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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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5,0 von 5 Sternen

am 4. Februar 2007
Dieses Buch als "Bildband" zu bezeichnen, würde ihm sicher nicht gerecht, denn obwohl zahlreiche schöne und hochwertige Aufnahmen in ihm enthalten sind, sollte man sich die interessanten Texte der einzelnen Kapitel nicht entgehen lassen, die Kambodschas Kunst- und Kulturgeschichte von den ersten datierbaren Siedlungsanfängen um 4.000 v. Chr. bis hin in die heutige Zeit schildern.

Gab es zunächst Einflüsse aus China, so dominierte bald die indische Kultur die kambodschanische Entwicklung, was sich insbesondere ab dem 7./8. Jahrhundert in der buddhistisch/brahmanistisch geprägten Tempelarchitektur niederschlug. Die vorzüglich gearbeiteten Statuen und Heiligtümer verweisen bereits deutlich auf Angkor, dem ein ausführlicher Abschnitt gewidmet ist. Neben den einmalig schönen Statuen aus der Angkor-Epoche ziehen den Betrachter die üppigen Reliefs besonders in den Bann, die umfangreiche Geschichten erzählen, zumeist religiöse Epen wie das Ramayana in seiner Khmer-Variante. Der Angkor-Stil erfuhr einige Erweiterungen und Veränderungen, bis im vierzehnten Jahrhundert der Tempelbau zu Ende ging. In der Folge kam es zu wechselnden Abhängigkeiten Kambodschas von anderen Staaten bis hin zum französischen Protektorat. Dennoch hat Kambodschas reiche Geschichte, wie der prächtige Band beweist, noch heute Einfluss auf die nationale Kunst.

Ein interessantes Abschlusskapitel befasst sich mit der Restaurierung und Bewahrung der historischen Monumente vor Ort.

Das Buch wurde anlässlich einer Ausstellung in Deutschland herausgebracht, doch es geht bezüglich seines Inhalts und der Ausgestaltung weit über einen Ausstellungskatalog hinaus. Jeder der erwähnten Teile enthält zunächst eine Reihe hochinteressanter, ausführlicher Fachbeiträge, die beispielsweise durch Fotos besprochener oder im Kontext bedeutsamer Bauwerke oder architektonischer Details, durch Anlagenpläne und Skizzen illustriert werden und sowohl für den bereits vorgebildeten Leser als auch, dank ihrer Anschaulichkeit, für den Laien eine Fülle von Informationen bereithalten. Auf die Sachbeiträge jedes Buchteils folgen die Fotos und Beschreibungen der dazugehörigen Ausstellungsstücke, deren Vielfalt einen tiefen und unmittelbaren Einblick in die Kultur und Lebenswelt sowie das überlegene Kunsthandwerk der Khmer bietet.

"Angkor" bietet dem an ostasiatischer Kunst interessierten Leser Einblick in die Kunst- und Kulturgeschichte Kambodschas bis zu unserer Zeit. Sachbuch und Bildband erfahren eine echte Symbiose.
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am 22. Februar 2007
Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas

ist der Ausstellungsband zu der gleichnamigen Ausstellung, die noch bis April 2007 in Bonn und dann vom August bis Dezember 2007 in Zürich zu sehen ist.

Das Buch ist aber weit mehr als ein Katalog, das die in Bonn bzw. Zürich ausgestellten einmaligen Kunstschätze beinhaltet. Es gibt auf über 300 großformatigen Seiten einen fundierten völkergeschichtlichen und kulturhistorischen Überblick über Kambodscha und die angrenzenden Regionen in Südostasien.

Die vier Hauptkapitel befassen sich mit der Vorgeschichte der Khmer-Reiche am Mekong, dessen Aufstieg vom 9. bis 12. Jahrhundert und der Blütezeit im 12. und 13. Jhd. sowie die Zeit danach bis zur franzosischen Kolonialzeit. Zwei Kapitel befassen sich mit der Wahrnehmung Kambodschas und seiner Kultur in der europäischen Kulturgeschichte (Kapitel I) sowie den Anstrengungen im heutigen Kambodscha die Kulturschätze des Landes zu pflegen und zu bewahren. (Kapitel VI)

Das Buch betrachtet Angkor nicht als bloße Ansammlung von isolierten Tempeln, Bauwerken und Wasseranlagen, sondern hebt die historische und räumliche Komplexität der Angkor - Kultur als Ganzes heraus.

Was mir an dem Buch gefällt, ist die klare zeitliche Grobgliederung zur Orientierung in der Geschichte Angkors. Darüber hinaus gefällt mir, dass einzelnen Aspekte von Angkor durch Fachbeiträge unterschiedlicher internationaler Autoren beleuchtet werden. Diese einzelnen Fachberichte sind auch für Nicht-Kulturhistoriker (zu denen ich selbst gehöre) leicht verständlich geschrieben und so kurz (in der Regel 3 bis 6 Seiten) gehalten, dass man sich traut sie zu lesen. Man muss sich (nach meiner Erfahrung) nicht mühsam durch das Buch von vorn bis hinten durchquälen, sondern kann sich durchaus einzelne Fachartikel aneignen und so allmählich das Gesamtbild von ANGKOR entstehen lassen.

Absolut positiv sind auch die sehr übersichtlichen Karten und Lagepläne, in den einzelnen Kapiteln sowie eine detaillierte Zeittafel ein gutes Glossar mit Worterklärungen sowie eine ausführliche Bibliographie im Anhang des Buches.

Natürlich nicht zu vergessen. Fast die Hälfte des Buches ist den Exponaten der Ausstellung gewidmet. Für jedes Ausstellungsstück gibt es jeweils eine Seite mit einem vorzüglichen Foto sowie einer ausführlichen auch für Laien gut verständlichen Beschreibung.

Der Band trägt dazu bei, die großartige aber lange Zeit vergessene Hochkultur Angkors wieder in das Bewußtsein der Menschen in Europa zu tragen.
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am 5. Oktober 2013
Da ich bereits Angkor Wat vor ein paar Jahren persönlich besucht habe, war es naheliegend, mir diesen Bildband zu kaufen. Eigentlich kann ich dazu nur sagen: Wunderschöne, zahlreiche, sehr gut gemachte Aufnahmen mit erstaunlich viel Text für einen Bildband.
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