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Schon 1883 versuchte Kronprinz Rudolf mit dem von ihm herausgegebenen "Kronprinzenwerk" (einer 24 Bände umfassenden landeskundlichen Enzyklopädie mit dem Titel "Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild") die epochale Aufgabe wahrzunehmen die Habsburger-Monarchie in Worte zu fassen. Weit über 100 Jahre danach erscheint diese Aufgabe nicht weniger herausfordernd und nur um den Preis einer drastischen Verkürzung möglich. Statt etwa ein paar hundert Autoren und über 10.000 Seiten ist es ein einziger der auf 160 Seiten gewissermaßen eine mit gebührendem historischen Abstand verfasste Kurzfassung jenes monumentalen Unterfangens liefert, dass das Kronprinzenwerk einst war. Dennoch muss sich das Werk, wie Hugo Portisch im Vorwort bereits betont, mit neuen Problemfeldern herumschlagen, nachdem viele Reizthemen heute ja schon objektiver behandelt werden können.

Wo das Kronprinzenwerk aus Portischs Sicht zu national orientiert war und die Bruchlinien zwischen den Nationalitäten noch unterstrich ist es heute ein gesamtstaatlicher Ansatz der verfolgt wird und im vorliegenden Buch Anwendung findet. Nicht mehr das Trennende sondern das gemeinsame wird in den Vordergrund gestellt und es mag typisch für die Donaumonarchie erscheinen dass dies die mit dem Aufflammen der nationalen Idee verbundenen Probleme waren, denen sich Wilhelm J. Wagner gleich als erstes annimmt. Dabei kommt dem Werk zu gute dass es sich explizit als möglichst nostalgiebereinigte Historiographie des "Kaisertums Österreich" versteht, also jenem Staatsgebilde das nur von 1804 bis 1918 Bestand hatte, womit die Irrungen und Wirrungen um die Österreich-Definition vor dem 19. Jahrhundert geschickt umschifft werden.

Den Gesamtstaat stets im Auge widmet Wagner dennoch in bester Tradition des Kronrpinzenwerks jedem Kronland auch ein einzelnes Kapitel, perfekt ergänzt durch jene Kapitel über gesamtstaatliche Aspekte wie Wirtschaft, Militär, Demografie und Politik. Dabei trifft der Autor einen gut lesbaren Stil der durch üppige Bebilderung ideal ergänzt wird. Obwohl jedes Kapitel meist nur wenig mehr als 2 Seiten umfasst wird dessen ungeachtet eine sehr gut komprimierte Überblicksdarstellung geliefert, die sich sehen lassen kann. Natürlich erhebt "Der große illustrierte Atlas Österreich-Ungarn" keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ist keine Enzyklopädie. Doch der Prachtband zum Beeindrucken ist mit Sicherheit eine lesenswertes Anschaffung für Interessierte.

Fazit:
Eine sehr ansehnliche Überblicksdarstellung.

[Diese Rezension basiert auf einem kostenfreien Rezensionsexemplar]
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HALL OF FAMEam 26. Dezember 2009
"Der große illustrierte Atlas Österreich-Ungarn - Das Habsburgerreich in Wort, Bild und Karte" von Wilhelm J. Wagner (Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2009 - ein Verlag der bereits in der k.u.k. Monarchie Atlanten im Programm hatte) gibt sind seinem mit Erläuterungen versehenen Atlas einen historischen Rückblick auf Österreich(-Ungarn) von 1804 bis 1918. Anhand zahlreicher zeitgenössischer Karten, Darstellungen aus alten Schulatlanten und Fotos aus Privatarchiven präsentiert der Autor die Vielfalt der Kronländer der Habsburgermonarchie und ihrer Völker. Nach einem Vorwort von Hugo Portisch wird auf die Entstehung des Kaisertums Österreich eingegangen. Dieses wurde 1804 von Kaiser Franz (dem I.) gegründet, der gleichzeitig als Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Das "Kaiserthum Oesterreich" endete - nachdem es das Revolutionsjahr 1848 überstanden hatte - 1867 mit der Umwandlung zur Realunion Österreich-Ungarn durch den sogenannten "Ausgleich". In der Folge wird der Staat Österreich-Ungarn vorgestellt: Umfang, Name, Wappen, Streitkräfte, Bildung, Nationen, Landwirtschaft, Bergbau, Industrie, Wirtschaftsentwicklung, Eisenbahnen, Schiffahrt, Automobile und Aeroplane. Danach werden in den beiden Hauptteilen die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder in Cisleithanien (Österreich) und Transleithanien (Ungarn) sowie die gemeinsamen Reichslande Bosnien und Herzegowina vorgestellt. Den Abschluß bildet ein kurzes Kapitel über das Ende des Reiches: Das habsburgische Großreich wurde nach dem 1. Weltkrieg auf viele Nationalstaaten aufgeteilt. Und der Rest ist bis heute die Republik Österreich (frei nach dem damaligen franzöischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau, der 1919 auf der Friedenskonferenz von St. Germain "Et ce qui reste, c' est l' Autriche" - "Und der Rest ist Österreich" sagte). Alles in allem zeigt "Der große illustrierte Atlas Österreich-Ungarn ein farbenprächtiges Bild einer vergangenen Welt, die allerdings immer noch viele ob ihres Vielvölkercharakters fasziniert.
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am 15. Februar 2011
Ein edles Stück Buch für Liebhaber und Interessierte in die KuK-Donaumonarchie, beleuchtet alle Ecken und Geschehnisse so objektiv und informativ wie möglich. Ein Prachtexemplar!
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