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am 18. September 2002
Ich habe die Probe gemacht und das u naufgeregte Buch über Serienmord als Vorbereitung zu einem Treffen mit Luis Alfredo Garavito (Kolumbien; über 200 Opfer, vgl. Benecke & Rodriguez, Arch Kriminol, eingereicht) benutzt. Beeindruckend fand ich dabei den Fleiß, mit dem KOK Fink seine sehr brauchbare und in Polizeideutsch geschriebene Zusammenfassung erstellt hat. Ganz unakademisch, das heißt ohne Bewertungen, stellt er Theorien, Statistiken und Tatsachen aus dem Bereich des Serienmordes vor. Der Text ist flüssig, aber hochstrukturiert und eigentlich schon aktenmäßig gegliedert. Er deckt dabei praktisch alle Arbeitsgruppen, -systeme und -methoden ab, die Ermittelnden in Sachen Serienmord zur Verfügung stehen. Dass sensationssuchende LeserInnen das zu dröge und auch zu langweilig finden, spricht ausnahmsweise für die Qualität des Buches und stört Autor Fink ohnehin nicht.
Die zweite Auflage von Immer wieder töten (übrigens eine gute Titel-Wahl) ist um allerlei Macken verbessert. Es bleiben nur einige Fehlerchen übrig, die immer entstehen, wenn sich ein Autor auf Quellen stützt, die er oft nicht selber auf Richtigkeit prüfen kann. Ob man beispielsweise bei den Ermittlungen im Fall Lindbergh davon sprechen kann, dass dabei ein Täterprofil erstellt wurde (S. 209), ist fraglich. Und dass in einer tabellarischen Übersicht über Serien-Täter (S. 200 ff.) gerade Denke (der Urvater aller Serientötenden) und Garavito (der Täter mit der größten Anzahl Opfer) fehlen, liegt wohl daran, dass die Nord-Amerikaner als Quelle der meisten Literatur zum „Profiling" darüber nie berichtet haben. In der dritten Auflage werden Kleinigkeiten dieser Art sicher behoben sein.
Insgesamt mag ich das Buch mehr als alle anderen über Serientäter. Es ist ordentlich, sachbezogen, deutsch und systematisch. Vor allem ist es eine kommentarlose Arbeits-Hilfe anstatt der üblichen Schmöker für gemütlich-gruselige Stunden in der Badewanne. Da der Autor schwadronierende Tiefe durch angemessene Knappheit ersetzt hat, müssen sich die LeserInnen im Zweifel Original-Artikel, Case Reports bzw. die mittlerweile sehr guten, von Journalisten verfassten Einzelschilderungen von Serientaten besorgen. Um nicht missverstanden zu werden: Das Buch ist deswegen keineswegs flachbrüstig, sondern ein umfangreiches, vollständiges, knorkes Nachschlagewerk, das sich treu an die (stets angegebenen) Quellen hält. Da das Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls stimmt, empfehle ich das Buch allen SeroNews-LeserInnen, die sich ohne den Umweg über Anekdoten und Einzelfallberichte in das bisher Bekannte zum Serienmord einarbeiten wollen. Eine bessere Quelle werden sie kaum finden. (SeroNews 3/2002)
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am 19. Dezember 2001
Als Referenz weist der Verlag auf "umfangreiche
Materialstudien" des Autors hin. Der Literatur-
anhang erscheint auf den ersten Blick imposant,
entpuppt sich jedoch als dürftig. Viel Prosa,
wenig wissenschaftliche Publikationen, kaum fremd-
sprachige Veröffentlichungen. Das Buch ist ein
schlecht recherchiertes Sammelsurium eines klei-
nen Teils bisher vorgelegter Forschungsergebnisse.
Der Autor läßt leider keinen Sachverstand erken-
nen, sondern verblüfft durch Plattitüden. Zum Bei-
spiel: "Die Motivation bei Serienmorden ist eine
andere als bei Betrugsdelikten." Wer hätte das ge-
dacht?! Der Tätertyp des multiplen Mörders wird
grobkörnig und in unzulässiger Weise charakteri-
siert. Ferner werden schlichte Unwahrheiten ver-
breitet, die zudem nicht belegt werden und jeder
Erfahrung widersprechen. Noch ein Beispiel: "Die
Gutachten über Serienmörder gleichen sich in den
wesentlichen Punkten." Fakt aber ist: Sie tun es eben nicht! Auch die fallanalytischen Verfahren
(so gen. Profiling) werden lediglich deskriptiv
aufbereitet, ohne dass der Leser Näheres erfährt.
Kurzum: Das Buch ist nicht zu empfehlen.
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