leitung und Kollegen des eigenen Hauses und ... den Täter, der ihnen offenbar ausgesprochen nahe ist.

Ein origineller Krimi mit einer charismatischen Ermittlerin, aber leider auch mit zahlreichen Macken - trotz des außergewöhnlichen Themas und durchaus spektakulärer Settings mangelt es bisweilen an Spannung. Die Figuren sind teilweise gut ausgearbeitet, doch leider bleibt es bei Ansätzen. Zudem sind einige, der zahlreichen, sich abwechselnden und immer mit einem Cliffhanger endenden Erzählstränge leider nicht befriedigend ausgearbeitet und verlaufen bisweilen im Leeren. Es scheint so, als hätte der Autor nach eine Vorlage geschrieben - alles immer schön offen lassen, viele spannungssteigernde Cliffhanger einbauen: doch leider vergisst er so manchen Abschluss und so geht die Lösung nicht immer auf. Zudem ist so Manches inhaltlich doch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Trotzdem - Kristina Reitmeier und ihre Leute sind ein vielversprechendes Team, die weitere spannende Fälle versprechen - einen Tick realistischer, umfassendere Auflösung und eine Prise mehr Spannung - und ich werde zum Riesenfan dieser Reihe!
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am 29. Dezember 2013
Kommissarin Kristina Reitmeier muß den Mord an dem Besitzer einer einsamen Villa aufklären, dieser wurde nicht nur mit der Axt erschlagen, sondern grausam zugerichtet.Und es bleibt nicht bei einem Opfer. Ihr Problem: sie hat zur Zeit keinen Führerschein, da sie diesen wegen notorischer Geschwindigkeitsübertretung abgeben musste. Daher wird ihr Daniel Wolf, angehender Polizeipsychologe und wegen eines Disziplinarverfahrens eigentlich vom Dienst beurlaubt, zum Chauffeur zugeteilt. Ein interessantes Gespann entsteht dadurch. Daniel, der eigentlich nur der Chauffeuer ist, ermittelt auf eigene Faust und bring dadurch nicht nur sich selbst in Gefahr....

Ein Krimi, der gleich mit dem Mord startet, dann - nicht nur durch die Opfer - rasant an Fahrt aufnimmt, dann in einem Abschnitt mit Ermittlungsarbeit und alleinigen Ermittlungstouren die Spannung hält und am Schluß in einem Showdown endet.
Der Sprach- und Schreibstil von Oliver Kern hat mir gefallen, er berichtet abwechselnd aus Sicht von Kristina und Daniel und einzelne Passagen handeln von dem Täter. Am Schluß überrascht der Krimi, was ich immer besonders gelungen finde. Die Mordserie hält nicht nur die Ermittler in Atem, auch den Leser, der durch die Einschübe des Täters manchmal einen kleinen Schritt voraus ist und ahnt, was folgen könnte.

Das Ermittlerduo mit Kristina Reitmeier und Daniel Wolf punktet bei mir mit zwischenmenschlichen Spannungen und gefährlichen Alleingängen, die dem Leser die Luft nehmen, dabei noch ein Schuß Knistern, das hat mir gefallen, macht es doch den Krimi interessant und erhöht die Erwartungshaltung an den nächsten Band.
Einzig die Fülle an Personen, die vielen Namen, machen es manchmal schwierig, manche Aktionen/Reaktionen fand ich etwas zu überzogen.

Ich freue mich auf den Nachfolgeband mit den beiden Ermittlern, der nächste Band soll im zweiten Halbjahr 2014 erscheinen.
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am 5. Januar 2014
Der Thriller "Die Kälte in dir" von Oliver Kern erzählt die Geschichte eines Serienmörders, der in der Stuttgarter Umgebung sein Unwesen treibt. Auf der Suche nach seinem Hund wird ein Bauer auf eine grausig zugerichtete Leiche aufmerksam, da sein Hund einen Unterarm des toten Mannes anschleppt. Als er daraufhin die Polizei informiert, stellt diese fest, dass die Leiche schon über längere Zeit dort liegt, denn sie ist bereits stark verwest. Das liegt zum Teil auch an der Hitze, die gerade in Deutschland herrscht. Sie macht es den Polizisten nicht gerade leicht bei ihren Ermittlungen. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass die ermittlende Kommissarin Kristina Reitmeier derzeit keinen Führerschein besitzt, da sie diesen aufgrund zu schnellen Fahrens abgeben musste. Als Fahrer wird ihr ein suspendierter Polizeistudent zur Verfügung gestellt.

Mir hat die Ermittlung mit den beiden zusammengewürfelten Ermittlern sehr gut gefallen. Besonders die Tatsache, dass die beiden sich anfangs nicht besonders gerne mögen. hat dazu bei getragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Obwohl die beiden sich zuerst nicht sehr sympatisch finden, arbeiten sie eigentlich gut zusammen, merken das allerdings zuerst gar nicht. Es gefällt mir, dass die beiden Ermittler sehr individuell sind und beim Ermitteln nicht zu einer Person verschmelzen. Auch finde ich sehr gut gelungen, dass man bis fast zum Ende des Buches nicht ahnt, wer hinter den Morden steckt. Das Motiv des Mörders finde ich sehr gut dargestellt und in gewisser Weise auch "nachvollziehbar". Insgesamt hat mir der Inhalt des Thrillers sehr gut gefallen. Das einzige, was ich etwas schade finde, ist, dass das Ende nicht jede Frage des Lesers vollständig beantwortet und ein oder zwei Fragen ungeklärt bleiben, bzw. der Leser nur Vermutungen anstellen kann.

Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Außerdem erzeugt der Autor mit seinem Schreibstil eine Spannung, die sich beinahe von der ersten bis zur letzten Seite des Buches zieht. Das, finde ich, gehört sich für einen guten Thriller und hier ist es wirklich gut gelungen. Auch gut gelungen finde ich den Aufbau des Buches. Besonders den Wechsel der Erzählperspektieven innerhalb der einzelnen Kapitel finde ich gut, da der Leser das Geschehene so von verschiedenen Seiten aus geschildert bekommt. Außerdem ist er so über das Geschehen an mehreren Orten gleichzeitig informiert, sodass er einen allumfassenden Überblick erhält.

Das Cover des Buches hat mir auch sehr gut gefallen, da es einen gewissen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches vermittelt. Die Spritzenspitze (so interpretiere ich das Bild) passt sehr gut zum Inhalt des Buches, wobei der Leser erst relativ zum Schluss erfährrt, was es damit auf sich hat. Mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich auch nicht verraten. Auch die roten Blutstropfen auf dem dunklen Untergrund finde ich irgendwie sehr passend, da sie für einen gewissen "Gruselfaktor" sorgen und auch der gehört zu einem guten Thriller eben dazu.

Insgesamt hat mir der Thriller sehr gu gefallen, da er sehr spannend geschrieben ist. Auch finde ich das Ermittlerduo sehr sympathisch und ich finde auch, dass sie sehr gut zusammen passen. Ich hoffe, dass sie noch in weiteren Fällen zusammen ermitteln werden und das nur der Auftakt einer Thrillerserie ist.
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am 27. Dezember 2013
Zusammenfassung:
In einer abgelegenen Villa in der Nähe von Stuttgart wird die bereits sehr stark verweste Leiche eines Mannes gefunden. Auffällig sind großflächige Wunden am Oberkörper. Der Fall wird Kommissarin Kristina Reitmeier zugeteilt. Ausgerechnet jetzt verliert die notorische Raserin für drei Monate ihren Führerschein. Daniel Wolf, angehender Polizeipsychologe und wegen eines Disziplinarverfahrens eigentlich vom Dienst beurlaubt, wird zum Chauffeur abgeordert. Keine leichte Situation für die beiden. Bald darauf werden weitere Leichen entdeckt, denen eines gemeinsam ist: Sie alle sind stark übergewichtig. (Quelle: lovelybooks.de)

Das Cover:
Wir sehen graues bröckelndes Gemäuer in Nahaufnahme. Kontrastierend dazu lesen wir in weißer bzw. roter Schrift Autor und Titel des Buches.

Meine Meinung:
Während ich eine längere Probe des Buches las, war mir klar, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schon zu Beginn sprach mich die detailreiche Art und Weise der Beschreibung an. Seien es die Beschreibungen der Leiche, der sommerlichen Zustände oder auch einfach nur die Informationen zur Kommissarin....alles wirkte sehr gut ausgearbeitet und interessant auf mich.
Nachdem eine mehrwöchige Pause nach dem ersten Mord verging, erfolgten die Leichenfunde später Schlag auf Schlag. Die Ereignisse überschlugen sich, die Informationen zu den möglichen Hintergründen auch. So war es nicht verwunderlich, dass ich hin und wieder mit der Vielzahl an Charakteren ins Schleudern kam und die Protagonisten manchmal erst nach längerer Überlegung an die richtige Stelle packte. Dies ist eigentlich mein einziger Kritikpunkt am Krimi. Ein etwas geringeres Erzähltempo in den brisanten Szenen hätte mir ganz gut gefallen. Ansonsten bot der Krimi, der schon leicht zum Thriller tendierte, immer wieder Pausen zum Verschnaufen, wenn der Autor die Hintergründe der Geschehnisse beleuchtete, oder seinen Ermittlern immer wieder Leben einhauchte. Vor allem die beiden Hauptpersonen, die vorübergehend führerscheinlose Kristina und ihr zugeteilter Chauffeur Daniel, bekamen ihr Päckchen an Privatleben und Vorgeschichte mit auf den Weg. Da mir beide sehr sympathisch waren, fieberte ich an einigen Stellen mit ihnen mit und litt vor allem mit Daniel, wenn er sich mal wieder selbst durch eine unbedachte Aktion in Schwierigkeiten gebracht hatte.
Der Fall an sich ist komplexer als er zunächst scheint, gewinnt aber zum Schluss hin immer mehr an Profil. Auch wenn die Motivation des Täters abwegig erscheint, sein Grundproblem gibt es tatsächlich und jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Hiobsbotschaften. Von daher ergibt die Kombination aus Krankheit, innerer Kälte und jeder Menge krimineller Energie dieses Täterprofil.
Hin und wieder gelang es dem Autor, mich auf einen Holzweg zu leiten, an anderen Stellen hatte ich einen richtigen Riecher. Die Auflösung war überraschend, aber plausibel.....Und ich freue mich schon auf Fall 2 des Ermittler-Duos, dessen Veröffentlichung für das Frühjahr 2014 geplant ist.

Mein Fazit:
Mal von etwas Durcheinander durch sehr viele Protagonisten und einen ziemlich übermotivierten Täter hat mir der Krimi gut gefallen. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle ihn gerne an Fans des Genres weiter.

Infos zum Buch:
Die Kälte in dir" von Oliver Kern ist am 12.12.2013 unter der ISBN-Nr. 9783802593376 im Egmont LYX-Verlag erschienen und auch als eBook erhältlich. (Quelle: lovelybooks.de)
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