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Kundenrezensionen

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am 3. Februar 2013
Lohnt es sich überhaupt, ein Management-Buch zu lesen, das schon mehr als 15 Jahre auf dem Buckel hat? Vor allem, wenn es um Innovations-Management geht? Gibt es da nicht längst schon aktuellere und bessere Literatur? Diese Fragen stellt man sich automatisch, wenn man „The Innovator's Dilemma“ von Clayton M. Christensen das erste Mal zur Hand nimmt. Gemischte Gefühle machen sich breit – und lösen sich schon auf den ersten Seiten in Luft auf. Dass das Buch zahlreiche Auszeichnungen erhielt und nicht zuletzt auf der New York Times Bestseller-Liste stand, verwundert einen kaum, wenn man die tief greifenden Erkenntnisse dieses Buches verstanden hat, die auch heute noch vollkommen zeitlos erscheinen.

Christensen stellt in diesem Buch das Prinzip der „disruptiven Innovationen“ vor. Viele große Unternehmen konnten sich in den vergangenen Jahrzehnten stolz "Marktführer" nennen – und waren plötzlich innerhalb kürzester Zeit in der Versenkung verschwunden; der Markt hatte sich scheinbar über Nacht vollkommen verändert. Christensen liefert zahlreiche Beispiele aus verschiedensten Branchen. Egal ob Computer, Festplatten, Kameras, Uhren oder Bagger, überall verloren die Branchenprimusse unerwartet ihre Vormachtstellung und mussten deutlich kleineren Unternehmen Platz machen, die zuvor noch als Außenseiter gehandelt wurden. Kamera-Hersteller wie Leica und Polaroid scheinen den Wandel hin zu den Digitalkameras völlig verschlafen zu haben. Unternehmen wie Sony Music Entertainment oder die Universal Music Group scheiterten an den Marktveränderungen, die die MP3's mit sich brachten.

Mancher könnte diesen Unternehmen nun Management-Versagen vorwerfen, doch Christensens eingehende Untersuchungen zeigen, dass diese Unternehmen scheinbar alles richtig gemacht hatten: von der Beobachtung des Wettbewerbs, über Marktanalysen bis hin zu gigantischen Budgets für Forschung und Entwicklung. Alle Unternehmen orientierten sich völlig an den Bedürfnissen und Anforderungen Ihrer Kunden. Doch genau das führte zum Niedergang der einstigen Marktführer, wenn diese sich plötzlich bahnbrechenden Marktveränderungen und neuen Technologien – den sogenannten disruptiven Innovationen – stellen mussten. Diese Art von Innovationen stehen im krassen Gegensatz zu evolutionären Innovationen, die in einem bestehenden und umsatzstarken Markt die Marktführerschaft stützen. Denn die disruptiven Innovationen zielen zu Anfang meist auf neue, noch deutlich kleinere Märkte ab und entwickeln erst nach und nach das Potenzial, die bestehenden Märkte zu kippen.

Christensen erläutert sämtliche Aspekte dieser disruptiven Innovationen dabei anhand von Fallbeispielen von bekannten Unternehmen und erlaubt dem Leser dadurch Einblicke in viele und teilweise völlig verschiedene Branchen; nur um schließlich festzustellen, dass überall die gleichen Innovationsprinzipien gelten. Schritt für Schritt entwirft er anhand von Positiv- und Negativbeispielen allgemeingültige Regeln für den erfolgreichen Umgang mit disruptiven Innovationen: Wann ist es besser, nicht oder zumindest nicht ausschließlich auf die Bedürfnisse der bestehenden Kunden zu reagieren? Wann lohnt es sich, eine eigenständige Unternehmenseinheit zu gründen, die sich um einen noch kleinen Markt mit hohem Wachstumspotenzial kümmert? Und wann macht es Sinn, sich mit bis dato weniger leistungsfähigen Technologien auseinanderzusetzen, die vielleicht sogar nur geringe Margen bieten?

Christensen ist das Kunststück gelungen, vor 15 Jahren eines der einflussreichsten Managementbücher zum Thema Innovationsmanagement zu schreiben, das bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Möchte man Kritik an diesem Buch anbringen, so könnte diese höchstens lauten, dass Christensen auf einige überflüssige Wiederholungen hätte verzichten können. Dafür bietet es ein äußerst kurzweiliges Lesevergnügen, was zum einen an Christensens eingängigen Schreibstil und zum anderen an der mehr als gelungenen deutschen Übersetzung liegt: Kurt Matzler und Stephan Friedrich von den Eichen haben ganze Arbeit geleistet, das Buch auf einen aktuellen Stand gebracht und mit europäischen Fallstudien ergänzt. Uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 13. August 2013
Kaum ein Unternehmen schreibt sich heute nicht "Innovation" in den Slogan. Innovation gilt als das Zukunftsinstrument schlechthin. Crowdsourcing, Open Innovation, Design Thinking und viele andere Schlagwörter geistern durch die Literaturwelt der Innovation - und da steht dann mittendrin immer noch, nach vielen Jahren, Christensens "Innovator's Dilemma". Ich betrachte dieses Buch als das beste Buch zu und über Innovation und ich nenne dafür drei Gründe:
1. Es leuchtet die Problematiken zum Thema Innovation so gnadenlos wie für alle nachvollziehbar aus.
2. Alle theoretischen Ausführungen werden konsequent mit Fallbeispielen, die man entweder kennt oder die man sofort nachvollziehen kann, untermauert.
3. Das Buch bietet praktische Impulse für das eigene Unternehmen ohne dabei den Stein der Weisen zu verkünden.
Und wenn man so will, so kann auch noch ein vierter Grund angeführt werden: Es ist die europäische "Umarbeitung" des Buches durch Matzler und von der Eichen, die gelobt werden muss.
Wir haben es mit einem Werk zu tun, welches in der ersten (etwas kürzeren Hälfte) erläutert, warum Innovation so schwierig ist und warum an den Konsequenzen dieser Schwierigkeiten ganze Unternehmen mehr schnell als allmählich von der Bildfläche verschwinden. Die realen Beispiele sind eindrucksvoll.
Und dann erläutert Christensen im zweiten Teil die Möglichkeiten, praktischen Voraussetzungen und Notwendigkeiten für die sogenannten disruptiven Innovationen: Im Betrachtungsfokus stehen Organisationseinheiten und deren Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten, Märkte und die dazu passenden Angebote. Es kann nicht genug darauf hingewiesen werden, dass die Sprache in diesem Klassiker für jeden Leser verständlich ist und dass die Inhalte auch von "Nicht-Insidern" sofort nachvollzogen werden können. So etwas zeichnet beste Bücher aus. Christensen ist dies gelungen und so steht er nach wie vor als eine Art Leuchtturm zwischen all den Neuerscheinungen zum Thema, die den Buchmarkt geradezu überschwemmen. Wer sich also für Innovation interessiert, egal ob enorm oder ein wenig: Dieses Buch sollte immer als Erstes gelesen werden.
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am 13. November 2012
Das Buch illustriert einen Prozess, den führende Unternehmen wie Apple, Google, Honda oder Microsoft bereits bewältigen mussten – das Phänomen des Scheiterns etablierter Unternehmen – sobald bahnbrechende Veränderungen bei Technologien oder Marktstrukturen auftreten. Clayton M. Christensen, erfolgreicher Autor und Pionier der disruptiven Innovation, stellt einen wertvollen Pfadfinder, um sich aus dem „Innovator‘s Dilemma“ zu befreien. Er fokussiert sich auf 264 Seiten mit vielen praxisorientierten Beispielen, um dem Leser die Theorie disruptiver Innovationen näher zu bringen und das Scheitern zu verdeutlichen. Diese Innovationen passen anfangs nicht in das Muster evolutionärer Entwicklungsprozesse auf vorhandenen umsatzstarken Märkten, haben aber das Potential, sich auf den entstehenden kleineren Märkten durchzusetzen. Mit Hilfe eines leicht verständlichen Schreibstils ist es Clayton M. Christensen gelungen, den Leser für die Problematik zu sensibilisieren und ihn durch einen strukturierten Aufbau durch das Buch zu führen.

Nicht nur für spezifische Fachleute sondern auch für Interessierte die mit der Thematik wenig vertraut sind, bietet „The Innovator’s Dilemma“ eine kompakte und theoretische Grundlage für das Innovationsmanagement. In sämtlichen Kapiteln wird das „Dilemma“ von etablierten Unternehmen näher gebracht, um Denkanstöße für andere Sichtweisen auf Innovationen und Strategien zu geben. Allerdings werden nicht ausschließlich erfolgsversprechende Strategien dargestellt, sondern auch Unternehmensentscheidungen, die zu Misserfolg führten.

Nach einer kritischen Betrachtung stellt sich die Frage, ob die Abgrenzung zwischen evolutionärer und disruptiver Innovationen in der Praxis immer einfach zu erkennen ist. Außerdem werden die Risiken die bei disruptiven Innovationen auftreten könnten, so gut wie vernachlässigt.

Trotz der oben genannten Kritikpunkte ist das Buch von Clayton M. Christensen empfehlenswert und bekommt 4 Sterne, aufgrund praxisnaher Beispiele, innovativer Strategien und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Der New York Times Bestseller jetzt endlich in deutscher Sprache - aktualisiert und mit europäischen Fallstudien! Wer wissen will, warum die besten, marktführenden Unternehmen bei bahnbrachenden (disruptiven) Innovationen scheitern, findet die Antworten in diesem Buch. Kundenorientierung, Innovation, Wachstum- und Ertragsorientierung und nicht zuletzt gute Planungs- und Entscheidungssysteme führen unweigerlich zum Niedergang, wenn disruptive Innovationen das Geschäft und die Branche neu definieren. Das klingt Paradox - Beispiele und Analysen aus der gesamten Industriegeschichte des 20. Jahrhunderts bis herauf in die Gegenwart belegen aber eindeutig, warum es oft besser ist in Produkte von (zunächst) schlechterer Qualität, in kleine statt in große Märkte zu investieren und wann Planungssysteme versagen. Hätte es dieses Buch früher gegeben, würde es wahrscheinlich manche der ehemaligen Giganten noch geben. Absolut empfehlenswert!
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am 11. September 2016
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es von Personen wie Steve Jobs oder Larry Page als eines der besten Bücher angepriesen wird.

Es ist wichtig für alle, die den Begriff der disruptiven Innovation verwenden, weil dieser durch den Autor sehr präzise definiert wird und nicht so inflationär verwendet wird wie zur Zeit in den Medien.

Dieses Buch besteht aber leider aus viel zu viel Beispielen (immer die gleichen) und zu wenig Inhalt.
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am 13. November 2013
Etablierte Unternehmen scheitern durch ihre Schwerfälligkeit im ständigen Wettbewerb. Die
Notwendigkeit schnell und flexibel auf Veränderungen des Marktes zu reagieren zwingt sie,
ihren Erfolgshunger durch stetige Innovationen zu stillen. Ihre altbewährten rationalen
Entscheidungsprozesse wirken dabei kontraproduktiv und unterstützen die jungen
Kannibalen des neuen Marktes. Der Amerikaner Prof. Clayton M. Christensen macht diesem
Dilemma auf 264 Seiten Luft. Er beleuchtet den Pfad disruptiver Innovationen, die nicht in
das altbewährte Schema evolutionärer Entwicklungsprozesse passen, sondern neue Märkte
erobern. Mittels negativer und positiver Beispiele aus unterschiedlichen Branchen erläutert
Christensen, warum Innovationen mit einem kritischen Auge zu betrachten sind und
mächtige Marktgiganten an ihnen zerbrechen. Die Quintessenz daraus sind theoretische
Ausführungen zu erfolgsversprechenden Strategien, Chancen, Gefahren und notwendigen
Voraussetzungen disruptiver Innovationen. Durch zeitlose Fallbeispiele bekannter
und etablierter Unternehmen sowie einen lockeren Schreibstil wird der Fachmann als auch
der Laie in Lese-Ekstase versetzt. Teilüberschriften einzelner Betrachtungen geben den
Kapiteln Struktur, wirken aber nicht immer systematisch gewählt. Umfangreich erläuterte
Abbildungen, die vereinzelt erheblich zu klein geraten sind, erweitern das Spektrum des
Lesers. Kapitel für Kapitel werden Betrachtungsweisen und Schlussfolgerungen stringent,
originell und praktikabel erklärt. Stellenweise langatmig wirkende, jedoch bedachte
Wiederholungen sowie Zusammenfassungen der Kapitel, verankern Christensens Theorien
in den Köpfen des Lesers und schärfen sein Verständnis für das Innovationsmanagement.
Das Werk ist New York Times Bestseller und für nur 29,80 € ein wahres Goldstück. Ganz
klar, diese Lektüre schafft einen Mehrwert und ist ein „must read“ für alle an neuen
Technologien, Marktführung und Management Interessierten.
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am 10. Dezember 2014
„THE INNOVATOR'S DILEMMA – Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren“. An dieser Frage hangelt sich der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Clayton M. Christensen in seinem bahnbrechenden Werk entlang. 1997 erschienen, bietet „The Innovator‘s Dilemma“ mithilfe aktualisierter Fallbeispiele einen Einblick in die chancen- sowie risikoreiche Welt des Innovationsmanagers.
Hierbei verfolgt Christensen den Ansatz des Modelllernens an verschiedensten Negativbeispielen, mit denen er seine These von der disruptiven Innovation begründet und belegt. Anschließend werden die Erkenntnisse kategorisiert, um Strukturen und feste Prinzipien dieser Technologie darzustellen.
Durch diese Methode wird die grundsätzliche Problematik der disruptiven Technologie selbst für unbedarfte Innovations- und Managementinteressierte greifbar. Einzig kritisch zu betrachten sind hierbei der Praxisbezug sowie die ausschließliche Analyse gescheiteter Unternehmen, welche häufige inhaltliche Wiederholungen bedingen und bei Desinteresse zum jeweiligen Beispiel eine gewisse Gleichgültigkeit beim Leser hervorrufen kann.
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am 8. Dezember 2016
Mit dieser Thematik setzt sich das 2011 in deutscher Auflage erschienene Buch „The Innovator's Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren“ des Harvard Professors Clayton M. Christensen auseinander.
In 264 Seiten wird anhand eindrucksvoller Fallbeispiele dargestellt, wie erfolgreiche Unternehmen ins Schwanken oder sogar zu Fall gebracht werden können, beziehungsweise was man von den Untergängen der Marktführer lernen kann. Dabei konzentriert sich Christensen vor allem auf die disruptive Innovation, die vollkommen neue Kundenpotentiale eröffnet. So konnte Anfang des 21. Jahrhunderts auch die Digitaltechnik die Analogtechnik ersetzen. Zunächst noch mit sehr hohen Preisen und geringer Leistungsfähigkeit an einen kleineren Zielmarkt gerichtet und mit geringen Margen versehen, führte sie dazu, dass marktführende Unternehmen diese Innovation belächelten und nicht als marktfähig angesehen haben. Heute wissen wir, dass diese Arroganz dem Neuen gegenüber ihr größter Fehler war. Durch schnelle Weiterentwicklungen und einhergehende Adaption der Kunden mit digitalen Produkten gelang es den neuen Herstellern den Markt zu durchdringen.
Positiv anzumerken sind nicht nur die branchenübergreifenden Fallbeispiele und die unterschiedlichen Lösungsvorschläge, sondern auch der leichtverständliche Schreibstil des Autors. Auffällig dabei sind die ausführlich beschriebenen Beispiele und häufigen Wiederholungen dieser, welche auch Lesern ohne fachlichem Hintergrund die Thematik verständlich und ansprechend vermitteln, jedoch Fachwissenden sehr langatmig erscheinen. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass trotz des Alters, die Aktualität nicht an Bedeutung verliert.
Das Buch erhält trotz der positiven Kritikpunkte „nur" eine vier-Sterne-Empfehlung, da die häufigen Wiederholungen der Beispiele das Lesevergnügen für Fachwissende einschränkt und so die Konzentration auf den doch so wichtigen Inhalt sinken lässt.
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am 11. Januar 2013
Und damit wirklich hilfreich um im unternehmen einen Punkt zu machen, wenn man eine Geschichte über einen Mitbewerber am Markt oder andere bekannte Unternehmen zitieren kann. Es liefert reichlich Ideen und Munition, um die vielleicht entscheideneden Personen umzustimmen.
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am 2. Oktober 2014
Disruptive Innovationen sind - nach Definition in diesem Buch - solche, die nicht zu den Märkten und vor allem zur üblichen Denkweise in einem Unternehmen passen. Beispiel Computer: Digital Equipment DEC hat in Ihrem angestammten Markt "Minicomputer" alles richtig gemacht. Kompetitive Produkte mit immer größerer Leistungsfähigkeit, gute Kundenbetreuung. Dann kamen die PCs. Anfangs war das - aus heutiger Sichtweise - Schrott. Aber die Leute kauften das. DEC ist in diesem Markt kläglich gescheitert. Nicht weil sie zu dumm waren, PCs zu entwickeln. Sondern weil das zur Denkweise bei DEC, zur Organisation und zum Produktverständnis nicht dazu passte.
Das Buch behandelt dieses Thema in aller Ausführlichkeit. Anhand von zahlreichen Beispielen wird dieTheorie des Autors untermauert: Ein Produkt oder eine Technologie mag im angestammten Markt einer Firma wertlos sein (um bei DEC zu bleiben: welche Entwicklungsabteilung einer Firma kaufte damals einen PC?) , in einem völlig anderen Markt aber genau das richtige (jede Hausfrau war und ist potentieller Kunde für einen PC). Das Ganze wird auf der Ebene des "Unternehmens" gezeigt, Unternehmen entwickeln, verkaufen.
Was mir etwas zu kurz kommt ist das Thema "Verhinderungskultur" in großen Firmen. Warum ersticken große Firmen Initiativen von Einzelnen sofort im Keim? Aber vielleicht ist dies das Thema für ein anderes Buch.
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