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Kundenrezensionen

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am 7. April 2009
Ich habe mir diese deutsche Platon-Ausgabe vor einigen Jahren im Laufe meines Philosophiestudiums zugelegt und kann sie wirklich niemandem so recht ans Herz legen. Ihr einziger Vorzug besteht darin, dass sie recht preiswert ist. Beachtet man jedoch, wie wenig sie leistet, sind über 50€ auch kein Schnäppchen mehr.

Zu den Kritikpunkten:

- Die Ausgabe ist nicht zitierfähig. Zwar enthält sie Ansätze zur (in der Platon-Forschung üblichen) Stephanus-Paginierung, allerdings ohne die Unterteilungen A, B, C, D, usf. Ein Zitat nach dieser Meiner-Ausgabe wird also notwendigerweise unpräzise ausfallen und wissenschaftlichen Standards nicht genügen.

- Im Text fehlen Hinweise auf den jeweils verhandelten griechischen Terminus. Worte wie "Logos", "Dianoia", "Doxa", etc. sind aber auch für einen nicht griechischkundigen Leser, der sich mit Platon auseinandersetzt, durchaus verständliche Fachbegriffe, die darüber hinaus essentiell sind für die Verständigung mit Leuten, die eine andere Übersetzung verwenden. Ein Einstieg in die platonische Philosophie wird dadurch eher unnötig erschwert als erleichtert.

- Obwohl die Textausgabe allein die deutsche Übersetzung bietet, finden sich in den Anmerkungen regelmäßig längere, griechische Zitate (in griechischer Schrift) ohne Übersetzung. Nun kann ich zwar griechische Buchstaben lesen und viele Fachtermini dann auch verstehen, aber bei Aristoteles-Zitaten in ganzen Sätzen stößt meine Übersetzungsfähigkeit dann doch an ihre Grenzen. Wäre es anders, hätte ich zu einer zweisprachigen Ausgabe gegriffen.

- Die (immerhin und sinnvoller Weise zahlreichen) Anmerkungen finden sich immer am Ende des jeweiligen Dialoges. Wäre es an sich schon nervig, immer zu den letzten Seiten des Buches blättern zu müssen, sind hier in jedem Bd. mehrere Dialoge versammelt. Die Verweise finden sich also "irgendwo" weiter hinten im Buch wieder. Der Leser kann sich natürlich ein Lesezeichen oder ein Post-it in die Endnoten kleben, aber man hätte dem Kunden seitens des Verlages hier auch entgegenkommen und einfach Fußnoten verwenden können.

Fazit:

Wer griechisch beherrscht, wird wohl gleich zu einer zweisprachigen Ausgabe greifen, wer dies nicht tut, ist mit diesem eigentümlichen Zwitterwesen, das die Nachteile einer kritischen Ausgabe mit den Nachteilen einer an Laien gerichteten Textgrundlage vereint, schlecht bedient. Die vermutete Zielgruppe (privat Interessierte und Philosophen, die keine Antike-Spezialisten sind) wird ganz klar verfehlt.
Die Ausgabe "Platon, Sämtliche Dialoge" bietet - völlig untypisch für den Meiner-Verlag - keine akzeptable Grundlage für eine ernsthafte oder hobbymäßige Beschäftigung mit Platon.
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am 17. März 2002
"Die Geschichte der abendländischen Philosophie besteht aus einer Reihe von Fussnoten zu Platon" - dieses Zitat des Logikers Whitehead mag manchmal überstrabaziert wirken, trifft aber dennoch den Punkt: Platons Philosophie fasste sowohl die bis dahin bekannte griechische Philosophie (unter besonderer Berücksichtigung Heraklits, der Eleaten und natürlich dem von ihm vergötterten Lehrmeister Sokrates und bei gleichzeitiger Ablehnung der Sophisten wie Protagoras und Gorgias) zusammen, andererseits entwickelte er (mit Sokrates als Hauptfigur meist in Dialogform) nach und nach seine eigene Philosophie der Ideenlehre, welche ohne Zweifel das erste grosse System der abendländischen Philosophie darstellt. Platons Philosophie bietet auch in der heutigen Zeit jeweils den besten Einstieg in die Philosophiegeschichte als auch in das Philosophieren selbst: Man kann sich wohl keinen besseren Lehrmeister als den platonischen Sokrates wünschen, welcher, sich seines eigenen Nichtwissens bewusst, unweigerlich Fragen stellt und Gespräche führt, um zu Lösungen und Definitionen von Begriffen wie Tapferkeit, Tugend, Gerechtigkeit u.ä. in den frühen Dialogen bis hin zu komplexen Dingen wie der Natur, Liebe, der besten Verfassung u.ä. im weiteren Verlauf des Gesamtwerks zu kommen. Vor allem diese hervorragende Gesamtausgabe (übersetzt vom unübertroffenen, verständlichen Otto Apelt) sollte man jedem Freund der Philosophie ans Herz legen.
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2012
Die Themen in Stichworten:
- Protagoras: Was ist Tugend?
- Laches: Was ist Tapferkeit?
- Euthyphron: Was ist Frömmigkeit?
- Apologie: Verteidigung des Sokrates
- Kriton: Über das Einhalten der Gesetze
- Gorgias: Über die Rhetorik, über die richtige Lebensweise
- Menon: Was ist Tugend?
- Kratylos: Über die Sprache
- Phaidon: Über die Unsterblichkeit der Seele (der Tod des Sokrates)
- Phaidros: Über die Rhetorik (Eros, Seele, Schriftlichkeit der Philosophie)
- Euthydemos: Über die Bildung der Jugend (über Sophistik)
- Hippias I: Über die Lüge (Achilleus und Odysseus)
- Hippias II: Was ist das Schöne?
- Ion: Über die Rhapsodenkunst
- Alkibiades I: Über die Tüchtigkeit des Staatsmanns
- Alkibiades II: Über das rechte Beten
- Symposion: Über die Liebe
- Charmides: Über die Besonnenheit
- Lysis: Über die Freundschaft
- Menexenos: Totenrede
- Theaitetos: Über Erkenntnis
- Parmenides: Über das Sein
- Philebos: Über die Lust
- Politeia: Über die Gerechtigkeit, über den idealen Staat
- Timaios: Über die Entstehung der Welt
- Kritias: Die Sage von Atlantis
- Sophistes: Über das Wesen des Sophisten
- Politikos: Über den Staatsmann
- Nomoi: Über die Gesetze
- Briefe: Autobiographisches

Die Übersetzung ist leichter lesbar als die von Schleiermacher, die dafür auch die Buchstaben der Stephanus-Paginierung enthält (das ist für das wissenschaftliche Zitieren wichtig).
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am 25. Oktober 2016
Otto Apelts Neu-Übersetzung ist sprachlich eine σεηρ gute Alternative zu der Schleiermachers. Insbesondere die reichhaltigen, kritischen Kommentare sind ihr Geld wert. Allein für diesen Anhang muss es 5 Sterne geben! χαἰρετε.
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am 30. Juni 2009
Wer sich bequem zurücklehnen und endlich mal entspannt Platon lesen und vor allem so richtig genießen möchte, dem lege ich die Übersetzung von Otto Apelt an's Herz, bei dem ich mich auf diesem Wege, obwohl er das Zeitliche längst gesegnet hat, ganz herzlich bedanke.
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