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am 28. Juli 2013
Achtung, enthält massive Spoiler für Teil 1 und 2 der Godspeed-Trilogie!!!

Endlich ist es so weit: Amy und Junior sind auf dem Planeten Zentauri-Erde angekommen. Doch auch außerhalb der Godspeed lauern Gefahren: Orion, der die Landung mit aller Macht verhindern wollte, sprach von Monstern, die den Planeten bevölkern. Und scheinbar soll er recht behalten, denn schon kurz nach der Landung stirbt der erste unter ihnen. Und während Amy und Junior noch versuchen, die Leute der Godspeed und die ehemals eingefrorenen Menschen der Erde miteinander zu versöhnen, müssen sie erfahren, dass auch hier auf dem fremden Planeten Geheimnisse lauern - tödliche Geheimnisse...

In den letzten Jahren gab es keine andere Jugendbuchreihe, die mich so fasziniert und gefesselt hat wie die Bücher von Beth Revis und der Reise der Godspeed auf der Suche nach einem neuen Planeten. An Juniors und Amys Seite bin ich durch das Universum geflogen, habe zuerst das mysteriöse Raumschiff erkundet, seine unglaublichen Geheimnisse entdeckt und bin ihnen nun auf einen völlig neuen, unbekannten und gefährlichen Planeten gefolgt. Und das alles von der ersten Seite an mit einer Faszination, die nur wenige Bücher in mir auslösen konnten. Zurück bleibt ein Hauch von Wehmut und Traurigkeit, dass es nun tatsächlich vorbei ist mit Amy und Junior.

Der dritte Teil der Godspeed-Trilogie setzt direkt da ein, wo wir die beiden das letzte Mal verlassen haben: bei den Vorbereitungen zur Landung auf Zentauri-Erde. Während sich viele der Bewohner entschieden haben, an Barties Seite auf der Godspeed zu bleiben, machen sich die anderen auf zu dem unbekannten Planeten. Doch gleich nach der Ankunft beginnen die Schwierigkeiten: außerhalb des Raumschiffs warten riesige Flugmonster nur auf eine Chance, anzugreifen. Und Amys Vater, der dank der Morde durch Orion als ranghöchster Militär übriggeblieben ist, übernimmt die Führung der Mission. Sehr zu Juniors Missfallen, der seine Leute keinem Erdgeborenen blind anvertrauen will. Doch während beide noch darum streiten, wie die Erd- und Schiffgeborenen zusammenarbeiten können, sterben die ersten Menschen. Gemeinsam müssen sie für das Überleben ihrer Kolonie kämpfen...

Es gelingt nur wenigen Autoren, eine Trilogie so zu schreiben, dass jeder Band für sich genommen spannend ist und nicht nur wie eine Überleitung zum Nächsten wirkt. Zu diesen wenigen Autoren zählt Beth Revis definitiv. Und sie hat einen fulminanten Abschluss geschrieben, der den ersten Teilen in nichts nachsteht. Vielmehr erkennt man hier, wie perfekt Beth Revis in den ersten beiden Büchern alles vorbereitet hat, um uns hier endlich das große Ganze zu präsentieren und ein grandioses Finale zu bieten, welches alle noch offenen Enden und Fragen verbindet.

Und dieses Finale hat es wirklich in sich: es ist brutal, es ist schockierend und hochemotional. Aliens, ein Planet, der unzählige Gefahren birgt, zwei Gruppen, die sich gegenseitig misstrauen, Liebe, Hass, Verrat, Vorurteile, schockierende Geheimnisse... der letzte Teil der Godspeed-Reihe hat mich in einen konstanten Zustand der Atemlosigkeit versetzt :-) Auch hier wurde ich wieder ein ums andere Mal überrascht von den unvorhergesehenen Twists und Enthüllungen, die die Autorin eingebaut hat. Denn wer dachte, dass das größte Geheimnis war, dass die Godspeed bereits längst beim Planeten angekommen ist, der irrt.

Der letzte Band hat mich erneut auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen. Nicht nur die Bedrohung durch die Monster und die Konflikte zwischen den Erd- und Schiffgeborenen haben mich gepackt und an die Seiten gefesselt, sondern auch die Gefühle zwischen Amy und Junior. Die Beziehung der beiden, die ja nun von Anfang an keinen leichten Stand hatte, wird auf eine harte Probe gestellt. Denn während Amys Eltern endlich wieder aufgetaut sind und nicht nachvollziehen können, wie ein Junge der Anführer eines ganzen Raumschiffes sein kann und noch weniger, wie sich ihre Tochter in ihn verlieben konnte, taucht gleichzeitig ein neuer Rivale für Junior auf: Chris, ein zwanzigjähriger Soldat, der von Amys Vater zu ihrem persönlichen Bodyguard erklärt wird und Amy zeigt, dass sie nicht zwangsweise mit Junior zusammen sein muss, nur weil er der einzige Junge in ihrem Alter ist...

Tja, ich könnte jetzt noch lange weiterschwärmen und noch viiiiel mehr zur Handlung erzählen, aber ich möchte natürlich, dass auch ihr unvoreingenommen an die Geschichte herangeht und euch zum letzten Mal von Amys und Juniors Geschichte verblüffen und überraschen lasst. Für mich hat die Geschichte ein großartiges und passendes Ende gefunden. Ob es jedoch auch ein Happy-End ist? Lasst euch überraschen.
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am 20. November 2015
Inhalt
Junior, Amy und einige andere Besatzungsmitglieder der Godspeed landen endlich auf der Zemtauri-Erde. Dass es nicht die Sol-Erde und schon gar kein Paradies ist, müssen sie leider schon am ersten Tag erfahren.
Nicht nur, dass die Aufgetauten Probleme machen, es sind auch die Monster, vor denen Orion gewarnt hat, an die jedoch keiner geglaubt hat.
Werden sie es dennoch schaffen, sich dort ein neues Zuhause aufzubauen?

Eigene Meinung
Ich habe endlich diese Reihe abgeschlossen und bin restlos begeistert! Beth Revis hat das geschafft, was viele Autoren von Trilogien nicht können. Sie hält das Niveau in allen Bänden und steigert es sogar zum Ende hin.

Sie hat die Welt, die sie erschaffen hat, unglaublich gut beschrieben und ausgearbeitet. Ich hatte das Gefühl, selber auf der Zentauri-Erde zu sein und ums Überleben zu kämpfen. Nicht nur das Leben auf der Godspeed war gut erdacht, auch die Zentauri-Erde hat sie ausgesprochen gut hinbekommen.

Wie oft habe ich beim Lesen gedacht, ich hätte 1 und 1 zusammen gezählt und wurde kurz darauf mit einem noch schlimmeren Szenario belohnt. Hier sind so unheimlich viele Wendungen und Überraschungen eingebaut, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, wie das Buch überhaupt noch zu einem guten Schluss (für die Besatzung der Godspeed) kommen soll.

Auf den Inhalt möchte ich hier gar nicht so genau eingehen, da so viel passiert und ich Angst habe, etwas vorwegzunehmen.
Allerdings hat mir Junior am Anfang nicht so gut gefallen, da er ziemlich eifersüchtig ist und sich teilweise sehr kindisch und mir unverständlich benimmt. Amy hingegen erscheint hier sehr viel reifer, als in den beiden Vorgängern, was leider auch dazu führt, dass sie Junior meiner Meinung nach zu wenig Liebe entgegen bringt. Aber diese Punkte sind zu vernachlässigen.

Fazit
Es ist ein Finale, wie es besser nicht hätte sein können! Selten bin ich mit Trilogien so zufrieden und daher kann ich die komplette Reihe nur wärmstens Empfehlen.
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am 9. August 2013
Endlich ist er da – der finale Teil der Godspeed-Trilogie. Nach einem überraschend schwachen zweiten Band gibt Beth Revis alles und schafft es tatsächlich, das Ruder herumzureißen. Die vielen Logikfehler und gähnende Langeweile des Mittelteils sind wie weggeblasen: Was der Suche an Wumms fehlte, wird hier mehr als wett gemacht: Die Ankunft ist eine Explosion aus High-Tech-Elementen, großen Emotionen und tödlichen Ausgängen. Die gesamte Handlung des dritten Bandes lässt sich an, wie ein finaler Endkampf in High Definition mit richtig gutem Sound.

Spoiler-Warnung! Wer die Reihe noch nicht kennt, aber kennen lernen möchte (was ich dringend rate: der erste Band erscheint im September als Taschenbuch), der möge bitte nicht weiterlesen nach dem Break.

Was in Band zwei passierte: Amy und Junior hatten auf der Godspeed alle Hände voll zu tun, nach dem Absetzen von Phydus die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Aufstände und Meuterei bedrohten das Leben auf dem Raumschiff, dessen Zustand zu allem Überfluss aufgrund seines Alters zunehmend kritisch wurde. Doch als sich herausstellte, dass die Godspeed wider Erwarten längst um einen Planeten kreiste, waren Verwirrung wie Freude gleichermaßen groß. Amy stieß zufällig auf Hinweise von dem inzwischen eisgekühlten Orion, die ergaben, dass eine Landung höchst gefährlich sein würde, da sich auf dem Zielplaneten tödliche Monster befinden sollten. Da das Überleben auf dem Schiff jedoch nicht gesichert werden konnte, beschlossen sie und Junior, mit allen Willigen von Bord zu gehen. Und hier setzt die Handlung des letzten Bandes ein:

Nach der Landung müssen Amy und Junior feststellen, dass Orion mit seinen Warnungen richtig lag – nur dass die Monster, flugsaurierähnliche Riesenvögel, längst nicht die größte Gefahr für die neue Enklave darstellen. Ein unsichtbarer Feind erledigt einen Kolonie-Bewohner nach dem anderen, während sich massive Spannungen unter den Erdgeborenen, die inzwischen aufgetaut sind, und den Schiffsleuten entwickeln. Amys Vater, Leiter der Mission, begegnet Junior und den anderen Godspeed-Leuten mit äußerstem Misstrauen, was die Beziehung zwischen Amy und ihm auf eine harte Probe stellt. Als die Gruppe auf eine Geisterstadt trifft, hebt sich ab, dass sie längst nicht die ersten Siedler auf dem neuen Planeten sind und besser zusammenarbeiten, wenn sie den Rätseln der neuen Welt auf die Spur kommen wollen. Doch jede der Seite scheint ihre Geheimnisse zu haben und während sich Argwohn und Zweifel ausbreiten, geschehen immer mehr Morde. Die neue Welt ist also weniger idyllisch als geplant und Amy sieht sich vor schwere Probleme gestellt. Sie muss sich entscheiden: Zwischen der Godspeed und der Zentauri-Erde, zwischen einem Leben mit ihren Eltern und einem mit Junior und zwischen Versklavung und Soldatendasein. Und egal, wie sie sich entscheidet: Es wird ein blutiger Kampf werden...

Der dritte Band fährt mit allem auf, was ein Leserherz sich wünschen kann: Eine idyllisch-bedrohliche neue Welt mit Dinosauriermonstern und viel High-Tech ist an sich ja schon hervorragend. Das ganze Setting wird von Revis mit großen Gefühlen, wie Machtgier, Hass, Liebe und Leid gewürzt und in verschiedene Handlungsstränge geflochten: Sowohl die Konversationen zwischen der Godspeed und dem Planeten, zwischen Amy und ihren Eltern, zwischen Erd- und Raumschiff-Bevölkerung und zwischen Kolonie und Aliens sind äußerst spannend als auch die Entdeckungen der neuen Welt und das Lösen ihrer Geheimnisse: Von außergewöhnlichen Pflanzen bis hin zu verlassenen Gebäuden und rätselhafter Solarenergie gibt es so einiges zu erforschen.

Zwar merkt man nach wie vor, dass Beth Revis im Sciencefiction-Genre nicht unbedingt zu Hause ist, aber ihre Bemühungen sind gerade für einen Laien sehr anerkennenswert. Viele ursprüngliche Fehler wurden ausgemerzt oder kommen wenigstens nicht mehr vor. Auch Amy, deren Wehleidigkeit und Egozentrik mir in Band zwei die sowieso schon dürftige Handlung verleideten, entwickelt sich an der frischen Luft zu einem starken und unabhängigen Charakter, den man gerne begleitet.

Einziger Wermutstropfen ist, dass Revis ihr Talent nicht bereits in den Vorgängerbänden auf diese Weise entfaltet hat. Denn ihre Fähigkeit, eine unbekannte Welt vor dem Leser-Auge erblühen zu lassen und ihr Talent, einer fiktiven Idee derart viel Leben einzuhauchen, sollte unbedingt genutzt werden. Zu gerne würde ich weitere außerirdische Planeten entdecken und mich von den fantasievollen Eigentümlichkeiten schockieren, verzaubern oder mitreißen lassen.

Wenn ich mir etwas von Beth Revis wünschen dürfte, dann wäre das eine Serie, mit ähnlich großartigen Figuren wie jenen, die die Godspeed bereicherten, mit denen man durchs Weltall reist und gigantische Abenteuer erlebt – wie in Serienform mit der Firefly-Crew. Für mich ist die Ankunft nicht das Ende einer Reihe, sondern der Anfang – denn erst hier hat die Autorin endgültig, aber dafür mit brutaler Intensität, mein Herz gestohlen. Ich bin tatsächlich angekommen. Bei den Sternen - und nun möchte ich gerne weiterreisen und mich in neuen Nervenkitzel stürzen!

Ach, und eins noch: Die Titel der (übrigens Cover-mäßig wunderschönen) Originalversionen (Across the Universe, A Million Suns, Shades of Earth) finde ich nicht nur inhaltlich schlüssiger als die deutschen (denn die Reise beginnt nicht mit dem ersten Band – auch nicht für Amy) – der Titel „Ankunft“ steht außerdem verwirrend nah an der Cassia und Ky-Reihe des Fischer-Verlags.
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am 6. August 2013
Die Geschichte nahm mich mit auf eine spannende und lange Reise - hielt mich gefangen, fesselte mich und ließ mich am Ende völlig begeistert wieder frei.

"Godspeed-Die Ankunft" ist der dritte Teil einer Trilogie

Kurz zum Inhalt:
Das lange Warten hatte nun endlich ein Ende und es hat sich wahrhaftig gelohnt.
Ein Teil der Godspeed Besatzung landet, nach einigen Turbulenzen, auf der Zentauri-Erde.
Dort müssen die Menschen aber schnell erkennen, dass sie sich nicht alleine auf diesem Planeten befinden.
Gefahren lauern hinter jeder Ecke und es gilt nun einen Kampf anzutreten, der ihr Überleben sichert.
Junior und Amy versuchen gemeinsam den Geheimnissen des Planeten, auf die Spur zukommen. Die aufgetauten Erdbewohner sind ihnen dabei nicht wirklich eine Hilfe, denn auch sie scheinen mehr zu wissen, als sie zugeben.

Cover:
Das Cover gefällt mir farblich gesehen wirklich sehr gut. Leider wirkt die Gestaltung auf mich eher so, als würde es sich hierbei um einen Liebesroman handeln. Den Bezug zur eigentlichen Geschichte sucht man hier vergebens.

Meine Meinung:
Mir hat dieses Buch unbeschreiblich gut gefallen. Es hat mich von Anfang an wieder völlig begeistern können.
Es gab einen perfekten Übergang vom 2. zum 3. Teil. Die Geschichte geht nahtlos ineinander über, sodass ich als Leserin das Gefühl hatte, es hätte gar keine Unterbrechung gegeben. Somit fiel es mir natürlich extrem leicht, wieder in das Geschehen einzutauchen.

Die Autorin schreibt auch hier wieder abwechselnd aus Juniors und Amys Sicht. Dieses hat meiner Meinung nach, Vor-und Nachteile. Des Öfteren wusste ich nicht genau, wer nun gerade redet, sodass ich gezwungen war, zum Kapitelanfang zurückzukehren oder ein paar Sätze wiederholen musste.
Ansonsten ist der Schreibstil, so wie auch schon in den ersten beiden Büchern, sehr flüssig und klar, sodass ein wunderbarer Lesefluss zustande kommt. Sie beherscht es, den Leser mit vielen spannenden Elementen, an die Geschichte zu fesseln.
Ich konnte teilweise gar nicht mehr aufhören zu lesen, wollte immer wissen, wie es weitergeht und das Bedürfnis hatte ich bis zum Ende der Geschichte.
Außerdem hat sie ein wirklich großes Talent. Sie gibt einem das Gefühl, als wäre man selbst auf dem Planeten. Man spürt die ganze Atmosphäre so hautnah, das man nach dem Lesen erst einmal wieder eine gewisse Zeit braucht, um sich in der Realität zurechtzufinden.

Besonders gut hat mir das Ende gefallen. Die Spannung kommt auch hier nicht zu kurz. Man kommt aus dem Zittern gar nicht mehr heraus.
Ob es sich letztendlich nun um ein Happy End handelt, mag ich natürlich nicht verraten.

Die einzelnen Charaktere sind mir im Laufe der Zeit so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir nun wirklich ziemlich schwer fällt, mich von ihnen zu verabschieden.

Fazit:
Ein grandioser Abschluss der Godspeed-Trilogie.
Atmberaubende Spannung, verpackt in einer wundervollen Geschichte, die einen entführt, fesselt und glücklich und zufrieden wieder freilässt.
Nicht nur für Jugendliche geeignet, sondern auch die Erwachsenen werden ihre Freude daran haben.
Von mir gibt es volle 5 verdiente Sterne!
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am 16. August 2013
Rezension
Wie brilliant und fesselnd Beth Revis schreiben kann, hat sie bereits in den ersten beiden "Godspeed"-Bänden gezeigt. Und auch bei diesem letzten Teil, baut die Autorin wieder viel Spannung ein. Dabei liest sich ihr Schreibstil so gut und flüssig, dass man einfach immer weiterlesen MUSS! Nach fast jeden Abschnitt, die wieder abwechselnd in Amy und Junior unterteilt sind, steigt die Spannung enorm. Langeweile beim Lesen kommt erst gar nicht auf.

Neben Amy und Junior und den Leuten von der Godspeed, lernt der Leser auch nun Amys Eltern und einige der anderen Eingefrorenen näher kennen.
Amys Mutter ist Wissenschaftlerin und ganz in ihrem Element, wenn sie den Planeten erforschen kann.
Amys Vater ist durch die Morde, die auf der Godspeed geschahen, nun der ranghöchste Militärangehörige und eine sehr autoritäre Person, welche seine Leute sehr gut unter Kontrolle hat.
Einer seiner Untergebenen ist Chris, ein junger Soldat, der sehr nett zu Amy ist und immer wieder Interesse an ihr zeigt. Er beschützt Amy vor den Gefahren, wird quasi ihr persönlicher Bodyguard. Klar, dass dies Junior gar nicht gefällt, denn Chris zeigt Amy auch, dass sie nun eine Wahl hat und es nicht nur Junior gibt.
Von Beginn an gibt es Streitigkeiten zwischen Colonel Martin und Junior, denn Amys Vater kann ein Kind als Anführer nicht ernst nehmen und akzeptieren. Zudem teilt sich die Kolonie in zwei Hälften, denn die Schiffsgeborenen und die Menschen von der Erde könnten einander nicht fremder sein. Auch hier sind Spannungen vorprogrammiert.
So steht gerade Amy zwischen zwei Stühlen. Denn sie kennt die Leute vom Schiff schon recht gut und kann deren Ängste und Hoffnungen, was das Leben auf dem neuen Planeten angeht gut nachvollziehen. Zudem empfinden sie und Junior sehr viel füreinander.
Aber ihre Eltern und die anderen ehemaligen Eingefrorenen haben keinerlei Verständnis für diese Leute.

Während all dieser Probleme zwischen den Menschen in der Kolonie gibt es die ersten Tote. Riesige Flugmonster töten einige, aber auch Aliens, die auf dem Planeten beheimatet sind und vor denen Orion Amy und Junior gewarnt hat, machen Probleme.
Immer wieder erfährt der Leser neue, schockierende und unfassbare Details, was den Planeten und die FRX betrifft. Die Autorin hat nochmal alle Register gezogen, als sie diesen letzten Band schrieb. Neben der hochspannenden Handlung, die reichlich vorhanden ist und den Leser immer wieder überrascht, ist dieser letzte Teil aber auch sehr emotional. Und je weiter ich las, desto mehr zweifelte ich daran, ob es ein Happy-End für Amy und Junior und die Kolonie geben wird. Mehr werde ich natürlich nicht verraten!

Mein Fazit
Kaum eine Buchreihe hat mich so sehr in seinen Bann gezogen, wie die "Godspeed"- Trilogie. Alle drei Bände haben eins gemeinsam: Sie sind alle hoch spannend, schockierend, gefühlvoll und lassen den Leser auch nach Beendigung nicht los. Schade, dass die Reise der "Godspeed" und dessen Bewohner nun zu Ende ist. Ob es ein gutes Ende ist, müsst ihr selbst herausfinden. Jedenfalls war dieser letzte Teil ein würdiger Abschluss und ich vergebe natürlich volle Punktzahl!
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am 15. August 2013
Manche Bücher werden schwächer, wenn es dem Ende entgegen geht.
Bei Godspeed ist es genau anders herum.
Dieses Buch hat mir von allen Godspeed-Büchern am besten gefallen.
Keine Sekunde Langeweile und doch Zeit für Gefühle und Drama..
es ist einfach wundervoll.
Toller, dichter Schreibstil, immer wieder neue Wendungen..
Zum Inhalt möchte ich nun nichts sagen, nur dass es sehr abwechslungsreich ist.
Ich habe gelacht und geweint und vor Spannung innerlich gezittert..
Es lohnt sich auf jeden Fall diese Trilogie zu lesen, sie gehört für mich zu den wahren Sternen am Bücherhimmel.
(und ich bin Vielleserin und dem Zielalter schon länger entwachsen.. )
Jede Sekunde dieses Werkes habe ich ausnahmslos genossen.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch.. Ich möchte so gerne weiterlesen..
mehr davon.. bitte.. bitte..
Ich möchte diese neue Welt nur sehr ungern verlassen.
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am 17. Juni 2015
Sehr spannender letzter Teil der emotional echt heftig ist.
Verzweifelt liest man die letzten paar Seiten und verliert schon so gut wie die Hoffnung auf ein happy end. Gott sei Dank,die letzten zwei Seiten bringen das ersehnte happy end...
Schön wäre aber noch so ein letztes Kapitel von wegen "10 Jahre später". Wäre ja doch recht interessant zu wissen, ob die FRX irgendwas noch angestellt hat/hätte. ^^
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am 31. Mai 2016
Die „Godspeed“ – Trilogie von Beth Revis ist eine Altlast meines Bücherregals. Als ich den ersten Band „Die Reise beginnt“ 2011 gebraucht ersteigerte, beging ich den folgenschweren Fehler, die Hardcover-Ausgabe zu erwerben. Dadurch war ich gezwungen, die Folgebände ebenfalls gebunden zu kaufen. Ich hatte nicht bedacht, dass diese neu jeweils knapp 20€ kosten, was meiner geizigen Ader gar nicht passte. Immer wieder verschob ich es, die Trilogie weiterzuverfolgen, obwohl mir der Auftakt gut gefiel. Wann der zweite Band „Die Suche“ bei mir einzog, weiß ich nicht mehr, doch das Finale „Die Ankunft“ schaffte es erst dieses Jahr, 2016, in meine Privatbibliothek. Ich brauchte geschlagene 5 Jahre, um die Trilogie abzuschließen. Zwischenzeitlich glaubte ich selbst nicht mehr daran, dass ich „Godspeed“ irgendwann einmal zu Ende lesen würde, weshalb ich jetzt wirklich stolz bin, es endlich hinter mich gebracht zu haben.

Nachdem die Godspeed über Generationen hinweg in der Umlaufbahn der Zentauri-Erde kreiste, treffen Junior und Amy die Entscheidung, den Gefahren auf der Oberfläche zu trotzen und das Raumschiff zu landen. Eine neue Ära soll anbrechen. Doch auf dem Planeten angekommen, läuft nichts so, wie Amy und Junior es sich vorgestellt hatten. Die Zusammenarbeit der Schiffsbewohner_innen mit den Eingefrorenen von der Erde gestaltet sich als schwierig; zu groß scheinen die Unterschiede, die sie trennen. Nicht einmal Amys Vater ist in der Lage, die Gräben zwischen ihnen zu überwinden. Dabei ist Zusammenhalt ihre einzige Hoffnung, wollen sie überleben, denn der Planet ist ihnen nicht freundlich gesinnt. Nicht nur bevölkern riesige Monster ihre neue Heimat – ein Geheimnis umgibt Zentauri, das ihr aller Leben bedroht. Werden Amy und Junior das Mysterium aufdecken und die Zukunft ermöglichen, die sie sich mehr als alles andere wünschen?

5 Jahre sind eine lange Zeit. Hätte ich die „Godspeed“ – Trilogie heute begonnen, ich bezweifle, dass ich sie weiterverfolgt hätte. Nicht, weil ich die Geschichte nicht mögen würde, sondern weil sie sehr simpel gestrickt ist. Für mich hat die Trilogie deutlich an Reiz verloren, da mich das Finale nicht forderte und es selbst für das Young Adult – Genre recht anspruchslos ist. Beth Revis zielte meiner Ansicht nach darauf ab, ihren Abschluss möglichst dramatisch zu gestalten, worunter die Überzeugungskraft der Geschichte etwas litt. Zwar mochte ich die inhaltliche Auflösung der Trilogie, doch einige Komponenten erschienen mir allzu künstlich und erzwungen, wie zum Beispiel der Konflikt zwischen Erd- und Schiffsgeborenen. Auf den ersten Blick wirkt die Spannung zwischen den beiden Gruppen naheliegend; schließlich wuchsen sie unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf und den Menschen der Godspeed wurde seit Generationen eingetrichtert, dass eine Führung des Militärs zu ihrem Nachteil wäre. Denkt man jedoch länger darüber nach, ergibt diese Feindseligkeit keinen Sinn, zumindest nicht seitens der Eingefrorenen. Das Ziel der Mission lautet, Zentauri zu kolonisieren. Durch die Entfernung zur Erde sind die Ressourcen stark begrenzt – das schließt die Ressource „Mensch“ ein. Auf dem neuen Planeten ist jedes menschliche Leben unersetzlich und kostbar, allein schon, weil der Genpool für eine erfolgreiche Bevölkerung so divers wie möglich sein muss. Es ist nicht logisch, dass die Erdgeborenen Schiffsgeborene als verzichtbar einschätzen. Sie brauchen einander. Ich habe nicht verstanden, warum niemand bestrebt ist, die Wogen zwischen den beiden Lagern zu glätten. Ich hatte erwartet, dass diese Rolle Amys Vater zufallen würde, doch dieser enttäuschte mich auf ganzer Linie. Beth Revis charakterisierte ihn als herrisch, stur und trotzig, wodurch er auf mich wie ein unvernünftiger Teenager im Körper eines unsympathischen Erwachsenen wirkte. Dieser Eindruck vertiefte sich, je länger ich die Beziehung zu seiner Tochter beobachtete. Meiner Meinung nach arbeitete Revis das natürliche Eltern-Kind-Machtgefüge nur ungenügend heraus. Sie lässt Amy ebenbürtig und gleichberechtigt erscheinen, was weder realistisch noch glaubhaft ist. Sie ist klüger, toleranter und verständnisvoller, kurz, besser als ihre Eltern. Ich fand ihr Verhältnis zueinander unausgewogen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass Amy Kraft und Sicherheit daraus schöpft. Sie verlässt sich mehr auf Junior als auf ihre Eltern. Junior selbst… Kann ich euch ein Geheimnis verraten? Ich konnte Junior nie besonders gut leiden. Ich war nie in der Lage, ihm voll zu vertrauen. Obwohl er der Held der Trilogie ist und auch im Finale heldenhaft agiert, habe ich ihn bis zum Ende argwöhnisch beäugt. Ich konnte mein Misstrauen einfach nicht überwinden.

„Die Ankunft“ ist der Abschluss einer Trilogie, die mich jahrelang begleitet hat. Es ist wohl nur natürlich, dass sich meine Einschätzung und Wahrnehmung der Geschichte in dieser Zeit verändert hat. Auf gewisse Weise habe ich vermutlich bereits damit gerechnet, dass „Godspeed“ heutzutage nicht mehr dieselbe Resonanz ihn mir provoziert, denn enttäuscht hat mich das Finale trotz diverser Mängel nicht. Rückblickend finde ich, dass es die Geschichte angemessen ausklingen lässt, nur passt diese nicht mehr völlig zu meinem Lesegeschmack. Daran hat niemand Schuld und ich werfe es Beth Revis nicht vor. Sicher hätte sie meines Erachtens nach einige Punkte überzeugender konzipieren können, doch da ich offensichtlich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, bin ich bereit, es einfach dabei zu belassen. Ich bin zufrieden, die „Godspeed“ – Trilogie nun endlich ad acta legen zu können und habe dementsprechend genau das erhalten, was ich mir von der Lektüre von „Die Ankunft“ versprochen hatte.
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am 28. Oktober 2013
ZUR AUFMACHUNG

Also ursprünglich einmal habe ich mich noch über die deutsche Aufmachung beschwert. Denn ja, die Originalcover sahen deutlich besser aus, aber heute?! Heute bin ich sehr zufrieden! Denn einen solchen Coverwechsel wie diesen musste ich dadurch, dass ich im Laufe der Reihe auf deutsch umgestiegen bin, glücklicherweise nicht mitmachen =)
Der Titel passt auch einfach wunderbar zur Geschichte, wobei ich Shades of Earth auch nicht schlecht finde, da es sich immerhin um die Scherben der Erde handelt, dort wo Amy und Junior (Ja, ich nenne ihn jetzt so!) schließlich ankommen.

ZUM BUCH

Ihr wisst ja gar nicht wie schwer mir diese Rezension hier fällt. Ich habe Band eins und auch Band zwei wirklich sehr geliebt und habe von so vielen verschiedenen Leuten gehört, dass das Finale der Trilogie dies sogar noch überbietet. Dass es besser ist und episch und einfach genial.
Irgendwo hatten diese Leute auch recht. Die Autorin hat es geschafft im dritten Band noch einmal ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und so eine völlig neue Welt kreiert, der sich Amy und Junior stellen müssen. Diese Leistung, im dritten Teil noch einmal etwas völlig Neues zu schaffen, das bewundere ich wirklich sehr, weil ich glaube, dass viele Autoren sich auf ihrem Erfolg ausruhen und im dritten Teil wenig Neues erschaffen. Dazu kam die Tatsache, dass Amys Eltern nun endlich erwachen und das jede Menge neue Konflikte mit sich bringt. Und man fragt sich natürlich auch, was auf der Gospeed wohl noch passiert, während die neue Erde erschlossen wird. Ich hätte nie gedacht, dass es auch in diesem Teil wieder das Schema einer Aufklärung von verschiedenen Mysterien geben würde, eine Art Schnitzeljagd, bei der eine Gefahr die nächste jagt. Das an sich war durchaus episch und genauso gut wie bei Band eins und zwei.
Spannend war das Buch auch sehr und es verlief natürlich sehr actionreich und ich kann euch auch schon einmal vorwarnen: ES STIRBT VERDAMMT NOCH MAL FAST JEDER! Ja, JEDER! Also macht euch schon einmal darauf gefasst, dass es gnadenlos wird! Dieser Teil des Ganzen war auch wirklich unvorhersehbar und schockierend und episch.
Was leider nicht ganz so unvorhersehbar war, das war der Teil mit den Aliens und vor allem dem Verräter in den eigenen Reihen. Mir war so ziemlich von Beginn an klar, wer der Verräter war und wie das Ganze ablaufen würde und das Geheimnis das hinter den Aliens steckt, das habe ich auch sehr sehr schnell durchschaut. Das ist alles etwas schade gewesen und das war der Teil, der mich leider etwas enttäuscht hat, weil ich die ersten beiden Bücher so gar nicht unvorhersehbar fand. Aber hier war es eben einfach so, dass ich wusste, was kommt. Das lag auch nicht daran, dass die finalen Wendungen offensichtliche Wendungen gewesen wären, die man sich auch schon vorm Lesen des Buchs hätte denken können, sondern es waren im Laufe der Geschichte einfach zu viele Hinweise eingestreut. Und das in Kombination mit dieser Nebenliebesstory von Amy fand ich einfach schade. Nicht, dass es ein richtiges Liebesdreieck geben würde, denn ich glaube das würde Beth Revis uns im dritten Teil auf keinen Fall antun. Aber man wusste auch einfach, dass Amy und Junior zusammen gehören und daher war diese Nebenstory irgendwo zwar für die Handlung entscheidend, aber man wusste auch hier irgendwo, dass das nichts werden würde mit dem zweiten "Love Interest".
Der Schreibstil war natürlich wieder super, hat einen in die Geschichte gesogen und man konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

FAZIT

Schreibstil: 5 Herzen
Charaktere: 4 Herzen
Spannung: 3,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 3,5 Herzen

Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden war Die Ankunft leider etwas vorhersehbar, aber an sich hat mir das Buch doch gut gefallen, auch wenn es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte. Trotzdem ist diese Trilogie einfach toll und mal etwas anderes, weil sie sehr geschickt und auch sehr gut, das Jugendgenre mit Science Fiction und Mystery verbinden kann.

3,5 Sterne!
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TOP 1000 REZENSENTam 26. August 2013
„Die Ankunft“ ist der dritte Band der dystopischen Jugendbuch-Trilogie „Godspeed“ aus der Feder der amerikanischen Autorin Beth Revis und bildet damit einen Abschluss der in weiter Entfernung im Weltall angesiedelten Science Fiction.

Inhalt: Das Shuttle der Godspeed landet endlich auf der Zentauri-Erde und Amy kann ihre Eltern und die anderen Eingefrorenen wecken. Anschließend scheint sich Juniors Misstrauen zu bestätigen – die militärisch Ausgebildeten unter den ehemaligen Sol-Erde-Bewohnern übernehmen, angeführt von Amys Vater, das Kommando. Das Verhältnis zu den Menschen von der Godspeed ist schwierig. Doch das soll nicht das einzige Problem für Junior und Amy bleiben, denn der Planet ist alles andere als eine friedliche neue Heimat.

Größtenteils hat „Die Ankunft“ meine Erwartungen erfüllt und kann auch mit den ersten beiden Bänden der Reihe problemlos mithalten. Die Reise zur Zentauri-Erde war für die Protagonisten wie auch für mich als Leser eine sehr spannende. Nach all der Zeit in der Enge eines Schiffes, so sinnlos in die Länge gezogen durch die Entscheidung und Diktatur eines Einzelnen, empfand selbst ich von meinem Standpunkt jenseits der Buchseiten aus die Situation als bedrückend und so frustrierend, dass ich Junior, Amy und den anderen die Freiheit eines ganzen Planeten mit jeder Faser gewünscht und vollkommen begeistert mitgefiebert habe bei ihrer Landung.

Eins schafft die Autorin nämlich mit Sicherheit: Durch ihre beiden Ich-Erzähler, Amy und Junior, ist der Leser immer nah dran am Geschehen, auch nah dran an den Gefühlen der Figuren, und erlebt ihre emotionalen Höhen und Tiefen von Frustration über Erleichterung bis zur Liebe ungefiltert mit. Die Atmosphäre dieses Buches – die Atmosphäre der gesamten Reihe – ist atemberaubend. Allein das Szenario der einsamen Godspeed im Weltall war klasse gewählt. Der Werdegang dieses Schiffes hat in den ersten beiden Bänden so viele Eindrücke hinterlassen und mich als Leser manchmal in einen Zustand der atemlosen Anspannung versetzt, und genau daran kann Beth Revis jetzt mit der Landung auf dem neuen rätselhaften Planeten anknüpfen und den Leser mit ihrem eher schnörkellosen aber durch die Ich-Perspektiven doch auch sehr nachdenklichen Stil erneut mitreißen.

Was für mich letztendlich den Unterschied zwischen einem sehr guten Abschluss und einem perfekten gemacht hat, steckte leider im Detail – eine überschaubare Ansammlung von Kleinigkeiten, die mich in ihrer Summe dennoch einfach nicht loslassen und bei mir den Eindruck erwecken, dass manche Wendung doch mit Gewalt erzwungen und manches Unglück doch zu sehr gewollt war. Ob es nun eine Figur war, die sich – unverständlicherweise von Amy teilweise gefördert - zwischen die Liebe von Amy und Junior zu drängen schien und dadurch im letzten Band noch die klischeehafte und beinahe obligatorische Dreiecksgeschichte herbeizuführen drohte, oder einige Fragen der Logik, durch die die Wendungen am Ende nicht in jedem Detail problemlos mit jeder zuvor getroffenen Aussage in Einklang gebracht werden konnten – manchmal wirkte es in der näheren Betrachtung einfach nicht ganz rund.

Das gilt auch für die Figuren, die entgegen ihrer Erfahrungen teilweise etwas zu starr und stur angelegt waren, sodass sie im Ergebnis doch zu vorhersehbar und zu direkt auf Konflikte und Krawall zusteuerten. Während ich den Menschen der Godspeed aufgrund ihrer auf einen isolierten Lebensraum beschränkten Erfahrung einiges an eingefahrenem Verhalten verzeihen, sie sogar verstehen konnte, muss ich bei den erweckten Ex-Eingefrorenen kritischer sein. Sie bestätigten einfach zu sehr die von Orion und Junior aufgrund von Angst und Vorurteilen aufgestellten Erwartungen und das konnte mich nicht überzeugen. Eine Entwicklung war zwar festzustellen, aber diese kam, so hatte ich das Gefühl, erst, nachdem Revis ihr Bedürfnis nach einer ordentlichen Konfrontation befriedigt hatte, selbst wenn diese dadurch ein wenig konstruiert, eine Spur zu gewollt und für den Leser ziemlich frustrierend wirkte.

Allerdings ist eine große Portion Frustration für mich bei dieser Trilogie ohnehin ein ständiger Begleiter, wenn auch in einem positiv-mitfühlenden Sinn. Die Ausweglosigkeit der Situationen, die Überflüssigkeit von Leid und Tod und die Hilflosigkeit gegenüber vielen Ereignisse wecken beim Leser neben der schönen, aber ebenfalls schwierigen Liebesgeschichte die mitreißende Sogwirkung dieser Reihe. „Godspeed“ ist keine einfache Geschichte, die spurlos an einem vorüber zieht, sondern nimmt sehr mit, macht oft traurig und wütend, was aber, um es positiv auszudrücken, auch dazu führt, dass der Leser involviert bleibt – und das gilt im Speziellen auch für den dritten und letzten Band. Oft konnte ich nur den Kopf schütteln aufgrund der Sinnlosigkeit mancher Aktionen und einem starken Gefühl von Wozu-das-alles – aber so schrecklich und schockierend es manchmal auch war, ich konnte kaum aufhören zu lesen.

Fazit: Die „Godspeed“ erreicht in „Die Ankunft“ ihr Ziel und begeistert ein letztes Mal mit ihren starken Protagonisten und schockierenden Wendungen. Kein einfaches Ende, aber – abgesehen von kleinen Unebenheiten im Detail – ein starkes und mitreißendes. Gute 4 Sterne.
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