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„Auch dieses Buch – mittlerweile das fünfzehnte dieser Art – enthält meine Beiträge für die Zeitschrift „Nervenheilkunde“. Dieser Hinweis in Manfred Spitzers Vorwort bedeutet, dass der Autor als Publikum in erster Linie seine Fachkollegen vor Augen hatte. Aber das heißt noch lange nicht, die Lektüre sei für Laien unverständlich oder würde keinen Spaß machen. Denn der bekannte Mediziner, Philosoph und Psychologe will die Wissenschaft aus ihrem Elfenbeinturm in die reale Welt hinaustragen. Und dass ihm dies bestens gelingt, weiss jeder, der bereits Bücher von Manfred Spitzer gelesen hat oder ihn bei einem Vortrag live erlebte.

Die Titel der 15 Schattauer-Bücher sind im Grunde beliebig. Daher handelt auch die neuste Sammlung nicht nur von Stress. Manfred Spitzer spricht in seinen 17 Beiträgen über Chefs, Zeitmanagement, Selbstbestimmung, Achtsamkeit, Literatur, Empathie, Sozialverhalten, Religion, Demografie, Fernsehen, Scanner, Riechen, neue Medien und alle Geräte, die einem kleinen „i“ beginnen. So chaotisch und willkürlich diese Aufzählung wirken mag, ein wildes Geplapper über Gott und Welt ist diese Aufsatzsammlung definitiv nicht. Denn Manfred Spitzer betrachtet alles durch die spezielle Brille eines Neurowissenschaftlers. Die haben zwar nicht die Deutungshoheit, können jedoch selbst scheinbar Altbekanntes in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Manfred Spitzer ist für seine klaren Meinungen ebenso bekannt wie gefürchtet. Und obwohl ihn argumentative Verkürzungen angreifbar machen, finde ich seine Vereinfachungen oft wohltuend. Störend finde ich sie nur, wenn der Autor Empirie vorgaukelt, wo keine ist. Aber wer in der medialen Welt wahrgenommen werden will, muss manchmal auch über das Ziel hinausschießen. Vor allem, wenn er gegen die Übermacht von PR-Agenturen globaler Technologieunternehmen und selbst ernannte Bewahrer der politischen Korrektheit bestehen möchte. Unter diesem Gesichtspunkt sollte man zumindest die Beiträge über Fernsehen, Smartphones, Tablets und Internet lesen. Nur so zu Erinnerung: Was Wikipedia mit Wahrheit verbindet, ist außer dem ersten Buchstaben herzlich wenig.

Mein Fazit: „Wer sich einsetzt, setzt sich aus.“ Dieses Zitat, das bereits heute verschiedenen Autoren zugeschrieben wird, könnte auch von Manfred Spitzer stammen. Denn er gehört zu den Neurowissenschaftlern, die Erkenntnisse ihrer Zunft nicht wertneutral vermitteln möchten, sondern Stellung beziehen. Auch wenn dies Lesern aufstoßen mag, die Kritik an ihrem Lieblingsspielzeug oder ihren Glaubensmodellen nicht ertragen, finde ich Spitzers „Ungerechtigkeiten“ noch immer besser als die vorgespielte Wertfreiheit anderer Wissenschaftler. Kurz: Ich mag Manfred Spitzers Sammlungen von Beiträgen aus der Fachzeitschrift „Nervenheilkunde“.
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am 11. August 2015
Die zweite aus dieser Reihe gelesene Schriftensammlung von Prof. Dr. Manfred Spitzer wurde persönlich etwas bunter – facettenreicher empfunden als die jüngere „Denken – Risiken und Nebenwirkungen“.

Nicht jede Abhandlung offenbart dem Leser grundlegende „Weltneuheiten“; umso mehr freut man sich, wenn man für sich persönlich Neues – Unbekanntes entdeckt. Spannend wurde beispielsweise Artikel 11 („Demografie, Dynamik und Demokratie“) empfunden, in dem Dr. Spitzer aus psycho-sozialen Zusammenhängen politische Vorhersagen zum Weltfrieden zulässt oder an anderer Stelle gar von „Geriatischem Frieden“ spricht.

Ansonsten sind es wieder diese griffig-kernigen Feststellungen und Fragestellungen vom M. Spitzer, die einen schmunzeln lassen. Z.B. wenn er im Zusammenhang mit der zunehmenden Unart junger Studenten zum „Multitasking in Hörsälen“ die Metapher aufstellt, warum ausgerechnet intelligente Menschen dazu neigen, sich bei einem so wichtigen Marathonlauf (wie dem Studium) selbst ins Knie zu schießen. Herrlich und … gerne wieder.
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am 18. August 2014
Lehrreich, unterhaltsam und gut geschrieben wie immer. Man fragt sich nur, warum unsere politische "Elite" sich mit den Konsequenzen nicht so beschäftigt wie sie es sollten
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