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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Juli 2016
Story:
Philip ist schon von klein auf anders, als andere Jungen. Aus Angst sich lächerlich zu machen oder von seinen Mitschülern und den Erwachsenen verspottet zu werden, hat er nur wenige Freunde und zieht es vor allein zu bleiben. Erst die gleichaltrige Diana sorgt dafür, dass sich Philip öffnet. Er findet Freundinnen, glaubt sogar sich in Diana zu verlieben und reagiert eifersüchtig, als sie mit anderen Jungs anbandelt. Doch erst als er Dianas Cousin Roger kennenlernt und mit diesem zusammen einen alten Trimm-dich-Pfad wieder aufpoliert, blüht Philip auf. Die aufkeimende Freundschaft mit Roger endet jäh, als dieser ihm sagt, dass er homosexuell ist. Für Philip bricht eine Welt zusammen und er meidet ihren gemeinsamen Treffpunkt, wenn er glaubt, dass Roger dort ist. Erst spät in der Nacht traut er sich in den Wald und findet dort regelmäßig Briefe von Roger, in denen er Philip alles erzählt was ihn bewegt und damit Philip zum Nachdenken bringt.

Eigene Meinung:
Der Jugendroman „Lieber Philip“ stammt von der niederländischen Autorin Imme Dros, die bereits seit den frühen 70er Jahren Kinder- und Jugendbücher schreibt und bereits etliche Preise gewonnen hat. Einige ihrer Werke wurde ins Deutsche übersetzt, der knapp 150-seitige Roman „Lieber Philip“ erschien 2000 beim Middelhauve Verlag und ist inzwischen nur noch gebraucht erhältlich.

Imme Dros lässt sich und ihren Figuren nur wenig Zeit – dennoch gelingt es ihr auf wenigen Seiten, viel Handlung unterzubringen und der Geschichte einen gewissen Tiefgang zu verleihen. Thematisch ist „Lieber Philip“ aus heutiger Sicht nicht neues, da das Buch jedoch schon in den 90er Jahren in den Niederlanden erschien, war es damals neben „Bruder“ von Ted van Lieshout eines der ersten Jugendbücher, die sich mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzten. Neben den damit einhergehenden Problemen greift die Autorin auch die Thematik Rassismus auf, denn Diana und Roger stammen aus Afrika. Gerade bei den Dialogen mit Philips Großmutter wird deutlich, wie stark die Hautfarbe für die älteren Generationen der Familie eine Rolle spielt.
Ansonsten bekommt der Leser eine angenehm lesbare Geschichte über Selbstfindung, erste Liebe und Coming-Out präsentiert, die an einigen Stellen ruhig etwas mehr in die Tiefe hätte gehen können. So schön und unverblümt Philips Leben und seine Beziehung zu Roger ausgearbeitet ist, hin und wieder wünschte man sich mehr Seiten, um die Figuren noch besser kennenzulernen. Gerade zum Ende hin wirkt „Lieber Philip“ ein wenig gehetzt, da Imme Dros doch recht schnell zu einem zufriedenstellenden Schluss kommt.

Die Figuren wirken authentisch und vollkommen realistisch. Gerade Philip, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, lernt man sehr gut kennen. Er ist ein recht naiver Junge, der das Problem hat, nicht ernst genommen zu werden. Seine eigene Unsicherheit sorgt dafür, dass er immer wieder in Fettnäpfchen tritt und sich nur schwer durchsetzen kann. Auch dauert es, bis er versteht, wer er ist und lernt zu sich zu stehen. Im Gegenzug zu Philip weiß Roger bereits, was er will und welche Ziele er verfolgt. Man erfährt ein wenig von ihm und seinen Eltern und auch ihn lernt man im Laufe der Zeit durch Philips Augen besser kennen. Neben den beiden Jungs kann auch Diana Pluspunkte sammeln – sie ist sehr offen, ehrlich und sympathisch. So ist es ein wenig schade, dass sie zum Ende hin kaum noch in Erscheinung tritt, doch da sich Philips Blick auf die Welt ändert, ist das wenig verwunderlich.

Stilistisch ist Imme Dros eine Autorin weniger, präziser Worte. Sie bringt ihre Gedanken auf den Punkt und verzichtet dabei auf ausführliche Beschreibungen und sprachliche Schnörkel. „Lieber Philip“ ist meist in Dialogform gehalten, was zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist. Erst mit der Zeit gewöhnt man sich an den sachlichen, schlichten Stil der Autorin. Durch die Klarheit ihrer Worte gelingt es ihr viel Inhalt und eine gut nachvollziehbare Charakterentwicklung auf nicht einmal 150 Seiten zu bringen. Zwar vermisst man ein wenig die Ausführlichkeit von Beschreibungen (ganz gleich ob von der Umgebung oder Philips Gefühlswelten), doch das Buch ist dennoch lesenswert.

Fazit:
„Lieber Philip“ ist ein schönes, wenngleich etwas kurz geratenes Jugendbuch über Akzeptanz, Coming-Out, Selbstvertrauen, Rassismus und Freundschaft. In der heutigen Zeit wirken die Themen ein wenig veraltet, dennoch macht es Spaß Imme Dros‘ Roman über Philips Weg zu sich selbst zu lesen. Wer einen klaren, direkten Stil bevorzugt, der wird mit „Lieber Philip“ nichts verkehrt machen, alle anderen sollten vorab reinlesen, insofern sie das vergriffene Buch irgendwo aufstöbern. Zu empfehlen.
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am 22. Februar 2001
Ich denke, das Entscheidende bei diesem Buch ist, wann man es liest. Wenn es wirklich von einem 12-Jährigen gelesen wird, kann es ihm vielleicht helfen, wenn sich ein Freund mit diesen Problemen an ihn wendet. Oder es hilft ihm, sich mit seiner eigenen Sexualität zurecht zu finden. Ein Buch, das vielleicht in jedem Kinderzimmer stehen sollte...
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am 27. März 2005
Ich finde dieses Buch wunderbar und im Gegensatz zu einem meiner Vorredner würde ich mir das Buch gerne kaufen (wenn es denn es noch gäbe)!!
Es ist ein "feel-good"-buch, das will ich gar nicht abstreiten. Alles geht gut aus, Philip outet sich, hat einen Freund, die Eltern wollen versuchen ihn zu verstehen, Ende gut alles gut. Aber es ist so wunderschön beschrieben..!!
Der Leser, der eine anspruchsvolle, komplexe Coming-out-Geschichte lesen möchte, wird enttäuscht sein. Aber zum Einstieg in die Coming-out-Geschichten (gerade auch für jüngere Leser) ist dieses Buch gut geeignet. Und wer freut sich nicht über jedes HappyEnd, sehnt es sich insgeheim dabei und wünscht es den Protagonisten (gerade wenn sie es in ihrer Partnerauswahl schwerer haben, weil sie schwul oder lesbisch sind) so sehr?!?
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am 10. Oktober 2003
Also, ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, denn ich fand es einfach eine wunderschöne Geschichte. Die Charaktere finde ich wirklich interessant und liebenswert. Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Und auch als Coming Out Geschichte finde ich es gut, auch wenn mir das nicht so wichtig war.
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am 31. Dezember 2000
Nach einer Empfehlung hatte ich mir von diesem Buch wirklich mehr erhofft. Die Idee zu dieser Geschichte ist nicht uninteressant, aber was Imme Dros daraus gemacht hat, ist oberflächlich und langweilig. Die Gefühle, und das Gefühlschaos, das ein Junge in dem Alter bei seinem Coming Out typischerweise erlebt, wird in diesem Buch überhaupt nicht vermittelt. Dieses Buch kann man(n) sich schenken (lassen).
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am 2. Mai 2003
Eigentlich hört sich der Klappentext vielversprechend an also habe ich mir das Buch in meiner Bücherei augeliehen.Insgesamt war es aber leider eher mitelmäßig die idee mit den Briefen irgendwie nicht richtig ausgearbweitet.Die Autorin hätte ienfach mehr draus machen können es gibt jedenfalls weitaus Bessere bücher zu diesem Thema(Rollenspiel zb oder Das knallrosa Tagebuch).Wobei es a uch durchaus schlechtere gibt.Also zur ausleihe in der Bücherei durchaus ok aber kaufen würd ich es mir nicht.
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am 8. Juni 2003
dros in den späten 80er jahren entstandener jugendroman, der i, jahre 2000 ins deutsche übertragen wurde, beschreibt die anrührende geschichte des coming-out eines jungen protagonisten. trotz des nicht unbedingt passenden und abgeschmackten titels lesen sich zumindest die ersten 100 seiten des romans sehr flüssig und interessant. ein vorzug des buches ist, dass der kurze plot auch nicht zu sehr überdehnt wird, so dass zumindest im ersten teil des buches nicht so schnell langeweile aufkommt; einzig der schluss - der auf den letzten 50 seiten wirkt fad und far-fetched.
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