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Kundenrezensionen

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am 2. März 2013
Ich hatte dies Buch vor einiger Zeit auf englisch gelesen und wollte es jetzt auch auf deutsch haben. Aber nach dem ersten Kapitel habe ich resigniert! Für mich ist es grausig. Die Übersetzerin hat sich ganz offensichtlich nicht mit (englischer) Geschichte beschäftigt. Solche eine Sprache, wie sie sie verwendet, ist völlig indiskutabel. Diese Ausdrucksweise paßt weder zu den Personen noch in die Zeit. So sprach man nicht! Vielleicht sollte die Übersetzerin mal die Bücher von Jane Austen lesen. Auch die Autorin Georgette Heyer hatte ein überaus profundes Geschichtswissen, da simmt jedes Detail.
Wenn man sich, wie ich, ein wenig in englischer Geschichte auskennt,ist dies ein Beispiel, wie eine lieblose Überseztung einem Buch schaden kann.
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am 26. Januar 2013
Dieser Roman hat mich wirklich überrascht und das nicht im positiven Sinn! Ich glaube zum Inhalt brauche ich mich nicht mehr äußern. Der Schreibstil selbst war mittelmäßig, es wimmelt hier nur so von Albernheiten und totalen Stilbrüchen! Also gar nicht was ich von dieser Autorin gewohnt bin.

Dabei wäre alles für eine gute Story vorhanden! Die böse Schwiegermutter, hinterhältige Mordanschläge witzige Situationen und Charaktere die mal nicht so perfekt sind. Ich mag ab und an historische Liebesromane und ich mag Schnulzen, doch das war mir zu ordinär ausgedrückt! Diese Ausdrücke passen einfach nicht in diese Zeit - zumindest für mein Empfinden!

Die Geschichte ist ganz gut und teilweise auch wirklich witzig, die Hauptcharaktere einfach herrlich Tollpatschig wie sie sich gegenseitig gefallen wollen!! Die Grundidee ist gut, aber die Übersetzung wohl nicht mein Fall. Aber die Entscheidung soll jeder für sich selbst treffen.

Schade! Das nächste mal Schau ich auf die Übersetzerin. Von mir gibt's leider nur 2,5 von 5 Punkten.
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am 28. Januar 2014
Lady Clarissa Crambray soll endlich unter die Haube kommen, so wünscht es sich ihre Stiefmutter Lydia. Doch es gibt ein paar schwerwiegende Hindernisse. Zum ersten steht es um Clarissas Ruf nach einem Skandal vor zehn Jahren nicht zum Besten. Zum anderen ist sie ohne ihre Brille fast blind. Sie darf jedoch keine tragen, um nicht als hässlich zu gelten. Durch ihre Tollpatschigkeit vertreibt sie allerdings auch jeden potentiellen Heiratskandidaten. Nur Lord Adrian Montfort lässt sich nicht abschrecken. Der als Draufgänger bekannte Lord hat aber auch ein Handicap: Sein Gesicht ist durch eine schlimme Narbe entstellt. Als jemand Clarissa nach dem Leben trachtet, wird Adrians Beschützerinstinkt geweckt ...

Die Voraussetzungen für eine nette, romantische Liebesgeschichte sind auf jeden Fall vorhanden: Eine erfrischend naive und ehrliche Heldin, die von einem Schlamassel ins Nächste gerät und ein durch eine Narbe entstellter Held, der sie ritterlich vor allen Gefahren beschützt.
Die Story liest sich auch leicht, allerdings nicht ganz so locker.
Es gibt einige Längen, viel Geplänkel, das die Handlung unnötig in die Länge zieht. Dass jemand Clarissa nach dem Leben trachtet, tritt streckenweise völlig in den Hintergrund, weil man sich z.B. viel mehr Gedanken über zerstörte Frisuren machen muss.
Mich störte aber vor allem die Sprache, die für das historische Ambiente ein wenig zu schnodderig und modern ist. Keine Ahnung, ob das an der Übersetzung liegt oder auch im Original so ist. Im besonderen fällt das auch bei den Liebesszenen auf, obwohl diese ansonsten schön beschrieben sind.
Dass das Klischee der bösen Stiefmutter weidlich ausgeschöpft wird, ist da eher Nebensache. Mir war auch schon relativ früh klar, wer hinter den Anschlägen auf Clarissas Leben steckt.

Fazit: Nette, humorvolle Unterhaltung mit einigen Längen, sprachlich nicht zum Ambiente passend.
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am 12. Januar 2013
Schade, ein sehr netter Roman, aber leider von der Übersetzerin Beate Darius, die schon viele Romane durch ihre Wortwahl verhunzt hat. Es ist ein Jammer, wann merken die Verlage endlich, dass sie sich mit dieser Übersetzerin keinen Gefallen tun...leider war der Übersetzer-Name nicht angegeben, sonst hätte ich den Roman nicht gekauft!
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am 20. Februar 2013
Ich würde Niemandem dieses Buch empfehlen. Nicht wegen der Story, sondern, weil die Übersetztung einfach nur grauenhaft ist.

Das Buch fängt eigentlich ganz gut an, Story ist interessant, Charaktere unterschiedlich. Alles schön und gut. Doch von Seite zu Seite wird die Sprache immer schlimmer, vulgärer und einfach unpassender. Wer Jane Austin gelesen hat, verbrennt das Buch am besten. Ich gebe nicht der Autorin die Schuld, habe auch ein anderes Buch von ihr und das ist wirklich sehr schön geschrieben. Nein, viel mehr gebe ich dieser grauenhaften Person von Übersetzterin die Schuld! Wie kann man ein Buch nur so vernichtend übersetzen?

Nur ein paar Beispiele für Ausdrücke, die Anfang des 19ten Jahrunderts garantiert nicht verwendet wurden: öhm, nee, Hopladihop, Bums, Knüppel (für ihr wisst schon was), blöd, Brillenschlange, etc.

Diese Übersetzerin beleidgt sowohl die Autorin, als auch uns Leser mit ihrer Arbeit. Wer englisch versteht, sollte sich das Buch lieber auch auf englisch holen. Ich bin bis zur Hälfte gekommen und bin nun echt so genervt, dass ich das Buch nie wieder anrührern werde!

Einen Stern vergebe ich für die Story. Für mehr reicht es leider nicht, da das Buch einfach unlesbar ist. Ich kann nicht verstehen, dass jemand mehr als 3 Sterne vergibt. Anscheinend haben diejenigen noch keinen einzigen anständigen Liebsroman in der Hand gehabt. Sicherlich sind die Standard-Liebesroma nicht mit Jane Austin zu vergleichen, aber sie müssen zumutbar sein. Da will ich nichts über Knüppel lesen, die Pasteten durchbohren!

Fazit:
Finger weg von diesem Buch. Zumidest bis zu einer Neuauflage mit einer anderen Übersetzung. Falls denn eine kommt. An dieser Stelle ein Aufruf an den Verlag: Sucht euch eine neue Übersetzerin!!!!!!!
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am 24. Februar 2013
Also ich muss gleich vorneweg sagen das ich eigentlich keine historischen Romane lese weil das eigentlich nicht so mein Ding ist. Aber hier habe selbst ich gemerkt das die Sprache teilweise nicht Zeitgemäß ist. Hinzu kamen einige komische Ausdrücke für die männlichen und weiblichen Geschlechtsteile welche das Buch unbeabsichtigt komisch machten. ;) ich weiß nicht ob es an der Übersetzung oder der Autorin lag aber die Sprache passt wirklich einfach nicht zum Buch und schmälert auch den Spaß am lesen.

Hinzu kam das ich teilweise auch fand das die Handlung nicht ganz zeitgemäß war. Und mir persönlich war zwischen den beiden Hauptdarstellern auch ein wenig zuviel Friede, Freude, Eierkuchen aber auch das die Böse nicht bestraft wurde fand ich sehr komisch für diese Zeit und sehr ungewöhnlich.

Normalerweise mag ich die bücher von Lynsay Sands - ich liebe die Vampirreihe ;) Aber dieses Buch war wirklich eine Enttäuschung. Einmal lesen hat mir gereicht. Das Buch ist okay. Aber haut mich nicht vom Hocker.

Wer mal herzlich lachen will über die Bezeichnungen und andere sprachliche Aussetzer ist hier sicher gut bedient ansonsten lasst bebsser die Finger davon ;)
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am 25. März 2013
Clarissa ist ohne ihre Brille fast blind und, da sich eine Brille auf der Nase nicht schickt – so findet es zumindest Stiefmutter Lydia – muss Clarissa ohne ihre Sehhilfe auskommen. Auf einem Ball lernt sie Adrian kennen, der trotz vieler Warnungen gefallen an Clarissa findet. Gibt es für die beiden eine Chance?

Der Schreibstil möchte ich bei diesem Buch nicht bewerten. Ich habe noch ein Buch von Lynsay Sands im Schrank, allerdings von einem anderen Übersetzer, denn ich denke hier hat Beate Darius einen sehr miesen Job erledigt und das Buch regelrecht verhunzt. Die Leseprobe fand ich noch sehr amüsant, in einem historischen Roman etwas lapidar zu schreiben und auch ganz offen über Tabuthemen zu reden ist okay, aber die Ausdrücke sind unter aller Sau! Das gehört einfach nicht in diese Zeit und vermittelt einen ganz falschen Eindruck, von der Geschichte sowie über die Charaktere.

Die Charaktere haben mir zugesagt. Clarissa ist eine liebenswerte und sehr arme Persönlichkeit. Sie steht unter der Obhut ihrer Stiefmutter und leidet sehr. Ich bin ja auch Brillenträgerin und ohne meine Sehhilfe wahrscheinlich genauso aufgeschmissen wie Clarissa, daher fühlte ich sofort mit ihr. Adrian ist ein toller Mann dem es an nichts fehlte, auch ihn mochte ich und fieberte mit den beiden mit.

Das Cover finde ich sehr schön, so ist grün eine Farbe, die noch kurz vor dem erblinden wahrgenommen werden kann und daher hervorragend gelöst. Allerdings passt die altmodische Garderobe nicht zum Text im Buch.

Fazit:
Die Übersetzung ist das Letzte! Man kann doch nicht von einem Ball im Jahre 1808 ausgehen und die Charaktere sprechen lassen wie in einer Disco! Da das Buch aber vom Inhalt her sehr schnell und flüssig zu lesen ist, gebe ich 4 Sterne und ziehe nur einen für die neumodischen Ausdrücke ab. Eine Leseempfehlung spreche ich nur an Leser aus, die kein Problem mit einem historischen Roman, der in der Neuzeit spielt, haben. Natürlich gibt es wieder ein paar erotische Szenen im Buch, die sehr sinnlich und gut geschrieben sind.
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am 18. März 2013
Lynsay Sands nimmt den Leser mit ins London des Jahres 1818; mitten hinein in die pulsierende Hauptstadt des British Empire.
Hauptfigur ihres Romans ist Lady Clarissa Crambray, hübsch und klug, doch auch mit zwei enormen Handicaps behaftet. Zum einen ist sie mit 24 Jahren auf dem besten Weg zur alten Jungfer und zum anderen ist sie extrem kurzsichtig. Ihre Stiefmutter ist nun der Meinung, dass sie auf keinen Fall eine Brille in der Öffentlichkeit tragen darf, um eventuelle zukünftige Ehemänner nicht in die Flucht zu schlagen. Da Clarissa aber ohne Brille eine Spur der Zerstörung hinter sich herzieht, sind bald beinahe alle potentiellen Verehrer vertrieben und Clarissa wird der wenig schmeichelhafte Name Chaos-Clarissa verliehen.
In dieser Situation trifft Adrian Montfort, Earl of Mowbray in London ein. Dieser hat gut zehn Jahre einen großen Bogen um die vornehme Gesellschaft gemacht; damals kam er mit einer entstellenden Narbe aus dem Krieg zurück, was dazu führte, dass eine Reihe zart besaiteter Debütantinnen in Ohnmacht fiel. Adrian geht nun davon aus, dass Clarissa so schlecht sieht, dass sie sein Gesicht nur undeutlich erkennt, während Clarissa, die Adrian aus der Nähe sehr wohl gut sehen kann, durch die Aufmerksamkeit des Earls mehr als angenehm überrascht ist.
Rasch fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und nutzen jede mögliche Minute, um sie gemeinsam zu verbringen. Dabei entdeckt Adrian rasch, dass hinter Clarissas Unfällen mehr als nur Tollpatschigkeit und Kurzsichtigkeit stecken.

Lynsay Sands hat mit Adrian und Clarissa zwei sehr sympathische Menschen in die Welt des englischen Adels eingeführt. Beide haben ihre Vergangenheit, die ihre Handlungen und Meinungen in der Gegenwart beeinflusst. Ihre Liebesgeschichte ist stürmisch und kompromisslos. Mehr als einmal kann man herzhaft mit ihnen lachen.
Unterstützt werden sie von einer ganzen Reihe gelungener Nebenfiguren, allen voran: Lord Reginald Greville, Adrians Cousin, und Lydia Crambray, Clarissas böse Stiefmutter.

Eigentlich hätte sich dieses Buch 5 Sterne verdient. Handlung, Erzählweise und Figuren sind perfekt gelungen. Doch leider hat die Übersetzerin einen Stern vernichtet. Ihre Sprache kann vom London des Jahres 1818 gar nicht weiter entfernt sein. Und so muss man manchmal einfach weiterlesen und die Wortwahl rasch vergessen.
Aber wie gesagt: ein wirklich zauberhafter Regency Roman!
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am 24. Januar 2013
Ich hatte dieses Buch vorbestellt und mich auch eigentlich darauf gefreut. Und dann dieser Quatsch. Was hätten Georgette Heyer oder Sophia Farago daraus gemacht: Einen tollen Regency-Klassiker.
Doch in "Liebe auf den zweiten Blick" wimmelt es vor Albernheiten,totalen Stilbrüchen. Z.B. beginnt hier ein Gespräch unter Männern des damaligen Hochadels mit "Na du alter Sack", oder der Vater der Braut wartet freudig lächelnd im Zimmer, bis seine Tochter und der angehende Schwiedersohn aus dem Schrank steigen, in dem sie herumgemacht haben usw. usw. Auf den meisten Seiten wird detailliert beschrieben, wie das Paar sich miteinander vergnügt - ich hatte auf einmal das Gefühl in einem Softporno gelandet zu sein. Also viele, viele Seiten ohne Romaninhalt. Die Heldin kann angeblich ohne Brille nichts sehen, das Geschlechtsteil und die tollen Muskeln ihres Verehrers sieht sie allerdings in aller Deutlichkeit, so ein Blödsinn. Entweder wollte die Autorin die Leserschaft richtig vereimern oder die Übersetzerin, ich bin mir da nicht so sicher. Schade fürs Geld. Der Buchumschlag war allderding sehr schön.
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am 23. Februar 2013
Die Aufmachung des Buches und die Covergestaltung passen in den Romantic-History-Zweig des Verlages. Das ornamentale Motiv setzt sich, gewohnt liebevoll, im Buch fort. Die Grundidee der Geschichte klingt nicht schlecht, wenn sie natürlich auch keinen bahnbrechend neuen Plot enthält.

Clarissa soll verheiratet werden. Nach einem Skandal in ihrer Jugend wird sie jetzt erneut auf die Londoner Gesellschaft losgelassen und stolpert nahezu blind in fast jedes Fettnäpfchen, das sich ihr fatalerweise in den Weg stellt. Nur einer - Adrian - lässt sich davon nicht stören bis es (deshalb lesen wir solche Bücher ja schließlich) nach einigen Verwirrungen zum Happy End kommt. Laut Romantic Times hält man mit Liebe auf den zweiten Blick einen humorvoll prickelnden Roman in Händen, den man so schnell nicht mehr vergisst. Auch die positiven Stimmen in diversen Portalen bzw. Online-Shops lassen darauf schließen, dass das Buch unterhaltsam-leicht und erotisch angehaucht sein muss. Die perfekte Entspannungslektüre also. Gleich vorab: Das Zitat stimmt definitiv.

Unkonventionelles Denken und Handeln erwarte ich in solchen Geschichten, sorgt es doch in der ansonsten eher steifen Gesellschaft voll heute seltsam anmutender Verhaltensregeln für leichte und entspannende Unterhaltung. Beide Hauptfiguren sind nicht perfekt. Adrian ist durch eine Narbe entstellt, was ihm Komplexe beschert, die ihn trotz selbstbewusster Anwandlungen unsicher sein lassen. Clarissas Sehschwäche wiederum bietet Platz für ihre weibliche Hilflosigkeit und darüber hinaus für romantische Aktionen seitens Adrian (Picknick, Vorlesen, etc.) Nicht zu vergessen natürlich amüsant angehauchte Szenen. Da wäre zum Beispiel eine Passage, in der Adrian in Clarissas Zimmer einsteigt und die beiden sich näher kommen. Dummerweise bricht zu der Zeit ein Feuer aus. Clarissa bekommt es mit und ist, sowohl von Adrians Aktionen durch das Feuer als auch umgekehrt vom Feuer durch Adrian abgelenkt, in einem kleinen Zwiespalt. Oder die Vergleiche, die ihre Stiefmutter bemüht, während sie Clarissa über die anstehende Hochzeitsnacht aufklärt.

Doch: Unterhaltung und Amüsement halten sich in sehr engen Grenzen und bedauerlicherweise fiel mir das Umblättern relativ schnell schwer. Obwohl ich mir immer sage, dass ich Bücher eines Autoren, die nicht in eine Buchreihe gehören, nicht miteinander vergleichen möchte und sollte, habe ich genau das bei Sands historisch angehauchtem aktuell vor mir liegenden Roman und ihrer Buchreihe über die Argeneau-Vampire gemacht. Während mich besagte Buchreihe mal mehr, mal weniger gut unterhielt, enttäuschte mich Sands Ausflug ins historische Genre von vorne bis hinten. Kleiner Tipp (auch wenn mir das nicht passiert ist): Wer gerne in der Badewanne liest, sollte das Buch nicht dorthin mitnehmen. Sands LeserInnen laufen damit durchaus Gefahr, entnervt oder frustriert die Hände sinken oder ins Wasser platschen zu lassen, was sich sowohl auf E-Book-Reader wie auch auf gedruckte Bücher negativ auswirken kann.

Das liegt zum einen an unsäglichen Wiederholungen. Spätestens nach dem dritten Mal habe ich kapiert, warum Clarissa so schlecht sieht. Sands wollte jedoch anscheinend sichergehen, dass auch wirklich alle LeserInnen es begreifen und legte noch etliche Male nach. Leider drehten sich die Wiederholungen auch nicht nur um Clarissas Sehschwäche. Dazu gesellen sich vermutlich witzig angedachte Redewendungen und Übertreibungen, die mir persönlich allerdings eher albern, dröge oder deplatziert vorkamen. Es gibt zahlreiche Klischees, die durch Übertreibungen verstärkt werden. Die Mithilfe bzw. Nachsichtigkeit von Adrians Mutter oder Clarissas Vater wirkt überzogen wohlwollend. Mag ja sein, dass dazumal nicht alle Earls und Peers und sonstiger Adel absolut verknöchert und sittenstreng waren, aber das war dann doch zu viel.

Zum anderen lag es auch an der völlig unpassenden Sprache sowie flapsigen Verhaltensweisen, die für mein Dafürhalten nicht in die damalige Zeit beziehungsweise das Genre passen. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man damals schon davon sprach oder darüber nachdachte, wie jemand auf ein schiefes Brett kommt. Oder sich als feige Socke bezeichnete. Oder sich nicht die Bohne kümmerte. Auch Worte wie Nasenfahrrad wirken zu modern und bums, öhm oder nee passen zudem für mich eher in die Blubbersprache eines Comics.

Noch deplatziertere Formulierungen fand ich in diversen Sexszenen. Hier war unter anderem die Vielfalt an Bezeichnungen männlicher Geschlechtsteile bisweilen nervtötend albern. Obwohl ich davon ausgehe, dass in damaliger Zeit niemand seine Bedürfnisse durch die Rippen schwitzte, erwarte ich unabhängig davon in einem historischen Liebesroman aber eher Liebesszenen und Andeutungen. Letztere wirken oft wesentlich erotischer als die teils platten, stellenweise aber auch hölzern wirkenden Beschreibungen, die man in Liebe auf den zweiten Blick findet. Egal ob es sich um Schilderungen von Oralverkehr handelt oder Begriffe wie Freudenspender die in heiße Grotten geschoben werden.

Und das ist insgesamt betrachtet auch noch lange nicht alles. Oberflächlichkeiten und Denkfehler finden sich ebenfalls. Dabei war es am harmlosesten, dass Clarissa mit immerhin 24 permanent als Mädchen bezeichnet wird. In diesem Alter lief man dazumal wohl eher Gefahr, als alte Jungfer tituliert zu werden. Besagtes Mädchen ist zwar anscheinend fast blind, sieht aber bestimmte Dinge problemlos, je nachdem wie es der Autorin gerade in den Kram passt. Mal lächelt sie in die ungefähre vermutete Richtung eines Gesprächspartners, hat aber keine Mühe, dessen Gesichtsausdruck zu deuten. Das klappt allerdings nicht immer, denn in etlichen anderen Szenen, kann sie besagten Ausdruck dann doch nicht erkennen. Sie stellt heißen Tee auf einem Oberschenkel ab, weil sie einen Tisch hinter dem Umriss vermutet, hat aber keine allzugroßen Probleme visuell die amourösen Abenteuer eines Verehrer zu verfolgen. Vom Klarblick auf den gut gebauten und exemplarisch ausgestatteten Adrian ganz zu schweigen. Ihre Kurzsichtigkeit scheint zur Weitsichtigkeit zu mutieren und andersherum. Außerdem stelle ich es mir in einer Zeit ohne Fön schwer vor, eine ansprechende Frisur für einen Ball zu kreieren, nachdem die Person, die ich frisieren muss, zuvor bewusstlos in einem Brunnen lag und besagter Ball längst begonnen hat. Mit Umziehen alleine dürfte es wohl nicht gelungen sein, sowohl die dabei entstandene Verletzung als auch die nassen Haare zu vertuschen, damit nicht auffällt, wo Clarissa war. Ebenso wenig glaube ich, dass es zu dieser Zeit so einfach war, an eine Brille zu kommen, wie die Autorin es letztendlich beschreibt.

Wäre die Geschichte auf 50 Seiten komprimiert worden, hätte man vermutlich eine lustig-unterhaltsame Erzählung daraus machen können. So jedoch zieht sich eine künstlich aufgeplusterte Story zu einem rosarot angehauchten Ende. Das passt zwar durchaus im Bezug auf Adrian und Clarissa. Hinsichtlich des von der der Autorin eingeflochtenen Handlungsstrangs, der Clarissas Tollpatschigkeit teilweise in Anschläge auf sie umwandelt, wirkt es jedoch langatmig. Was von der Autorin als Verwirrspiel auf der Suche nach einem bösen Widersacher angelegt wurde, entwickelt sich sehr vorhersehbar und überaus konstruiert, bevor es weich gespült und wie erwähnt rosarot angehaucht endet. Adrians ach so scharfer Verstand übersieht dabei hanebüchen offensichtliche Dinge oder vergisst sie schlicht und ergreifend, während Clarissa einen Oskar für ihre Rolle als naives Dummchen verdient hat.

Fazit:

Obwohl ich keinen hochgeistigen Roman mit geschichtlich belegten Fakten erwartet habe, hat mich Liebe auf den zweiten Blick nicht nur nicht gefesselt, sondern komplett enttäuscht. Insgesamt möchte ich nur einen von fünf Punkten dafür vergeben. Romantic Times hatte wirklich recht. Das kann man nicht einfach so und schnell vergessen. Darf man auch gar nicht, wenn man wie ich dazu neigt, Bücher nicht abzurechen, weil viel Arbeit darin steckt und man immer die Hoffnung hegt, dass es doch noch besser werden muss. Diese Hoffnung hat sich bei diesem Roman definitiv nicht erfüllt. Übertreibungen an sich bereits vorhandener Klischees und die falsch wirkende Sprache rauben das letzte bisschen Lesefreude, das angesichts der guten, aber schlecht umgesetzten Grundidee aufkommen mag.

2013 Antje Jürgens (AJ)
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