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Anfang des 20. Jahrhunderts ist in den USA Zauberei verboten. Da sich jedoch kaum einer daran hält, hat das New York Police Department extra eine Abteilung mit Inquisitoren eingerichtet, die Menschen, die Magie ausüben, vor Gericht bringen sollen. Sascha Kessler war froh, dass er mit Zauberei gar nichts am Hut hatte, bis eines Tages festgestellt wird, dass er Magie sehen kann. Daraufhin muss sich er Sohn jüdischer Einwanderer einem Ermittler dieses Departments anschließen und gemeinsam jagen sie einen Dibbuk, eine Schattenseele, in New York City.

Ich wollte dieses Buch lesen, da ich gerne magische/fantastische Jugendgeschichten lese, diese auch noch in meinem geliebten New York spielt und ich es interessant fand, dass Sascha Kessler, der Protagonist des Buches, ein Jude ist und die Autorin den Roman geschrieben hat, um ihren Kindern ihre eigene jüdische Herkunft näher zu bringen. Der Einblick in das jüdische Leben gefiel mir auch ganz gut. Immer wieder verwendet Chris Moriarty jiddische oder hebräische Wörter, welche im Roman meistens kursiv gedruckt sind. Diese Wörter werden im Wort- und Sacherklärungsbereich am Ende des Buches erklärt oder übersetzt. Ich fand es gut, dass die Autorin sich der ursprünglichen Wörter bedient hat, aber ich hätte mir gewünscht, dass diese einfach mit einer kleinen Fußnote versehen worden wären, so dass ich die Bedeutung des Wortes in der Fußzeile der jeweiligen Seite gefunden und mir somit ein ständiges Umblättern zwischen meiner aktuellen Seite und dem Buchende gespart hätte.

"Der Seelenfänger" ist der Auftakt einer Trilogie um den Polizei-Lehrling Sascha Kessler. Die Fortsetzung "Der Schattenjäger" ist ebenfalls bereits im Handel erhältlich. Für mich ist jedoch bereits nach dem ersten Band Schluss, da mich der Roman gar nicht angesprochen hat. Ich hatte mich auf eine Mischung aus Magie, New Yorker Atmosphäre Anfang des 20. Jahrhunderts und jüdischer Tradition gefreut, aber das Buch beginnt sehr, sehr langatmig und mich haben weder die Charaktere noch die Story angesprochen oder erreicht. Die Figuren bleiben viel zu blass und selbst zum Protagonisten, der eigentlich immer präsent ist, konnte ich keine Bindung aufbauen. Die Handlung, die in einer Parallelwelt spielt, sich somit an New York anlehnt, aber der künstlerischen Freiheit der Autorin unterworfen und somit ab und an abgeändert wurde, kommt kaum in Fahrt, so dass ich das Buch problemlos zur Seite legen konnte und nie den Drang verspürt habe, weiterlesen zu wollen/zu müssen. Ich habe den Roman zwar beendet, in der Hoffnung, dass es gegen Ende noch etwas anziehen würde und somit auf eine Steigerung der Unterhaltung im nächsten Band hoffen lässt, aber das ist leider nicht eingetreten.

Fazit: Das Buch konnte meine Erwartungen absolut nicht erfüllen. Durch eine langatmige Story und blasse Charaktere konnte mich der Roman nicht in seinen Bann ziehen. Deshalb werde ich die Trilogie nicht weiter verfolgen.
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am 3. Oktober 2012
New York, ein magischer Melting Pot! Lower East Side, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Ermittler für magische Angelegenheiten bei der New Yorker Polizei zu arbeiten, ist eigentlich kein Job für einen Jungen. Aber als sich herausstellt, dass Sascha Kessler, Sohn jüdischer Einwanderer aus der ärmlichen Lower East Side, tatsächlich Magie sehen kann, verändert sich sein ganzes Leben. Sascha geht bei dem erfolgreichen Star-Ermittler Maximillian Wolf in die Lehre und gemeinsam jagen sie eine unheimliche Schattenseele, einen Dibbuk, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt.

"Der Seelenfänger" ist der Auftakt zu einer magischen Reihe, die viele verschiedene Komponenten zu einer schönen Story vereint.
So gesehen spielt "Der Seelenfänger" in einem Paralleluniversum, denn dieser Beginn des 20. Jahrhunderts ist unserem nur in groben Zügen ähnlich. So treten bekannte Persönlichkeiten dieser Zeit auf den Plan, üben aber eine andere Funktion aus. Ebenfalls ist Magie dort allgegenwärtig und sehr passend in die Handlung mit eingearbeitet. Chris Moriarty hat ihre eigene Welt geschaffen, die eine historische und magische Atmosphäre auf den Leser ausübt und ihm auf interessante Weise das jüdische Alltagsleben näher bringt, ohne das dieser Aspekt einen zu aufdringlichen Part in der Geschichte zugewiesen bekommt.
Dabei ist "Der Seelenfänger" spannend und authentisch zu lesen, denn, wenn man einmal von der Magie absieht, ist das Leben zu der Zeit in New York deckungsgleich mit unserer Vergangenheit und bekommt durch den magischen Part einen besonderen und einzigartigen Charme.
Die kriminalistische Handlung wurde ausgeklügelt erarbeitet, sie offenbart zwar gewisse Elemente ziemlich schnell, doch treten andere erst am Ende ans Licht und behalten bis dahin eine angenehme Portion Spannung bei.
Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser etwas anderen Reihe, die durch ihre schöne Atmosphäre einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt hat.

Sasha ist der Hauptprotagonist dieses Buches. Aufgrund seiner Hintergrundgeschichte beweist sein Charakter viel Authentizität, sowie Ecken und Kanten.
Die Nebencharaktere sind interessant ausgearbeitete Protagonisten, wobei ich mir bei allen in dieser Geschichte auftauchenden Personen ein etwas dreidimensionaleres Bild erhofft hätte, da bestimmte Aspekte doch ziemlich im Dunkeln gehalten werden. Ich hoffe, dass wir in den Folgebänden mehr über diese Charaktere erfahren.

Mit einer angenehm und flüssig zu lesenden Sprache schafft Chris Moriarty eine einzigartige Atmosphäre in ihrem Buch, wodurch man als Leser immer weiterlesen möchte bis das Ende erreicht ist. Die Autorin hat mit viel Kreativität und Phantasie eine schöne Welt erschaffen, in der man gerne verweilt.
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am 6. Juni 2015
Sascha Kessler ist ein jüdischer Junge, dessen Vorfahren ,,große Kabbalisten" waren und der mitten in einem New York lebt, wo Zauberei zum Teil verboten ist. Doch dennoch wimmelt es überall von dem pulsierenden Schlag der Magie, die die Inquisitoren der amerikanischen Polizei heftig verfolgen, da Magie auch gefährlich sein kann.
Unerwartet gerät Saschas ganzes Leben aus den Bahnen, als er entdeckt, dass er Magie sehen kann! Das erfährt er beim Einkaufen mit seiner Mutter, als er eine zaubernde Bäckerin unabsichtlich in Probleme mit den Behörden bringt.

Augenblicklich werfen die Inquisitoren, welche zauberische Verbrechen aufklären, ein wachsames Auge auf ihn. Denn Sascha soll dank seines Zaubertalentes den Beruf des Inquisitors ergreifen, welcher hohe Aussichten bietet - Ruhm, Ehre, Erfolg.

Sascha erwartet Arbeit mit viel Lug und Trug, wobei seine Lügen entlarvt werden. ,,... Vor allem aber sagst du damit zum ersten Mal die Wahrheit."

Vieles wird seltsamer in New York, wo Zauberei blüht und es in den Straßenschluchten genau so viel Licht wie Schatten gibt. Attentate gegen mächtige, reiche Personen machen Schlagzeilen, wobei der Täter nicht menschlicher Natur sein soll. Es handelt sich - um einen Dibbuk! Einem Dämonen, der in die Körper der Lebenden schlüpft, Seelen und Schatten nähren ihn. Diesen Dämon können nur Kabbalisten der hohen Magie beschwören, aber das wäre ein sehr dunkles Unterfangen.

Als der blasierte New Yorker Millionär J. P. Morgaunt und der glorreiche Erfinder Thomas Edison Ziele dieser Attacken werden, ist Sascha mit dem reichen Mädchen Lily Alster bereits Lehrling bei Inquisitor Wolf, der ebenso rätselhaft wie wandelbar ist. Und der 13-jährige Junge fragt sich zurecht: ... Welcher Wahnsinnige sollte in New York einen Dibbuk loslassen?

Schattenhafte Gefahren treten dem Alltag in die Quere, erst der Attentat, dann versuchte Brandstiftung. Und früher oder später wird der Dibbuk die Seele seines Opfers verzehren, um ihn in eine leblose Hülle zu verwandeln. Grausame Ahnungen treffen Sascha, als sich gewisse Anzeichen häufen, dass er selber der Dibbuk ist - seine Seele teilt er mit dem Dämonen, welcher ein Spiegelbild der düsteren Seite des Sascha Kesslers ist: boshaft, hämisch, trotzig.

,,(...) den kalten, hungrigen Blick, das unheimliche Stöhnen, das Zähneknirschen, den Schatten, der ihn umgibt. Außerdem sah er auch aus wie ein Dibbuk."

,,Der Seelenfänger" ist der erste Band der Sascha-Kessler-Reihe, die ein schillerndes Gewebe aus Mystik, Zauberei, Abenteuer und Jugendbuch darstellt, verwoben mit dezentem Witz und einem der Handlung Leben einflößenden Hauch Magie. Das Gute sind besonders die gewieften Widerstreiter, für die Dämonen des Schattens treueste Diener sind. Als geschichtenumrankte Kulisse wählt die amerikanische Autorin Chris Moriarty das zauberhafte New York zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, welches unwiderstehlich bezaubert.

Der Schreibstil ist sehr gut, aber um ihn ganz genau zu beschreiben, schwanke ich gerade zwischen den Worten; kann ein Schreibstil als ,,charmant" beschrieben werden? In Bezug auf den ,,Seelenfänger" ist das möglich, da die Worte unwillkürlich ihren Zauber in unseren Köpfen vollziehen. Jugendbuch mit Neigung zu Kopfkino also!
Beinahe natürlich und lebensecht hat Moriarty ihren Hauptdarsteller Sascha gezeichnet, dessen Charakter durchaus schwankend, vorsichtig ist. Auch die anderen Figuren kommen gut herüber, nur habe ich mich gefragt, warum alle Antagonisten in irgendeiner Weise hämisch/ zynisch/ spöttisch sind.

Kletternd und ansteigend zieht sich durch die ganze Handlung der rote Faden des Geschehens, welches an manchen Stellen sehr verwirrend ist, ehe gegen Ende des rasanten Buches inmitten brennender Trümmer (,,Eintritt: 10 Cent") viele Geheimnisse ihre wahre Identität enthüllen.
Für mich ist der ,,Seelenfänger" ein spannendes, unberechenbares Buch, welches jeden, dem es nach Magie und Gefahren dürstet, mehr als beglückt.

Ich glaube, jeder der ferner die Bekanntschaft von unserem guten, alten Harry Potter gemacht hat, besiegelt mit einem Buchhändedruck eine gute Freundschaft mit dem amerikanischen Sascha Kessler.

Voller Vorfreude widme ich mich bald dem 2. Band, dessen Titel bereits eine Menge verspricht. Wie düstere, verborgene, heimliche Unklarheiten, hinzu obskure und zwielichtige Zauberverbrecher. Mal sehen, wohin mich der ,,Schattenjäger" verschlägt.
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am 12. Dezember 2013
Inhalt
Sascha Kessler hat immer geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge, doch als er in einer Bäckerei etwas Unmögliches sieht, ändert sich alles. Er kann Magie erkennen und wird deshalb von der Polizei angeworben eine Ausbildung zum Inquisitor zu machen. Schon bald gibt es den ersten Fall zu bearbeiten. Zusammen mit ihrem Ausbilder Wolf, müssen Sascha und Lily einen Dibbuk aufhalten, einen Dämon, der durch Magie geschaffen wurde und nun Menschen angreift. Je näher sie dem Dibbuk aber kommen, desto mehr Hinweise tauchen auf, die auf Saschas Familie hindeuten. Wie kommt es dazu? Kann Sascha seine Familie vor dem Dibbuk und den Inquisitoren retten und den Dämon dabei aufhalten?

Meine Meinung
Ein Ereignis kann alles verändern, ob zum Guten oder Schlechtem ist nicht immer klar. Sascha Kesslers Leben änderte sich an dem Tag, an dem er zum ersten Mal angewandte Magie sah. Plötzlich interessieren sich die Menschen für ihn und er bekommt einen Ausbildungsplatz zum Inquisitor. Unter der Anleitung von Wolf, seinem Ausbilder, soll er lernen gegen Magie vorzugehen. Doch Wolf unterrichtet nicht nur ihn, auch Lily Astral, eine Tochter aus reichem Hause, geht bei ihm in die Lehre. Gemeinsam müssen sie nun den äußerst schwierigen Fall, bei dem der Dibbuk, ein herbeigerufener Dämon, die Hauptrolle spielt, lösen.

Sascha Kessler kommt aus einer armen Familie, die auf engstem Raum zusammenlebt. Auch wenn sie nicht viel besitzen, schätzen sie sich doch glücklich. Als Saschas Talent zum Vorschein kommt, freut er sie, denn endlich kann er seine Familie finanziell unterstützen. Die Arbeit unter Wolf und mit Lily ist nicht einfach, führt ihn aber an Orte, an denen er bisher nicht war. Doch von Anfang an scheint etwas nicht zu stimmen. Immer wieder wird er verfolgt und an den verschiedenen Tatorten finden sich Hinweise, die auf seine Familie hindeuten. Da er nicht will, dass jemand seine Familie verdächtigt, versucht er alles um Wolf von ihnen fern zu halten. Voller Angst versucht er zu beschützen was ihm am Herzen liegt.

Lily Astral ist ebenso eine Schülerin von Wolf wie Sascha. Anders als er stammt sie aus einer reichen Familie. Wer allerdings glaubt, sie sei überaus glücklich, kennt ihr wahres Leben nicht. Auch wenn sie und Sascha aus verschiedenen Welten zu stammen scheinen, freunden sie sich ziemlich schnell an. Sie erscheint zumeist als eine Frohnatur und beweist auch Mut, doch vom dem Gesetz der Straße hat sie keine Ahnung. Als neugieriger Mensch, will sie den Dingen auf den Grund gehen, jedoch nur mit Freunden an ihrer Seite.

Maximilian Wolf ist Saschas und Lilys Ausbilder. Man mag es ihm nicht ansehen, doch er ist überaus fähig und durchaus mächtig. Sascha erkennt, dass Wolf hoffnungslos verliebt ist, dies jedoch gut zu verbergen scheint. Auch wenn Wolf eine große Rolle zukommt, bleibt er doch zumeist im Hintergrund. Zumeist bleibt er ruhig und verhält sich gehalten, weshalb es äußerst schwer bleibt ihn einzuschätzen.

Chris Moriarty erschafft hier das New York am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Stadt ist bevölkert von den unterschiedlichsten Kulturen und die Schere zwischen Arm und Reich ist gewaltig. Es ist eine Welt, in der die Magie alltäglich ist und doch eher heimlich stattfindet. Edison gehört zu den großen Erfindern dieser Zeit, er möchte, dass die Technik die Magie ablöst und arbeitet deshalb immer wieder etwas aus. Auch Houdini beeindruckt durch seine Entfesslungskünste, darauf bedacht zu zeigen, dass solche Dinge auch ohne Magie möglich sind. Selbst Roosevelt hat seinen Auftritt.
Moriarty bringt eine existierende Stadt und bekannte Persönlichkeiten in ein Setting, in dem fantastische Dinge geschehen. Durch Saschas Perspektive und die Jagd nach dem Dibbuk wird es zu einem Spiel der Gefühle. Saschas Angst, sein Erkennen und seine Sorgen übertragen sie auf den Leser. Obwohl man ihm manchmal sagen will, dass er endlich auch andere ins Vertrauen ziehen soll, kann man doch nachempfinden weshalb er dies nicht tut. Auch wenn Sascha viele Fehler macht und nicht gerade einfach ist, so wirkt er doch auf eine gewisse Weise sympathisch. Seine Ausbildung hat gerade erst begonnen, so viele Abenteuer warten noch und dabei gelten noch so viele Dinge als ungewiss. Noch hat er eine Menge zu lernen.

Fazit
"Der Seelenfänger" leitet ein in eine Welt, in der Magie möglich ist, jedoch geahndet wird. Ein Junge, der eine Fähigkeit in sich entdeckt, dadurch aber auch etwas überaus Wichtiges verliert. Ein Dämon in die Welt gerufen und dich mit einem Willen und eigenen Wünschen ausgestattet. Eine Jagd beginnt, deren Ende jedoch anders ausfällt, als man denken könnte. Gefühlsstark geschrieben, mit einer Prise Fantasy und Spannung, macht es neugierig darauf zu erfahren, was Sascha in seiner Ausbildung noch durchleben muss.
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am 20. Oktober 2013
Kurze Inhaltsangabe:
Als Ermittler bei der New Yorker Polizei für magische Verbrechen zu arbeiten, ist eigentlich keine Job für einen dreizehnjährigen Jungen. Aber Sascha kann Magie sehen und ist damit wie geschaffen für diese Aufgabe. Er geht bei dem erfolgreichen Star-Ermittler Maximilian Wolf in die Lehre, und schnell muß er zeigen, was er kann: Eine Reihe rätselhafter Anschläge versetzt die die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Steckt wirklich ein Dibbuk, eine unheimliche Schattenseele, dahinter? Und warum scheinen alle Spuren immer wieder in Saschas Unfeld zu führen? Bald stellt er mit Entsetzen fest, dass ausgerechnet seine eigene Familie in Verdacht geraten könnte... (Quelle: Klappentext Dressler-Verlag)
Schreibstil:
Der oftmals verwirrende Schreibstil lenkt den Leser sehr von der eigentlichen Geschichte ab. Man ist ständig dabei, die Erzählstränge irgendwie zueinanderzubringe, was aber nur unvollständig gelingt. Die Spannung hält sich in Maßen und die Dialoge sind oftmal sehr oberflächlich und langweilig. In der Story gibt es ein ständiges Auf und Ab, was sich ansich interessant anhört, es aber eigentlich nicht ist. Die magisch-mystischen Elemente kommen für einen Jugendfantasyroman zu kurz und könnten viel besser ausgearbeitet sein. Die Protagonisten sind anschaulich erzählt, aber kommen oftmals etwas gefühlsreduziert rüber. Die Story an sich ist sehr interessant und beinhaltet spannende Aspekte, die aber leider in der Erzählform etwas untergehen.
Eigene Meinung:
Ich muß ehrlich sagen, das ich von diesem Buch mehr erwartet habe. Zuerst hat man ein Buch mit einem wirklich wunderschönen Cover in der Hand, das mit seinem Klappentext großes Lesevergnügen verspricht. Leider steht aber im Klappentext schon fast das Interessanteste. Ich fand das Buch meistens recht langweilig geschrieben, außer den magischen Teilen, die aber meines Erachtens recht kurz kamen. Da mich die Geschichte wirklich interessiert hat, habe ich bis zum Ende gelesen, in der Hoffnung, das es noch einen Spannungsbogen oder wenigstens einen richtig dramatischen Schluß gibt. Leider war das nicht wirklich der Fall. Aufgrund der Tatsache, das ich die Idee zu der Geschichte wirklich toll fand, gebe ich drei Sterne, habe aber erst zu zweien tendiert.
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am 16. September 2013
Das Buch von Chris Moriarty „Seelenfänger“ ist ein Jugendbuch für Kinder ab 12 Jahren mit fantastischen Elementen, welches über die jüdischen Bewohner im 20. Jahrhundert in New York berichtet. Chris Moriarty hat bereits einige Science- Fiction- Bücher geschrieben, dieses ist ihr erstes Jugendbuch.

„Seelenfänger“ spielt im 20. Jahrhundert – wird befinden uns in New York. Dort lebt der dreizehnjährige jüdische Junge Sascha Kessler mit seiner Familie, bestehend aus seinen Eltern und seiner Schwester. Er kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen und hat ein recht einfaches Leben. Als Sascha bemerkt, dass er Magie erkennen kann, bleibt das auch der Inquisition nicht unbemerkt. Er soll, nach bestandenem Test bei der New Yorker Polizei, zusammen mit einem Mädchen namens Lily Astral, eine Lehre bei dem Star- Ermittler Maximilian Wolf absolvieren. Sascha geht es dabei zu Beginn eher um das Gehalt, er will seiner Familie damit aushelfen. So geht er zu seinem ersten Arbeitstag, ohne eine genaue Vorstellung von seinen Aufgaben und Pflichten zu haben. Der erste Fall lässt nicht lange auf sich warten – in New York scheint eine Reihe an rätselhaften Anschlägen vorzuliegen. Davon betroffen ist der Erfinder Edison. Er hat für den J.P. Morgaunt – einem reichen Mann, der sein Geld mit der Stahl- und Textilindustrie gemacht hat – eine revolutionäre Erfindung entwickelt. Bald stellt sich die Frage, ob ein Dibbuk - eine unheimliche Schattenseele - dahinter steht. Sascha und Lily geraten mitten in die Ermittlungen und auch Wolf verfolgt so seine Spuren. Dabei begegnen sie vielen eigenartigen Persönlichkeiten. Bald ist Sascha tiefer in dieser Sache mit verwickelt, als er sich wünschen kann.

Es ist das erste Jugendbuch von der Autorin und sie wollte damit ihren Kindern die jüdische Herkunft näherbringen. Der Schreibstil von Chris Moriarty ist recht flüssig. Zu Beginn des Buches fand ich die ganzen jüdischen Begriffe etwas störend – ich habe öfters hinten in den Erklärungen nachgelesen, sodass der Lesefluss unterbrochen wurden ist. Leider schafft sie es aber nicht, die Charaktere dreidimensional darzustellen. Ich hatte das Gefühl, dass dies lehre emotionslose Hüllen sind. Selten werden Emotionen beschrieben, sodass die Charaktere alle recht flach und leblos erscheinen. Besonders Sascha fand ich persönlich nicht gelungen. Z.B. wird seine Mutter mitten auf der Straße überfallen und er zeigt keine wirkliche Reaktion. Er bleibt reglos stehen und hilft seiner Mutter nicht. Es erfolgt keinerlei emotionale Reaktion. Gut gefallen haben mir nur die Darstellung von Lily Astral und Inspektor Wolf. Lily hat durch ihre Art etwas Licht ins gefühllose Dunkeln gebracht und Wolf hatte so seine Eigenarten, welche ihn sympathisch gemacht haben. Die Handlung an sich ist recht interessant, leider bin ich mit der Umsetzung dieser eigentlich ganz netten Idee nicht richtig warm geworden. Oft haben mir Hintergrundinformationen gefehlt oder eine Begründung, warum die Personen so gehandelt haben – ein paar Szenen fand ich regelrecht überflüssig. Auch hat mir oft die Spannung gefehlt. Sie wurde langsam aufgebaut und bevor es zu einem Spannungshöhepunkt kommen konnte, flachte die Geschichte abrupt ab. Themen wurden angerissen und einfach wieder fallen gelassen, ohne dass eine erfüllende Erklärung erfolgt ist.
Das Buch hat mich etwas hin- und hergerissen. An sich ist es eine wirklich interessante Grundidee mit Potential, jedoch haben mich die Umsetzung und die Charaktere enttäuscht. Mit etwas mehr Erklärungen über die Welt und mehr Emotionen von Seiten der Personen könnte das Buch durchaus mehr Spannung erlangen.

Mein Fazit: Eine wirklich gute Idee mit viel Potential, jedoch konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Charaktere wirken sehr flach und emotionslos. Es gibt ein paar Längen innerhalb des Buches und viel zu wenige Erklärungen zu der Welt an sich, sodass es mich nicht in seinen Bann ziehen kann. Schade, aus dieser Idee könnte man mehr machen. Daher gebe ich dem Buch 2.5 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Oktober 2013
"Der Seelenfänger" von Chris Moriarty ist der Auftakt einer Jugendbuch-Reihe, die versucht mit Magie und einer Kriminalgeschichte das New York des frühen 20. Jahrhunderts aufleben zu lassen. Leider bleibt es bei dem Versuch…

Zum Inhalt: Sascha Kessler, ein jüdischer Junge aus einer der ärmeren Gegenden New York Citys, entdeckt im Alter von 13 Jahren, dass er Magie erkennen kann. Da diese in der Stadt verboten ist und von den Inquisitoren, einer Art Spezialabteilung der Polizei, überwacht wird, macht ihn das für die Behörde zu einem wertvollen Lehrling. Seine Anstellung beim seinem Ausbilder Wolf, einem der bekanntesten Inquisitoren, bedeutet auch für den Jungen eine große Chance. Doch gleich an seinem ersten Tag beginnt die Jagd auf einen Dibbuk, eines der gefährlichsten magischen Wesen. Ob Sascha wirklich helfen kann, diesen Fall zu lösen?

Eigentlich hat „Der Seelenfänger“ alles, was ein guter Jugendfantasy-Roman braucht. Eine gute Grundidee, ein gut gewähltes allgemeines Setting – die Ansiedlung der Handlung im New York des frühen 20. Jahrhunderts ist ungewöhnlich und nicht uninteressant. Auch die Figurenkonstellation mit dem unerfahrenen Sascha, der eigentlich aus einer der Magie nicht abgeneigten Familie stammt und plötzlich zum Inquisitor ausgebildet werden soll, an der Seite des großen, legendengleichen Inquisitors Wolf ist an sich gut gelungen. Für Sascha stellt dies nicht nur aufgrund seiner jungen Jahre und des Konfliktes zwischen den Werten seiner Familie und denen der Polizei in Bezug auf die magische Welt eine Herausforderung dar, sondern ist vor allem auch eine massive finanzielle Verbesserung und eine Absicherung für die Zukunft. Denn Saschas Familie, jüdische Einwanderer, lebt in schlichten, armen Verhältnissen – seine neue Anstellung ist der Zugang zu höheren sozialen Schichten.

Allein der der Hauptfigur steckt damit schon jede Menge Vielschichtigkeit, die nur darauf wartete, herausgekitzelt zu werden, und zusammen mit dem spannenden Plot hätte Moriartys magische Welt also zumindest von der Idee her ein richtig großer Wurf werden können, doch die enttäuschend schwache Umsetzung macht diese Aussicht leider schon nach wenigen Seiten zunichte.

Selten habe ich mich bei einem Roman so sehr über verschenktes Potenzial geärgert wie bei diesem Exemplar. Die Autorin scheint vor allem anderen beim Schreiben mit einer Priorität vorgegangen zu sein: Schnell muss es gehen! Jede Situation muss flott abgehandelt werden, teilweise fehlen gar sämtliche Übergänge. Die aufeinanderfolgenden Ereignisse werden zackig aufgelistet und anders als eine Liste liest sich der schlagartige Wechsel von einer Situation zur nächsten auch nicht. In diesem Fall hat dieses Vorgehen auch rein gar nichts mit dem Erzeugen von Spannung durch ein schnelles Erzähltempo zu tun, es wirkt stattdessen einfach nur plan- und lieblos.

Der gesamte Schreibstil macht dabei einen reichlich unsteten Eindruck. An einigen, leider im Vergleich sehr wenigen, Stellen schafft es die Autorin, ihrem Setting Leben einzuhauchen und somit das New York von vor rund 100 Jahren vor den Augen des Lesers neu entstehen zu lassen. Detaillierte Beschreibungen mit Gespür für die die Stimmung einfangenden Merkmale der Umgebung bleiben jedoch leider die Ausnahme. Trotz unheimlicher Idee und einigen nächtlichen, gruseligen Momenten hatte ich genau ein einziges Mal Gänsehaut – zu wenig, in Anbetracht der Vielzahl von Möglichkeiten, bei denen es genauso hätte sein müssen, aber einfach keinerlei Gefühlsregung zustande kam, weil die Beschreibungen zu schnell kamen und gingen und zu oberflächlich blieben.

Vor allem die Charaktere aber auch der recht komplexe Handlungsverlauf mit vielen Figuren – teilweise der historischen Realität entliehen und Rollen in der magischen Welt angepasst – leiden unter der überstürzten Erzählweise. Blasse Protagonisten wirkten austauschbar, Dialoge gestelzt und der Bösewicht ist so unübersehbar böse, dass es langweilt. Die Handlung, für ein Jugendbuch mit gerade einmal 350 Seiten tatsächlich sehr umfangreich, wirkt durch die Schnelligkeit der Erzählung oft wirr und leblos. Es fehlen einprägsame Momente, die Wirkung auf den Leser erzielen könnten, denn vor allem auf der emotionalen Seite bleibt der Roman dem Leser in vielerlei Hinsicht einiges schuldig. Man kann nicht mit den Figuren lachen, sie berühren einen nicht – ihre Schicksale lassen den Leser kalt. Vor allem diesem Punkt hätte die Autorin sprachlich viel mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. Auch bei einem Jugendbuch reicht es nicht, herunterzurasseln, was die Protagonisten tun: Wie sie es tun ist mindestens ebenso entscheidend. Was sie dabei fühlen, wie es ihnen dabei geht, ihre Beweggründe – ein Blick hinter die Kulissen. Doch das wurde versäumt.

Fazit: Ich bin mehr als enttäuscht von „Der Seelenfänger“. Chris Moriarty hatte eine tolle Idee, verortet in einem ungewöhnlichen Setting mit großem Potenzial, aber was nützt das alles, wenn es sprachlich mager umgesetzt wird und so emotional ist wie ein Sachbuch? Kein Gefühl, teilweise wirr – so konnte kein guter Roman aus der Idee werden. Ich kann es nicht weiterempfehlen. Leider nur knappe 2 Sterne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. September 2013
Zum Inhalt:

Der dreizehnjährige Sascha Keßler ist zufrieden mit sich und der Welt. Als er aber eines Tages bei dem Einkauf mit seiner Mutter entsetzt feststellen muss, dass er Magie sehen kann, ist es mit der Ruhe vorbei. Er wird zu einem Test eingeladen, um bei einem Inquisitor in die Lehre zu gehen. Er besteht den Test und darf von nun an bei der Polizei in New York in der Abteilung für Magie mitarbeiten. Das passt gut, lebt Sascha doch mit seiner Familie in sehr ärmlichen Verhältnissen und so kann er nun für den Unterhalt seinen Obolus dazugeben.

Völlig ahnungslos tritt er nun seinen Job an und wird erst einmal von den älteren Kollegen links liegen gelassen. Niemand sagt ihm, was er zu tun hat und wie lange er auf den Herrn Inquisitor warten muss. Aber Sascha ist nicht der einzige Lehrling. Auch Lily Astral erhält eine Lehrstelle. Dann endlich lernen sie den berühmten Inquisitor Wolf kennen. Völlig enttäuscht von seinem Auftreten und seinem äußeren Erscheinungsbild, ergeben sich die beiden Neulinge in ihr Schicksal.

Als dann ein Dibbuk auftaucht, fängt die Arbeit an Sascha und Lily zu gefallen. Viel passiert und auch die zwei Lehrlinge könnten unterschiedlicher nicht sein. Lily, die von den berühmten Astrals abstammt und reich geboren wurde und dann der jüdische, ärmliche Sascha. Er leugnet seine Herkunft vehement und bringt sich und die Anderen damit in Teufelsküche.

In welche Gefahren sich die Inquisitoren bringen und was alles passiert, werde ich jetzt nicht weiter erläutern. Lest selbst.

Fazit:

Die Autorin Chris Moriarty nimmt uns hier mit in die Zeit der Zauberer und Magier. Im New York des anfänglichen 20. Jahrhunderts passieren komische Dinge, vor allem aber, ist das Zaubern verboten. Deshalb gibt es Ermittler für magische Angelegenheiten bei der Polizei.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen. Allerdings kann mich das Buch nicht in seinen Bann ziehen. Immer wieder lege ich es zur Seite und muss mich anheizen, weiterzulesen.

Da die Charaktere eigentlich das ganze Buch über blass bleiben, reißt mich das Geschehen nicht mit. Schade eigentlich, hatte ich mir doch nach dem Lesen des Klappentextes so viel mehr von der Geschichte versprochen. Leider ist dem nicht so. Sicher gibt es die einen oder anderen Spannungselemente, aber insgesamt hätte man aus diesem tollen Stoff viel mehr machen können. Auch das Ende war mir jetzt ein wenig zu schnell geschrieben.

Alles in allem ein nettes Buch, mehr aber auch nicht. Da es sich um eine Trilogie handelt, könnte es natürlich sein, dass die losen Fäden, die am Ende vorzufinden sind, dann erst in den nächsten Teilen aufgelöst werden.

Hier kommen von mir 3 Sterne, den Abzug habe ich erklärt.
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Puh, hier fiel es mir wirklich schwer, mich zu entscheiden, wie ich das Buch bewerte.
Einerseits war ich begeistert von der ausgesprochen fantasievollen Umsetzung eines spannendenund außergewöhnlichen Stoffes, andererseits blieben die Personen mir ein Stück weit zu blass und es blieben doch letztlich auch mehr Fragen offen als mir lieb war.

Die generelle Idee des Selenfängers und des Dibbuk, der Schattenseele gefällt mir sehr, auch die Art und Weise, wie historische Persönlichkeiten mit in die Geschichte einbezogen wurden, ist sehr gelungen, aber trotzdem wurde ich bei aller tatsächlich vorhandenen Begeisterung mit dem Buch nicht ganz warm.

Sascha, ein einfacher jüdischer Junge aus einer der ärmeren Gegenden New Yorks, muss feststellen, dass er über ein eher seltenes magisches Talent verfügt. Als er zum Lehrling bei Inquisitor Wolf wird, stoßen sie auf eine Schattenseele, einen Dibbuk. Ganz langsam nur kommen sie ihm näher, immer unterstützt von Lily Astral, einem weiteren Lehrling und nebenbei auch noch einer Tochter aus gutem Hause, wie man so schön sagt.

Im Verlauf der Erzählung erfährt der Leser durch Sascha und seine Familie einiges über den jüdischen Glauben und die jüdischen Einwanderer im New York, genauer der Lower East Side am Anfang des 20. Jahrhunderts. Aber auch das Leben der anderen Einwanderer wird durchaus deutlich, alles immer gemischt mit einem Quentchen Magie und einer Prise Humor.
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TOP 500 REZENSENTam 17. September 2013
Pro:
Die Autorin schildert überaus dicht und lebendig die Atmosphäre, die im multikulturellen New York des frühen 20. Jahrhunderts herrschte. Besonders das jüdische Viertel, in dem unser jugendlicher Held Sascha ein karges aber glückliches Leben führt, kann man praktisch sehen, riechen, hören und schmecken - was Sinn und Zweck des Buches war: Chris Moriarty, die selber jüdischer Abstammung ist, hat diesen Roman für ihre Kinder geschrieben, damit sie spannend und unterhaltsam mehr über ihre Wurzeln lernen können. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal ein Jugend-Fantasy-Buch gelesen zu haben, in dem die jüdische Kultur eine so zentrale Rolle spielte. Das hat es für mich umso interessanter gemacht!

Obwohl das Buch dem Genre Fantasy angehört - Magie ist in diesem alternativen New York allgegenwärtig, vom harmlosen Liebeszauber bis zum bedrohlichen Dibbuk (einer Art Monster)-, ist doch vieles, was hier beschrieben wird, auch in unserer Wirklichkeit genau so und nicht anders passiert. Diese Verwurzlung in der Realität wird manche Leser reizen und andere eher enttäuschen und langweilen. Ich fand die Kombination aus Historie und Magie sehr spannend und charmant, und sie verleiht dem Buch eine ungeahnte Tiefe, da die Autorin dadurch auch Themen wie Rassismus und soziale Ungerechtigkeit ansprechen kann.

Sascha Kessler ist kein perfekter Held: er ist nicht immer mutig, er trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen, und weil er sich seiner Herkunft und seiner Familie schämt, verstrickt er sich hoffnungslos in einem Netz aus Lügen. Aber er hat das Herz am rechten Fleck, und gerade wegen seiner Fehler und seiner Unsicherheiten kann man sich wunderbar mit ihm identifizieren. Wer hat in dem Alter nicht auch mal Mist gebaut?

Auch Lily Astral, die verwöhnte Tochter aus reichem Hause, die ebenfalls bei Saschas Meister in die Lehre geht, hat ihre kleinen und großen Macken. So verschlingt sie in ihrer Freizeit zum Beispiel Unmengen an billigen Groschenheften, deren haarsträubende Abenteuer sie für bare Münze nimmt, und neigt dazu, sich unbedacht in die brenzligsten Situationen zu stürzen - was dann oft Sascha ausbaden darf. Lily habe ich fast noch mehr liebgewonnen als Sascha, obwohl sie manchmal wirklich eine kleine Zicke sein kann!

Inspektor Wolf, der Inquisitor, der zum Lehrmeister der beiden Kinder wird, ist ein schwer zu durchschauender Charakter, über den wir sicher mehr in den nächsten Bänden erfahren werden - er ist eher ein stilles Wasser, aber die sind ja bekanntlich tief...

Auch die anderen Charaktere fand ich sehr glaubwürdig und überzeugend geschrieben, von Saschas schrulliger Familie bis zur exotischen Tänzerin "Little Cairo", die in Wirklichkeit Rosie heißt, karottenrote Haare hat und Erfinderin werden will.

Kontra:
Ich könnte mir vorstellen, dass der doch recht anspruchsvolle Schreibstil, die vielen Referenzen auf historische Ereignisse und Personen sowie die zahlreichen unbekannten Wörter auf Kinder etwas abschreckend wirken. Das Buch ist definitiv eher für vielgeübte Leseratten ab 14 geeignet als für jüngere und unerfahrenere Leser!

Auch inhaltlich würde ich es nicht für kleinere Kinder empfehlen: es passieren doch einige gruslige Dinge, die zu Albträumen führen könnten. (Hätte ich dieses Buch mit 10 gelesen, hätte ich mit Sicherheit ein paar Nächte nicht gut geschlafen!)

Ein paar Passagen im Mittelteil des Buches lesen sich eher schleppend; erst gegen Ende steigert sich das Tempo dann wieder bis zum fulminanten Höhepunkt.

Zusammenfassung:
Wer Jules Verne mag, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit mögen. Wer Fantasy liebt UND sich für Geschichte interessiert sicher auch. Es ist meiner Meinung nach aber keine leichte Lektüre für zwischendurch, sondern ein Buch, in dass man ein bisschen Gehirnschmalz und Leseleidenschaft invenstieren muss.
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