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am 22. September 2012
Das 2007 in der ersten Auflage im Verlag Schäffer-Poeschel erschienene Buch zeichnet sich durch eine klare Struktur aus. Es ist zu den unterschiedlichen Inhalten des Patentmanagements als Nachschlagwerk geeignet, weil es eine wirklich gute Gesamtübersicht aus unterschiedlichststen Blickwinkeln gibt.

Der Schwerpunkt liegt in der Darstellung und Zusammenfassung bisher in der Literatur vorhandener Veröffentlichungen. Empirische Untersuchungen, Szenarien bzw. Ausblick sind nicht Bestandteil des Werkes. Leider schaffte es diese Veröffentlichung nicht, neue Impulse z.B. bei der Patentbewertung in Kapitel 8 aufzuzeigen. Dieses ist bedauerlich, da gerade der Finanzmarkt mit seinen nicht hinreichenden bzw. „veralteten“ Bewertungskriterien und –maßstäben geradezu nach neuen, hilfreichen, erfolgsversprechenden und nachhaltigen Bewertungsansätzen auch über den Bereich Biotech hinaus „giert“.
Die dargestellten Theorien in Kapitel 3 sind unter Profis altbekannt und helfen bei zukünftigen Herausforderungen daher nur bedingt.

Durch die „rückwärtsgewandte“ Betrachtung wird es von den Autoren versäumt, Patente, Technologie und Ökonomie zusammenzuführen, Thesen aufzustellen, diese (empirisch) zu untersuchen und zu belegen oder zu verwerfen. Den Autoren muss zu Gute gehalten werden, dass dieses den Umfang des Buches wahrscheinlich gesprengt hätte.
Aber vielleicht gelingt das ja in einer weiterführenden Veröffentlichung nicht nur einen Status aufzunehmen sondern dieses Thema zu entwickeln.

Dass die Autoren hiervon aber vermutlich weit entfernt sind, erschließt sich dem Leser spätestens in Kapitel 10.4 ab Seite 262, in dem die nicht belegte These aufgestellt wird, dass Patente im Vergleich zu anderen Schutzmechanismen an Bedeutung verloren hätten. Hier übersehen die Autoren das signifikante Wachstum an Patentanmeldungen in Asien, insbesondere Südkorea und China, welches inzwischen auch in den US- und EP-Ämtern zur erhöhten Regionalisierungen aus diesen Ländern führt. Diese Entwicklung war bereits 2007 absehbar (s. Kapitel 11). Allerdings werden auch Nationen wie Indien und der südamerikanische Raum nicht mal erwähnt. Die Schlussfolgerungen sind daher leider oberflächlich, wenig hilfreich und suggereiren sogar völlig falsches! Gerade die seit Jahren viel zu große Zurückhaltung des Mittelstandes könnte sich als fatale Unterlassung in den nächsten 20 Jahren geradezu "rächen".
Z.B. müssten noch folgende Fragen in diesem Kontext gestellt werden:
Wie sieht es zu dem mit den anhängigen Klageverfahren vor Patentgerichten aus?
Wie ist hier die Tendenz (Anzahl und welche Streithähne?)
Dieses wird dazu führen, das sich insbesondere Patente für Technologieunternehmen zum wesentlichen Schutzinstrument entwickeln werden (ob manche Unternehmen wollen oder nicht), um damit Ihre innovativen Produkte und Verfahren zu schützen bzw. Markteintrittsbarrieren zu schaffen (bzw. den zeitlichen Vorsprung zu manifestieren). Auch müssen die Schutzrechte der Wettbewerber und von Technologiefeldern jederzeit parallel beobachtet und ausgewertet werden, um unnütze Kosten im Entwicklungsprozess zu vermeiden. Ebenso fehlt hier komplett, welche technologischen Prognoseverfahren (Inhaltlicher Schutz) hier Anwendung finden könnten. Und mir fehlt eine Betrachtung, wie sich Unternehmen – insbesondere – Mittelständler inhaltlich und ggf. organisatorisch aufstellen müssen, um die stetig wachsende Anzahl an Schutzrechten qualitativ im Sinne eines Risikoschutzes zu beherrschen (Prozesse, Organisationsstrukturen, Komplexitätsmanagement, Kommunikation, Prognose, Zusammenarbeit mit Innovationsmanagement und F&E etc.)
Es beschleicht einen der Eindruck, dass hier keine umfassende sondern eine gefilterte betriebswirtschaftliche Brille aufgesetzt wurde, welche das Buch in seiner Ausrichtung prägt.

Insgesamt ein gutes Standard(literatur)werk zum Nachschlagen mit fehlenden perspektivischen und damit strategischen Elementen (das „big picture“ ist wenig vorhanden, Ausführungen sind nicht hinreichend belegt, teilweise diffus) , um die Ausgangssituation erkennen und als Unternehmenslenker notwendige und weitreichende Entscheidungen treffen zu können – schade. Somit liegt nur ein Grundwerk zur Auseinandersetzung mit der Materie vor, aber keine wirkliche Hilfe, den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.
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